Gast
#1812358
Hi,
stehe grad vor der Entscheidung, welches Protokoll ich für ein paar
Geräte verwenden soll, die ich auf einfache Weise über einen
Eindraht-Bus vernetzen möchte. Das Produkt soll ggf. auch im kleinen
Rahmen verkauft werden.
Aufgrund der Timingvoraussetzungen, die mein Projekt hat, ist sowas wie
das bekannte 1-Wire-Protokoll ideal geeignet.
Der Testaufbau funktioniert auch bereits problemlos mit 80 Meter Kabel.
Die Frage ist die: Wenn ich das gleiche Protokoll wie diese
1-Wire-Produkte nehme, verhalte ich mich dann:
--> Mustergültig, weil ich mich an offene Standards halte, und
nicht für jeden Sch*** wieder mal ein neues Protokoll erfinde
(Letzteres wäre im Prinzip sogar die einfachere Lösung,
aber halt nicht kompatibel)
oder aber:
--> Sträflich, weil ich irgendwelche Patente verletze?
Der Witz ist ja der, wie gesagt, das Timing das die anderen
1-Wire-Produkte verwenden, drängt sich für mich wirklich auf. Passt halt
gut zu meiner Anwendung. (6 Mikrosekunden Low-Pegel, etwa das Doppelte
abwarten, usw.)
Wie sieht das mit den Patenten für diese Übertragungsverfahren generell
aus?
Handelt es sich dabei um Softwarepatente, die in Deutschland bekanntlich
nicht existieren, oder ist das ein "normales" Patent, das es in
Deutschland trotzdem geben kann?
Wenn ich irgendwas Anderes nehme, z.B. Profibus, CAN, AS-BUS, uvm. usw.
usw.usw., wäre das da anders? Sind das Softwareerfindungen oder
definiert
man so ein Schnittstellenprotokoll als "computerimplementierte
Erfindung" oder was auch immer, was dann irgendwer für sich beanspruchen
kann?
Viele Grüße,
Werner