Hallo,
es gab mal früher 1A-Dioden von TFK (Ähnlich 1N400x) in dem Gehäuse.
Wenn die Anschlußdrähte 1,2 mm dick sind könnten es auch 3A-Dioden sein.
Gruß Anja
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:> TFK heißt üblicherweise Telefunken. Aber nach einer gewöhnlichen 1N914> sieht das nicht aus.
Ich hatte auch schon nach einer Seite über die Bauteile von Telefunken
gesucht, aber da kam nichts gescheites. Die 1N914 ist mir auch über den
Weg gelaufen, aber wie Du schon sagst, die scheint eine andere Diode zu
sein.
Anja schrieb:> Wenn die Anschlußdrähte 1,2 mm dick sind könnten es auch 3A-Dioden sein.
Hab grad mit der Schieblehre nachgelesen: Es sind exakt 1,2mm :-)
Weißt Du, ob die Dioden etwas auszeichnet? Oder sind das einfach
Standard-3A-Gleichrichterdioden?
Die Dioden in diesem Gehäuse sind "Mesa-Dioden" oder Zenerdioden.
Beschriftung laut Datenblatt entweder "Klartext" oder "Farbcode".
Alle Typen von Seite 39-96, 107-111 und 129-144 haben dieses
"Sinterglasgehäuse" ohne DO-Bezeichnung
DR schrieb:> Es sind exakt 1,2mm :-)
Damit dürfte es vermutlich entweder eine BYW 72 .. 76, 82 .. 86 (fast
recovery Diode) oder eine BZW03 (Z-Diode) sein.
Die 1A-Dioden haben so 0,8 mm Anschlußdraht.
Die Diodensparte von TFK wurde wohl von Vishay gekauft.
http://www.vishay.com/diodes/
Die Gehäusebezeichnungen sind heute SOD-64 oder SOD-57.
Gruß Anja
Anja schrieb:> Damit dürfte es vermutlich entweder eine BYW 72 .. 76, 82 .. 86 (fast> recovery Diode) oder eine BZW03 (Z-Diode) sein.
Dann würde ich eher mal auf die Fast-Recovery-Dioden tippen... Derart
dicke Anschlusdrähte machen ja (rein logisch) nur bei höheren
(dauerhaften) Stromstärken einen Sinn, und selbst wenn nur 1A fließen
würde, würde das bei einer 5V-Z-Diode in Sperrrichtung schon mächtig
Wärme geben, was das kleine Gehäuse wohl kaum aushält. Oder gibt es
Z-Dioden, die in Durchlassrichtung Ströme von mehreren Ampere vertragen?
Bei dieser Bauform wird die Wärme über die Anschlußdrähte abgeführt.
Gern würde ich noch ein Originalfoto der Diode sehen.
>Oder gibt es>Z-Dioden, die in Durchlassrichtung Ströme von mehreren Ampere vertragen?
Z-Dioden funktionieren in Sperrichtung!
Michael_ schrieb:> Gern würde ich noch ein Originalfoto der Diode sehen.
Mach ich!
Michael_ schrieb:>>Oder gibt es>>Z-Dioden, die in Durchlassrichtung Ströme von mehreren Ampere vertragen?> Z-Dioden funktionieren in Sperrichtung!
Das ist mir schon klar ;)
Meine Überlegung war folgende: Wenn die Drähte schon so dick sind, kann
das ja eigentlich nur daran liegen, dass die Diode vergleichsweise viel
Strom verträgt - sonst könnte man sich die höheren Materialkosten für
dicken Draht auch sparen.
Wenn die Diode also für einen hohen Strom ausgelegt ist glaube ich
nicht, dass es eine Z-Diode ist, da diese üblicherweise in Sperrichtung
betrieben werden. Nimmt man mal hypothetisch einen Wert von 5V als
Durchbruchspannung, so würde das bei einem Strom von 1A bereits 5W
Verlustleistung machen, die für das kleine Gehäuse doch vermutlich zu
viel sind.
Bleibt also noch der Betrieb in Durchlassrichtung. Und deswegen meine
Frage, ob es Z-Dioden gibt, die hohe Ströme in Durchlassrichtung
vertragen. Andernfalls würden die dicken Drähte ja keinen Sinn machen,
da ich den Betrieb in Sperrrichtung bereits ausgeschlossen hatte. Und da
ich Z-Dioden, die hohe Ströme in Durchlassrichtung vertragen nicht
kenne, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich eher um eine
Gleichrichterdiode handelt.
DR schrieb:> Meine Überlegung war folgende: Wenn die Drähte schon so dick sind, kann> das ja eigentlich nur daran liegen, dass die Diode vergleichsweise viel> Strom verträgt
Nein die Drähte sind nur als Wärmeableitung/Kühlkörper zu sehen, hat mit
dem Strom primär nichts zu tun.
Gruß Anja
Z-Dioden in Durchlaßrichtung gibt es nur mit etwa 0,7V.
Meß doch die Diode mal aus: Durchlaßspannung, Z-Diodenspannung
Besonders aus der Höhe der Durchlaßspannung kann man auf den
Verwendungszweck schließen.
Hallo,
ich liebäugele auch gerade mit dem Philips-Ersatzteilpaket von Pollin.
Was ist denn da sonst noch schönes drin, lohnt es sich zu dem Preis?
Liebe Grüße
Florian