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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Promotion nach Dipl.-Ing.FH oder im Beruf bleiben?


Autor: blackstar (Gast)
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Hey Leute,

folgende Situation:

Hab in Ö einen Dipl-Ing(FH) Abschluss für Informationstechnik gemacht, 
nebenbei noch so Auslandsaufenthalte/Praktika/Zertifikate, arbeite jetzt 
in der CH in einer Firma für Automatisierungstechnik seit insges. ca. 1 
Jahr.

Mir gefällt der Beruf im Großen und Ganzen gut, Betriebsklima ist auch 
sehr gut (im Vergleich dazu was ich sonst so in anderen Firmen erlebte.. 
:/ )

Nur irgendwie.. ich bekomm immer wieder Arbeitsaufträge und nach denen 
muss ich programmieren, alle paar Monate gehts anscheinend mal für ein 
paar Tage auf Inbetriebnahme und Bereitschaft auch nachts (wenn man ein 
bisschen mehr Erfahrung hat so ca. ab 2 Jahre) - ich hoffe dann wirds 
spannender. Weil jetzt als Einsteiger mach ich eigentlich nichts weiter 
als programmieren, verifzieren, testen, dokumentieren jeden Tag im Büro. 
Hab mir als Student nicht gedacht dass das soo nach Schema F abläuft und 
doch ein ziemlicher zeitl. Druck dahinter ist. Hab mir im Studium meine 
Zeit noch selber einteilen können .. naja willkommen in der harten 
Berufswelt :(

Ich hab mir streng vorgenommen nach dem Studium mind 3-4 Jahre 
Berufserfahrugn zu sammeln, da das heutzutage ja fast am wichtigsten 
ist, zB sind bei uns Abteilungsleiter und Gruppenleiter die schon ewig 
in der Firma sind aber halt kein Studium haben.

so.. zum eigentlichen.. ich hab meine DA in der F&E in der Industrie 
gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen udn ich hab auf die DA auch ne 1 
bekommen. Und irgendwie sehn ich mich danach zurück.. FH/Unizeit, die 
Zeit als Student etc. gut ich verdien jetzt nicth schlecht.. doch 
irgendwann möcht ich mal auf die Uni und ne Doktorarbeit schreiben und 
forschen. Aber nur bei einer Firma, nicht dass ich auf ewig dann 
Uni-Assistent bleib.

Hab sogar ein Angebot bekommen von einem Halbleiterkonzern (Inland, DE) 
eine Doktorarbeit zu machen, aber da war ich schon ca 4 Monate im neuen 
Job im Ausland. Ich hab ihm gebeten mir seine Kontaktdaten zu geben um 
mich in ein paar Jahren nach Berufserfahrung wieder melden zu können.

Was hält ihr davon? Soll ich in der Firma bleiben und mich versuchen 
"hochzuarbeiten" und mehr Geld verdienen oder in diesen Konzern wechseln 
um ne Promotionsstelle zu beginnen die ca. 3+ Jahre dauert, danach eine 
neue Arbeitsstelle dort zu bekommen, mir ist klar dort werd ich dann 
wahrscheinlich als Neuling/Einsteiger gesehen, während ich dann bei 
meiner alten Firma (CH) dementsprechend weiter wäre..

Also kurz zusammengefasst für Lesefaule:

Weiter arbeiten in alter Firma mit rel. guten Gehalt und Betriebsklima 
oder in ca. 3-4 Jahren kündigen, neue Firma aber dafür als Doktorand und 
nachher dort eben wieder als Neuling anfangen, obwohl dann mit Dr.-Ing. 
Titel...

MfG blackstar

Autor: lonesomecowboy (Gast)
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Hmm schwierig,

kennst du die Maslowsche Bedürfnispyramide?

Du stehst an 5. Stufe. Alles erreicht, du willst dich nun 
selbstverwirklichen mit ner Doktorarbeit, doch nach dieser eben als 
Neuling wieder anfangen zu müssen, trotz Dr. -weil neue Firma, dort 
wirst du trotzdem als Anfänger gesehen, vergiss das nicht!

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Oder du bleibst auf deiner 
Position, schau mal wies dir in 3 Jahren geht, dann hast du schon mal 3 
Jahre Berufserfahrung, nur jetzt gleich den Hut auf die deinen Job zu 
werfen würd ich nicht.. Wo siehst du dich dann in 5 Jahren? In der 
Doktorarbeit? Und in 10 Jahren? usw

Autor: Gastino G. (gastino)
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lonesomecowboy schrieb:
> lles erreicht, du willst dich nun
> selbstverwirklichen mit ner Doktorarbeit, doch nach dieser eben als
> Neuling wieder anfangen zu müssen, trotz Dr. -weil neue Firma, dort
> wirst du trotzdem als Anfänger gesehen, vergiss das nicht!

Wenn er nach seiner Doktorarbeit eine Stelle in seinem Themengebiet 
annimmt, gilt er natürlich nicht mehr als Anfänger, sondern als 
Spezialist.

