Kurios: das Kifferkinderzimmer

OP #1807446
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Ist total bekloppt, Drogenpsychosen uA von Cannabis sind besonders 
schlecht reversibel, wenn sie als Kind und Jugendlicher erworben wurden. 
Nur das ulkige ist ja, wie um alles in der Welt kommen Eltern auf so 
eine bescheuerte Idee? Wie dumm kann man sein? Cannabiskonsum mag ja 
eine hinzunehmende Sache sein, aber ganz sicher keine fördernswerte 
unter Kindern!
Gast #1807452
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Job .job schrieb:

>Wenn man die Entwicklungsphase hinter sich gelassen hat, ist
>nichts gegen gelegentlichen Cannabiskonsum einzuwenden.

Aber wirklich nur gelegentlich.

Ca. 1980 hatte ich einen Kollegen, der das Zeug während der Arbeit 
ununterbrochen rauchte. Wir waren damals 20. Beim Kunden machte der 
komische Mätzchen und Witze, war tatsächlich abgedreht. Das erfuhr ich 
auch später von anderen Kollegen, die ihn schon früher aus der 
Ausbildung kannten. Er verqualmte den Firmenwagen, aber da ich selbst 
Raucher war, störte mich das nicht. Einmal wurde es richtig brenzlig, 
als wir in eine allgemeine Verkehrskontrolle gerieten. Das Zeug riecht 
sogar hervorragend, besser als Zigarettenqualm. Probiert habe ich es 
selbst nie.

Auf jeden Fall ändert es bei starkem Konsum sehr den Charakter von 
Menschen, wie ich selbst sah. Was der Mann heute macht, weiß ich nicht. 
Ob er durch die Einstiegsdroge mal zu härteren Drogen gelangte?
#1807496
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ob er durch die Einstiegsdroge mal zu härteren Drogen gelangte?

Das mit der "Einstiegsdroge" ist ein Ammenmärchen. Leute mit bestimmten 
psychischen Problemen neigen dazu, sich zuzudröhnen. Da ist es völlig 
egal, mit was.

Viele, die mal vorübergehend eine Kifferepisode hatten, haben sich davon 
abgewandt, ohne in irgendwas anderes einzusteigen.

Eine der schlimmsten Drogen ist noch immer der Alkohol.

Daß die Eltern im vorliegenden Fall wohl einen Sprung in der Schüssel 
haben, schließe ich schon daraus, daß sie zum Prozeß nicht erschienen 
und sich in Abwesenheit verknacken ließen.
#1807500
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HHmmm rauche selber seitdem ich 13 bin so ziemlich jeden Tag, wie sich 
der Konsum auf den Konsumenten auswirkt differenziert stark.
Zzz eine Einstiegsdroge ist es nicht wirklich, das Problem ist nur dass 
der Verbraucher sich sein Genußmittel auf dem "Schwarzmarkt" holen muss. 
Somit kommt er gezwungenermaßen auch in den Kontakt mit anderen Drogen, 
was nicht heißt dass er diese auch konsumiert.
Gast #1807533
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Eine der schlimmsten Drogen ist noch immer der Alkohol.

Das ist wohl wahr. Bin mal gespannt, ob und wie das jemand bei uns 
abstellen möchte.

Mein Kollege damals rauchte das Zeug fast pur, in der Pfeife, immer mit 
dem Feuerzeug oben dran, weil es von selbst nicht brannte, und hatte 
richtig mehrminütige Hustenanfälle täglich.


Job .job schrieb:

>das Problem ist nur dass der Verbraucher sich sein Genußmittel
>auf dem "Schwarzmarkt" holen muss.

Von Köln bis Venlo oder hinter Aachen in den Niederlanden waren es kaum 
60km. In den Niederlanden gibt es wohl das Zeugs an jeder Ecke.
#1807567
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Thilo M. schrieb:
> Tine Schwerzel schrieb:
>> Nur das ulkige ist ja, wie um alles in der Welt kommen Eltern auf so
>> eine bescheuerte Idee? Wie dumm kann man sein?
>
> Wenn das Hirn mal totgekifft ist, dann kommt man noch auf ganz andere
> Ideen. ;-)

Genau.
zb sich im Usability Lab bei Microsoft zu bewerben und auch noch 
genommen zu werden. Was die dort rauchen, will ich gar nicht wissen. 
Aber sie sollten besser aufhören damit.
Moderator #1807680
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Karl heinz Buchegger schrieb:
>> Wenn das Hirn mal totgekifft ist, dann kommt man noch auf ganz andere
>> Ideen. ;-)
>
> Genau.
> zb sich im Usability Lab bei Microsoft zu bewerben und auch noch
> genommen zu werden. Was die dort rauchen, will ich gar nicht wissen.
> Aber sie sollten besser aufhören damit.

