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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Platine sehr anfällig


Autor: Andreas R. (dragan123)
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Hallo zusammen,

wir haben von einem Entwickler eine Platine bekommen, darauf sitzt ein 
Microkontoller, ein paar Schnittstellen, und einige Ein/Ausgänge. Das 
Display ist über ein Kabel (ca 1.1m lang) angeschlossen.

Meine Frage: Ist es "normal", daß die Platine auf jede Art von Störungen 
(z.B. Ventile ohne Freilaufdioden) sofort mit Displayaussetzern 
reagiert? Oder liegt es an der Platine? Kann man die Ganze Geschichte 
evtl. irgendwie entstören?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Gruß Andy

Autor: nefuas (Gast)
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Stelle diese Frage an den Entwickler...

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Andreas R. schrieb:
> Das
> Display ist über ein Kabel (ca 1.1m lang) angeschlossen.

Wunderschoene Antenne. Wie der Rest der Platine aussieht kann man nur 
erahnen.

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Das mit dem Kabel fürs Display ist anders nicht möglich, weil man die 
Platine nicht näher ans Display bekommt.

@nefuas: Der Entwickler sagt natürlich, daß alle Probleme bei uns 
Hausgemacht sind. Bei Ihm im Labor läuft die Sache ohne Störungen. 
Deshalb frage ich hier.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Das darf natuerlich nicht sein.  Das Kabel ist geschirmt ? Der Schirm am 
Metallgehaeuse ? Koennen wir ein Foto der Teil sehen ?

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Kabel ist geschirmt, Schirm liegt auf dem GND.

PS: Der Schirm ist erst auf großen Druck unsererseits dazugekommen. 
Vorher war es nur ein Flachbandkabel.

Autor: Mine Fields (Gast)
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In welcher Umgebung läuft das Teil?

Schaltpläne, Layout?

Ohne genauere Angaben kann hier auch keiner konkret helfen.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Andreas R. schrieb:
> Bei Ihm im Labor läuft die Sache ohne Störungen.
> Deshalb frage ich hier.

In einer kuscheligen Laborumgebung laufen fast alle Schaltungen 
problemlos.
Draussen im Feld dann leider nicht mehr.

Aber wie die anderen schon sagten  zeig uns mal Fotos,Schaltplaene sonst 
wird das nur wieder eine Raterei.

Autor: roflkopter (Gast)
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was spricht gegen eine leiterplatte so groß wie das LCD selbst ...
und sei es nur ein spieberegister und ie daten seriell wegzuschicken
2-3 Adern geschirmt machen da weitaus weniger stress

und nen Tip an den entwickler ...
er soll sich nen anderen job suchen wo er auch was von versteht

Autor: Jens (Gast)
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roflkopter schrieb:
> nur ein spieberegister und ie daten seriell wegzuschicken

Naja, wenn die Ansteuerung des LCDs komplexer ist, dann anstatt des 
Schieberegisters einen uC mit serieller Übertragung, z.B. 232, 485, 
notfalls CAN.
Eine weitere Möglichkeit wäre, in alle Signalleitungen zum Display je 
einen R mit ca. 1k einzufügen. Das ist ein recht breitbandiger Filter.

> und nen Tip an den entwickler ...
> er soll sich nen anderen job suchen wo er auch was von versteht

Sehe ich auch so...

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Andreas R. schrieb:
> @nefuas: Der Entwickler sagt natürlich, daß alle Probleme bei uns
> Hausgemacht sind. Bei Ihm im Labor läuft die Sache ohne Störungen.

Das lässt sich ganz genau rausfinden indem Du die Schaltung in ein 
EMV-Prüflabor gibst.
Das Ergebnis könnte ich Dir auch schon vorab sagen ;-)

Autor: nefuas (Gast)
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Das Kabel ist geschirmt ? Der Schirm am
Metallgehaeuse ?


....und.....das ''muss'' geerdet werden. Ja ERDE !

Keine Blumentopferde !

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Sicher das es am langen Kabel liegt und nicht die Betriebsspannung
in die Knie geht durch Rückspannung?

Autor: Anja (Gast)
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Andreas R. schrieb:
> Meine Frage: Ist es "normal", daß die Platine auf jede Art von Störungen
> (z.B. Ventile ohne Freilaufdioden) sofort mit Displayaussetzern
> reagiert?

