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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Transistor für 24V 200A 60Hz


Autor: Bastler (Gast)
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Hallo,

ich suche einen geeigneten Transistor um 200 Ampere bei 24 Volt DC und 
60 Hz zu schalten. Gut wäre es natürlich, wenn der Transistor etwas mehr 
aushällt...
Geschaltet wird eine induktive Last! (Spule)

über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Gruß

Paul

: Verschoben durch Admin
Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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MOSFET-Übersicht

Aber Achtung:
1mΩ  entspricht bei 200 Ampere:  40W
Außerdem habe ich im Kopf, dass TO-247 nur 70A aushält.

Du wirst also auf jeden Fall mehrere brauchen.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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So etwa gibt es - große IGBTs, wie sie in kommerziellen 
Frequenzumrichtern vorkommen, Mitsubishi, Thomson und andere stellen so 
etwas her. 200A ist da kein Problem.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Man kann auch mehrere MOSFET parallelschalten.

Man muss sich natürlich auch Gedanken über die Platine machen. Besser 
wäre es auf Module umzusteigen und den Strom über Schienen zu leiten.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Jochen Fe. schrieb:
> große IGBTs ... 200A

Es geht hier um 24V, das sind dann über 8% Verlust mit IGBTs.

Autor: MaWin (Gast)
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Ein EINZELNER Transistor schafftd das nicht, weil die üblichen Gehäuse 
das (TO220, TO247, TO3) nicht schaffen.

Sondergehäuse sind teuer, daher werden üblicherweise Transistoren 
parallelgeschaltet.

Man nennt das Elektronikentwicklung, wenn man aus vorhandenen 
Bauelementen was kombiniert um die geforderte Funktion zu erreichen.

Wer nur fertige Elemente sucht, ist Elektriker.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Es geht hier um 24V, das sind dann über 8% Verlust mit IGBTs.

Ja ja, bei manchen sind IGBT's eierlegende Wollmilchsäue ...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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MaWin schrieb:

>Man nennt das Elektronikentwicklung, wenn man aus
>vorhandenen Bauelementen was kombiniert um die
>geforderte Funktion zu erreichen.

Gut. Kann man machen, z.B. 4 Transistoren zu je 50A.

In meiner ECA-Tabelle fand ich auch nur Typen mit bis zu 90A.

Eine Frage hätte ich da mal: In verschiedenen industriellen Anwendungen 
gibt es doch gigantische Halbleiterbauelemente. Z.B. suppentellergroße 
Thyristoren für E-Loks der Bahn, oder in der Schwerindustrie. Reichelt 
und blaues C haben sowas nicht.

Komme ich an sowas denn auch als Normalkunde heran, oder sind das immer 
Sonderanfertigungen? Sorry, ich hab da keinerlei Erfahrung.

Autor: mhh (Gast)
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Über Industrielieferanten wird es das nur geben, für den kleinen 
Lötknecht eher nicht.

http://de.farnell.com/stmicroelectronics/but232v/t...

Scheint dort der mit dem dicksten Strom zu sein. Bei höheren Strömen 
lief beim Einpflegen in den Datenbestand was schief.

Autor: MaWin (Gast)
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> Komme ich an sowas denn auch als Normalkunde heran

Schon, vor allem über eBay,

die üblichen Distributoren z.B. für ABB/Semikron/IXYS, wie AVNet/Spoerle 
stellen sich meist an, wenn du kein Gewerbetreibender bist.

Die Teile sind aber TEUER.

Autor: mhh (Gast)
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Autor: Mine Fields (Gast)
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@Mhh: Beide Module sind nicht wirklich geeignet. Das erste ist zu 
schwach und hat eine zu hohe Spannung und IGBT sind in diesem 
Spannungsbereich sowieso ungeeignet.

Wenn dann eher so etwas:

http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAct...

Das könnte reichen.

Autor: mhh (Gast)
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War mehr als Antwort für Wilhelm gedacht.

Aber über die Suche dort lässt sich ja ev. was passendes für Dich 
finden.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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mhh schrieb:

>War mehr als Antwort für Wilhelm gedacht.

http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAct...

Puh, der Preis...

Danke mal, auch an MaWin. Da muß man als kleiner Entwickler denn eben 
Parallelschaltungen aus mehreren preiswerten Halbleitern anwenden. Bei 
200A, sollte es z.B. mit 4 Gruppen zu je 50A gehen.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Danke mal, auch an MaWin. Da muß man als kleiner Entwickler denn eben
> Parallelschaltungen aus mehreren preiswerten Halbleitern anwenden. Bei
> 200A, sollte es z.B. mit 4 Gruppen zu je 50A gehen.

Trotzdem ist 200A über eine Standardplatine nicht ganz ohne. Man könnte 
natürlich ein bisschen basteln und zusätzlich Litze auflöten oder 
ähnliches. Das Modul wäre aber die elegantere Variante.

Autor: Dieter Werner (dds5)
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der TO schrieb ja

>Hallo,

>ich suche einen geeigneten Transistor um 200 Ampere bei 24 Volt DC und
>60 Hz zu schalten.

Irgendwie komm ich da mit den DC und 60Hz nicht klar ...

Autor: Mine Fields (Gast)
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Ich verstehe das so: Eingangsspannung ist DC und die Schaltfrequenz ist 
60 Hz.

Autor: mhh (Gast)
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Dieter Werner schrieb:
> Irgendwie komm ich da mit den DC und 60Hz nicht klar ...

