#define ganau sowie .equ ?

Moderator Persönliche Seite #1793176
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Nicht ganz.  .equ unterliegt meines Wissens immer noch einer gewissen
Syntax.  Bei einem #define ist die Syntaxprüfung auf den Makronamen
beschränkt, auf der rechten Seite dagegen kannst du schreiben, was
du willst, so ist beispielsweise:
1
#define FOO aaq32414$$^%!!($&$%$%#$!%
2

3
int
4
main(void)
5
{
6
return 42;
7
}

ein gültiges C-Programm, das jeder Compiler übersetzt.  Das, was auf
der rechten Seite des #define steht, wird nämlich 1:1 an der Stelle
eingesetzt, wo der Makro später ersetzt wird.   Wenn er, wie hier,
nie ersetzt wird, interessiert das auch syntaktisch niemanden.
#1793239
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Hans W schrieb:
> Diese zwei Befehle scheinen mir sehr gleich, außer dass das eine in
> Assembler so ausschaut und das andere in C.
> Stimmt diese Annahme?

Nein. #define ist eine Ersetzung auf Textebene, während .equ den Wert 
eines Ausdrucks einem Symbol zuweist. Neben dem schon von Jörg erwähnten 
Unterschied bezüglich der Einhaltung der Syntax hat das vor allem auch 
zur Folge, dass der zugewiesene Ausdruck bei .equ bereits an der Stelle 
des equ ausgewertet wird, während ein Makro (wenn überhaupt) erst an der 
Stelle der Benutzung.
1
#define A 1
2
#define B 2*A
3
#undef A
4
#define A 2
5
x:      .int    B       ; 4 (2*2)

An der Stelle x wird hier der Wert 4 gespeichert.
1
.equ A, 1
2
.equ B, 2*A
3
.equ A, 2
4
x:      .int    B       ; 2 (2*1)

Im zweiten Beispiel wird an der Stelle x dagegen der Wert 2 abgelegt.

Sehr deutlich wird der Unterschied auch, wenn als "Zwischenwert" 
komplexere Ausdrücke verwendet werden, ohne dass explizit geklammert 
wird:
1
#define A 2+2
2
#define B 2*A
3
x:      .int    B       ; 6 ((2*2)+2)
1
.equ A, 2+2
2
.equ B, 2*A
3
x:      .int    B       ; 8 (2*(2+2))

Ausserdem kann mit equ auch globalen Symbolen ein Wert zugewiesen 
werden, der dann z.B. auch in den Symboltabellen der Objektdatei 
auftaucht und daher auch von anderen Übersetzungseinheiten genutzt 
werden kann. #define-Makros gelten dagegen nur im jeweils aktuellen 
Quelltext, im Objektcode bleibt keine Spur mehr davon (allerhöchstens in 
Debuginformationen).

Andreas

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