Hängt Davon ab was Ihr dem Entwickler im Lastenheft spezifiziert habt. 
Als Gerätehersteller müßt Ihr natürlich sicherstellen daß das ganze im 
finalen Gerät mindestens den entsprechenden Normen entspricht (ESD, 
Burst usw.).

Bei 1.1 m Kabel würde ich in industrieller Umgebung ein Display immer 
über einen entsprechenden Bus (RS485, RS232) und eigenen Controller 
anschließen.
Schirmung hilft hier nur bedingt da müßte schon die ganze Schaltung auf 
ein und demselben Blech des Gerätes montiert sein damit die überhaupt 
wirken kann.

Gruß Anja

Autor: Markus Burrer (Firma: Embedit Mikrocontrollertechnik) (_mb_)
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Mal probiert was passiert, wenn ihr das Display direkt auf die Platine 
lötet oder ein ganz kurzes Kabel verwendet?

Ist die Platine sauber aufgebaut? Funktioniert der Spannungsregler? 
Haben alle ICs Abblockkondensatoren?

Ein 1,1m langes Label ist natürlich der Hauptverdächtige, aber muss es 
nicht zwingend sein. Es können auch Schaltungsfehler sein. Ich möchte 
nur mal an die Entprellkondensatoren auf dem Pollin Board erinnern

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ein Display durch den EMV zu bringen ist schon zu Beginn problematisch, 
denn ein Display steigt ueblicherweise bei Bestrahlung oberhalb 1GHz mit 
dem E Feld laengs aus. Die EMV Normen gehen bis 3GHz. Eigentlich sollte 
man also ein Gitternetz ueber den sichtbaren Teil des Displays haben. 
Das Ganze natuerlich im Metallgehauese. Die einfachere Variante ist den 
Display periodisch neu zu booten. Zudem sollte man  parallel zu jedem 
Signal zB 1nF gegen GND, auf beiden Seiten des Kabels haben. Damit wird 
Hochfrequenzstrahlung, zB von einem Mobiltelephon, kurzgeschlossen. 
Ferner sollte man 100 Ohm... 1k Ohm in Serie der Signale haben.

Eine gute Erdung ist fuer Hochfrequenzstoerungen nicht wichtig. Erstens 
ist ein GND bei Hochfrequenz nicht definiert. Und zweitens ist ein 
Mobiltelephon auch nicht geerdet und funktioniert trotzdem. Man muss 
dafuer resonante Strukturen beachten.

Autor: Rudi Rüssel (Gast)
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Hi,

habe selbst ein Gerät mit LCD und 1.5M Kabel im industriellen Einsatz. 
Das Kabel macht hier keinerlei Probleme, wenn ein paar Grundsätze 
beachtet werden:

- wie schon gesagt, Blockkondenstoren auf beiden Seiten des Kabels. Ich 
verwende hier wegen der nötigen Flankensteilheit 33p
- Längswiderstände, bei mir 1k
- auf beiden Seiten Schmitt-Trigger zur Signalkonditionierung
- geschirmtes Kabel über Drossel an Geäusemasse
- zyklischer Test über Busyflag-Plausibilisierung, ob Display abgestürzt 
ist und evtl. Neuboot (habe einen entsprechenden Zähler in der Software. 
Ist bis jetzt im Feld noch nicht vorgekommen, allerdings beim 
Einstrahlungstest 2-3 Mal).

Die Konfguration macht keinerlei Probleme, weder im Feld noch im 
EMV-Test.

Gruss
Rudi Rüssel

Autor: nefuas (Gast)
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Eine gute effiziente Erde ist in der Industrie Pflicht.
Wo lebst du ?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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>>>> Das Display ist über ein Kabel (ca 1.1m lang) angeschlossen.
Was für ein Display?
>>> mit Displayaussetzern reagiert
Wie sehen diese Displayaussetzer aus?

