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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mechanische Ausgangsleistung bei Elektromotoren


Autor: Albert ... (albert-k)
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Hallo zusammen
Ich habe mal eine Frage wie die Hersteller von Elektromotoren auf die in 
den Datenblättern angegebenen Ausgangsleistungen kommen. Aufgekommen ist 
die Frage bei Betrachtung des angehängten Datenblattes eines 
Servomotors. Dort wird eine Abgabeleistung von 100W angegeben. Bei einem 
Nennstrom von 0,84A und idealer Energieumsetzung benötigt der Motor 119V 
Versorgungsspannung? Kann ja nicht sein...also was sagt mir diese 
Ausgangsleistung? Wie wird sie ermittelt? Ist es ein "Fehler" und es 
sind 10W?

Autor: ich (Gast)
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Leistung = Drehmoment*Drehzahl
Die Frage stellt sich aber ob es Spitzenwert oder rms ist ;-)

Alex

Autor: Albert ... (albert-k)
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Hier der Link zum Datenblatt. Man kann wohl keine pdf's mehr anhängen:
https://www.distrelec.de/ishop/Datasheets/qtJUNMA-...

Autor: Albert ... (albert-k)
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ich schrieb:
> Leistung = Drehmoment*Drehzahl
> Die Frage stellt sich aber ob es Spitzenwert oder rms ist ;-)
>
> Alex

Aber irgendwie wiederspricht das so meinem Verständnis des 
Energieerhaltungssatzes. Wenn man es einfach so liest liefert der Motor 
mehr Energie als er aufnimmt? Dann ist es ja eigentlich keine Leistung 
an sich, sondern eher eine eigene Leistungsgröße. Die Einheit Watt ist 
da meiner Meinung nach einfach falsch.

Und wird die Drehzahl in °/sec oder in rad/sec angegeben?

Autor: ich (Gast)
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Je nach dem wie die Leistung aussieht.
Eine Maschine kann auch 100% aufnehmen und in Wärme umwandeln und 0% 
abgeben. -> Blindleistung erzeugt dann nur Verluste.

Außerdem: Leistung = Watt, Energie = Ws
Damit macht das schon Sinn. Ich sag nur PMPO Leistung bei den Billig 
Stereoanlagen ;-)

Kurz überschlagen:
Nenndrehzahl: 3000rpm = 50U/s
Drehmoment: 0,3-2,4Nm
-> Irgenwas mit 100W

Die Aufnahme berücksichtigt dann natürlich noch den Wirkungsgrad.

Alex

Autor: ich (Gast)
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Und auf der Eingangsseite:
230V * irgendwas 1A oder -> 200W
-> beschissener Wirkungsgrad ;-)

Autor: Albert ... (albert-k)
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ich schrieb:
> Und auf der Eingangsseite:
> 230V * irgendwas 1A oder -> 200W
> -> beschissener Wirkungsgrad ;-)

Der Motor wird nicht an netzspannung, sondern an 24V betrieben und hat 
einen nennstrom von 0,84A. macht eine Eingangsseitige Nennleistung von 
rund 20W. Woher stammen nun die restlichen 80W?
Das meine ich mit der bezeichnung Ausgangs"Leistung", es ist meines 
erachtens nach eifnach keine Leistung.

Autor: ich (Gast)
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??
Im Datenblatt steht doch 230V?

Autor: Albert ... (albert-k)
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ich schrieb:
> ??
> Im Datenblatt steht doch 230V?

Stimmt, da hast du Recht. Ich habe übersehen das die 24V nur für die 
Bremse gelten. Dann macht es wiederrum Sinn. Danke sehr.

Autor: Torsten W. (wirehead)
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Naja wenn du ihn mit 24V betreibst dann hast du wohl das volle 
drehmoment aber sicher nicht bei einer drehzahl bei der das 100W 
entspricht.
auf die 3000 umdrehungen bei vollem drehmoment kommst du nur mit 230V, 
alles darunter bringt kein volles drehmoment weil du die 0,8A nicht zum 
fließen bekommst.
Das einzige was laut datenblatt 24V hat ist übrigens die bremse...

Die genannte Leistungsabgabe ist auf jedenfall Wellenleistung.

Gruß
Torsten

Autor: Peter R. (pnu)
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Bei den 0.84A ist noch die Blindleistung dabei, der Wirkanteil ist mit 
cos Phi zu ermitteln. Da ergibt sich folgende Abschätzung:

Scheinleistung 0,84A x 230 V = 194 VA

Wirkleistunmgsaufnahme 194 VA x cos phi (mit 0,7 angenommen) = 136 W

durch Wirkungsgrad des Motors : = 0,75xPel = 0,75 x 136 W =  102 W an 
der Welle.

Also so abwegig sind die Zahlen doch nicht, da cos phi und Wirkungsgrad 
ja nur geschätzte Zahlen sind.

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