Das ist kein wirklich feststehender Begriff, je nach Kontext kann das
die unterschiedlichsten Dinge bedeuten. Allgemein aber irgendwelcher
Speicher, der besonders "dicht" an der jeweiligen CPU sitzt,
insbesondere in Mehrprozessor-Systemen (ggf. dort dann vor allem auch
exklusiv vom einzelnen Prozessor genutzter Speicher). Im Prinzip kann
das IMO auch L1/L2-Cache sein, ja.
Ein Beispiel findet sich z.B. bei den Cell-Prozessoren von IBM. Dort hat
jeder der einzelnen CPU-Kerne nur direkten Zugriff (über
Load/Store-Befehle) auf einen kleinen lokalen Speicherbereich (derzeit
AFAIK 256kB SRAM pro Kern), für jeden Kern ein eigener. Zugriff auf den
Speicher von anderen Kernen oder auf den Hauptspeicher ist nur über
DMA-Transfers möglich.
Ein anderes Beispiel sind Multiprozessor-AMD-Systeme. Multiprozessor ist
hier wirklich mit mehreren CPUs in mehreren Sockeln gemeint, nicht
einfach nur Mehrkerner. Der DRAM-Controller sitzt da in den CPUs selbst,
und jede der CPUs hat direkten Zugriff nur auf den an der jeweiligen CPU
angeschlossenen Speicher, während der Zugriff auf den Rest über den
Systembus erfolgen muss, und dadurch deutlich langsamer ist.
Andreas