Michael schrieb:
>>Der 1GBit-Flash von Farnell ist NOR-Flash, der in den USB-Sticks ist
>>NAND-Flash. Letzteren gibt es für weniger Geld mit höheren
>>Speicherdichten.
> Danke, werd mich mal umschauen.
Bspw. hat Digikey solche NAND-Flash-Bausteine. Allerdings sind die immer
noch etwas teurer als USB-Sticks oder SD-Cards mit gleicher Kapazität.
Das hängt einfach damit zusammen, dass USB-Sticks und SD-Cards in so
großen Stückzahlen hergestellt werden, dass ein Teil des vom Chip-Her-
steller gewährten Rabatts an den Endkunden weitergegeben werden kann.
Bei den reinen Flash-ICs hast du zudem den Nachteil, dass du Dinge wie
Bad-Block-Management und Wear-Leveling, die in fertigen Modulen schon
enthalten sind, selbst realisieren musst. Es gibt zwar Flash-ICs, die
sich dank integriertem Controller wie MMC-Karten verhalten. Die sind
dann aber noch teurer.
Ich glaube, für reine Logging-Aufgaben ist nach wie vor eine SD-Card die
richtige Wahl. Sie ist preisgünstig, lässt sich leicht in die Schaltung
und die Software integrieren und ist als Micro-SD einschließlich Sockel
nicht einmal arg viel größer als ein Flash-IC.
Ohforf Sake schrieb:
> Ein USB-Stick könnte auch mit fehlerhaftem Flash-Baustein bestückt sein
> - ähnlich wie bei Festplatten, die eine Liste von "Bad Sectors"
> mitschleppen.
Das ist normal. Roher NAND-Flash gilt als unzuverlässig und lässt sich
(ähnlich einer Festplatte) nur mit ECC und Bad-Block-Management sinnvoll
einsetzen.
Bei den zuverlässigeren, aber teureren NOR-Flashs reicht meist schon
ECC. Ein externes Bad-Block-Management in einem Softwaretreiber o.ä. ist
dort auch gar nicht möglich, da NOR-Flashs üblicherweise ohne Treiber-
schicht als XIP-Programmspeicher (execute in place) eingesetzt werden.
Neuerdings gibt es wohl auch NOR-Flashs mit integriertem, nach außen hin
transparentem Bad-Block-Management. Damit kann der Hersteller bei Chips
mit hohen Speicherkapazitäten den Ausschuss reduzieren, so dass sich der
zusätzliche Aufwand offensichtlich lohnt.