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Forum: HF, Funk und Felder Transistorverstärker mit 50 Ohm Anpassung bauen


Autor: Randy (Gast)
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Hallo,

ich will einen 100kHz bis 100MHz Transistorverstärker bauen der am Ein- 
und Ausgang eine 50 Ohm Anpassung hat. Dazu habe ich die normale 
Emitterschaltung mit einer Strom- und Spannungsgegenkopplung (R7 bzw. 
R3/L2/C3) ausgestattet. Durch Variation von R3 und R7 (C3 und L2 sind in 
dem Freq. Bereich quasi unwirksam) kann ich die 50 Ohm und die 
gewünschte Verstärkung in etwa erreichen. Die anderen Bauteile in der 
Schaltung sind für die Arbeitspunktstabilisierung. Erfahrunggemäß 
funktioniert das Transistormodell auch recht gut.
Der Transistor hat ein Exposed Pad als Source Anschluss, das wäre 
natürlich gut das zwecks Kühlung dirket an die GND-Fläche anschließen zu 
können. Allerdings schaffe ich es nicht mit R7=0 (d.h. Source dirket an 
Masse) die gewünschten Parameter einzustellen, ich habe dann ja nur noch 
R3 als Freiheitsgrad.
Hat jemand einen Vorschlag für eine Schaltungstopologie mit der man 
Source auf Masse legen kann, und mithilfe von (Gegen-)Kopplungen die 
Impedanzen und Verstärkungen breitbandig einstellen kann? Die typischen 
Anpassnetzwerke funktionieren in so einem breiten Frequenzbereich i.a. 
nicht vernünftig.

Viele Grüße,
Randy

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Eine Anpassung ist immer schmalbandig.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Wow wie Denn schrieb:
> Eine Anpassung ist immer schmalbandig.

Verallgemeinerungen sind immer falsch. (:-)

Gegenbeispiel: eine Widerstands-Widerstands-Anpassung (bspw. ein
minimum loss pad, um zwischen 50- und 75-Ω-Systemen anzupassen)
ist durchaus nicht nur theoretisch breitbandig, und selbst eine
Trafo-Anpassung würde ich nicht als "schmalbandig" bezeichnen wollen.

Autor: Jens G. (jensig)
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es gibt auch Breitbandverstärker mit übertragergekoppelter Rückkopplung. 
Bei denen transformiert sich quasi der Lastwiderstand auf den 
Eingangswiderstand. Mit entsprechender Anzapfung am Übertrager kannste 
also eine 1:1 Transformation machen, also 
Eingansgwiderstand=Lastwiderstand.

Autor: Randy (Gast)
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> Gegenbeispiel: eine Widerstands-Widerstands-Anpassung (bspw. ein
> minimum loss pad, um zwischen 50- und 75-Ω-Systemen anzupassen)
> ist durchaus nicht nur theoretisch breitbandig,

Eben deshalb probiere ich es gar nicht mit reaktiven Elementen sondern 
nur mit Widerständen. Alles andere ist einfach nicht breitbandig genug 
um über 3 Dekaden eine konstante Anpassung zu geben.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Randy schrieb:
> Eben deshalb probiere ich es gar nicht mit reaktiven Elementen sondern
>
> nur mit Widerständen. Alles andere ist einfach nicht breitbandig genug
>
> um über 3 Dekaden eine konstante Anpassung zu geben.

Was machst du denn , wenn dein Eingang noch einen imaginären Anteil hat, 
der eventuell sogar noch größer als der reelle Anteil ist?

Läßt du den Imaginäranteil dann einfach unberücksichtigt?

Ralph Berres

Autor: tsaG (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Was machst du denn , wenn dein Eingang noch einen imaginären Anteil hat,
> der eventuell sogar noch größer als der reelle Anteil ist?
>
> Läßt du den Imaginäranteil dann einfach unberücksichtigt?

Die Antwort findet sich doch hier:

Randy schrieb:
> ich will einen 100kHz bis 100MHz Transistorverstärker bauen der am Ein-
> und Ausgang eine 50 Ohm Anpassung hat.

Der Imaginärteil sollte gegen NULL gehen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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tsaG schrieb:
> Ralph Berres schrieb:
>> Was machst du denn , wenn dein Eingang noch einen imaginären Anteil hat,
>> der eventuell sogar noch größer als der reelle Anteil ist?
>>
>> Läßt du den Imaginäranteil dann einfach unberücksichtigt?
>
> Die Antwort findet sich doch hier:
>
> Randy schrieb:
>> ich will einen 100kHz bis 100MHz Transistorverstärker bauen der am Ein-
>> und Ausgang eine 50 Ohm Anpassung hat.
>
> Der Imaginärteil sollte gegen NULL gehen.

Dann kommt er aber nicht alleine mit resistiven Bauteile aus, wie er es 
ja wollte, um die Anpassung breitbandig zu bekommen.

Ralph Berres

Autor: Herbert Z. (Gast)
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Hallo!

Also ich bin jetzt nicht der große Theoretiker besitze nur Hobby Wissen 
aber soviel ich weiß müßte man in der HF- Biebel von Eric T Red genügen 
Beispiele und Anregungen für 50 Ohm Verstärker finden.
Breitbandige Abschlüsse sind kein Hexenwerk.Ein Schottky Dioden 
Ringmischer
zb. muß für alle auftretenden Seitenbänder Mischprodukte mit 50 Ohm 
breitbandig abgeschlossen sein.Das erledigt ein simpler Widerstand bzw 
ein Diplexer.
Meine Breitbandantenne auf Kurzwelle ist zb. über einen Balun 1:4 mit 
200 Ohm abgeschlossen und funktioniert als Behelfsantenne auf allen 
Bändern ohne Matchbox.Der Wirkungsgrad beim senden ist allerdings 
gering.
MFG Herbert

Autor: tsaG (Gast)
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Ich denke und das hat Herbert ja mit seinem Beitrag quasi auch schon zum 
Ausdruck gebracht, dass man bspw. mit einem Breitbandübertrager bspw. 
Coilcraft

http://www.coilcraft.com/wbt.cfm oder auch
http://www.coilcraft.com/wb_sm.cfm oder
http://www.coilcraft.com/pwb.cfm

eine breitbandige Anbindung an den Verstärker hinbekommen sollte. Je 
nach Leistungklasse des Verstärkers muss man eben auf Baluns oder andere 
Breitbandtransformatoren zurückgreifen.

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