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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Sehr leichtes Gehäuse, GFK?


Autor: Jürgen (Gast)
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Hi,

kennt jemand Lieferanten für extrem leichte Gehäuse für portable 
Anwendungen? Von mir aus Glasfaserverstärkes Epoxyd oder so, soll am 
besten nix wiegen, da es am Körper getragen wird. MP3-Player-Ähnlich, 
maximal 4*4 oder 5*5cm... Da die Elektronik schon einiges wiegt, darf 
das Gehäuse "nix" wiegen... Google sagt darüber nicht wirklich was aus, 
da wollte ich nach Erfahrungen fragen...

Danke und schönen Sonntag

Autor: MaWin (Gast)
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Wenn Geld keine Rolle spielt: Magnesium. Machen manche Laptops.

Wenn Stabilität keine Rolle spielt weil das Innenleben eh dicht gepackt 
ist und gar kein Eindellen erlaubt, aber selbst nicht so 
druckempfindlich ist wie z.B. Glas: Aus dünnem Kunststoff, z.B. aus 
Kaptonfolie pressen.

Wenn es nicht viel kosten darf und etwas Stabilität bringen soll: Ganz 
normales Plastikgehäuse, wie alle anderen Hersteller, die snid doch 
nicht blöd.

Nur bei grossen dünnen bruchgefährdeten Teilen, wie dem iPhone oder den 
dünnen scheckkartengrossen Taschenrechnern, ist eine Edelstahlwanne gut.

Autor: Jürgen (Gast)
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Danke vielmals für die Infos. Magnesium war mir in dem Zusammenhang mit 
Gehäuse nicht bekannt.
In welchem Preisrahmen befinden wir uns denn, wenn wir über 
Magnesium-Gehäuse sprechen? Ich wäre auch bereit, das 30-50Fache eines 
einfachen ABS-Gehäuses zu zahlen, wenn das Material und das Gewicht 
passt. Ein herkömmliches ABS-Gehäuse wiegt ca 15-20gramm in der Größe, 
das ist schon viel zu viel. Großer Beanspruchung ist es allerdings nicht 
ausgesetzt, also kaum Druck oder mechanische Belastung allegemein... Nur 
wind und wetter...
Gruß Jürgen

Autor: Floh (Gast)
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Wenn du sagst das Innenleben wiegt schon viel (ungefähre Zahlen vlt.?), 
wieviel machen dann noch 15 Gramm aus? :-)

Autor: Anton (Gast)
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Wenn es wenig wiegen soll, käme evtl. auch ein tiefgezogenes
Gehäuse in Frage. Da kann man durch geschicktes Einfügen
von "Rillen", Sicken genannt, eine gute Stabilität erreichen,
das Gewicht ist erstaunlich gering.
(Autoteile, Wellpappe),
Tiefziehen läßt sich Kunststoff und Edelstahl (Vorteil bei EMV)

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Jürgen schrieb:
> Da die Elektronik schon einiges wiegt, darf das Gehäuse "nix" wiegen...

Da hätte ich genau den gegentigen Schluß gezogen: Da die Elektronik eh 
schon einiges wiegt, fällt das Gewicht des Gehäuses auch nicht mehr so 
ins ... ähm, Gewicht.

Autor: MaWin (Gast)
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> In welchem Preisrahmen befinden wir uns denn, wenn wir über
> Magnesium-Gehäuse sprechen?

Schau was der Klotz kostet, und je nach Stückzahl eine Maschinenstunde 
einer Fräse mit der du aus dem Vollen ausfräst. Danach polieren, 
lackieren, gummieren oder welche Oberfläche dir auch immer vorschwebt.

Bei grossen Stückzahlen kann man auch giessen.

> also kaum Druck oder mechanische Belastung allegemein

Klingt doch nach dünnem Plastikgehäuse, eben einem aus tiefgezogener 
Folie.

Autor: Jürgen (Gast)
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Vielen Dank nochmals für die interessanten Informationen. Kenne mich mit 
Werkstoffen nicht so "dolle" aus und weiss daher auch nicht was "heute" 
möglich ist. "tiefgezogene Folie" wird hoffentlich erstmal ein 
Suchbegriff sein. Also das Gerät wird maximal 25-30 wiegen mit Gehäuse. 
Daher wäre ein Gehäuse mit ca 5gramm optimal. Platikgehäuse ist für mich 
in Ordnung, nur halt aus sehr dünnem (tiefgezogenem?!) Material? An wen 
könnte man sich wenden, wenn man sowas sucht? Wer macht sowas? 
Stückzahlen erstmal 10-20...
Gibts sowas zu kaufen, oder muss sowas erst hergestellt werden, also wie 
gängig ist diese tiefgezogene Folie?
Danke nochmal an alle...

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Jürgen schrieb:
> ein Gehäuse mit ca 5gramm

5g ist etwa das Gewicht einer DinA4 Seite.

Wenn deine Gehäuse 50x50x50mm hat, dann dürfte das würfelförmige Gehäuse 
aus Magnesium nur 0,1mm dick sein.

Autor: Anja (Gast)
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Jürgen schrieb:
> Stückzahlen erstmal 10-20...

Hallo,

also bei den Stückzahlen würde ich ein Formätzteil verwenden z.B. 
Hergestellt mit:

Conrad 529060 - 62

Das ganze wird wie eine Papierfaltschachtel konstruiert.
Biegekanten + Beschriftung einseitig.
Konturen und Löcher doppelseitig ausgeführt.

Gruß Anja

Autor: Peter Weber (peterguy)
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Gehäuse aus Carbon selber herstellen.

Dazu einfach ein Negativ herstellen und Kohlefasermatten + Harz 
herumwickeln. In den Backofen und fertig. Vielleicht noch einen 
Vakuumsack für ne schöne Oberfläche.

Ok, ganz so einfach ists nicht, aber aus 
Kosten-Nutzen-Aufwands-Gewichts-Optik Sicht die beste Alternative.

Autor: MaWin (Gast)
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Er könnte ein Gehäuse aus GFK machen, in dem er dünne Platinen 
(Prepregs) auf Mass schneidet und durch die Innenlage Kupfer in den 
Ecken verlötet.

Danach wird er allerdings merken, daß GFK einer der schwersten 
Kunststioffe ist, die es gibt.
Immerhin ist das Gehäuse dann geschirmt.

Und wenn es nicht komplett quaderförmig ist, wird das mit dem 
ausschneiden schwierig.

Bei nur 10 Gehäusen ist allerdings an die Herstellung einer Form nicht 
zu denken.
Ich frag mich, wovon die Leute eigentlich nachts immer träumen, und 
warum sie keine passenden Bonbonschachteln finden.

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