Hi erstmals,
ich wollte einen einfachen 3 Phasen Motor als eine Art Schrittmotor
betreiben. Das ganze soll später über eine RS232 gesteuert werden.
Dazu wollte ich die 3 Phasen vom Lichtnetz erstmal jeweils über EINE
Diode gleichrichten. Anschließend über 3 IGBT's den 3 Phasenmotor gegen
den Nulleiter schalten. Bei dem Motor sind alle 6 Wicklungen
herausgeführt.
Sodele nun meine Frage, da ich ja an Drehstromnetz bin, könnte ich
bequemer weise den MC direkt über eine Trafolose Stromversorgung,
galvanisch UNGETRENNT verwenden (Hierzu würde ich einfach eine
einpulsige Kapazitive Schaltung verwenden + 7805 oder so). Durch den CE
Stecker währe ja gewährleistet das ich einen definierten Nulleiter
hätte. Oder ist jemand der Meinung das es dabei zu Problemen kommen
könnte.
Des weiteren, müsste ich die Spannung bei der M3U Gleichrichtung mit
hilfe von Kondensatoren Stabilisieren, oder sollte es auch ohne
Pufferkondensatoren gut hinhauen. Es dürften ja immerhin Schwankungen
von rund 100 Volt auftreten.
Dann noch ein drittes, wie sehr wird der Motor (und demzufolge auch der
IGBT) es mögen, wenn er über Rechteckimpulse statt nem Sinus angesteuert
wird.
Die Optokoppler in der Schaltungen sind noch drinnen, weil ich erst eine
Galvanisch getrennte Versorgung der CPU vorgesehen hatte.
Vielen Dank schon mal im voraus.
PS: Trenntrafo NEIN, über einen FI kann man gerne am Anfang reden, bis
es im Gehäuse sauber eingebaut ist.
Janosch schrieb:> ich wollte einen einfachen 3 Phasen Motor als eine Art Schrittmotor> betreiben.
Ein Drehstrommotor ist kein Schrittmotor. Du hast da keinen
Permanentmagnet im Rotor . Das funktioniert so nicht.
Janosch schrieb:> Des weiteren, müsste ich die Spannung bei der M3U Gleichrichtung mit> hilfe von Kondensatoren Stabilisieren, oder sollte es auch ohne> Pufferkondensatoren gut hinhauen. Es dürften ja immerhin Schwankungen> von rund 100 Volt auftreten.
Mach da eine Brueckenschaltung rein und die Ladekondensatoren koennen
noch kleiner werden.
Janosch schrieb:> Dann noch ein drittes, wie sehr wird der Motor (und demzufolge auch der> IGBT) es mögen, wenn er über Rechteckimpulse statt nem Sinus angesteuert> wird.
Die werden immer ueber Rechteckimpulse gesteuert. Das Stichwort dazu
ist PWM. Die PWM sorgt dafuer das sich ein Sinusfoermiger Strom in der
Wicklung ergibt. Alles andere ergibt zuviel Verluste.
Ausserdem Schaltet man die Motorphasen ueber Brueckenendstufen. So hast
du hier eine Gleichstromvormagnetisierung in der Wicklung. Das mag der
Motor nicht gerne.
Janosch schrieb:> Sodele nun meine Frage, da ich ja an Drehstromnetz bin, könnte ich> bequemer weise den MC direkt über eine Trafolose Stromversorgung,> galvanisch UNGETRENNT verwenden (Hierzu würde ich einfach eine> einpulsige Kapazitive Schaltung verwenden + 7805 oder so). Durch den CE> Stecker währe ja gewährleistet das ich einen definierten Nulleiter> hätte. Oder ist jemand der Meinung das es dabei zu Problemen kommen> könnte.
Und wenn der N unterbrochen ist ? Dann hast du Netzspannung auf deiner
Logik. Auch ist das hinsichtlich Stoerungen zum MC problematisch.
Mach da mal lieber einen kleine Trafo und Optokoppler rein. Die CPU
dankt es dir.
Die Brückenschaltung (B6U) wollte ich mir wenns geht sparen, ich wollte
es alles im allen recht simpel aufbauen. Ohne B6U kann ich den Motor
einfach gegen Masse schalten lassen.
Eine Brückenendstufe beim Motor wollte ich auch vermeiden. Macht eine
Brückenschaltung bei einem Drehstrommotor überhaupt sinn? (Ich will dich
ja in kleinster weise anzweifeln noch beleidigen). Ich dachte
Brückenschaltungen bei Motoren machen nur dann Sin, wenn der Motor über
2 Simple Kontakte verfügt und damit umgepolt werden soll.
Das mit der PWM is ne super Idee.
An eine Nulleiterunterbrechung hatte ich soweit noch nicht gedacht. Aus
dem Grund hatte ich ja auch nachgefragt. Das is nen Argument was auf
jeden Fall zählt.
