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Forum: HF, Funk und Felder GSM Signal empfangen


Autor: Michael (Gast)
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Hallo Leute,

bitte steinigt mich nicht, ich weiss das es hier schon Threads gab, in 
denen Leute ein komplettes Handy selber basteln wollten, was natürlich 
sehr unrealistisch ist.
Ich brauche etwas viel einfacheres, weiß aber trotzdem nicht, ob es 
machbar ist:
Und zwar habe ich eine Idee für ein Gerät, bei dem es wichtig wäre, dass 
bei Anruf von einem Telefon oder Handy ein Tonsignal abgegeben wird. Ich 
habe mir das bis jetzt naiverweise so vorgestellt: Ich brauche einen 
Simkartenleser, eine Simkarte von irgendeinem Anbieter, ein 
GSM-Empfangs-Modul, eine Antenne und einen Lautsprecher. Das ganze 
irgendwie zusammenlöten und schon läufts. Bin allerdings durch die 
anderen Threads hier etwas desillusioniert.
Ich brauche keinerlei Interface (Tastatur, Display oder so..) es muss 
einfach nur bei Anruf klingeln und wenn man am anderen Ende der Leitung 
auflegt hört es halt auf zu klingen.

Ist so etwas halbwegs einfach realisierbar? Bin Anfänger, kenne aber 
Leute die wenigstens gut Löten können. :-D Was ich bisher so gefunden 
habe war alles sehr kompliziert und viel zu umfangreich für meinen 
Zweck.. (ich will ja keine SMS lesen oder so...)
Es müsste allerdings alles möglichst klein und billig sein.

Würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen!
Gruss,
Michael

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Es bietet sich an, mit fertigen GSM-Modulen zu arbeiten, z.B.

- Motorola G24 bzw. G24-L
- Telit
- Cinterion (gerade insolvent)

Bei einigen Modellen der o.a. Hersteller kann man eigene Progrämmchen 
hineinladen, mit deren Hilfe man auch ein paar Portleitungen des Moduls 
direkt ansteuern kann.

Preislich liegt ein nacktes Modul bei ca. 60,- EUR, zzgl. Antenne, 
Pigtail, Buchsenleiste, usw..

Es gibt auch fertig aufgebaute Kästchen mit solchen Modulen, z.B. bei 
C*, mit Preisen um 100-200,- EUR.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael schrieb:
> Ich brauche etwas viel einfacheres

Vom HF-Teil her ist das keinesfalls "viel einfacher", sondern praktisch
dasselbe wie ein komplettes Mobiltelefon.  Nur den NF-Teil und die
Bedienung sparst du ein.

Andreas Schweigstill schrieb:
> Preislich liegt ein nacktes Modul bei ca. 60,- EUR, zzgl. Antenne,
> Pigtail, Buchsenleiste, usw..

Ein altes Mobilofon bekommt man für'n Appel und 'n Ei, insbesondere,
wenn vielleicht an der nicht benötigten Bedienfunktion was kaputt
ist (Tasten klemmen, Display hat 'n Schuss, etc.).  Dort den
Vibrationsmotor ausbauen und dessen Signal auswerten, das dürfte
die preiswerteste Variante sein.

Autor: Harald Naumann (harald_)
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> in denen Leute ein komplettes Handy selber basteln wollten, was natürlich
> sehr unrealistisch ist.
Nicht ganz. Siehe Symbian: Build your own phone
http://blog.symbian.org/2010/04/14/build-your-own-phone/

>Ist so etwas halbwegs einfach realisierbar?
Ja hiermit und der SIM-Kartenhalter ist auch schon drin.
http://www.gsm-modem.de/gps/modul-gprs.html

mfg
Harald

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Beide genannten Systeme ("Build Your Own Phone…", "GPRS Module mit RS232 
und SIM-Kartenhalter") basieren auf den von mir schon genannten Modulen 
von Telit.

Es ist für einen Anfänger auf jeden Fall ratsam, auf solch einem 
fertigen System aufzusetzen, da die meisten nackten GSM-Module entweder 
mit einem Fine-Pitch-Steckverbinder (0,5mm-Raster oder kleiner) oder als 
BGA ausgeliefert werden. Zudem sollte man sich auch noch damit 
auskennen, wie man eine hinreichend impulsfeste und störsichere 
Stromversorgung aufbaut.

Der Trick mit dem Umbau eines alten GSM-Handfernsprechers sollte aber 
auch funktionieren. Aber auch hier gilt, dass der Akkuersatz, den man 
ggf. realisiert, sehr impulsfest sein muss.

GSM-Module und -Handfernsprecher ziehen beim Senden durchaus 
Spitzenströme von bis zu 3A und zwar mit sehr großer Steilheit. Da muss 
man schon etwas aufpassen, dass die Masseleitungen nicht klingeln.

Autor: Michael (Gast)
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Hallo

Vielen Dank für die Hinweise!
Ich denke ein altes Handy auseinanderzubauen ist wirklich die günstigste 
und einfachste Methode. Super Idee!
Verstehe nur noch nicht ganz was hiermit gemeint ist:
Jörg Wunsch schrieb:
> Dort den
> Vibrationsmotor ausbauen und dessen Signal auswerten, das dürfte
> die preiswerteste Variante sein.

Das heisst, es ist einfacher das Signal, das in den Vibrationsmotor geht 
zu benutzen als das für den Lautsprecher?

Ein Kumpel bringt mir die Tage mal sein altes Handy mit Displayschaden 
vorbei, das werde ich dann auseinander nehmen und mal sehen, was ich 
davon alles so brauche. Hoffe die Bauteile sind nicht zu groß, möchte 
möglichst klein bauen. Das angesprochene Stromproblem will dann auch 
noch gelöst werden, das wird  spannend :D

Viele Grüße,
Michael

Autor: spekki (Gast)
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>Hoffe die Bauteile sind nicht zu groß, möchte
>möglichst klein bauen.

Die Teile sind kleiner als Du wirklich willst. Den Vibramotor kannst Du 
evtl. mit einem kleinen Lötkölbechen noch löten...

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Und Du solltest beachten, dass die metallisierten Platikteile, mit denen 
die Leiterplatte abgedeckt ist, nicht nur zur Abschirmung dient, sondern 
ggf. eine hochgradig komplexe Antennenkonstruktion darstellt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael schrieb:
> Das heisst, es ist einfacher das Signal, das in den Vibrationsmotor geht
> zu benutzen als das für den Lautsprecher?

Ja, dieser Motor bekommt einfach nur Gleichspannung, das lässt sich
am einfachsten auswerten.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Michael schrieb:
> Das ganze
> irgendwie zusammenlöten und schon läufts.

kauf dir bitte ein fertiges ... tu dir selber den Gefallen !

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