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Forum: Platinen Schaltung mit Giessharz ausgiessen


Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Hat jemand Erfahrung mit div. Giessharzen ?

Ich möchte gerne ein Paltine mit Giessharz als "Gehäuse" ausgiessen.

Der Form wäre eine kleine Wanne aus Polycarbonat ( Makrolon )

Was nimmt man am besten ?  Die Fa. Peters verkauft leider nich an Privat 
Personen...

Autor: Paul H. (powl)
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Wie wärs mit Epoxidharz? Eventuell auch mit Farbstoff.

Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Ich wollte gerne eine absolut glasklare Würfel haben...

Autor: Paul H. (powl)
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Na dann bietet sich Epoxidharz ja an. Allerdings kann es sein, dass du 
diesen noch evakuieren musst, sonst hast du blasen drin. Wie es dann mit 
der Oberflächengüte aussieht, kann ich dir auch nicht sagen. Vermutlich 
wird die Oberfläche die aus deiner Form kommt nicht ganz glatt und oben 
wird es bedingt durch die Adhäsionskräfte spitze Ränder geben. Du 
könntest den Würfel dann überfräsen. Ob man Epoxidharz polieren kann 
weiß ich nicht, vermutlich erst wenn es einige Tage oder Wochen 
ausgehärtet ist.

Soll das ganze dann noch ne Funktion erfüllen oder möchtest du nur die 
Schaltung "konservieren"? In diesem Fall könntest du auch einen Quader 
aus Plexiglas kleben und diesen mit Öl füllen.

Autor: dave (Gast)
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Kunstharze bestelle ich meist bei Breddermann:
http://www.breddermann-kunstharze.de/

Evtl. ein niedrigviskoses Epoxy, und dazu ewtas von dem 
'Blasenfrei-Zeug'.
Wenns wirklich perfekt sein soll wirst du dir aber eine Art 
Unterdruckkammer basteln müssen.
Ich Benutze deren E45L (Standard-epoxy, 45min Topfzeit), das ist nach 
dem aushärten glasklar.
Wie das mit den anderen Harzen und Gussmassen ist müsste man die Leute 
einfach mal fragen. Mit Glück kennen die ihre Produkte. :-)

Autor: Michael_ (Gast)
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Wie mir in Erinnerung ist, sollte man nicht Epoxy, sondern 
Polyestergießharz verwenden. Wegen der großen inneren Spannungen bei 
Epoxy.

Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Die Schaltung, sollte auch noch funktionieren....))))

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Thomas Kiss schrieb:
> Die Schaltung, sollte auch noch funktionieren....))))

Da gäbe es auch noch folgenden Artikel:

Elektrovergußmasse E45GE
zum Eingießen elektrischer Schaltungen/ Verbindungen bis 30 V

http://www.klebstoff-profi.de/giessharze_elektrove...

http://www.klebstoff-profi.de/download/PDB_E45GE.pdf

Halt "nur" bis 30V vorgesehen, aber besser als gar nichts. Vorsicht ist 
natürlich auch geboten, wenn deine Baugruppe eine hohe Verlustleistung 
(Stichwort: WÄRMEENTWICKLUNG) hat. Wenn die zu groß ist, brutzelt dir 
deine Schaltung schon beim ersten Test in wenigen Minuten weg.

Gruß,
Magnetus

Autor: dave (Gast)
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>Wie mir in Erinnerung ist, sollte man nicht Epoxy, sondern
>Polyestergießharz verwenden. Wegen der großen inneren Spannungen bei
>Epoxy.

Schon, aber da wirds ohne Farbstich soweit ich weiss schwierig.
Da muss der TE entscheiden was ihm wichtiger ist.
Evtl. ist das Endprodukt ja auch keinen großen Temperaturschwankungen 
ausgesetzt und der Lebensdauerverlust ist vertretbar.

Autor: Hannes (Gast)
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Ein Problem ist nicht nur die höhere Wärmeentwicklung im Betrieb, 
sondern auch die Wärmeentwicklung beim Aushärten des Harzes.

Empfindliche Bauteile halten dass nicht unbedingt aus.
Und man darf nicht vergessen, dass manche Bauteile wie Piezo-Gyros,... 
vor dem Harz geschützt werden müssen.

Autor: Stephan (Gast)
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Den "Krümelharz" von Cellpack kann ich nur empfehlen. Im 
Elektrogroßhandel erhältlich. Ist durchsichtig und läßt sich später rel. 
leicht entfernen.

Autor: James (Gast)
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Polyester-Gießharz kann Ärger wegen Geruchsproblemen verursachen,
vor vielen Jahren (Modellbau) bekam ich deswegen mal Probleme.
Epoxy ist hier deutlich besser.

