Der Kühlkörper wird auf die Platine gelötet und muss daher nicht genau
den Maßen entsprechen. Ich bin mir gerade auch nicht einmal sicher, ob
er überhaupt am Gehäuse aufliegt oder ob er nur über die Kupferfläche
entwärmt.
Die Mechanik passt da schon - schau dir einfach mal das Datenblatt an.
Da ist ein Bild, wie Fischer sich das vorstellt.
Wenn du aber den MosFet in der Leistungsklasse wirklich brauchst, dann
passt die Größe des KK mit rund 30K/W überhaupt nicht. Mit dem kannst du
gerade mal 3W abführen und nicht mehr als 100W!
Es wäre von IR schon angebracht gewesen, auch einen Hinweis ins
Datenblatt zu schreiben, wie sie sich die Entwärmung des Teils
vorstellen.
Stimmt klar, die abzuführende Wärmeleistung passt überhaupt nicht. Ich
habe bisher erstmal auf die Mechanik geschaut.
Ich sehe im Datenblatt aber nur eine Skizze des Kühlers und nicht wie
eine mögliche Montage aussehen könnte. Welches Sheet hast du dir da
angesehen?
Wie geht man denn ansonsten so eine Kühlung an? Im Extremfall müsste ich
wirklich ca 80W zeitweise am Mosfet abführen. Über Ideen und Vorschläge
bin ich sehr dankbar, da ich da völlig unerfahren und ratlos bin.
Viele Grüße,
Daniel
@Daniel (Gast)
>Wenn ich jetzt aber nicht ganz falsch liege, dann kann dieser Kühlkörper>doch nicht passen:
Doch.
>Die "Breite" stimmt, Mosfet und Kühler sind je 10mm breit.>Der FET ist jedoch nur 4mm hoch und 8-10mm lang.
Ja und?
>Der Kühler hat aber die Maße Breite 26mm, Höhe 10mm, Länge 8mm
Nöö. Der hat 13mm lichte Weite zwischen den Beinen, ist 8mm hoch und 8mm
lang. Mit ~30K/W Wärmewiderstand ist da nicht so viel mit Kühlung.
>Stimmt klar, die abzuführende Wärmeleistung passt überhaupt nicht. Ich>habe bisher erstmal auf die Mechanik geschaut.>Ich sehe im Datenblatt aber nur eine Skizze des Kühlers und nicht wie>eine mögliche Montage aussehen könnte.
Der wird als "Dach" über den MOSFET gelötet, natürlich auf der Platine.
Die Wärme geht dann von der metallischen Rückseite des D2 Pack über eine
Kupferfläche zum Kühlkörper, siehe den Artikel Kühlkörper.
http://www.curiousinventor.com/images/blog/thermal_dissipation/dpak_heatsink.GIF>Wie geht man denn ansonsten so eine Kühlung an? Im Extremfall müsste ich>wirklich ca 80W zeitweise am Mosfet abführen.
Was ist bei dir zeitweise? 1s? 1min? 1h?
Bei mehr als 10s brauchst du was anderes. Und 80W über einen einzelnen
Transistor dieser Größe abführen zu wollen ist praktisch nicht sinnvoll.
Bestenfalls die Hälfte, und selbst dann braucht man einen ziemlich
großen Kühlkörper.
> Über Ideen und Vorschläge
Nimm was im TO220, TO247 oder TOP3 Gehäuse, da kannst du einen
Kühlkörper leicht montieren. Aber auch dort brauchst du mindestens zwei
Transistoren.
MfG
Falk
Hallo Falk,
ich danke dir für deinen Top-Beitrag, jetzt ist mir erst klar geworden,
wie die montiert werden. Ich habe einen ebenfalls passenden Kühlkörper
mit 13K/W gefunden. Im Normbereich verbrate ich max bis zu 10W, die 80W
waren absolute Spitzenwerte (<1s). Ich werde es einfach mal
ausprobieren, im Notfall könnte man den Kühlkörper ja noch aktiv
herunterkühlen.
