Varistor an Netzspannung 230V

Gast #1815482
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Hi,

habe hier gerade einen Dimmer mit "Handberührungstechnik" am Wickel. Ich 
sehe das direkt am Netzeingang ein Varistor platz findet, noch vor dem 
Gleichrichter der eine Art Kondensatornetzteil bildet für den 
Steuerprozessor...

Was mich wundert ist das der Varistor (275V) direkt am Netz hängt, wenn 
nun ein Spannungspuls kommt, muss die Spannung doch kurzzeitig an der 
Netzuleitung abfallen, oder? Eigentlich müsste doch ein Widerstand mit 
gerigem Wert vor dem Varistor in einem Leiter in reihe verschaltet sein, 
oder?

Gruß,
m.
Gast #1815506
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Und was soll der Widerstand dann bringen? Außer daß er bei leitendem 
Varistor zusätzlich Verlustleistung produziert und evtl. noch das 
Einschaltverhalten des Varistors versaut...
Ein Varistor ist doch schon ein Widerstand ;-)
Gast #1815507
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> Was mich wundert ist das der Varistor (275V) direkt am Netz hängt,

Das ist normal.

> wenn nun ein Spannungspuls kommt, muss die Spannung doch kurzzeitig
> an der Netzuleitung abfallen, oder?

Das passiert auch.

Allerdings sollte VOR den Varistor zumindest eine Feinsicherung, denn 
Varistoren leben nicht ewig sondern jeder Überspannungsimpuls schmilzt 
in ihrem Inneren mehr Kram zusammen bis er dauernd leitet. Dann wird er 
wärmer und leitet noch mehr und er wird heisser und das Gerät brennt ab. 
Die Sicherung davor schützt, auch bei zu massiver 
Überspannungsbelastung.
Gast #1815517
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...ein Varistor ist ein Spannungsabhängiger Widerstand... und er ist 
parallel zur Versorgungsspannung geschaltet. Steigt diese über 275V (in 
diesem Fall) verhindert der Varistor das diese Spannung an nachfolgende 
Bauteile gelangen kann, dann muss sie jedoch an der Netzzuleitung 
abfallen...
Gast #1815636
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> > dann muss sie jedoch an der Netzzuleitung abfallen

> Neee, am Varistor! Wofür ist der sonst gut?
> Die Netzzuleitung ist zu niederohmig, als daß da was Nennenswertes
> abfallen könnte.

Noch grösserer Unsinn.

Normalerweise zunächst mal an der Quelle,
also von dort, woher die höhere Spannung stammt.
Ob kapazitiv eingekoppelt, die Gegen-EMK einer Spule, oder sonstwoher.

Diese Quelle wird belastet und sollte in der Spannung nachgeben.

Wenn sie das nicht in ausreichender Weise tut (z.B. Induktion bei 
Blitz), dann bleibt nur die Hausverdrahtung, denn der Varistor ist ja 
die Last, an dem die Überspannung erst gar nicht entstehen soll.
Gast #4678409
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Hallo,

Uraltes Thema, jedoch mal etwas zum Nachdenken:

Geht es dabei in erster Linie um "Spannungsabfall" ?

Dem Varistor ist in aller Regel eine Sicherung (Fein-Sicherung) 
vorgeschaltet. Steigt die Eingangsspannung bzw. die Netzspannung nun 
über den Varistor-Wert (hier 275V), steigt der Strom durch den Varistor 
"blitzartig" an und löst so die Feinsicherung aus. Der damit erhöhte 
"Spannungsabfall" bzw. die erhöhte Spannung über der Feinsicherung ist 
hier zwangsläufig kurzzeitig (bis zum Auslösen) vorhanden.

Es handelt sich um einen Überspannungsdetektor, der die Feinsicherung 
auslösen lässt.

Stephan


"Besserwisser" sind stets willkommen!
Gast #4678679
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Stephan schrieb:
> Es handelt sich um einen Überspannungsdetektor, der die Feinsicherung
> auslösen lässt.

günstigerweise ordnet man dann da noch ne thermosicherung an um bei 
übertemp des varistor´s abzuschalten.
varistoren leben nicht ewiglich.
ok ist für feiglinge:-))
mfg
Gast #4678681
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Stephan schrieb:
> Geht es dabei in erster Linie um "Spannungsabfall" ?

Es geht um Überspannungsbegrenzung, weil die nachfolgenden Bauteile der 
Elektronik nicht (mehr als 600V) aushalten.

Der VDR leitet ab 595V bis 50A durch (bei mehr platzt er).

Er kann also bloss die Quelle belasten, die Quelle ist hier das 
Stromnetz und die Quelle von der die Überspannung kommt.

Wenn die 50A Ableitstrom reichen um diese quelle bis auf 595V in die 
Knie zu weingen, ist alles gut.

Besonders einfach geht das natürölich, wenn wie beim Dimmer ein Last 
vorgeschaltet ist, z.B. die Glühlampe, dann gibt es eine Super Ort an 
dem die 2005V verbraten werden können:
1
                         Glühlampe
2
+230V~ (mit 2500V surge) ---(X)---+---|
3
                                  |   |
4
                                 VDR  | empfindliche Elektronik
5
                                  |   |
6
N --------------------------------+---|
Leider gehen VDR gerne kaputt und dleiten dann schon im Normalbetrieb, 
mit entsprechender Wärmeentwicklung. Man fordert heute daher eine 
Übertemperatursicherung thermisch gekoppelt am VDR, z.B. beide gemeinsam 
im selben Schrumpfschlauch
1
                         Glühlampe
2
+230V~ (mit 2500V surge) ---(X)---+---|
3
                                  |   |
4
                            .....VDR  | empfindliche Elektronik
5
                            :     |   |
6
N ----------------------TempSich--+---|
chlecter ist die Situation, wenn keine Glühlampe vorgeschaltet ist
1
+230V~ (mit 2500V surge) ----+---|
2
                             |   |
3
                            VDR  | empfindliche Elektronik
4
                             |   |
5
N ---------------------------+---|
Dann dient nur die Zuleitung im Haus als Vorwiderstand. Der VDR muss 
weit mehr abfangen.
Gast #4679280
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Könnt ihr mir bitte mal erkären wie eine Feinsicherung das thermische
"Durchgehen" des Varistors nach Alterung verhindern soll?

Beispiel

Gerät sei mit einer Feinsicherung von 2A abgesichert, da das Gerät etwa 
1,4A
zieht, durch Alterung des Varistors lässt er, sagen wir mal 100mA durch.
Daraus folgt, dass am Varistor eine Verlustleistung von 23W abfällt.
Leider überhaupt kein Schutz durch die gewählte Feinsicherung.

Ein Schutz kann hier nur durch eine Thermosicherung erfolgen, die an den 
Varistor angeflanscht ist, oder etwa nicht?

Gruß

Volker

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