>>>> Kann man die Ganze Geschichte evtl. irgendwie entstören?
Finde erst mal den Störmechanismus raus.
Sind es Ströme auf dem Kabel?
Sind es EMV-Einkopplungen? (Gleichtaktstörungen -> Ferritring ums Kabel)

>>> Der Entwickler sagt natürlich, daß alle Probleme bei uns
>>> Hausgemacht sind. Bei Ihm im Labor läuft die Sache ohne Störungen.
Dann habt ihr das Pflichtenheft nicht korrekt geschreiben. Er soll ja 
nicht eine Schaltung entwickeln, die bei ihm auf dem Schreibtisch 
läuft...

nefuas schrieb:
> Eine gute effiziente Erde ist in der Industrie Pflicht.
Auch mit ausdauerndem Beharren wird eine so dahingeworfene Aussage nicht 
besser...

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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nefuas schrieb:
> Eine gute effiziente Erde ist in der Industrie Pflicht.
Bringt nichts, wenn es um Hochfrequenz geht. Das Erdungskabel ist nur in 
einem bestimmten Bereich/bestimmten Frequenzen wirksam, nämlich wenn 
sich aus der Länge eine Resonanz mit Strombauch an der Geräteseite 
ergibt. Bei Breitbandstörungen nicht sehr wirksam. Anders natürlich im 
Falle der elektrischen Sicherheit, da gehe ich mal davon aus, daß sich 
der Threadersteller an die einschlägigen Vorschriften hält. Also muß man 
das Gerät auf andere Weise immunisieren.

Neben den Punkten, die Rudi Rüssel und Markus Burrer schon angesprochen 
haben, wie sieht die Versorgungsentstörung aus? Minimum ist hier eine 
stromkompensierte Drossel mit Kondensator (X/X2) vor und hinter der 
Drossel(gibt's fertig als Block), ein Varistor um höhere 
Spannungsspitzen abzusägen. Wie ist die Verkabelung im Gerät? Gibt es 
dort einen gemeinsamen Massepunkt? Leistungsführung eines evtl. 
vorhandenen Lastkreises? Oder führt die Netzstrippe gar 2mm entfernt an 
der CPU vorbei?

Autor: Thilo M. (Gast)
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EMV Schutz wird heute immer größer geschrieben, das wird mit zunehmender 
Wechselrichterverseuchung des Netzes auch immer wichtiger.
=> Spannungsversorgung wie schon angesprochen Erden und ordentlich 
filtern.

Oft werden auch Schnittstellen wie RS232 ohne irgendwelche 
Schutzvorkehrungen mit relativ langen Kabeln angeschlossen. Sind die am 
anderen Ende offen und die Schnittstelle per RX-Interrupt betrieben, 
dann hat man schell üble Störungen.

Also ALLES was 'raus und 'rein geht mit EMI-Filtern, Drosseln, 
Kondensatoren usw. absichern, Interrupts wenn nicht benötigt, 
abschalten. Längere serielle Strecken per RS485 machen ...

Autor: nefuas (Gast)
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Auch mit ausdauerndem Beharren wird eine so dahingeworfene Aussage nicht
besser...
Du sprichst eben exklusiv von Theorie.....
...fas wie der bekannte Radiosender aus dem Osten ;-)

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Eine gute effiziente Erde ist in der Industrie Pflicht.
>Wo lebst du ?

Ich lebe da, wo aus einem Kurzen nach 10cm ein Offerner werden kann. Ich 
kann auch eine schwebende Struktur zum Schwingen bringen.

Das Erde-Geschwafel ist gut fuer DC, Netz und Blitzschutz.

Autor: nefuas (Gast)
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und fuer Uebertragung fuer digitale Daten....

...jung und unerfahren ;-)
Daran kann ich nichts aendern 8----(

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Hallo zusammen,

hätte nicht gedacht, daß soviele Antworten kommen werden...

Ok, fangen wir mal an.
Der Schirm des Displaykabels ist an GND angeschlossen und Dieser ist 
geerdet.
Der Entwickler sagte mal was von internerm GND und meinen Externen 0V. 
Ich könnte diese nicht verbinden, weil ich dann eine Antenne hätte. Die 
Eingänge sollen von dem internen GND kommen.
Wenn ich aber sehe, daß meine Eingangskabel (z.B. Türschalter ca. 4m) 
ganz schön lang sind, dann weiß ich nicht, wie ich Antennen vermeiden 
soll.

@Lothar Miller:

Die Displayaussetzer sehen wie folgt aus: Auf dem Displaywird nichts 
mehr angezeigt, nur die Hintergrundbeleuchtung ist noch an.

