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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 2 Stk 115V Trafos primär in Reihe schalten?


Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Hallo,
Angenommen man hat zwei einzelne Transformatoren (Ringkern, ca 120W sage 
ich jetzt mal), die beide jeweils 2x22V sekundär haben und 1x115V 
primär.

Kann man die beiden Trafos primär in Reihe schalten und an 230V hängen? 
Und dann ganz einfach 2x 2x 22V abgreifen? Also zwei galvanisch 
getrennte symmetrische 22V Netzteile aufbauen?

Ich denke es ist wichtig, dass es die gleichen Trafos sind (wegen 
gleicher Impedanz an der Primärseite und gleichmäßiger 
Spannungsverteilung). Aber wie "gleich" müssen sie denn sein? Angenommen 
die Typen sind gleich, geht das dann schon? Oder müssen die aus der 
selben Charge sein bzw. ausgemessen sein?

Es geht im Prinzip darum, dass 115V Trafos bei Ebay.de billig zu 
bekommen sind. Wenn ich einen Audio Verstärker aufbauen will, ist es ja 
nicht schlimm für jeden Kanal (Links, Rechts) ein eigenes symmetrisches 
Netzteil zu haben.

Vielleicht hat jemand einen Rat, ob das ohne weiteres geht, oder ob man 
das lieber lassen sollte.

EDIT: Ok, was natürlich problematisch ist, ist, wenn beide 
Transformatoren ungleich belastet werden. Dann verändert sich ja auch 
der Primärstrom an einem Trafo. Da Reihenschaltung auch am anderen Trafo 
und es fallen utnerschiedliche Spannungen ab. Also lieber vergessen die 
Idee.

Autor: Günther N. (guenti)
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Zwei typgleiche Transformatoren mit je 115 Volt primär in Reihe zu 
schalten ist okay.Die Belastung der beiden Trafo`s sollte da aber auch 
absolut gleich sein.Ich hab sowas auch schon mal gemacht,Prim.-Wicklung 
in Reihe und Sek.Wicklung (phasenrichtig) auch in Reihe.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Das heißt, wenn man die Trafos primär in Reihe schaltet und sekundär 
parallel, sollte das funktionieren?

Dann habe ich nur noch ein symmetrisches Netzteil, aber das dann mit der 
doppelten Leistung (dem doppelten Strom). Hmmm. Wäre ja eigentlich auch 
nicht schlecht.

Autor: Günther N. (guenti)
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Günther N. schrieb:
> Prim.-Wicklung
> in Reihe und Sek.Wicklung (phasenrichtig) auch in Reihe.

Wo hab ich da was von sekundär parallel geschrieben ???

Simon K. schrieb:
> Das heißt, wenn man die Trafos primär in Reihe schaltet und sekundär
> parallel, sollte das funktionieren?

 Die direkte Parallelschaltung der Sek.-Wicklung von zwei typgleichen 
Transformatoren ist eine "windige Sache".Gewisse Toleranzanzen des 
Trafoherstellers können da zum totalen Problem werden!Vor allem,wenn 
beide typgleichen Transformatoren aus unterschiedlicher Herstellungszeit 
sind.

Autor: Peter R. (pnu)
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Primär in Reihe geht nur bei gleicher Belastung.

Sekundär in Reihe geht, da gleiche Belastung sichergestellt.
Sekundär parallel geht, wenn Trafos gleich sind, da dann Last 
gleichmäßig verteilt wird.

Sekundär mit zwei getrennten Lasten, wenn z.B.  zwei verschiedene 
Verstärkerzüge versorgt werden geht nicht:

Beispiel:

Ein Kanal 100 W, verlangt primär ca. 0,9A bei 110V
Ein Kanal 0 W, verlangt primär ca. 0 A bei 110 V

Wegen der Reihenschaltung geht das aber nicht (0 A = 0,9 A ???)

Die Primärwicklung des unbelasteten Trafo würde eine wesentlich höhere 
Spannung abkriegen, die des belasteten Trafo entsprechend kleinere 
Spannung.

Da würden sich wegen der Überspannung an dem einen Trafo (Sättigung) 
finstere Dinge abspielen.

Autor: Grübler (Gast)
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Ich sehe da noch ein ganz anders Problem.
Was ist mit der elekt. Sicherheit. Wie gut
ist die galvanische Trennung zwischen
den Wicklungen?
Mit anderen Worten:
"Erfüllen diese (115V)Trafos die SELV Kritereien?"

Wenn nicht, Finger weg!

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Ich danke allen für die Antworten.
Da kaufe ich mir doch lieber einen 230V Ringkerntrafo.

Autor: ulrich (Gast)
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2 Trafos Primär in Reihe und Sekundär parallel zu schalten ist an sich 
kein Problem. Eventuelle kleine Unterschiede zwischen den Trafos werden 
durch die Reihenschaltung an der Primärseite ausgeglichen.

Die 115 V Trafos sind aber meistens für 60 Hz. Bei 50 Hz wäre die 
nennspannung dann nur noch etwa 96 V. Wenn man ein Netz mit etwa 190 V 
hat ok, aber bei 230 V wird man schon reichlich nahe an die Sättigung 
rankommen. Bei Rinkernen ist dann ein Problem beim Einschalten zu 
erwarten.
Ganz nebenbei ist bei 50 Hz die Nennleistung auch etwa 20% kleiner.

