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Forum: Platinen Platinen ätz probleme


Autor: Michael P. (mpl)
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Hi,

ich versuche mich zurzeit am SMD löten und wollte nun eine Platine dafür 
ätzen... jedoch werden alle Testversuche nur abfallware... entweder sind 
einige stellen nicht geätzt oder Leiterbahnen sind viel zu dünn 
geätzt...

Ätzmittel: Natriumpersulfat 100 g auf 0,5 l
Entwickler: Natriumhydroxid 10g auf 1L wasser
Platinen: Bungard

Entwickeln und ätzen bei ca 50C° auf der Herdplatte in ner pfanne 
(pfanne wird bewegt)

Belichten tu ich mit 2x15W Aquariumröhren aus 8 cm ca.... zeit is ca 
30Min .. so hat es jedenfalls immer geklappt mit Platinen nicht nicht im 
SMD bereich liegen könnt ihr mir Tipps geben woran es liegen kann das da 
nur son schrott rauskommt?

mfg

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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Mache mal eine Belichtungsreihe für die optimale Belichtungszeit.
Außerdem sei folgendes zu beachten:
-Folie mit der bedruckten Seite auf die Platine auflegen
-Folie anpressen (Glasscheibe)

Den Entwickler nehme ich immer doppelt konzentriert (20g/L)
Des weiteren helfe ich beim Entwickeln durch Wischen über die Platine 
mit einem Zellstofftuch nach.

Autor: oldgast (Gast)
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Den Entwickler nicht auf 50 Grad erhitzen.
Nur bei Zimmertemperatur benutzen, sonst ist die Fotoschicht
zu schnell, ganz weg.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Natürlich kann man nur Vermuten...
Interessant währe es zu wissen wie lange es bei den Platinen (bei 
frischer Brühe) gedauert hat bis: 1. die Platinen entwickelt waren - und 
2. wie lange die Oben abgebildeten Platinen in der NaPs Lösung waren.
Dann könnte man es ggv. noch besser eingrenzen.

ICH würde darauf tippen das bei der Belichtung etwas Schiefläuft.

Entweder ist deine Vorlage ungeeignet oder aber liegt nicht Plan auf der 
Platine auf. (Sichergestellt das nicht z.B. ein mm Luft zwischen 
Fotoschicht und Folie ist? z.B. Glasscheibe ?)
Dadurch kommt es zu unscharfen Konturen und Schattenwurf. Einige Stellen 
werden dadurch auf größere Breite belichtet, andere, z.b. die Auro um 
Leiterbahnen liegen im Halbschatten. Dadurch entsteht dein Ergebniss.

Oder aber die Belichtung reicht einfach nicht aus, entweder weil die 
Auqarienröhren nicht ausreichend UV Produzieren, oder -falls du eine 
Glasscheibe verwendest- diese nicht UV durchlässig genug ist. (Grünstich 
im Glas? Ich verwende dafür die Glasscheiben aus allerbiligsten 
Fotorahmen. Schon die nur etwas besseren sind schon nicht mehr 
geeignet...)
Durch die Unterbelichtung wird einfach nicht mehr alles ausreichend 
belichtet. Dadurch musst du zu lange Entwickeln und vor allem Ätzen.
Das führt dann dazu das an Ausentwickelten Stellen zu viel abgetragen 
wird, was sich gerade bei minimalen Breiten stark auswirkt. Nicht 
Ausreichend Belichtete Stellen müssen sehr lange Geätzt werden oder 
werden erst gar nicht abgetragen.

