Elko ohne Sollbruchstelle?

OP #1798367
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Hallo
Eben ist einem meiner Jungs bei der Prüfung einer Platine aus China ein 
Elko-Gehäuse nur knapp am Auge vorbeigeflogen.
Die Deppen haben das Ding mit falscher Polarität eingelötet. Beim 
Einschalten hat es dann geknallt.

Ist das eigentlich noch legal in der EU ?
Die Elkos, die ich in den letzten Jahren wahrgenommen habe, hatten alle 
eine kreuzförmige Sollbruchstelle auf der Oberseite des Bechers.

Hat da jemand tieferen Einblick ?

Grüße
Torsten
Persönliche Seite #1798440
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A. K. schrieb:
> Aber so eine Frage könnte eher dazu führen, dass in der EU für
> Erstinbetriebnahme eine Schutzbrille vorgeschrieben wird.

auf Platinen, bei denen genügend "Wumms" vorhanden ist, stelle ich gerne 
mal zu Anfang einen Karton drüber, oder eine Platte. Erst vor kurzem hat 
der Einschaltstoßstrom eines Kondensators mir eine Schmelzsicherung im 
Glasrohr komplett zerfetzt.
Gast #1798874
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K. Laus schrieb:
> Oliver Heinrichs schrieb:
>> In dem Betrieb in dem ich meine Lehre gemacht habe, war das mit der
>> Schutzbrille übrigens bei offenliegenden Platinen während der
>> Erstinbetriebnahme Pflicht.
>
> Feiglinge!

Ich hatte mir mal so 'nen Billigschleifbock vom Baumarkt gekauft, da 
stand in der Betriebsanleitung, dass bei der Erstinbetriebnahme nach dem 
Einschalten unverzüglich der Raum zu verlassen wäre und abzuwarten sei, 
ob sich evtl. die Schleifsteine zerlegen.
Nur was für echte Männer daneben stehen zu bleiben. :-)
Gast #1798877
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Wenn die Elkos einen Blechmantel haben, ist es weniger gefährlich. Der 
Blechmantel rollt sich bei einem Knall auf, bzw. reißt an einer Stelle, 
und das wars. Gefährlicher sind Mäntel aus Hartkunststoff, denn die 
zersplittern.

Mit falsch gepolten SMD-Tantal-Elkos hatte ich mal Glück: Sie nahmen die 
falsche Polarität an, und die Schaltung funktionierte wie gewünscht. 
Auch nach hunderten Teststunden passierte da absolut nichts, es gab auch 
keine erhöhte Stromaufnahme. Die Falschpolung fiel übrigens erst nach 
vielen Betriebsstunden auf, eher zufällig, ein Fehler des Layouters.

Ist das Volumen des Elkos etwas größer, da handelt man sich einfach nur 
einen Haufen Dreck ein, der auf mehreren Quadratmetern verteilt wird. 
Elektrolytgetränkte Papierfetzen. Z.B. Netzelkos aus älteren Fernsehern, 
400V und 350µF, in der Größe eines kleinen Trinkglases.
Persönliche Seite #1798897
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Thilo M. schrieb:
> Einschalten unverzüglich der Raum zu verlassen wäre und abzuwarten sei,
> ob sich evtl. die Schleifsteine zerlegen.

Wie geil :-D

Oliver Heinrichs schrieb:
> Wer so etwas als Feige abtut, ist nicht mutig, sondern dumm.

Es war doch klar, dass ich das nicht ganz ernst meine.

Mir ist auch schon mal ein verpolter Elko (220µF) entgegen geflogen. Er 
hat mich zwar nicht getroffen aber der Knall hat mich doch erschreckt.
#1798915
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Thilo M. schrieb:
> Ich hatte mir mal so 'nen Billigschleifbock vom Baumarkt gekauft, da
> stand in der Betriebsanleitung, dass bei der Erstinbetriebnahme nach dem
> Einschalten unverzüglich der Raum zu verlassen wäre und abzuwarten sei,
> ob sich evtl. die Schleifsteine zerlegen.
> Nur was für echte Männer daneben stehen zu bleiben. :-)

Darf ich mal vorsichtig nach der Baumarkt-Marke fragen???
Gast #1798925
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Oliver Heinrichs schrieb:
> Darf ich mal vorsichtig nach der Baumarkt-Marke fragen???

Ist schon etwas älter, auf dem Gerät steht 'JIN DING'.
Frag' mich nicht, wo ich das Ding gekauft habe, müsste entweder 
Praktiker oder OBI gewesen sein. ;-)

Jedenfalls sind alle TÜV- und sonstige Weihen drauf. :)

P.S.: bisher läuft das Teil prima, keine Defekte aufgetreten (~12 
Jahre).
Gast #1798944
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Oliver Heinrichs schrieb:
>> Jedenfalls sind alle TÜV- und sonstige Weihen drauf. :)
> Also wollte sich der Hersteller nur absichern???
> Hoffen wir das mal...

Das Ding hat damals 29,-DM gekostet, da war's mir Sch..egal, ob es hält 
oder nicht (war am Renovieren). Zum Bohrer- und Drehmeißel schleifen ist 
es bis heute OK.
#1798991
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Zu meiner Lehrzeit hat mal einer einen Elko in die Steckdose geschoben.
Der Blödmann hat zwar die Sicherungen von seiner Konsole rausgemacht 
(der Plan war die Sicherungen einzuschalten und quasi aus der Distanz zu 
beobachten was dann passiert...) aber er hat den Kondi in die Steckdose 
gesteckt die nicht zusätzlich abgesichert war. (Warum das so war weis 
ich nicht mehr.)

Bei der Gelegenheit hat er auch gleich noch ordentlich eine gewischt 
bekommen und die Hand war durch den sich entfaltenden Kondi ein wenig 
"eingefärbt".

An dem Tag hat man uns nach Hause geschickt, der Gestank war so 
wiederlich, da konnte man echt nicht mehr Arbeiten.

Danach durfte niemand mehr ohne Aufsicht in die Lehrwerkstatt. Wir 
mußten uns dann in den Pausen im Freien rumtreiben, für einen 
Elektroniknerd die Höchststrafe! :-)

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