Das größte Problem ist, daß ich dem Entwickler nichts nachweisen kann, 
weil ich mich mit der Materie nicht so richtig auskenne... :-(

Naja, danke trotzdem, werde mich vielleicht mal nach einer anderen Firma 
umsehen.

Gruß Andy

Autor: Mine Fields (Gast)
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Andreas R. schrieb:
> Der Entwickler sagte mal was von internerm GND und meinen Externen 0V.
> Ich könnte diese nicht verbinden, weil ich dann eine Antenne hätte. Die
> Eingänge sollen von dem internen GND kommen.
> Wenn ich aber sehe, daß meine Eingangskabel (z.B. Türschalter ca. 4m)
> ganz schön lang sind, dann weiß ich nicht, wie ich Antennen vermeiden
> soll.

Die interne Elektronik wird aus diesem Grund gerne von der externen 
Beschaltung galvanisch getrennt.

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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Andreas R. schrieb:
> Das größte Problem ist, daß ich dem Entwickler nichts nachweisen kann,

EMV-Labor.

Öhm, ich wiederhole mich.

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Zitat des Entwicklers: Es gibt nur eine kleine Stelle, wo die beiden 
Spannungen verbunden sind.

Das ist für mich keine galvanische Trennung, deshalb verstehe ich das ja 
auch nicht.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Eine Schirmung wird nur einseitig angeschlossen, sonst ist es keine.
Grund: Wenn beide Seiten an Masse bei Ziel und Quelle angeschlossen 
werden,
fließt eventuell ein Ausgleichsstrom, der eine Spannung in die Adern
induziert, die eigentlich geschützt werden sollen.

Probier mal das aus: Setze probeweise ein Display dran, bei dem die 
Anschlußleitung verhältnismäßig kurz ist, um zu sehen, ob die lange 
Strippe tatsächlich den Ärger verursacht.

Versuche auch mal, die Strippe zum Display durch einen Ferrit-Ringkern
zu führen.

Hol den Erbauer der Schaltung ran und zeige ihm den Effekt in Natura,
damit er nicht denkt, du erzählst ihm einen vom Pferd.
;-)

MfG Paul

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Paul Baumann schrieb:
> Eine Schirmung wird nur einseitig angeschlossen, sonst ist es keine.

Der Schirm ist auch nur auf einer Seite geerdet.

>Hol den Erbauer der Schaltung ran und zeige ihm den Effekt in Natura,
damit er nicht denkt, du erzählst ihm einen vom Pferd.

Ich habe mittlerweile die ganzen Verbraucher mit Freilaufdioden 
ausgestattet, und auf den Versorgungsspannungen (wir haben 12 und 24 V 
Verbraucher) ebenfalls Freilaufdioden eingesetzt.
Hoffe so, das Problem zu beseitigen. Bisher sieht es gut aus, aber ich 
weiß nicht was noch kommt.

Kennt einer eine Firma in NRW, die Software- und Platinenentwicklung 
macht und empfehlenswert ist?

Gruß Andy

Autor: ttl (Gast)
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schau mal hier www.ml-engineering.net

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Ein Fehler bei LCD den ich schon öfter gesehen habe ist, das das Kabel 
für 8bit Ansteuerung angeschlossen ist, aber nur 4bit verwendet wird. 
Die vier Drahtenden bleiben frei.
Bei 1m Kabel dann besonders lustig.

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Hubert G. schrieb:
> Die vier Drahtenden bleiben frei.

Kann man das an der Hardware sehen, oder ist das nur Softwaremäßig 
geregelt?

Gruß Andy

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Andreas R. schrieb:
> Kann man das an der Hardware sehen, oder ist das nur Softwaremäßig
> geregelt?

Ähh. Ich habe noch nie ein Softwarekabel gesehen.
Klar, man mönnte in Software die angeschlossenen Kabelenden auf Tristate 
schalten. Das braucht aber IO-Pins, welche man ja gerade durch die 
4bit-Ansteuerung sparen will.

Um es klarer zu machen - das ist hier gemeint:

Lötet man ans Display alle 8Bit an ein Kabel, zieht dies zur 
Prozessorplatine und schließt hier nur 4 Adern an.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Du brauchst ja nur mal nachsehen wievviele Drähte am Display angelötet 
sind.
Es sollten 1 bis 6 angelötet sein, dann vier frei und dann noch mal vier 
angelötet und eventuell noch zwei für die Hintergrundbeleuchtung.