Ich glaube nicht, daß eine Brücke wesentlich mehr Aufwand machen würde,
denn ein Problem ist in Deinem Projekt noch ungeklärt: Die Abführung der
Induktionsspannung beim Abschalten der IGBT's würde so, nur mit Snubber
-> Wärme funktionieren. Bei der Brücke würde die wieder in den
Zwischenkreis gehen.
mfG ingo
Janosch schrieb:> Macht eine> Brückenschaltung bei einem Drehstrommotor überhaupt sinn?
Und ob die Sinn macht. Ich kenne keinen Umrichter der nicht drin hat.
Wie soll den der Stromfluss in der Wicklung ungepolt werden koennen ?
Ok das ist ein weiterer Punkt. Die Snubber währen schon OK. Der Motor
soll in keinem Dauerbetrieb laufen. Er wird an eine Drehanlage
eingebaut, die wiederum bei Bedarf die Antenne neu ausrichtet. Wenn er
5min am Tag läuft, währe das schon relativ viel.
Für einen Dauerbetrieb ist eine Brücke also unerlässlich. (Vor allem in
Zeiten von steigenden Energiepreisen hihi)
Ich kann mir aber mom unter Drehstrom Brückenschaltung nichts
vorstellen. Hat da jemand ein Beispiel. BEi Google werd ich auch nicht
fündig. Mir fehlen warscheinlich die richtigen Begriffe wonach ich
suchen soll.
Helmut Lenzen schrieb:> Janosch schrieb:>> Macht eine>> Brückenschaltung bei einem Drehstrommotor überhaupt sinn?>> Und ob die Sinn macht. Ich kenne keinen Umrichter der nicht drin hat.> Wie soll den der Stromfluss in der Wicklung ungepolt werden koennen ?
Muss den der Stromfluss in den Wicklungen umgepolt werden? Ich dachte
ich muss einfach nur die Laufrichtung, in der ich die IGBT'S durchsteuer
umdrehen. Somit sollte der Motor in die andere Richtung laufen.
> Muss den der Stromfluss in den Wicklungen umgepolt werden? Ich dachte> ich muss einfach nur die Laufrichtung, in der ich die IGBT'S durchsteuer> umdrehen. Somit sollte der Motor in die andere Richtung laufen.
OK, ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen:
Experimente am Lichtnetz (230/400V) sind kein Pappenstiel. Da sollte man
schon Ahnung davon haben, was man tut. Sicherheit geht vor !!
Tip:
Ließ Dich erstmal ein über Motoren, Umrichter, Brückenschaltung,
Modulationsverfahren etc.
Kein Thema ;-) Ich geh halt immer noch irgendwie von aus Das so nen
Stern/Dreieckmotor mit 3 Phasen Gemeinsamkeiten mit einem Schrittmotor
hat. Aus diesem Grund bedenke ich mom noch nicht das der Stromfluss
umgekehrt werden muss.
Die Bedenken bezüglich der 230 / 400 Volt sind nicht Ohne. Jedoch denk
ich schon das ich weiß was ich da mache und genügend Vorsicht davor
habe. Das man sowas 1. nicht im Zimmer und 2. nicht an einem
unordentlichen Platz machen sollte, ist mir klar g
Wenn dan wird es erstmal ordentlich in einem Vernünftigen Gehäuse mit
Vorsicht in betrieb genommen.
Janosch schrieb:> Für einen Dauerbetrieb ist eine Brücke also unerlässlich. (Vor allem in> Zeiten von steigenden Energiepreisen hihi)
Die ist nicht nur fuer den Dauerbetrieb unerlaesslich.
Ohne die wird dein Motor nicht drehen.
Janosch schrieb:> Ich kann mir aber mom unter Drehstrom Brückenschaltung nichts> vorstellen. Hat da jemand ein Beispiel. BEi Google werd ich auch nicht> fündig. Mir fehlen warscheinlich die richtigen Begriffe wonach ich> suchen soll.
Onkel Wiki sagt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumrichter
Da findest du eine Brueckenschaltung fuer D-Motoren und die
Schaltreihenfolge.
Aber ein D-Motor ist kein Schrittmotor. Das ist ein ganz anders
Motorprinzip.
Auch beim Schrittmotor muss die Wicklung umgeplot werden.
Entweder in einer Brueckenschaltung oder als Wicklung mit
Mittelanzapfung.
Helmut Lenzen schrieb:> Janosch schrieb:>> Jedoch denk>> ich schon das ich weiß was ich da mache>> In Punkto D-Motoren bezweifels ich das allerdings.
Da hast du recht. Mit D Motoren kenne ich mich noch nicht aus. Deswegen
ist ja zum Teil die Aktion hier auch, damit ich mich in der Richtung mal
weiterbilde. Das Wiki werde ich heute Abend mal studieren. Vielen Dank
Schandmals.
Janosch schrieb:> Eine Brückenendstufe beim Motor wollte ich auch vermeiden.> Macht eine Brückenschaltung bei einem Drehstrommotor überhaupt sinn?
Macht eine Ansteuerung mit unipolarer Gleichspannung bei einem
Drehstrommotor überhaupt Sinn?
> Muss den der Stromfluss in den Wicklungen umgepolt werden?