Natürlich kann es auch einfach durch ungleichmäßige Leuchtdichte 
ungleichmäßig belichtet werden. Zwei Auquarienröhren sind alles andere 
als Optimal. Als Verbesserung - wenn du nicht gleich in einen 
Proffessionellen Belichter investieren willst - solltest du bei Ebay 
nach einem Gesichtsbräuner mit vier-sechs UV Röhren ausschau halten. Oft 
für unter 10 Eur. zu bekommen. ICh verwende so einen im Originalzustand 
in dem ich das zu belichtente Objekt auf den Tisch lege und den Bräuner 
Kopfüber mit je zwei dicken Katalogen oben und Unten je 10cm Kopfüber 
darüber lege.
Seit Jahren Erfolgreich auch für feinste Strukturen.
Wenn es dann schöner sein soll kann man die Technik daraus dann später 
auch in einen Kasten (alter Scanner) einbauen. Gibt genug 
Bastelvorschläge im Netz.

Zu guter Letzt kann man natürlich auch annehmen das es nicht an einer 
Ursache alleine Liegt, sondern das vlt. auch zwei oder alle drei oben 
genannten Ursachen zusammen kommen.

Gruß
Carsten

Autor: Michael P. (mpl)
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Luk4s K. schrieb:
> -Folie mit der bedruckten Seite auf die Platine auflegen
> -Folie anpressen (Glasscheibe)

mach ich bereits: unter die platine eine glasscheibe und über die 
platine noch eine (bilderrahmen glasscheiben)

Luk4s K. schrieb:
> Des weiteren helfe ich beim Entwickeln durch Wischen über die Platine
> mit einem Zellstofftuch nach.

mach ich mit dem finger :D

Luk4s K. schrieb:
> Den Entwickler nehme ich immer doppelt konzentriert (20g/L)

oldgast schrieb:
> Den Entwickler nicht auf 50 Grad erhitzen.

werde ich nächstes mal auch machen

Luk4s K. schrieb:
> Mache mal eine Belichtungsreihe für die optimale Belichtungszeit.

auch schon hinter mir... und da kamm ich auf ca 30min

ich werde mal einen baustrahler zum belichten versuchen... ich schätze 
mal die lichtleistung ist zu schwach... und ne halbe stunde ist mir 
bissl zu lang

Autor: Herbert Z. (Gast)
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Hallo Michael!

Anhand Der Bilder und Deiner Belichtungsdaten würde ich meinen,dass zwei 
Gründe vorliegen. Zum einen glaube ich ,dass es zu einer Streubelichtung 
gekommen ist .Ursachen: Vorlage liegt nicht plan auf oder nicht mit der 
Tonerseite zum FotoLack.Je nach dem wie dick die Folie ist kommt es dann 
zu diesem Effekt.
Zeitens :Die relativ lange Belichtungszeit mit Üngünstigen 
Beleuchtungswinkel
welche die Sreubelichtung begünstigt.Helfen könnte wenn du dein 
Leuchtmittel höher hängst aber dadurch würde sich die eh schon lange 
Belichtungszeit noch mehr verlängern.
Abhilfe wären eine stärkere Belichtungseinheit und natürlich wenigstens 
40 cm Abstand.Und:das mit der Folie beachten falls es so ist wie 
vermutet.
Man sieht auch,dass das Layout noch etwas mehr Belichtung gebraucht 
hätte weil noch Reste von Kupfer stehen geblieben sind und die dünnen 
Leiterbahnen
sprechen für eine zu lange Atzzeit weil eine "doppelte 
Unterbelichtung"(lustig) wohl die Urache ist.
Mit doppelt meine ich einmal zu wenig und dann ist auch noch Uv Licht 
unter das Layout durch Sreulicht gekommen.

Mfg Herbert

Autor: Michael P. (mpl)
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Ok ... für die 2 teststücke hat das ätzen ca. 20 Min gebraucht...