Autor: nefuas (Gast)
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---Eine Schirmung wird nur einseitig angeschlossen, sonst ist es 
keine.---

Das ist manchmal fuer AnalogElektronik zutreffend

Erdung der Abschirmung digitaler Signale beidseitig ...Metallkiste mit 
inbegriffen! (metallische Kabeldurchfuehrungen !)

Ausgleichsstroeme bei 1,1m = Homburger Humbug

Wenn der Entwickler keine Erfahrung hat kann da auch nichts Neues von 
ihm kommen.

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Hubert G. schrieb:
> Du brauchst ja nur mal nachsehen wievviele Drähte am Display angelötet
>
> sind.

Es sind 10 Drähte angelötet und auch auf der Platinenseite über einen 
Stecker angeklemmt.
Sollte also nicht daran liegen.

>Ähh. Ich habe noch nie ein Softwarekabel gesehen.

Ich meinte ja nur, daß man die anklemmt, und dann nicht nutzt...

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ok, die Leitungen sind am Stecker angeklemmt.
Gehen von dort auch Leiterbahnen zum Prozessor?

Autor: Paul Baumann (Gast)
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nefuas schrob:
>---Eine Schirmung wird nur einseitig angeschlossen, sonst ist es
>keine.---

>Das ist manchmal fuer AnalogElektronik zutreffend

Ach, nur manchmal. Wenn es auf Brummeinstreuungen nicht ankommt oder 
was?

>(metallische Kabeldurchfuehrungen !)
Interessant...
Kannst Du mal ein Bild von einer "metallischen Kabeldurchführung" 
senden?

>Ausgleichsstroeme bei 1,1m = Homburger Humbug

Es ist völlig Brust, ob das Kabel 1cm oder 2m lang ist, -wenn auf der
Schirmung Strom fließt, ist das immer Mist.

MfG Paul

Autor: mhh (Gast)
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Paul Baumann schrieb:
> Kannst Du mal ein Bild von einer "metallischen Kabeldurchführung"
> senden?

Loch im Metallgehäuse, wo das Kabel durchgeht.  :)

(er meint sicher Durchführungskondensator)

Autor: nefuas (Gast)
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Paul,

du siehst das alles viel zu schulbuchmaessig bzw zu einseitig.
Analogtechnik zB 4-20mA Messwertuebertragung kann abgeschirmt werden 
...muss aber nicht , da eingepraegter Strom.

Metallische Kabeldurchfuehrungen sind wie die aus Plastik mit dem 
Unterschied, dass die Abschirmung direkt (ohne Pig_Tail) in das 
metallische Gehaeuse uebergeht. In das Innere der Box kommt keine HF!
Digitale uebertragung verlaeuft da sicher (wie auch zB in einem 
(Metall)Conduit (Rohr)

Dass in diesem Fall Strom ueber die Abschirmung fliesst ist 
ausgeschlossen...es sei denn ein Irrer macht Experimente.

Ueber Abschirmung wird immer wieder diskutiert...jeder arbeitet sich ein 
Konzept aus ,das fuer seine Anwendung die bestmoegliche Stoersicherheit 
bietet.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Nefuas
Naja, ich sehe das eher aus praktischer Erfahrung als aus 
"Schulbuchsicht".

Ich schrieb das Ganze ja auch nicht, um den Mann zu verwirren, sondern
um ihm zu helfen.

Es gibt Sachen, die muß man gesehen haben, sonst glaubt man sie nicht.
Da treten manchmal Effekte auf, die allen physikalischen Gesetzen 
widersprechen.
;-))
MfG Paul

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Andreas R. schrieb:
> Ich habe mittlerweile die ganzen Verbraucher mit Freilaufdioden
> ausgestattet

Hallo,

das wäre doch von vornherein selbstverständlich gewesen. Wenn der 
Auftraggeber und der Entwickler beide keine Ahnung haben, brauchen sie 
sich auch nichts vorzuwerfen.