Eine Frage stellt sich mir aber noch: Was nimmt man als Verbindung
Metallseite Mosfet und dem Kühlkörper? Wärmeleitpaste und dann den
Mosfet mit ein wenig heisskleber o.ä. am Kühler fixieren?
Viele Grüße,
Daniel
Hi,
schau mal in des Datenblatt vom Kühler, da sieht man es schön, des Teil
wird überm Fet auf die Platine gelötet.
---------------------------- KK
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Gruß Simon
@ Daniel (Gast)
>mit 13K/W gefunden. Im Normbereich verbrate ich max bis zu 10W,
Macht 130K Übertemperatur. Das ist sportlich bis zu heiß. Siehe Artikel
Kühlkörper.
>>waren absolute Spitzenwerte (<1s). Ich werde es einfach mal>ausprobieren,
Du solltest erstmal verstehen und rechen, nicht planlos basteln.
> im Notfall könnte man den Kühlkörper ja noch aktiv herunterkühlen.
Das ist die ALLERLETZTE Option. Wenn möglich kühlt man passiv ohne
Lüfter. Ist gräusfrei, preiswert und ausfallsicher!
>Eine Frage stellt sich mir aber noch: Was nimmt man als Verbindung>Metallseite Mosfet und dem Kühlkörper?
Bei D2 Pack wird alles auf die Platine gelötet. Bei TO220 & Co geklemmt
und geschraubt.
> Wärmeleitpaste und dann den Mosfet mit ein wenig heisskleber o.ä. am >Kühler
fixieren?
Ohje! Vergiss solchen Bastlermurks!
MFG
Falk
Es gibt schon sehr schöne Möglichkeiten D2PAK zu entwärmen. Aber in
diesem Bereich ist TO247 oder Ähnliches wohl besser, vor allem für
Bastler.
Aber man fängt erst einmal an das Lastprofil zu bestimmen und daraus die
Verlustleistung. Dann sucht man sich eben einen Kühlkörper mit passendem
Rth und Cth.
Mosfet im D2PAK und 10-80W machen mich außerdem schon sehr stutzig. Du
hast doch nicht etwa vor, den FET im linearen Bereich zu betreiben? Das
kann sehr schnell in die Hose gehen, die meisten FET sind dafür nicht
geeignet. Für linearen Betrieb ist ein bipolarer Transistor auf jeden
Fall besser geeignet.
>Mosfet im D2PAK und 10-80W machen mich außerdem schon sehr stutzig. Du
Das muß Dich nicht stutzig machen. Das sind keine realen Werte, sondern
nur Rechenwerte, bzw. Werte für theoretische Einsatzfälle.
Also wenn Du in der Lage bist, die Kühlfläche des Teils auf 25°C zu
halten, dann kannst Du auch 80W damit verbraten. Da aber gerade
SMD-Teile das Problem haben, in Verbindung mit der für SMD üblichen
Leiterplattenmontage nicht genügend geringe Wärmeübergangswiderstände zu
bieten, bzw. die Ableitung recht schwierig ist, wird die erlaubte
Leistung deutlich geringer sein.
Wenn da im DB also 80W stehen , dann ist das schon richtig - man muß nur
wissen, unter welchen Bedingungen dies gilt.
Stefan L. schrieb:> hast doch nicht etwa vor, den FET im linearen Bereich zu betreiben? Das> kann sehr schnell in die Hose gehen, die meisten FET sind dafür nicht> geeignet. Für linearen Betrieb ist ein bipolarer Transistor auf jeden> Fall besser geeignet.
???
Beleg?
Nein, der FET wird natürlich nicht im linearen Bereich sondern nur
diskret leitend/sperrend betrieben.
Bei I=100A kommt man dann auf P_V = I^2*RDs_on = 15W
Normaler Betriebsstrom wird ca 35A sein, da sind die Verluste dann
unwesentlich.