Transistor für 24V 200A 60Hz

Gast #1777086
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Ein EINZELNER Transistor schafftd das nicht, weil die üblichen Gehäuse 
das (TO220, TO247, TO3) nicht schaffen.

Sondergehäuse sind teuer, daher werden üblicherweise Transistoren 
parallelgeschaltet.

Man nennt das Elektronikentwicklung, wenn man aus vorhandenen 
Bauelementen was kombiniert um die geforderte Funktion zu erreichen.

Wer nur fertige Elemente sucht, ist Elektriker.
Gast #1777172
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MaWin schrieb:

>Man nennt das Elektronikentwicklung, wenn man aus
>vorhandenen Bauelementen was kombiniert um die
>geforderte Funktion zu erreichen.

Gut. Kann man machen, z.B. 4 Transistoren zu je 50A.

In meiner ECA-Tabelle fand ich auch nur Typen mit bis zu 90A.

Eine Frage hätte ich da mal: In verschiedenen industriellen Anwendungen 
gibt es doch gigantische Halbleiterbauelemente. Z.B. suppentellergroße 
Thyristoren für E-Loks der Bahn, oder in der Schwerindustrie. Reichelt 
und blaues C haben sowas nicht.

Komme ich an sowas denn auch als Normalkunde heran, oder sind das immer 
Sonderanfertigungen? Sorry, ich hab da keinerlei Erfahrung.
Gast #1777180
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> Komme ich an sowas denn auch als Normalkunde heran

Schon, vor allem über eBay,

die üblichen Distributoren z.B. für ABB/Semikron/IXYS, wie AVNet/Spoerle 
stellen sich meist an, wenn du kein Gewerbetreibender bist.

Die Teile sind aber TEUER.
Gast #1777199
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Danke mal, auch an MaWin. Da muß man als kleiner Entwickler denn eben
> Parallelschaltungen aus mehreren preiswerten Halbleitern anwenden. Bei
> 200A, sollte es z.B. mit 4 Gruppen zu je 50A gehen.

Trotzdem ist 200A über eine Standardplatine nicht ganz ohne. Man könnte 
natürlich ein bisschen basteln und zusätzlich Litze auflöten oder 
ähnliches. Das Modul wäre aber die elegantere Variante.
Gast #1777219
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Stefan L. schrieb:

>Trotzdem ist 200A über eine Standardplatine nicht ganz ohne.

Das sind z.B. Anlasserströme beim größeren PKW. Welche 
Kupferbeschichtungsstärken der Platinen gibt es denn überhaupt? Über 
70µm? Sowas kann sinnvollerweise eher nur mit kleinen Stromschienen 
bewältigt werden. Die Transistorenbatterie wird da sinnvollerweise 
komplett außerhalb einer Leiterplatte an Kühlkörpern angebracht. Ich hab 
z.B. hier eine Kondensatorbatterie aus einem Industrienetzteil liegen, 
wobei die Kondensatoren mit 1 Quadratzentimeter Querschnitt Kupfer 
verschraubt sind.

>Das Modul wäre aber die elegantere Variante.

Bei einem Einzelexemplar, OK. Ansonsten kommt es wohl auf die 
Stückzahlen an, wieviel Überlegungen zur Kostenreduzierung man 
investiert. Dafür gibt es den Entwickler.
Gast #1777221
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Welche
> Kupferbeschichtungsstärken der Platinen gibt es denn überhaupt? Über
> 70µm?

Es gibt auch mehr, das sind dann aber Sonderlösungen.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Die Transistorenbatterie wird da sinnvollerweise
> komplett außerhalb einer Leiterplatte an Kühlkörpern angebracht.

Man schraubt/lötet/presst die Module meistens in eine Platine. Strippen 
ziehen ist sehr selten geworden, da zu aufwendig.

Wilhelm Ferkes schrieb:
>>Das Modul wäre aber die elegantere Variante.
>
> Bei einem Einzelexemplar, OK.

Gerade bei Stückzahlen bietet sich ein Modul an.
Gast #1777234
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wieso?

Mir ging es jetzt weniger um den Preis, sondern eher um eine möglichst 
einfache Montage am Kühlkörper.

Ich sehe aber gerade auch, dass mein oben genanntes Modul auch für 
Leiterplattenmontage bestimmt ist; man hätte also da die gleichen 
Probleme.  Vielleicht sollte man doch eher ein Modul mit 
Schraubterminals suchen.

Schließlich sind Lötstellen, die sich ja dann auch stark erwärmen, 
relativ anfällig. Wenn das Teil zigtausend Stunden bei hoher 
Umgebungstemperatur laufen soll, kann das schon ein Problem sein.
Gast #1777245
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Stefan L. schrieb:

>Mir ging es jetzt weniger um den Preis, sondern eher um
>eine möglichst einfache Montage am Kühlkörper.

Stefan, versteh mich bitte nicht falsch. Ich war in einer Kleinklitsche, 
wo es um den Zehntel Cent bei einer Baugruppe ging, von der z.B. 
4-stellige Zahlen im Jahr verkauft wurden. Ich bin da stark vorbelastet. 
Da wäre so ein Modul und bei dem Preis niemals gegangen. Die Kunst war, 
aus wenig Kosten und billigsten Standardbausteinen und viel Einsatz das 
beste zu machen.

Das ging im Extrem so weit, daß man einen 5V Festspannungsregler durch 8 
Silizium-Dioden ersetzt, weil die billiger sind.

Im nächsten Leben suche ich mal ne bessere Firma.

Bei manierlichen Bedingungen, wüßte ich allzu gut, wie ich was mache.
Gast #1777247
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich war in einer Kleinklitsche,
> wo es um den Zehntel Cent bei einer Baugruppe ging, von der z.B.
> 4-stellige Zahlen im Jahr verkauft wurden.

Ich arbeite bei einer Firma, bei der man auf Qualität und 
Zuverlässigkeit Wert legt und man auch Montagekosten rechnen muss. 
Dementsprechend habe ich da eben eine etwas andere Sichtweise.

Wenns ein Bastlerobjekt ist, sieht das ganze sowieso wieder anders aus, 
aber das habe ich ja schon erklärt.
Gast #1777253
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Stefan L. schrieb:

>Ich arbeite bei einer Firma, bei der man auf Qualität
>und Zuverlässigkeit Wert legt und man auch Montagekosten
>rechnen muss. Dementsprechend habe ich da eben eine etwas
>andere Sichtweise.

Ich glaube, da gibt es eine ungeheure Bandbreite an Streuungen. Wohl 
dem, der was gutes erwischt hat.

Wir müssen das aber hier nicht ausweiten, sonst wird es zu Offtopic. Ist 
einfach mal so eine Feststellung.

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