Andrew Taylor schrieb:
> dort auch Kompensator genannt.
Oder vollständiger:
Poggendorfsche Kompensationsschaltung
Früher hat man diese Schaltung auch häufig im Bereich der Elektrochemie
eingesetzt, z.B. bei pH-Wert-Messgeräten. Man sollte aber dabei extrem
aufpassen, dass man bei verstimmtem Kompensator (dU != 0) nicht seine
teure Elektrode durch Elektrolyse o.ä. schädigt.
Seit es jedoch OPs mit hinreichend hohem Eingangswiderstand gibt,
verliert die Schaltung - zumindest bei kleinen Spannungen - immer mehr
an Bedeutung. Trotzdem sollte man sie unbedingt kennen!
Wheatstone-Brücken sind eine Art Obermenge; hierbei gibt es aber zwei
Möglichkeiten, sie zu betreiben, nämlich kompensiert (dU=0) oder auch
nicht-kompensiert, wobei dann die Spannungsdifferenz zwischen den
Halbbrücken direkt als Messwert verwendet wird. Letztere Variante ist
z.B. bei Dehnungsmesstreifen gebräuchlich.
Nachtrag zu Multimetern:
Bei "guten" Labormultimetern kann man für die unteren
Spannungsmessbereiche auch den Eingangswiderstand manuell umschalten,
z.B. zwischen 10MOhm und >1GOhm.
Dies ist wichtig, um die schon an anderer Stelle beschriebenen
Aufladungseffekte zu vermeiden oder wenn man z.B. eine
Hochspannungsmesskopf einsetzt, der nur für einen bestimmten
Multimeter-Eingangswiderstand dimensioniert ist.