PWM als Stichwort mal allgemein...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan L. schrieb:

>Trotzdem ist 200A über eine Standardplatine nicht ganz ohne.

Das sind z.B. Anlasserströme beim größeren PKW. Welche 
Kupferbeschichtungsstärken der Platinen gibt es denn überhaupt? Über 
70µm? Sowas kann sinnvollerweise eher nur mit kleinen Stromschienen 
bewältigt werden. Die Transistorenbatterie wird da sinnvollerweise 
komplett außerhalb einer Leiterplatte an Kühlkörpern angebracht. Ich hab 
z.B. hier eine Kondensatorbatterie aus einem Industrienetzteil liegen, 
wobei die Kondensatoren mit 1 Quadratzentimeter Querschnitt Kupfer 
verschraubt sind.

>Das Modul wäre aber die elegantere Variante.

Bei einem Einzelexemplar, OK. Ansonsten kommt es wohl auf die 
Stückzahlen an, wieviel Überlegungen zur Kostenreduzierung man 
investiert. Dafür gibt es den Entwickler.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Welche
> Kupferbeschichtungsstärken der Platinen gibt es denn überhaupt? Über
> 70µm?

Es gibt auch mehr, das sind dann aber Sonderlösungen.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Die Transistorenbatterie wird da sinnvollerweise
> komplett außerhalb einer Leiterplatte an Kühlkörpern angebracht.

Man schraubt/lötet/presst die Module meistens in eine Platine. Strippen 
ziehen ist sehr selten geworden, da zu aufwendig.

Wilhelm Ferkes schrieb:
>>Das Modul wäre aber die elegantere Variante.
>
> Bei einem Einzelexemplar, OK.

Gerade bei Stückzahlen bietet sich ein Modul an.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan L. schrieb:

>Gerade bei Stückzahlen bietet sich ein Modul an.

Wieso? Sorry, ich habe vielleicht Mengenrabatte nicht beachtet.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wieso?

Mir ging es jetzt weniger um den Preis, sondern eher um eine möglichst 
einfache Montage am Kühlkörper.

Ich sehe aber gerade auch, dass mein oben genanntes Modul auch für 
Leiterplattenmontage bestimmt ist; man hätte also da die gleichen 
Probleme.  Vielleicht sollte man doch eher ein Modul mit 
Schraubterminals suchen.

Schließlich sind Lötstellen, die sich ja dann auch stark erwärmen, 
relativ anfällig. Wenn das Teil zigtausend Stunden bei hoher 
Umgebungstemperatur laufen soll, kann das schon ein Problem sein.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan L. schrieb:

>Mir ging es jetzt weniger um den Preis, sondern eher um
>eine möglichst einfache Montage am Kühlkörper.

Stefan, versteh mich bitte nicht falsch. Ich war in einer Kleinklitsche, 
wo es um den Zehntel Cent bei einer Baugruppe ging, von der z.B. 
4-stellige Zahlen im Jahr verkauft wurden. Ich bin da stark vorbelastet. 
Da wäre so ein Modul und bei dem Preis niemals gegangen. Die Kunst war, 
aus wenig Kosten und billigsten Standardbausteinen und viel Einsatz das 
beste zu machen.

Das ging im Extrem so weit, daß man einen 5V Festspannungsregler durch 8 
Silizium-Dioden ersetzt, weil die billiger sind.

Im nächsten Leben suche ich mal ne bessere Firma.

Bei manierlichen Bedingungen, wüßte ich allzu gut, wie ich was mache.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich war in einer Kleinklitsche,
> wo es um den Zehntel Cent bei einer Baugruppe ging, von der z.B.
> 4-stellige Zahlen im Jahr verkauft wurden.

Ich arbeite bei einer Firma, bei der man auf Qualität und 
Zuverlässigkeit Wert legt und man auch Montagekosten rechnen muss. 
Dementsprechend habe ich da eben eine etwas andere Sichtweise.

Wenns ein Bastlerobjekt ist, sieht das ganze sowieso wieder anders aus, 
aber das habe ich ja schon erklärt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan L. schrieb:

>Ich arbeite bei einer Firma, bei der man auf Qualität
>und Zuverlässigkeit Wert legt und man auch Montagekosten
>rechnen muss. Dementsprechend habe ich da eben eine etwas
>andere Sichtweise.

Ich glaube, da gibt es eine ungeheure Bandbreite an Streuungen. Wohl 
dem, der was gutes erwischt hat.

Wir müssen das aber hier nicht ausweiten, sonst wird es zu Offtopic. Ist 
einfach mal so eine Feststellung.

Autor: BMK (Gast)
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Wenn der Preis doch eine Rolle spielt:

http://de.rs-online.com/web/search/searchBrowseAct...

Kann 240A (Package Limit) und 40V und hat typ.1 mOhm. Sollte passen.
Ist nur vom Gehäuse her nicht ganz easy.

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Es wäre sicher interessant zu erfahren, wozu der Threadstarter diese 
Schaltung benötigt. Vielleicht ist es ja auch wieder mal so ein Spinner, 
der seinen Autoanlasser mit Softstart betreiben möchte, dann kann man 
nämlich gleich das Thema beenden.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Die 60Hz machen in der Tat wenig Sinn. Hat sich moechglicherweise ein 
24V 60Hz Teil in der Bucht ersteigert

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