Zum beiher geagten (Wärme beim Aushärten, nicht jedes Bauteil
mag "vergießen", noch ein Aspekt:
Ein Herabfallen kann (die) Bauteile von der Platine abscheren,
kenne das aus eigener Erfahrung.

Autor: oszi40 (Gast)
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>absolut glasklare Würfel haben...
Das ist die hohe Schule.

Je nach Würfelgröße können große themische Spannungen und Risse 
entstehen! Man sollte daher erst mal üben, bevor man wertvolle Teile 
vergießt.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@Thomas Kiss
Du hast zwar einige Wünsche geäußert, aber nicht welchen Zweck der
Verguß haben soll. Wenn es dekorative Gründe gibt, wäre da nicht
ein mit Acrifix verklebtes Plexiglasgehäuse sinnvoller? Das hätte
den Vorteil das die Schaltung später noch zugänglich bleibt und
reparabel bleibt und die meisten deiner Wünsche erfüllt.
In der Grundschule habe ich im Werkunterricht mal Gegenstände in
klarem Gießharz vergießen müssen und später dann das ganze schleifen
und polieren müssen, was reichlich aufwändig war.

Autor: Besser (Gast)
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Besser Du nimmst Polyurethan. Transparentes Zeugs ist schlecht, wie 
Oszi40 schon ausgeführt hat. Polyurethan von Peters hat sich bei mir 
bewährt;gibts bei Bürklin in Bastlermenge.

Autor: Johannes (Gast)
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Ein Problem wurde hier noch nicht so richtig angesprochen:

Die meisten Giesharze schrumpfen beim aushärten, dadurch kann es unter 
Umständen passieren, dass Bauteile durch hohen Druck beschädigt oder von 
der Platine abgerissen werden.

Wenn die Funktion der Platine wichtig ist, solltest du eine möglichst 
weiche Vergussmasse verwenden, die beim aushärten wenig schrumpft. Die 
Idee mit dem Plexiglas-Würfel ausen rum finde ich nicht schlecht.

Autor: Hannes (Gast)
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Man(n) kann die Schaltung auch in einer Schneelandschaft-Glaskugel 
verbauen.
Wenn man sie mit Silikon-Öl anstatt mit Wasser füllt, kann man es auch 
schneien lassen.
Vorausgesetzt, die Bauteile kommen mit dem Öl klar.

Autor: Thomas Kiss (Gast)
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Also erstmal danke für die zahlreichen Postings..

Habe mal kurz eine 4 Stellig 7 Segment Uhr auf Atmega basis gebaut. Die 
Platine ist 9x 3 cm hoch.

hier also noch ein Bild

Die Ausgiesswanne ist aus Polycarbonat BxHxT 100x40x40.Gefrässt
Ich dachte, daß ich erst ca 1/3 von der Masse eingiesse, gut aushärten 
dann den Rest.

Also der entstandener Würfel sollte schon klar sein...

Halten die Bauteile es aus ?

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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Ist der eine IC da gesockelt? Dünnflüssiges Zeug könnte zwischen Pin und 
Kontakt fließen.

Autor: M. B. (reisender)
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In meiner alten Firma haben wir solche Sachen ohne Probleme vergossen.

Dein Ansatz nur Schrittweise zu giessen ist richtig.

Giesst du alles auf einmal, könnten tatsächlich Probleme durch 
Spannungen und Hitzeentwicklung auftreten.

Daher immer schön Schritt für Schritt eingiessen. Könnte jedoch sein, 
dass dann später die unterschiedlichen Schichten sichtbar sind....

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Und auch mal ins Datenblatt vom Quarz schauen, ob der waschfest ist.

Autor: Tom R. (rengi)
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Ne Plexiglasplatte vorne und hinten und den Zwischenraum mit Acrifix 
auffüllen dürfte doch auch funktionieren?

Autor: Thomas (Gast)
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Ich vermute, daß es mit Acrifix nicht geht, vor allem nich in der Menge

Autor: Falk Brunner (falk)
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Acrifix ist ein Kleber, keine Vergussmasse!

Autor: Tom R. (rengi)
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Ja aber ein UV-härtender, der Spaltfüllend ist. Zumindest der 192

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Es gibt auch einen der unter Normallicht härtet. Hat ne 2te Komponente.
Wenn ich mich nicht irre, sind die 7-Segment-Anzeigen auch schon
vergossen. Ob die allerdings die Hitze von deinem Zeug abkönnen weiß
ich nicht.

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