Ich habe mich jetzt neu eingearbeitet in Assembler, da ich das für die
Firma brauche.
Ich bin neulich auf die Makros gestoßen und habe festgestellt, dass das
Makro .equ sehr oft verwendet wird, jetzt habe ich mich näher damit
beschäftigt und habe folgende Beschreibung gefunden:
.EQU: Defines a symbol and sets its value (later changes of this value
remain possible, syntax: .EQU test = 1234567, internal storage of the
value is 4-byte- Integer)
Heißt das, dass ich hier 4Bytes reinschreiben kann?
kann ich auch nur zB 1 Byte verwenden und dann auf Ports ausgeben oder
müssen es 4 Byte sein?
Gibt es für jedes .equ im Programm 4 Byte? Wenn ja, kann man damit den
Speicher vollschreiben?
Und dann habe ich auch gesehen, dass man IF Bedingungen stellen kann.
Und darunter steht dann, dass alle Makros in Wirklichkeit keinen Code
produzieren, was soll das eigentlich heißen? Heißt das, ich kann kein
Programm oder ein Problem mit Makros lösen?
Grüße Peter
Schreibst du
.EQU test = 1234
wird überall im restlichen Programm, wo test vorkommt, dieses vom
Assembler durch 1234 ersetzt. Damit wird auch kein Programmcode im
eigentlichen Sinne erzeugt. D.h. du kannst da theoretisch reinschreiben,
was du willst, es müssen keine 4 Byte sein.
grüssse
w.
.equ ist kein Macro, sondern eine Assembler-Direktive. Es weist einem
Symbol einen Wert zu. Später kannst Du statt dieses Wertes das Symbol
hinschreiben.
Es erzeugt keinen Code, also kannst Du damit auch nicht den Speicher
vollschreiben.
Hi
>Und dann habe ich auch gesehen, dass man IF Bedingungen stellen kann.
Ja.
>Und darunter steht dann, dass alle Makros in Wirklichkeit keinen Code>produzieren, was soll das eigentlich heißen? Heißt das, ich kann kein>Programm oder ein Problem mit Makros lösen?
Selbsverständlich erzeugen Makros Code. Wenn sie benutzt werden. Das
Schreiben eines Makros erzeugt allerdings noch keinen Code.
MfG Spess
Was das IF anbelangt: damit erzeugst Du nicht im späteren Code eine
Wenn-Bedingung. Sondern es ist ebenfalls eine Direktive, diesmal zur
bedingten Assemblierung. Hiermit bestimmst Du zur Assemblierzeit, was
von deinem Quellcode berücksichtigt wird.
Eine Beispielanwendung wäre: Du hast ein Programm, von dem es zwei
Versionen geben soll. einmal soll es auf dem Display ausgeben und
einmal auf der seriellen Schnittstelle. Du möchtest also aus demselben
Quellcode zwei verschiedene Object-Codes erzeugen können. Oder dasselbe
Programm soll auf zwei oder mehr verschiedenen µC derselben Familie
laufen.
Die Teile, die unterschiedlich sind, kapselst Du in IF-Direktiven ein.
Vor dem Übersetzen musst Du dann nur ein .equ ändern, und schon wird die
gewünschte Version erzeugt.
Übrigens: Die IF-Syntax ist (wie die von equ) zwischen den verschiedenen
Assemblern unterschiedlich. Es muss nicht mal beides vorhanden sein.
Aber was hat das für einen Sinn wenn ich .equ TT = 6597 hinschreibe,
wenn der Prozessor nur ein 8 Bit Prozessor ist und mehr als 8 Bit nur
über 2 Register gehen?
Hi
>Aber was hat das für einen Sinn wenn ich .equ TT = 6597 hinschreibe,>wenn der Prozessor nur ein 8 Bit Prozessor ist und mehr als 8 Bit nur>über 2 Register gehen?
Beispiel:
Es kommt durchaus häufig vor, dass mal Zahlen hat, die größer als 255
sind und denen man einen aufschlussreichen Namen geben will. Natürlich
kannst Du die nicht in ein einziges Register schreiben. Aber der
Assembler verfügt über genügend mathematischen Funktionen, um sie sich
später so zurecht zu biegen wie man sie braucht, z.B. um sie in High und
Low Byte aufzuteilen.
Hc Zimmerer schrieb:> Eine Beispielanwendung wäre: Du hast ein Programm, von dem es zwei> Versionen geben soll. einmal soll es auf dem Display ausgeben und> einmal auf der seriellen Schnittstelle. Du möchtest also aus demselben> Quellcode zwei verschiedene Object-Codes erzeugen können. Oder dasselbe> Programm soll auf zwei oder mehr verschiedenen µC derselben Familie> laufen.>> Die Teile, die unterschiedlich sind, kapselst Du in IF-Direktiven ein.> Vor dem Übersetzen musst Du dann nur ein .equ ändern, und schon wird die> gewünschte Version erzeugt.
Wenn ich jedoch alle Programme in einem File schreibe, dann wird doch
das ganze erst recht unübersichtlich oder?
Dann hätte ich zB:
.equ Version = Wert
.if Version = 1
//Progamm Version 1
.
.
.
.endif
.if Version = 2
//Progamm Version 2
.
.
.
.endif
Dann habe ich 2 Versionen in einem Programm.
PS: Danke für die bisherigen guten Tipps!
Grüße Peter