Könnte es sein, dass die Eltern den Sohnemann einfach nur frühzeitig auf
seinen späteren Job bei MS vorbereiten wollten? ;-)
#1807946
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Also ich persönlich habe zu wenig Informationen um die Situation u 
beurteilen. Den Drogenkonsum von Kindern zu fördern ist sicher erst 
einmal falsch, ABER wer weiß denn, was passiert wäre, wenn sie es nicht 
getan hätten? Hätte das Kind dann einfach nicht gekifft? Oder hätte es 
das dort gemacht, wo die Eltern keine Übersicht und keinen Einfluss mehr 
hätten?
OP #1808562
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Ah, unsere allwissende Eule wieder... Ich habe Freundinnen von früher 
die damals angefangen haben, das Zeug zu nehmen und da auch ganz krass 
in sehr seltsame Kreise durch den gemeinsamen Konsum reingerutscht sind. 
Die haben ihre Jugend dann vergammelt und verkifft und würden heute gern 
was reißen, aber der Zug ist halt abgefahren...
#1808717
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>Die haben ihre Jugend dann vergammelt und verkifft und würden heute gern
>was reißen, aber der Zug ist halt abgefahren...

Ich selber "vergammelte und verkiffte" meine Jugend ebenfalls, Schule 
habe ich auch komplett stoned auf die Reihe bekommen.
Soll sich jetzt nicht so anhören als wäre ich stolz drauf, aber es ist 
durchaus möglich breit gute Leistungen zu erbringen.

>Hätten sie das nicht, dann wären sie auf Alkohol und stünden nicht
>besser da.

Achso ist das..., Alkohol ist um einiges schädlicher als Cannabiskomsum.
#1808814
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Lollikus schrob:
>aber es ist
>durchaus möglich breit gute Leistungen zu erbringen.

Ja, vermutlich sogar ein breites Spektrum...

Ich hatte mal einen jungen Kollegen, der dieses Gelumpe rauchte.
Der konnte Lampen ohne Leiter wechseln und setzte beim Laufen nur alle
10 Meter auf....
;-)
MfG Paul
#1809073
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Michael X. schrieb:
> Trotzdem kann man sich durchs Kiffen für immer abschießen.

Ich glaub nicht, daß sowas so ganz monokausal aufs Kiffen zurückführen 
kann. Einigermaßen gesunde Leute merken irgendwann, daß sie damit nicht 
weiter kommen und hören auf. Andere, die die Betäubung brauchen, bleiben 
eben bei der Droge hängen, die ihnen gefällt und an die sie leicht heran 
kommen.
#1810519
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>Trotzdem kann man sich durchs Kiffen für immer abschießen.

Leider richtig, allerdings dauert es eine Weile...

>Ich glaub nicht, daß sowas so ganz monokausal aufs Kiffen zurückführen
>kann. Einigermaßen gesunde Leute merken irgendwann, daß sie damit nicht
>weiter kommen und hören auf. Andere, die die Betäubung brauchen, bleiben
>eben bei der Droge hängen, die ihnen gefällt und an die sie leicht heran
>kommen.

Steckt auf jeden Fall ein bisschen Wahrheit drin, ich selber habe 
eigentlich vor zwei Jahren fast komplett aufgehört zu rauchen, aber vor 
drei Monaten wieder angefangen.^^

"Dosis facit venenum"
Persönliche Seite #1815466
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Mikela M. schrieb:
> Also mein Mann ist Hautarzt in Aachen und er sagt, dass Cannabiskonsum
> in jungem Alter zu Hautkrankheiten führen kann!

Ich glaube der bringt da was durcheinander. Er meint Koks oder Suff.

Tine Schwerzel schrieb:
> Einige schaffen es, andere kommen unter die Räder. Gute Leistungen-
> sicher. Aber bekifft ist man nicht unbedingt motiviert es auch zu tun.

Och Tine, bitte nicht die ewigen Stammtischparolen.


Ein nicht unerheblicher Anteil in der Bevölkerung in Deutschland freut 
sich unter der Woche regelmäßig aufs Wochenende um endlich wieder 
richtig* einen heben zu können. Dagegen hat keiner was. Aber mal schön 
entspannt einen brutzeln, das geht überhaupt nicht - man könnte ja 
schließlich "hängen bleiben". Aber wie dem auch sei, einem 14-jährigen 
das Kiffen zu erlauben ist schon hart an der Grenze.

*) Und ich meine richtig. Man muss nur mal die sog. 
"Wochenendeinkäufe" in den großen Supermärkten begutachten, da wird 
einem schon vom durchzählen der Pullen schwindlig. Man muss sich klar 
machen, dass in Deutschland 4.3 Mio Alkoholabhängige leben - das sind 
6.2% der volljährigen Bevölkerung.

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