Carsten Sch. schrieb:
> nicht UV durchlässig genug ist. (Grünstich
> im Glas? Ich verwende dafür die Glasscheiben aus allerbiligsten
> Fotorahmen. Schon die nur etwas besseren sind schon nicht mehr
> geeignet...)

ehm ja das sind auch billig Bilderrahmen Grünstich nehme ich keinen 
wahr... auf der rückseite stand auch "kein UV-Filter"

werde mir jetzt erstmal son assitoaster bei ebay besorgen und von ca 
40cm höhe eine neue Belichtungsreihe starten die ovhp-Folien nehme ich 
nach wie vor doppelt und mit der Tonerseite zur Platine unter die 
Glasscheibe.

Entwickler lass ich bei Raumtemperatur und wische nach wie vor mit dem 
finger drüber während dem entwickeln.

Zum Ätzen setze ich mal ne neue Mischung an... die hat schon gute 20 
Europlatinen hinter sich :D

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Michael P. schrieb:

> Entwickler lass ich bei Raumtemperatur und wische nach wie vor mit dem
> finger drüber während dem entwickeln.

Mal eine Frage:
Wie lange hat denn das Entwickeln bei 50° gedauert?

Wenn ich meinen Entwickler warm mache, dann holt mir der die 
Photoschicht von der Platine so schnell runter, so schnell kann ich gar 
nicht schauen.

Autor: Herbert Z. (Gast)
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Nachtrag: 40 Grad ist eine sichere Temperatur und etwas weg von 60 Grad 
bei der das Ätzbad kaputt wird.Thermometerüberwachung wäre günstig!Ich 
ätze auch in einer Teflonpfanne allerding steht darin ein Glasbehälter 
im Wasserbad.So geht das nicht so gaach wie wir Bayern sagen.Außerdem 
habe ich immer noch kaltes Atzmittel parat falls die Temperatur doch mal 
zu weit nach oben will.

Eine Ätzzeit von zwanzig Minuten ist noch nicht bedenklich und bei 
normal gesättigtem Bad normal.Klar geht ne frische Brühe schneller.

Mfg Herbert

Autor: Michael P. (mpl)
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Mal eine Frage:
> Wie lange hat denn das Entwickeln bei 50° gedauert?
>
> Wenn ich meinen Entwickler warm mache, dann holt mir der die
> Photoschicht von der Platine so schnell runter, so schnell kann ich gar
> nicht schauen.



so 20-30sek ca. ich leg die für ca 10 sek rein, hole sie raus wische mit 
dem finger drüber und lege die nochmal rein

Herbert Z. schrieb:
> Thermometerüberwachung wäre günstig!


jepp habn digital thermometer im bad und überwache die temperatur 
durchgehend die liegt so zwischen 45 bis 52 C° die herdplatte schafft 
52° Max. im Ätzbad auf niedrigster stufe

Autor: faustian (Gast)
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Bei Tonertransfer kenn ich das Problem dass langsames Aetzen 
(Schale/Pfanne) schnell die falschen Sachen zerknabbert... wohl weil die 
Tonerschicht dann irgendwann durchnaesst wird. Aber bei Fotolack?

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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faustian schrieb:
> Bei Tonertransfer kenn ich das Problem dass langsames Aetzen
> (Schale/Pfanne) schnell die falschen Sachen zerknabbert... wohl weil die
> Tonerschicht dann irgendwann durchnaesst wird. Aber bei Fotolack?

Bei zu langen Ätzzeiten und Fotolack kann es definitiv auch Probleme 
geben.
Natürlich nicht in dem Maße wie teilweise bei Tonertransfer, aber viel 
zu lange Ätzzeiten machen sich doch bemerkbar.
Zum einen wird der Fotolack auch angegriffen, wenn auch nur sehr gering, 
was sich bei "normaler" Ätzdauer nicht Auswirkt. Zum anderen kommt es zu 
Unterätzungen (Seitlich unter dem Fotolack hindurch, Was bewirkt das 
eine Lackschicht dann ein paar µm freischwebt, abbricht und die Flanke 
wieder völlig frei liegt.)

