Hallo,
so wie ich bereits gelesen habe, scheint es nicht so einfach zu sein ein
DMS mit einem Instrumentenverstärker genau zu messen.
Ich habe einen INA122 mit dem ich eine Gain von 2000 über einen
Widerstand von RG = 100 Ohm erreichen möchte. Leider komme ich auf
maximal 655. Auch bei einem Widerstand von 120 Ohm (G = 1670) erhalte
ich annähernd die gleiche Verstärkung. Auch schwankt die Verstärkung
sehr stark.
Bei einem Meswert von 0,2 mV -> G = 440 und bei 0,3 mV -> G = 520.
DMS und INA werden jeweils mit 5 V betrieben, wobei die Referenz des
INA´s an den Minuspol der Versorgerspannung hängt.
Gibt es da eventuell Abhilfen oder einen besseren
Instrumentenverstärker?
Ich brauche eine Verstärkung von etwa 1500, da ich den DMS mit einem
Controller auswerten möchte.
> Auch schwankt die Verstärkung sehr stark.
Wie sieht denn dein Schaltungsaufbau aus (Schaltplan, Foto)?
Eine Verstärkung von 2000 ist kein Zuckerschlecken, da kann dir eine
ungünstige Masseführung schn mal das Messsignal zerhageln...
Hast du dein Ausgangssignal mal mit dem Oszi angeschaut?
Hallo,
ich muss das Thema nochmal auffrischen, da ich überhaupt nicht zurecht
komme. Es will einfach nicht klappen...
Ich habe ein DMS, der 2 Leitungen für die Versorgung und 2 für das
Ausgangssignal besitzt.
Gespeist wird der INA122 und der DMS jeweils mit 5 V von zwei Quellen.
Als RG Widerstand habe ich 220 Ohm.
Den Messaufbau wie Bild 5 auf Seite 9 von
http://docs-europe.origin.electrocomponents.com/webdocs/0028/0900766b800289ed.pdf
kann ich nicht nehmen, da ich dann von Vo zu Ref die 5 V messe. Wenn ich
4 und 5 nicht miteinander verbinde, messe ich -0,73 V. Am Eingang (Vin)
liegen 0,8 mV an.
Gibt es dafür irgendeinen Grund? Habe zwei INA des gleichen Typs, geht
bei beiden nicht.
Habt ihr eine Idee?
Thomas schrieb:> Am Eingang (Vin) liegen 0,8 mV an.
Ich nehme an, das ist die Differenzspannung. Wie groß sind die absoluten
Spannungen an Vin+ und Vin-, jeweils gegen GND gemessen? Diese beiden
Spannungen müssen im Bereich von 0 bis 3,4V liegen. Allerdings wird
dieser Bereich in bestimmten Fällen zusätzlich eingeschränkt (siehe
Abschnitt "Input Common-Mode Range" auf Seite 8).
Hmm, dann sollte die Sache eigentlich funktionieren.
Ich habe die Schaltung für
V+ = 5V
V- = 0V (GND)
Ref = 0V (GND)
Rg = 220Ω
Vin+ = 2,8504V
Vin- = 2,8496V (Vin+ - Vin- = 0,8mV)
1. nach der Formel im Datenblatt berechnet
2. anhand des Aufbaus aus zwei einzelnen Opamps berechnet
3. eine Simulation mit dem Aufbau mit den zwei Opamps durchgeführt
4. eine Simulation mit dem Spice-Modell des INA122 von TI durchgeführt
In allen vier Fällen liegt die Ausgangsspannung im Bereich von 719mV und
732mV. Die leichten Unterschiede sind auf die unterschiedliche
Berücksichtigung von Dreckeffekten wie Offsetspannung und -strom
zurückzuführen. Laut (2) und (3) ist die Ausgangsspannung des unteren
der beiden Opamps 4,1V, liegt also noch eindeutig im grünen Bereich.
Das legt die Vermutung nahe, dass der Fehler vielleicht doch im Aufbau
oder der Messung liegt.
Du hattest Recht. Ich hatte die Massen nicht gebrückt. Das war der
Fehler. Habe jetzt nur eine Spannungsversorgung, richtig angeschlossen
und jetzt funktioniert es.
Danke für die Hilfe.