Andere machen das... :-/
> Ich geh halt immer noch irgendwie von aus Das so nen Stern/Dreieckmotor> mit 3 Phasen Gemeinsamkeiten mit einem Schrittmotor hat.
Ja, er hat einen Anker und eine Welle...
Aber der Hauptunterschied: ein normaler Drehstrom-ASYNCHRON-motor hat
keine Magnete auf dem Anker.
> Aus diesem Grund bedenke ich mom noch nicht das der Stromfluss> umgekehrt werden muss.
Probiers aus. Auch wenn du den Rotor bewegt bekommst (das wird schon
klappen) glaube ich, dass du einen sackmisrablen Drehmomentverlauf haben
wirst.
Warum holst du dir nicht aus der Bucht einen billigen Umrichter?
Hab grad noch was entdeckt, was mir dabei Bauchgrimmen bereiten würde:
> Dann noch ein drittes, wie sehr wird der Motor (und demzufolge auch der> IGBT) es mögen, wenn er über Rechteckimpulse statt nem Sinus angesteuert> wird.
Ich sag mal: GAR NICHT! (besonders der IGBT nicht!)
Nehmen wir mal an, der Statorstrom ist blockförmig (wie auch immer Du
den so erzeugen willst). In jedem Umschaltmoment (pos.->neg. Puls und
umgekehrt) würden dann aufgrund der Statorinduktivität erhebliche
Überspannungen induziert: U=L*di/dt.
Die können Dir mal locker den Rest der Elektronik lahmlegen. Deshalb ist
man bei professionellen Frequenzumrichtern auch bestrebt, den Aufbau so
niederinduktiv wie nur möglich hinzukriegen.
Ich meine, in Deiner Anwendung fließt ja schon ordentlich Strom, oder?
Helmut Lenzen schrieb:> ...linke Hand in die Hosentasche und Ohrenstoepsel tragen.
Und auch die Schutzbrille nicht vergessen...
Und vorher mal auf die FI-Taste drücken, ob der noch richtig tut.
Was? Du hast keinen FI? :-o
Aus Erfahrung kann ich nur sagen das Schutzbrille bei so Experimenten
wirklich mehr Sinn macht als Ohrenstöpsel Erinnerungen schwälg
Das mit der Bucht währe bestimmt ne alternative, ich hätte nur nicht
vermutet das es den schon gibt. Werd ich mal nachsehen.
Jedoch ist der Lernfaktor hin wenn man einfache Fertigmodule verbaut :-(
Und nur wenns rumst zischt und die Einzelteile von den Halbleitern weit
fliegen, ist der Spaßfaktor mit dabei.
Und keine Angst, FI und Co sind vorhanden und geprüft.
> Und nur wenns rumst zischt und die Einzelteile von den Halbleitern weit> fliegen, ist der Spaßfaktor mit dabei.
Stellt sich die Frage:
Willst Du "nur" Spaß, oder auch was Ernsthaftes arbeiten. Nach dem
Motto: "Joa, das war ne schöne Explosion, aber warum mir der Motor jetzt
genau um die Ohren geflogen ist, weiß ich auch nicht..."
Basteleien am Lichtnetz halte ich für äußerst kritisch, zumal wenn man
nicht über genügend Erfahrung verfügt und Sicherheitsbedenken auf die
leichte Schulter nimmt!
Janosch schrieb:> Aus Erfahrung kann ich nur sagen das Schutzbrille bei so Experimenten> wirklich mehr Sinn macht als Ohrenstöpsel Erinnerungen schwälg
Das mit den Ohrenstoepsel war nicht ganz so dahin gesagt.
Neben mir ist auch schon mal ein IGBT Module hochgegangen der Knall war
so laut das ich noch eine 1/4 Stunde klingeln im Ohr hatte und das
Maedel in der Fertigung eine halben Meter hoch gesprungen ist.
Uiii, ok mir is so ein teil nur mal hinter nem Trafo mit wirklich
genügend Puffer C hochgegangen. Es gab sehr schöne Funken, die Teile
sind durch die Gegend geflogen, jedoch war der nicht besonders laut. Ein
Einzelteil vom IGBT hatte unglücklicherweise nen LCD getroffen, dem
hatte man es danach leicht angesehen, geht aber noch, wenn ich jedoch
bedenke das das ein Auge gewesen sein könnte, zieh ich lieber bei so
teilen Schutzbrillen auf.
Es hatte sich herausgestellt, das der Mechaniker vorher in der Anlage
rumgedocktert hatte und die Drähte einfach irgendwie wild wieder
zusammen geklemmt hatte.
So Geräte mit Erstinbetriebnahme von einer Idee, wird im Freien in
betrieb genommen, mit ausreichen abstand. Wenn es dan Läuft und nicht
explodiert und co. Kann man weiter sehen.
Also, ich glaube ich verstehe langsam.
Kurz erklärt, ein Drehstrommotor mag nur Drehstrom, damit er sich dreht.
@Helmut Lenzen
Der Link mit dem Selbstbauwechselrichter war nun guter Tipp. Ich denke
ich werde mich mit dem ein wenig mehr befassen.