Wenn du auf einen erfahrenen Entwickler getroffen wärst, der dir erklärt 
hätte, dass es so einfach doch nicht geht, hättest du ihm mit 90%iger 
Wahrscheinlichkeit den Auftrag nicht erteilt. Mit Bedenken macht man 
sich unbeliebt, gerade für extrem naive Kunden ist die Aussage "Alles 
überhaupt kein Problem" viel verführerischer. Daher ist die 
Auftragserteilung an den Falschen geradezu folgerichtig.

Gruss Reinhard

Autor: Anja (Gast)
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Paul Baumann schrieb:
> Es gibt Sachen, die muß man gesehen haben, sonst glaubt man sie nicht.
> Da treten manchmal Effekte auf, die allen physikalischen Gesetzen
> widersprechen.

Nur wenn man die Physik nicht verstanden hat.

Das Problem bei den Schirmen ist daß sie für niedrige Frequenzen (z.B. 
50 Hz) einfach viel zu dünn sind um wirksam zu sein. Wenn man die 
Eindringtiefe (Skin-Effekt) bei 50 Hz ausrechnet versteht man schnell 
warum.

Prinzipiell sollte ein Schirm immer wie eine Ausstülpung des 
Metall-Gehäuses betrachtet werden in dem ein Teil der Schaltung = Kabel 
liegt. -> Gehört beidseitig auf das Gehäuse angeschlossen.

Wenn jetzt Ausgleichsströme fließen wird halt oft gepfuscht: Anstelle 
eine ordentliche Blechdicke (mehrere mm) zu nehmen versucht man (aus 
Kostengründen) ob ein einseitig aufgelegter Schirm nicht auch hilft. 
(Manchmal funktioniert es sogar). Andere trennen die Masseschleife auch 
auf indem ein Mantelstromfilter oder ein einseitig kapazitiv aufgelegter 
Schirm verwendet wird. Ist aber alles eine "Billiglösung" die die 
Ursache nur mehr oder weniger gut beseitigt.

Gruß Anja

Autor: Thilo M. (Gast)
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Es gibt auch Systeme (Thomas & Betts), bei denen der Schirm über einen 
angcrimpten massiven Draht aufgelegt wird. Damit bat man sich eine 
weitere kleine Antenne ein.
Simens schreibt bei den SPSen z.B. vor, den Schirm flächig aufzulegen, 
durch Schellen auf massivem Untergrund.

Autor: nefuas (Gast)
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....und die Industrie fertigt auch doppelt abgeschirmte Kabel
...fuer besonders hartnaeckige Faelle.

An der Kabelqualitaet sollte man nie sparen ...mein Gott Otto !
Kabel korrekt verlegen....noch ein Kapitel.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Anja
Hast Du denn den Smiley unter meinem letzten Satz nicht gesehen?

den hier: ;-))

Sarkastische Aussagen werde ich nun wohl immer separat kennzeichnen
müssen....

MfG Paul

Autor: nefuas (Gast)
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Brauchst du nicht unbedingt !!

Habe einige Ingenioere schreien gehoert: DAS IST NICHT MOEGLICH !!!!
Soooo etwas gibt es nicht !! Verflucht...jaja

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Anja schrieb:

> Das Problem bei den Schirmen ist daß sie für niedrige Frequenzen (z.B.
> 50 Hz) einfach viel zu dünn sind um wirksam zu sein. Wenn man die
> Eindringtiefe (Skin-Effekt) bei 50 Hz ausrechnet versteht man schnell
> warum.
>
> Prinzipiell sollte ein Schirm immer wie eine Ausstülpung des
> Metall-Gehäuses betrachtet werden in dem ein Teil der Schaltung = Kabel
> liegt. -> Gehört beidseitig auf das Gehäuse angeschlossen.

Aiaiai, wenn das mal nicht auch nur die halbe Wahrheit ist. Da muss man 
gut aufpassen was Schirmung und was Erdung/Masse sind. Ich würde da 
nicht solche generellen Aussagen treffen.

Autor: Anja (Gast)
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Tine Schwerzel schrieb:
> Aiaiai, wenn das mal nicht auch nur die halbe Wahrheit ist. Da muss man
> gut aufpassen was Schirmung und was Erdung/Masse sind. Ich würde da
> nicht solche generellen Aussagen treffen.