Die Sichereit ist ein anderes Problem. Die Isolierung zur Netztrennung 
ist in der Regel auch nur nach US Norm.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  ulrich (Gast)

>Die 115 V Trafos sind aber meistens für 60 Hz.

komisch nur, dass sehr viele Trafos jeweils zwei 115V Wicklungen haben? 
Könnte das damit zusammenhängen, dass man einfach flexibel bleiben will 
und bei 115V die Wicklungen parallel, bei 230V in Reihe schaltet? hmmm . 
. .

> Bei 50 Hz wäre die
>nennspannung dann nur noch etwa 96 V.

Wer sagt denn, dass die knallhart an der Grenze bei 60 Hz dimensioniert 
sind? Oft sind die eher auf 115V beio 50Hz ausgelegt.

>Die Sichereit ist ein anderes Problem. Die Isolierung zur Netztrennung
>ist in der Regel auch nur nach US Norm.

Ist die nicht strenger? UL & Co?

MfG
Falk

Autor: ulrich (Gast)
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Die Trafos mit 2 mal 115 V Wicklungen sind was anderes. Einen Trafo der 
Für 50 Hz gemacht ist mit 60 Hz zu beteiben ist keine Problem, genauso 
wie es kein Problem ist wenn man weniger Spannung an den Wicklungen hat 
als vorgesehen - da verschenkt man nur ein wenig der möglichen 
Leistungsfähigkeit und bekommt als Bouns weniger Leerlaufverluste.

Gerade wenn es sich um Trafos für Consumergeräte handelt wird da bis 
knapp an die Grenze gegangen. Die niedreiger Frequenz gibt immerhin eine 
fast 20% höhere Magnetisierung, und Reserven für Überspannung im Netz 
usw. braucht man hier ja auch, auch wenn es wohl etwas weniger sein 
wird.

Die UL Normen sind soweit ich weiss teils strenger, bei anderen Punkten 
aber auch nicht so streng, ist ja wegen der niedrigeren Spannung auch 
nicht immer nötig. Wenn es in den USA für Schutzisolierung reicht, 
sollte es aber hier noch für SK I, also mit Schutzleiter reichen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Stimmt schon, das währen zwei einzelne Trafos je 115V (Nur eine 
Primärwicklung) und deswegen US-Trafos. Das mit der Frequenz ist 
natürlich ein wichtiges Detail, ist mir gar nicht so klar gewesen.

Autor: Richard Trinks (robo33)
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Hallo

Nun ich bin Neu hir nun ich Brauche Hilfe.Ich habe für meine Minikraft 
Samlung 2 Netzteile aus den USA Erworben die haben je 110Volt kahn ich 
die Irget wie Zusamen Schalten das ich die an 220Volt Betreiben kahn die 
Netzteile sin Regelbar ich hänge Fotos mit an.Nun könntet einer mir eine 
Zeichnung Erstelen wie ich das Machen Könnte das ich sie Zusamen Schalte 
ich würde mich Sehr Freuen Danke im Voraus

Mfg
Richard aus Oberbayern

Autor: MaWin (Gast)
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Richard Trinks schrieb:
> kahn ich die Irget wie Zusamen Schalten das ich die an 220Volt Betreiben
> kahn

Nein, die gehen dann kaputt.

Nimm einen Spannungswandler
Ebay-Artikel Nr. 371103696595

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Auch wenn Du Dich da an einen sehr alten Thread gehängt hast, gilt auch 
heute noch der Tip für Deine Ladegeräte:

Besorg dir einen Vorschalttrafo 230/115V , daran kannst Du ohne Änderung 
an Deinen Ladern diese sofort betreiben. Ist der einfachste und 
zuverlässigste Weg.

Autor: Martin K. (Gast)
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Nein , das geht nicht, aus den in den vorherigen Beiträgen angeführten 
Gründen.
Thema Sicherheit: Reihenschaltung basteln mit Stecker am einzelnen Gerät 
geht schon garnicht.
Entweder Trafo 230V --> 115V entsprechender Leistung besorgen (Pollin, 
Reichelt, Conrad, ...) oder besser gleich Ladegerät mit Input 230V

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Simon K. schrieb:

> Das heißt, wenn man die Trafos primär in Reihe schaltet und sekundär
> parallel, sollte das funktionieren?

Normalerweise ja. Um sicherzugehen, solltest Du messen, ob ein
Ausgleichsstrom zwischen beiden Sek-Wicklungen fliesst.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Falk Brunner schrieb:

> komisch nur, dass sehr viele Trafos jeweils zwei 115V Wicklungen haben?
> Könnte das damit zusammenhängen, dass man einfach flexibel bleiben will
> und bei 115V die Wicklungen parallel, bei 230V in Reihe schaltet?

Das sind dann aber typisch Trafos, die in Europa gefertigt werden
und dann auch für 50Hz ausgelegt sind. Bei Trafos, die nur eine
115V-Wicklung haben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, das sie
für 60Hz ausgelegt sind. Dann würde ich zumindest den Ruhestrom
bei 50Hz überprüfen.

> Wer sagt denn, dass die knallhart an der Grenze bei 60 Hz dimensioniert
> sind?

Bei US-Geräten bemerkt man oft schon bei "eckigen" Trafos eine
deutlich stärkere Erwärmung; Ringkerntrafos sind da noch wesent-
lich kritischer.
Gruss
Harald

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