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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Optokopler PC900V


Autor: Axel(ojojo) (Gast)
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Hallo Leute,

ich habe mir einen Optokopler geholt, weil ich meine 5V-Schltung an das 
(12V ??)Tachosignal meines PKW anschließen wollte.
Der PC900V hat einen integrierten SchmittTrigger

Da ich beim Conrad leider lediglich das Bauteil in einer Papiertüte 
bekam, lud ich mir sogleich das Datenblatt (s. Google "PC900V") 
herunter.

Leider habe ich ein Verständnisproblem, was die erlaubte/erforderliche 
Eingangsspannung angeht.

Unter dem Stichwort "maximum input Reverse voltage - Vr" sind 6V 
angegeben.

Wie darf ich das jetzt an mein Auto anschließen ?

Ein kleine Testschaltung hat schonmal funktioniert:
-> 5V über 1k und Taster an die Annode; Cathode an GND
-> LED+1k zwischen 5V und V0
Wenn ich den Taster betätige wird V0 an GND geschlossen und die LED 
brennt.

jo
Axel

Autor: Günter König (Gast)
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Tach Axel,
es handelt sich hier um die Sperrspannung der Sendediode des 
Optokopplers. Ist bei Betrieb an Gleichspannung nicht weiter tragisch, 
allerdings kommt dieser Wert beim Betrieb an Wechselspannung zum tragen: 
Ein Spitze-Spitze Wert von > 12Volt wird den Optokoppler zerstören.
Also dafür sorgen, das dieser Wert nicht erreicht oder gar überschritten 
wird. Dies wird erreicht durch anti-parallel schalten einer geeigneten 
Diode zur Sendediode des Optokpplers.

Gruß,
Günter

Autor: Axel(ojojo) (Gast)
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sorry, das hab ich nicht ganz verstanden :-(

wie soll ich das Teil jetzt an mein Tachosignal anschließen ?

jo
Axel

Autor: Günter König (Gast)
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Hallo Axel,
die Problematik wird das Tachosignal sein. Es stellt sich nämlich die 
Frage, wie hoch ist es belastbar. Ich vermute mal, das du den 
Optokoppler nicht direkt an das Tachosignal anschliessen kannst. Es wird 
noch ein Schaltverstärker in Form eines Transistors benötigt (BC 547 
o.ä.). Den schliesst du folgendermassen an:

Tachosignal an Widerstand R1 (Pin1), Wert 1KOhm
Tachosignal an Kondensator C1 (Pin1), Wert 470pF Keramik
von Widerstand R1 (Pin2) an Basis Transistor T1 BC547 o.ä
von Kondensator C1 (Pin2) an Basis Transistor T1 BC547 o.ä
von Basis T1 an Widerstand R2 (Pin1), Wert 47KOhm
von Widerstand R2 (Pin2) an Masse
Collector von Transistor T1 an +12V vom KFZ
Kondensator C2 (Pin1) Wert 470nF direkt an Collector T1 BC547 o.ä.
von Kondensator C2 (Pin2) Wert 470nF an Masse
Emitter Transistor T1 an Widerstand R3 (Pin1), Wert 1,2KOhm
Widerstand R3 (Pin2) an Anode Optokoppler
Kathode Optokoppler an Masse
Kathode Diode D1 (1N4007) an Anode Optokoppler
Anode D1 (1N4007) an Masse

Collector vom Optokoppler an +12V KFZ
Emitter vom Optokoppler an R4 (Pin1) Wert 2,2KOhm
von Widerstand R4 (Pin2) an Masse


Am Emitter vom Optokoppler kannst du jetzt dein aufbereitets Tachosignal 
abgreifen.
Allerdings hast du keine echte galvanische Trennung zwischen deinem 
Eingangssignal und dem Ausgangssignal da ja die Masseverbindungen 
zusammenliegen und ebenso die +12V Leitungen verbunden sind.

Die Bauteile R1, R2, R3, R4, C1, C2, T1 und D1 kommen noch zusätzlich 
hinzu.

Gut Holz Axel,

Günter

Autor: Günter König (Gast)
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Hi Axel,

hauts denn nun hin??

Günter

Autor: Axel(ojojo) (Gast)
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Hi Günter,

danke für das detailierte Beispiel.

klingt gut.

Aber wozu ist R3 ?
Ich denke mal R1 und R2 sind zur Abschirmung von Störsignalen im 
KFZ-Bordnetz.

Wozu nimmt man die Diode
und wann kann so ein Fall eintreten (hat das was mit Potenzial zu tun?)

Ich werde das mal soweit aufbauen (bis zur Annode/Cathode vom 
Optokopler)
Den Emitter und Collector vom Optokopler kann ich dann ja an meine 
5V-Schaltung anschließen. Dazu ist der Optokopler ja auch da, oder !? 
(Dann hab ich auch die galvanische Trennung)
Ich schließe dann direkt den Emitter an Masse und den Collector an einen 
Portpin meines AVRs an, richtig !?

jo
Axel

Autor: Günter König (Gast)
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N`abend Axel,
R3 ist der Vorwiderstand zur Strombegrenzung der Sendediode im 
Optokopler. Der darf nicht fehlen da sonst das Teil ins Nirwan einfährt.
Wenn du den Kollektor direkt an den Portpin des AVR`s anklemmst, 
funktioniert es nicht. Es sei denn, du legst den Portpin noch über einen 
Widerstand an +5V. Dann hast du aber eine Invertierung des 
Eingangssignals erreicht. Überlege mal: du legst 0V an die Basis des 
Schalttransistors. Die Sende-LED im Optokoppler leuchtet nicht und am 
Kollektor des Kopplers liegen 5V da er ja sperrt. Liegst du die +12V an 
die Basis vom Transistor schaltet der Transistor durch und die LED im 
Koppler brennt. Jetzt ist die Kollektor-Emitterstrecke im OK leitend und 
am AVR-Pin liegt Massepotenzial, er ist jetzt durchgeschaltet.
Machst du es so wie ich es beschrieben habe, ist`s genau umgekehrt. 0 
Volt am Eingang bringen auch 0 Volt am Ausgang usw.

Du kannst ja mal rumexperimentieren.

Gruß,
Günter

Autor: Axel(ojojo) (Gast)
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Danke nochmal,

ich hoffe ich habe am Wochenende mal Zeit um das alles auszuprobieren.
:-)

jo
Axel

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