Erwischt!!! Wenn man dieses Thema auch noch mit aufnimmt wird es 
tatsächlich sehr komplex. Wobei Erdung nix mit HF zu tun hat sondern nur 
für den Berührschutz (Schutzklasse 1) ist. Dann hat man auch noch den 
Fall daß Signalmasse (mehrfach) mit dem Schirm verbunden ist -> in dem 
Fall steigt die Komplexität ins Unermessliche. Letztlich gibt es auch 
noch (Billig-) Kabel bei denen Signalmasse und "Schirm" ein und derselbe 
Leiter ist (Koaxkabel).

Wenn man wirklich effektiv Schirmen will trennt man Signalmasse und 
Schirm strikt voneinander. Schirm ist dann der Schaltungsteil wo die 
Störströme fließen. Signalmasse ist der Teil wo die Nutzströme fließen. 
Eine Verbindung zwischen Schirm und Signalmasse findet dann höchstens 
dort statt wo die Signalmasse den geschirmten Bereich verläßt. Eine 
einzige Verbindung zwischen Schirm und Signalmasse im Gesamtsystem darf 
dann mittels leitender Verbindung sein (falls durch Berührschutz bzw. 
Schutzklasse gefordert) die übrigen nur über Filterkondensatoren 
kapazitiv.

Gruß Anja

Autor: frankman (Gast)
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Hallo Andreas,

aus meiner Sicht ist es völlig unmöglich, Deine Leiterplatte übers Forum 
zu entstören.
Fakt ist, das jedes Gerät, welches verkauft werden soll der 
EMV-Richtlinie genügen muss. Um es mit einem Satz zu sagen:

Das Gerät darf andere Geräte nicht stören und nicht von anderen Geräten 
gestört werden.
Dafür gibt es Normen, die eingehalten werden müssen.
Wenn euer Entwickler diese Normen nicht kennt und nicht angewendet hat, 
ist das Gerät halt einfach Mist.

Wenn das Gerät trozdem verkauft wird, kann Dich die Bundesnetzargentur, 
falls sie Wind davon bekommt, alle Geräte, die im Umlauf sind, vom Markt 
zu nehmen.

So weit so gut (schlecht)

Mein Tipp: Suche Dir ein EMV-Labor und sage, du möchtest 
Entwicklungsbegleitende Messungen machen. Fange mit der Störaussendung 
an, (ca. eine Stunde a 220€) und mache dann eine Einstrahlungsmessung( 
ca. 1 Stunde) dann Einströmen.
Dann müßtest Du schon ziemlich genau wissen, was Sache ist.

Die Jungs vom EMV-Labor sind meistens auch fit, was Entstörung betrifft, 
möglicherweise ist schon das Eine oder Andere mit einem Ferrit an der 
richtigen Stelle behoben. (Oder mit richtiger Massung /Erdung) oder ein 
Software-Update ect.

Autor: Waldemar Löwen (Gast)
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Hallo Andreas,

am Anfang meiner Basteleien (schon ein paar Jahre her) hatte ich auch 
mal ähnliche Probleme, bei einer Kabellänge von ca. 2m. Ich habe es 
einfach mit 1K Pull-Down Widerständen am Display selbst gelöst, wobei 
ich die Datenleitungen sowie die R/W, RS und Enable-Signal Pull-Downed 
habe.


Mein damals verwendeter Mikrocontroller war ein Atmel ATMEGA 16,der 5mA 
treiben konnte.

Überprüf mal im Datenblatt des verwendeten µC wieviel dieser pro Ausgang 
Treiben kann, (Maximalstrom pro PORT beachten!!!) und versuchs mal mit 
Pull-Down.

P.S.:Bei Reichelt gibt es Widerstandsarrays die sehr praktisch für diese 
Zwecke sind.

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Danke Waldemar.

Woher kenne ich den Namen???

Gruß Andreas R.

Autor: Waldemar Löwen (Gast)
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Sitz ihr zufällig in der Nähe von GM???

Autor: Andreas R. (dragan123)
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Ja genau ;-)
Man ist die Welt klein...
Schreib mir ne PM

Autor: Anja (Gast)
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frankman schrieb:
> Dann müßtest Du schon ziemlich genau wissen, was Sache ist.

Ich würde mit Burst-Messungen anfangen das entspricht am ehesten dem 
schon bekannten Fehlerbild. (Ausfall bei schaltendem Ventil).

Gruß Anja

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