> - in der angehängten Schaltung sind L4 und L2 an verschiedenen Stellen
> platziert (ursprünglich war L4 wie L2), macht das einen Unterschied im
> Verhalten?
Nein, die liegen beide in Reihe von TRIAC und Verbraucher. Daß der
Snubber (der verhindert, daß der TRIAC wegen Überschreitung der
Datenblattangabe max dU/dt zündet, wenn man den Stecker der Schaltung
einsteckt und zufällig den Moment der Scheitelspannung trifft, was man
dann an kurzem Aufblitzen von Glühlampen sehen kann) beim einen dichter
am TRIAC liegt, bringt zwar leichte Unterschiede im Verhalten, aber
besser ist keine davon.
> - Für was wird R13 und R10 gebraucht?
Entladung von C10,C11 wenn man den Stecker im Scheitelpunkt der Spannung
abzieht und der TRIAC aus war.
> - Wie kann ich den Wert von L bei vorgegebenen I und U berechnen? oder
muss ich schätzen und testen?
Es handelt sich um Drosseln zur Funkentstörung. Sie begrenzen den
maximalen Stromansteig, wenn der TRIAC einschaltet. Je schneller dann
der Strom ansteigt, je hochfrequenter sind die Störungen. Bei Motoren
braucht man ie eigentlich nicht, weil die Motoren durch die Induktivität
ihrer Wicklungen bereits wie eine Drossel wirken. Bei ohm'schen Lasten
wie Glühlampen braucht man sie. Da die Spannung definiert ist (325V max)
hängt die Stromanstiegsgeschwindigkeit von der Induktivität ab, meist
werden 300uH als ausreichend angesehen, aber 1.2mH sind natürlich
besser.
Im Datenblatt des TRIAC gibt es noch ein max dI/dt, schneller darf der
Strom im Einschaltmoment nicht ansteigen sonst könnte es hot spots auf
dem Chip geben, der legiert ducrh, und ist kaputt. Meist liegt der Wert
jedoch unter dem, was schon 300uH Drossle bringt.