mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kaskode (npn / pnp / n-kanal / p-kanal)


Autor: Roger F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Ich finde teilweise leider widersprüchliche Angaben dazu, welcher 
Transistor/FET in einer Kombination von zwei Transistoren denn jetzt als 
Kaskode zu bezeichnen/verschalten ist.

Also wenn ich zwei npn-Transistoren habe, von denen der Kollektor des 
einen mit dem Emitter des anderen verbunden ist, welchen muss ich dann 
als Kaskode beschalten? Die gleiche Frage auch für zwei pnp's und 
jeweils nMos und pMos.
Kann man theoretisch auch einen npn mit einem pnp als Kaskode 
verschalten?

Die Wirkung der Kaskode selbst ist mir geläufig, nur die Beschaltung 
wirft fragen auf :(

Danke im Vorraus
Roger

Autor: Jens G. (jensig)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Ich finde teilweise leider widersprüchliche Angaben dazu, welcher
>Transistor/FET in einer Kombination von zwei Transistoren denn jetzt als
>Kaskode zu bezeichnen/verschalten ist.
beide zusammen bilden die Kaskode.

>einen mit dem Emitter des anderen verbunden ist, welchen muss ich dann
>als Kaskode beschalten? Die gleiche Frage auch für zwei pnp's und
??? Wie gesagt - beide zusammen bilden die Kaskode

>jeweils nMos und pMos.
>Kann man theoretisch auch einen npn mit einem pnp als Kaskode
>verschalten?
Nein

>Die Wirkung der Kaskode selbst ist mir geläufig, nur die Beschaltung
Das glaube ich nicht, wenn Du schon nach der Mischung npn mit pnp 
fragst.

Statt bipolare Transistoren kannste natürlich auch unipolare Teile 
((mos)fets) nehmen - BF981 und Verwandte sind solche integrierte Dinger.

Autor: Roger F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ob jetzt beide die Kaskode bilden oder einer der Kaskode-Transistor zum 
anderen ist, ist wohl Definitionssache der verschiedenen Literaturen.

Meine eigentliche Frage hast du leider nicht beantwortet.

Autor: Helmut S. (helmuts)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Kann man theoretisch auch einen npn mit einem pnp als Kaskode
> verschalten?

Ja, das nennt sich "folded cascode".
Werf damit mal Google an.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Roger F. schrieb:
> Kann man theoretisch auch einen npn mit einem pnp als Kaskode
> verschalten?

Kann man. Wird auch so gemacht.


-----------------+------------------ +UB
                 |
                 R1
                 |
            -----+------
            |          |
            C          E   PNP
  EIN   ---B   NPN      B--- UBias
            E          C
            |          |
           GND         +----- Ausgang
                       |
                       R2
                       |
                      GND

Es muss allerding noch R1 eingefuegt werden. An ihm faellt fast keine 
Wechselspannung ab.

UBias muss so eingestellt werden damit sich ein vernueftiger Arbeitpunkt 
ergibt. Man kann diese Schaltung so einstellen das sich als Ausgangs DC 
Pegel 0V einstellt was bei der normalen Kaskodenschaltung nicht möglich 
ist. Voraussetzung ist dabei dann das R2 an einer negativen 
Betriebspannung angeschlossen ist.

Autor: Roger F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke erstmal!

Worums mir eigentlich ist folgendes:
Jeweils das Halbleiterbauelement, das mit UBias-Beauschlagt wird, bei 
jeweils npn/pnp/n-kanal/p-kanal an welchem anschluss hängt das jeweils? 
das ist meines wissens festgelegt.

Autor: Helmut S. (helmuts)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Roger F. schrieb:
> Danke erstmal!
>
> Worums mir eigentlich ist folgendes:
> Jeweils das Halbleiterbauelement, das mit UBias-Beauschlagt wird, bei
> jeweils npn/pnp/n-kanal/p-kanal an welchem anschluss hängt das jeweils?
> das ist meines wissens festgelegt.

Bipolar:
Wenn der Emitter am Kollektor des vorherigen Transistiors hängt, dann 
hat man eine Kaskode.

Mosfet:
Wenn die Source am Drain des vorherigen Transistiors hängt, dann hat man 
eine Kaskode.


Hat man NPN und PNP bzw NMOS und PMOS gemischt, dann ergibt sich eine 
"folded cascode". Die heißt so, weil der Strom in Richtung Masse 
"umgefaltet" wird.

Autor: Roger F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Helmut S. schrieb:
> Bipolar:
> Wenn der Emitter am Kollektor des vorherigen Transistiors hängt, dann
> hat man eine Kaskode.
>
> Mosfet:
> Wenn die Source am Drain des vorherigen Transistiors hängt, dann hat man
> eine Kaskode.

Das weiß ich! Es geht darum: Wenn ich zwei npn's habe, dann ist der 
untere in Emitterschaltung und bekommt das eingangssignal. der obere ist 
der kaskode-transistor. (so heißts zumindest in meiner literatur. 
"kaskode-transistor zugehörig zum unteren") Also der, der mit UBias 
beaufschlagt wird.
Umgekehrt (oben Eingangssignal, unten Ubias) funktioniert aber nicht.
Die Frage, die ich aber schon ganz oben gestellt habe, ist: Wie sieht 
die Verschaltung und Zuordnung der beiden Transistoren bei pnp, n-K. und 
p-K. aus?

Autor: Arno H. (arno_h)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was sollte sich da ändern? Das Eingangssignal geht auf die Emitter- bzw 
Sourceschaltung und diese steuert dann die Basis- oder Gateschaltung an.
Zur anderen Halbleiterpolarität gehört dann eben auch die umgepolte 
Betriebsspannung.
Welcher Transistor im Schaltbild oben oder unten ist, bleibt 
schlussendlich dem Zeichner überlassen und ändert nichts an der 
Funktion.

Arno

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Am Punkt zwischen beiden Transis ändert sich die Spannung praktisch gar 
nicht! Es liegt dort nur ein Gleichspannungsarbeitspunkt an. Am oberen 
Transistor 'auf der anderen Seite' wird das Eingangssignal was am 
unteren Transistor reinkommt, als Strom wieder ausgegeben! Über den 
Lastwiderstand Richtung oberer Versorgungsspannung wird das Signal 
wieder in eine Spannung konvertiert. Das kann natürlich auch der Eingang 
eines Übertragers/Filters für die nächste Stufe sein...

Deswegen funzen 'abgesetzte geteilte' Vorverstärker als Kaskode 
besonders gut. Die Leitung zwischen beiden Transistoren ist dann das 
Antennenkabel. Der untere Transi ist im Mastkopf nahe der eigentlichen 
Antenne, der obere ist die erste Eingangsstufe im Empfänger. Da die 
Spannung zwischen beiden Transistoren sich nicht wesentlich ändert (Sie 
wird durch die BE-Strecke des oberen Transistors stabilisiert, denn dort 
wirkt es wie ein Dioden-Shunt-Regler gegenüber der vorgespannten Basis), 
kann diese Schaltung trotz ihrer Ausdehnung nicht schwingen.
Verwendet wird sowas in Langwellenenmpfängern wie für DCF77.

Ich hoffe ich habe meine damaligen Gedankenanalysen richtig 
wiedergegeben.

Ausprobieren kann man das Super in einem SPICE-Simulator wie LTspice.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.