Herbert Z. schrieb:
> Nachtrag: 40 Grad ist eine sichere Temperatur und etwas weg von 60 Grad
> bei der das Ätzbad kaputt wird.Thermometerüberwachung wäre günstig!Ich
> ätze auch in einer Teflonpfanne allerding steht darin ein Glasbehälter
> im Wasserbad.So geht das nicht so gaach wie wir Bayern sagen.Außerdem
> habe ich immer noch kaltes Atzmittel parat falls die Temperatur doch mal
> zu weit nach oben will.

Temperaturen über 60 C sind sicher zu vermeiden, da die Alterung der 
Lösung dann stark ansteigt. Allerdings sollte man sich nicht zuviel 
Gedanken darum machen denn es ist keinesfalls so, das die Lösung dann 
(fast) sofort unbrauchbar wird. Und ganz sicher nicht schon bei ein zwei 
Grad zuviel.

Das beste Beispiel habe ich gerade. Heizstab war defekt, neuer noch 
nicht angekommen und ich musste Ätzen. Habe dann die Lösung im Wasserbad 
auf meiner (Bastel)Herdplatte erwärmt. Durch ein Telefonat abgelenkt 
habe ich die Lösung dann versehentlich ein paar Minuten richtig 
durchgekocht...
Und ich arbeite immer noch damit, ist jetzt 2 Monate und 18 Eurokarten 
her, kann noch keine Negativen Auswirkungen erkennen. Und die Lösung war 
alles andere als neu...

Gruß
Carsten

P.S.:
(Und bevor die Diskussion darüber losgeht: Ich habe eine richtige 
Chemiearbeitstisch (gekachelt) ohne Brandlast am oder über dem Platz. 
Incl. Metallgestell um die Plastikschüssel im Topf mit 6l Wasser zu 
fixieren. Wird ja auch für andere Dinge als nur das Erhitzen von NaPS 
Lösung verwendet - Da kann man auch mal einpaar Minuten unbeaufsichtigt 
riskieren.)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Auffallend ist für mich in deinen Bildern
Beitrag "Platinen ätz probleme"
dass deine 'Ätzfehler' offenbar eine Vorzugsrichtung haben.

Schau dir das erste Bild an.
Bei allen Leiterbahnen ist es so, dass die Freistellung unter der 
Leiterbahn (auf dem Bild senkrecht stehende Platine) in Ordnung ist. 
Ganz im Gegenteil sieht die sogar optisch etwas zu groß aus. Die 
übriggebliebenen Brücken sind ausnahmslos alle über der Leiterbahn.
Auch bei den anderen Platinen ist es optisch so, dass die eine Seite der 
Freistellungen größer sind als die anderen. Und zwar immer auf der 
gleichen Seite.

Der Effekt ist mir beim Ätzen aufgefallen.
Ich ätze in einer Schale und heb die immer an einer Breitseite auf um 
die Ätzlösung über die Platine 'schwappen' zu lassen. Und dabei sieht 
man (zumindest bei mir) dass immer die Freistellung auf einer Seite, 
wenn ich mich recht erinnere an der der Schwapprichtung abgewandten 
Seite, schneller fertiggeätzt ist, als die andere. Da werden wohl 
irgendwelche kleine Verwirbelungen in der Lösung auftreten, die einen 
Austausch der verbrauchten Ätzlösung verhindern oder zumindest 
erschweren. Seitdem wechsle ich regelmässig die Schwapprichtung, also 
einfach mal auch auf der anderen Seite die Schale hochheben bzw. auch 
mal die Längskante und die Brühe quer über die Platine schwappen lassen, 
und das 'Problem' ist Geschichte.

PS. Beim Entwickeln könnte im Prinzip dasselbe Problem auftauchen und 
daher auf einer Seite der Leiterbahn ein winzig dicker Photofilm übrig 
bleiben, der erst einmal vom Ätzmittel durchbrochen werden muss, ehe 
dann auch auf dieser Seite dar Kupferabtrag beginnt.

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