Hallo.
Gehen NiMh Akkus durch Tiefentladung unter 1V / Zelle kaputt?
Ich hab ne LED Fahradbeleuchtung. Die läuft mit 2 NiMh Akkus.
Da es eine LED Beleuchtung mit Schaltregler ist, sieht man den
Ladezustand nicht an der Lampenhelligkeit. Die Lampe hat keine
Entladeschlussgrenze, sondern die läuft, solange der Schaltregler es
noch packt.
Das Ding zieht die Akkus bis auf ca 0,6-0,7 V Zellenspannung leer, dann
setzt der Schaltregler erst aus. Unbelastet haben die Zellen dann noch
knapp 1V.
Ist das für die Akkus schädlich oder verkraften die das problemlos?
mfg
Die meisten NiMH mögen das gar nicht und sollten auf jeden Fall SOFORT
wieder aufgeladen werden. Wenn du noch irgendwo passende NiCD auftreiben
kannst, nimm die.
Ab Werk waren 2 AA Alkaline für vorne und 2x AAA Alkaline für hinten
dabei.
Ich hab aber Akkus genommen, weil ich nicht ständig Batterien kaufen
will.
NiCd hat in der Tat niedrigere Endladeschlussspannung, aber deutlich
weniger Kapazität und schwer zu bekommen.
Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die
Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für
kurze Zeit am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.
>Ich hab aber Akkus genommen, weil ich nicht ständig Batterien kaufen>will.
Könnte jedoch sein, daß du ständig neue Akkus kaufen mußt. NiMH
quittieren solche Mißhandlung erfahrungsgemäß schnell mit
Kapazitätsverlust oder Totalausfall, ich kenn das aus dem RC-Modellbau.
Am ehesten verkraften das noch die original SANYO, aber auch die haben
ihre Grenzen.
Entladen von NiMH unter 0,8V ist nicht empfehlenswert, damit sinkt die
Zahl der möglichen Entlade/Ladezyklen. Ideal ist es, wenn der
Entladevorgang bei 1V beendet wird.
Ideal wäre ein Tiefentladeschutz für die Zellen. Für einen Opamp als
Komparator mit Warnled ist wohl kein Platz an den Leuchten? Von einer
Abschaltung mit einem FET etc. gar nicht zu reden.
bastler schrieb:> Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die> Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für> kurze Zeit am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.
Bessere Ladegeräte haben eine Funktion, auch tiefentladene Akkus zu
laden. Meist wird da eine gewisse Zeit ein Strom aufgeprägt und
gemessen, ob die Spannung steigt.
Servus
Michael
Icke ®. schrieb:> Könnte jedoch sein, daß du ständig neue Akkus kaufen mußt. NiMH> quittieren solche Mißhandlung erfahrungsgemäß schnell mit> Kapazitätsverlust oder Totalausfall, ich kenn das aus dem RC-Modellbau.> Am ehesten verkraften das noch die original SANYO, aber auch die haben> ihre Grenzen.>>>
Da hast du recht. Wie gesagt, mein Ladegerät meldet die Akkus schon als
Defekt. Und das nach nur nem knappen halben Jahr. Und das Ladegerät ist
schon eins von der besseren Sorte.
Gebe ich den Akkus übers Labornetzgerät mit Strombegrenzung ca 500 mA
für eine kurze Zeit, gehts wieder. Dann nimmt das Ladegerät den Akku
wieder und macht das normale Ladeprogramm.
Die Lampen sind für die Akkus halt nicht optimal gebaut, weil der
Schaltregler halt wirklich bis zum letzten Rest die Akkus/Batterien
auslutscht.
Michael M. schrieb:> Entladen von NiMH unter 0,8V ist nicht empfehlenswert, damit sinkt die> Zahl der möglichen Entlade/Ladezyklen. Ideal ist es, wenn der> Entladevorgang bei 1V beendet wird.> Ideal wäre ein Tiefentladeschutz für die Zellen. Für einen Opamp als> Komparator mit Warnled ist wohl kein Platz an den Leuchten? Von einer> Abschaltung mit einem FET etc. gar nicht zu reden.>> bastler schrieb:>> Bei den Akkus hab ich halt jetzt das Problem, dass mein Ladegerät die>> Akkus als defekt meldet, und ein Aufladen verweigert. Ich muss sie für>> kurze Zeit am Labornetzgerät "Anladen", dann gehts wieder.> Bessere Ladegeräte haben eine Funktion, auch tiefentladene Akkus zu> laden. Meist wird da eine gewisse Zeit ein Strom aufgeprägt und> gemessen, ob die Spannung steigt.
In der Rückleuchte ist kein Platz. In der Frontleuchte schon.
Es gibt die Lampen übrigens auch in einer Akkuversion mit fest
eingebauten Akkus. Die kostet aber deutlich mehr.
Auf der Platine sind Einbauplätze für weitere Bauteile und eine Buchse,
die nicht bestückt sind. Die Akkuversion kann über den Fahhraddynamo
oder Steckernetzgerät aufgeladen werden.
Die fehlenden Bauteile sind Dioden, 1 IC, Widerstände und Kondensatoren
in SMD, und 1 Kondensator bedrahtet.
Mein Ladegerät ist zwar ganz gut, aber recht pingelig bei der
Akkudefektmeldung. Es hat neben schnell- und normalladung auch ein
Akku-Regenerationsprogramm, das kann man aber nur starten wenn der Akku
nicht als defekt erkannt wird.
Tja, ein Regenerationsprogramm ist ja auch nur zum Regenerieren gedacht,
wenn der Akku mal nach vieler Ausnutzungen des Memoryeffekt bzw.
Lazyeffekt eine Auffrischung braucht
'ne sehr kostengünstige Alternative wäre die Regeneration von normalen
Zellen. Stichwort "asymmetrische Wechselstromladung". Die Zellen gibt es
nahezu unbegrenzt und kostenlos in jedem Supermarkt, wenn du dich aus
der Batterieentsorgungskiste bedienst. Schaltung ist simpel, zur
Sicherheit sollte aber eine Zeitbegrenzung und Temperaturüberwachung mit
eingebaut werden. Ideale Spielwiese für einen µC.
Laut Datenblatt könnte sich das vielleicht mit dem Gain-Block
realisieren lassen. Eine interne Spannungsreferenz (0.938 V) ist
idealerweise gleich mit eingebaut:
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX1763.pdf
Icke ®. schrieb:> 'ne sehr kostengünstige Alternative wäre die Regeneration von normalen> Zellen. Stichwort "asymmetrische Wechselstromladung". Die Zellen gibt es
Zwar lassen sich (Alkali-Mangan-) Batterien begrenzt wieder aufladen,
aber nur wenn sie vorher nicht zu weit entladen waren. Nach dem ersten
Einsatz im Fahrradlicht (hier ist das Problem ja die Tiefentladung)
müssen sie also wieder zurück in die Sammelbox. Außerdem wäre mir ein
Fahrradlicht mit ständig wechselnden Batterien mit unterschiedlichsten
Restkapazitäten zu unsicher. Wer ist mit dem Fahrrad bei Dunkelheit
schon gerne ohne Licht unterwegs?
Servus
Michael