Die Kondensatoren können, von der Oszillatorschaltung her, recht weit
vom Sollwert abweichen. Einzige schlimme Folge ist erst einmal, dass der
Oszillator nicht mehr schwingt, wenn es sehr kalt wird oder die
Betriebsspannung nicht mehr stimmt. Die Frequenz wird immer noch recht
genau sein, 0,05 Prozent (500ppm) Abweichung vom Sollwert werden kaum
überschritten.
Genaue Werte für die C's braucht man erst, wenn man Abweichungen unter
100ppm braucht, dann sollte man aber mit einem C-Trimmer die genaue
Frequenz einstellen können, um die Fertigungstoleranz auszugleichen.
Dabei kommt man aber auch schon in den Bereich der Temperaturdrift, so
etwa 20ppm plusminus um den Wert bei 25 Grad herum.
Das Tutorial legt gar keinen so großen Wert auf exakte Frequenz, für
Kontrolleranwendungen liefern Quarze praktisch immer "exakte" Werte,
auch wenn die C's um 30 oder mehr Prozent größer oder kleiner sind als
irgendwelche Sollwerte.
Wenn man kleinere Werte als Kapazität in der Schaltung verwendet,
schwingt diese auch bei Quarzen noch, die höheren Verlustwiderstand
haben. Man liegt insoweit auf der sichereren Seite gegen "schlechte"
Quarze, auch wenn die Frequenz dann nicht ganz genau stimmt.