Das Bauteil befindet sich in einem Sicherungshalter auf einer (Sehr
kompliziert und sehr schlecht gebauten) Platine einer
Dampf-Sauna-Steuerung.
Es ist in Reihe mit einem 1,5 MOhm Widerstand geschaltet. Der Widerstand
ist mit der Masse verbunden, der zweite Anschluss des Bauteils
verschwindet unter TTL ICs und OPVs.
Das Bauteil hat einen nicht messbar hohen, Ohmschen Widerstand
Die Kapazität ist ca 150 nF
In der Mitte der Glasröhre scheint es einen dünnen Träger mit einer
Skala zu geben. Darüber läuft ein ca 0,8 mm dicker Draht.
Unter dem Träger verläuft, auf den Bildern kaum erkennbar, ein dicker,
matt schwarzer trapezförmiger Strang.
Hat jemand so etwas schon einmal gesehen, oder weiß, wofür es verwendet
wird, oder welchem Zweck es dient?
Ich gehe nicht davon aus, dass das Teil kaputt ist, ich bin nur
neugierig.
Würde sagen, das ist ein elektrolytisch arbeitender
Betriebsstundenzähler.
Gibts da eine kleine Markierung in einer Art Quecksilberkapillare?
Grüße,
Stefan
Super. Vielen Dank für das Interesse und die Hilfe. Das wäre ein
plausieble Erklärung. Der Streifen in der Mitte könne durchaus ein
gefülltes Kapillarröhrchen sein, allerdings ist da nach 15 Jahren wohl
nicht mehr viel abzulesen. Vieleicht drehe ich es ja mal aus Spass um,
wenn ich das nächte Mal da bin und sehe mir das Ergebnis an.
Ich hab' auch so eins. Der Zähler ist wohl schon voll. Hab es damals in
den Sicherungskasten getan (ohne zu wissen was es ist). Umdrehen wäre
mal interessant. Der Quecksilberspalt scheint elektrophoretisch zu
verdampfen und dann abhängig von Zeit und Strom zu wandern.
Umdrehen!
Russische Meßgeräte hatten so etwas als Betriebsstundenzähler. Da stand
das
in der Wartungsvorschrift drin, wenn das Ding am Anschlag war - umpolen.
Umpolen hilft soweit ich weis, aber noch nie ausprobiert (zuwenig
gedult). Viele Gaslaserköpfe haben einen solchen als
Betriebsstundenzähler für die Röhre.
Simon K. schrieb:> Lustig auf was man für Ideen früher gekommen ist ;-) Warum haben die> nicht einen kleinen Mikroprozessor und ein kleines Display genommen?
Hm, Technik dürfte weit vor den 80ern aufgekommen sein. Da war es mit
µCs und Displays noch nicht so dolle. Und wie immer gilt, was sich
bewährt hält auch lange weshalb die Technik auch noch in den 90ern
verwendet wurde ;)
Sven P. schrieb:> Ist doch eigentlich genial: Simpel, bei der winzigen Größe recht> erschütterungsbeständig, sparsam.
Und: die Daten sind persistent, ganz ohne Strom. ;-)
Jörg Wunsch schrieb:> Sven P. schrieb:>> Ist doch eigentlich genial: Simpel, bei der winzigen Größe recht>> erschütterungsbeständig, sparsam.>> Und: die Daten sind persistent, ganz ohne Strom. ;-)
Aber blöderweise nicht mit Strom. ;-))
Ja jaa... Früher...
... als Oma und ich noch Knaben waren...
... als Gummistiefel noch aus Holz gemacht wurden...
... und wir die Lieder noch von Hand gesungen haben...
Da war auch die Zeit noch analog ;-)
Klausi schrieb:>> Nicht RoHS kompatibel wegen dem Quecksilber.>> Nicht RoHS kompatibel wegen des Quecksilbers.>> Genitiv!
Wie hast du es geschafft, das in weniger als eineinhalb Tagen im Duden
nachzugeschlagen?
SCNR ;-)