@Threadstarter:

Eine eindeutige Empfehlung kann man nicht geben. Einen sicheren Job 
aufzugeben, ist immer sehr risikoreich. Andererseits wirst Du Dich 
wahrscheinlich immer wieder ärgern, eine solche Chance vergeben zu 
haben, wenn Du es nicht tust. Es ist auch eine echte Chance zur 
Weiterentwicklung.

Autor: Julio Van Matterhorn (Gast)
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hmn...meinst du, dass du die qualifikation dazu ueberhaupt hast? 
zunaechst einmal hast du einen "Dipl-Ing(FH) Abschluss". Zusaetzlich, 
und das meine ich ernst, hast du in AT studiert. In Regel sind die 
Studiengaenge dort im Vergleich zum deutschen Studium eine Note 
schlechter. Wenn du es annimmst, dass Angebot, dann wuensche ich dir 
viel Glueck. Aber ueberlegs dir, ob du das fachliche Wissen ueberhaupt 
mit bringst, dass wissenschaftliche Arbeiten etc. pp...

Autor: Christian Berger (casandro) Flattr this
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Ein Aspekt den man vielleicht heute beachten sollte ist, dass wenn Du 
heute nochmal ein paar Jahre studierst, Du eventuell dann genau zu der 
Weltwirtschaftskrise fertig bist, von der alle reden. Was man dagegen 
machen kann weiß ich auch nicht.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Julio Van Matterhorn schrieb:
> hmn...meinst du, dass du die qualifikation dazu ueberhaupt hast?
> zunaechst einmal hast du einen "Dipl-Ing(FH) Abschluss". Zusaetzlich,
> und das meine ich ernst, hast du in AT studiert.

Gut, ich weiß nicht, wie das mit Studium in Ö ist, aber in dt. ist das 
(FH) kein hinderungsgrund für eine Promovierung. Ein Kommilitone von mir 
macht genau daß. er hat nen Dipl Ing (FH) und promiviert derzeit. Das 
Problem ist nur, einen Doktorvater zu finden, da die Promovierung an 
einer Uni stattfinden muss und die dortigen Professoren nat. in erster 
Linie ihre eigenen Leute erheben wollen. Aber rein der Abschluss an 
einer FH schließt eine Promovierung nicht aus! das aber nur am Rande, es 
gibt schon einen Techniker vs. BA vs. FH vs Uni thread, das muss nicht 
hier hereingezogen werden

Autor: Julio Van Matterhorn (Gast)
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Christian B. schrieb:
> Das
> Problem ist nur, einen Doktorvater zu finden, da die Promovierung an
> einer Uni stattfinden

so siehts aus... Gelegentlich muss man auch Eignungspruefungen 
durchfuehren, die sind dann nicht ganz ohne.. Ich wuerde erst den Uni 
Abschluss nachholen um sich nicht das ewig vorwerfen zu lassen, dass man 
keinen richtigen Uni Abschluss hat, sondern nur das Dipl. Light...

Autor: High Performer (Gast)
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>Ein Aspekt den man vielleicht heute beachten sollte ist, dass wenn Du
>heute nochmal ein paar Jahre studierst, Du eventuell dann genau zu der
>Weltwirtschaftskrise fertig bist, von der alle reden.

Ach, ist schon die nächste geplant? Wann soll's denn losgehen? Irgendwas 
scheine ich da nicht mitbekommen zu haben, wenn alle davon reden. Bitte 
um Klärung... Die Weltwirtschaftskrisen scheinen ja so langsam alle paar 
Jahre mal zu kommen. Nicht nett...

Autor: Paul (Gast)
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>hmn...meinst du, dass du die qualifikation dazu ueberhaupt hast?
>zunaechst einmal hast du einen "Dipl-Ing(FH) Abschluss". Zusaetzlich,
>und das meine ich ernst, hast du in AT studiert.

Formal ja: In Österreich sind auch die FH-Absolventen (Diplom) 
promotionsberechtigt. Die Phase der Promotion verlängert sich um die 
Differenz zum Unidiplom. Das steht in den Hochschulgesetzen.

Leute, schaut Euch doch mal an, mit welchem Trivialmist manche 
Dr.-Arbeit an der Uni zustande kommt (Daten sammeln/Leute befragen und 
auswerten). Da sind manche Diplomarbeiten zum Dipl.-Ing. (FH) schon 
anspruchsvoller. Und wenn die Differenz zum Unidiplom aufgeholt werden 
muß (s. österreichisches Hochschulgesetz) ist doch auch die Fairness 
gegenüber den Unidiplomern gewahrt. Ein Modell, das rundweg fair ist. 
Sollte sich Deutschland mal anschauen.

Autor: Matz (Gast)
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Eine Promotion ist nicht an einen Uni-Abschluss gebunden. Nur die Suche 
nach einem Doktovater mit Fh-Diplom wird halt schwierig. Möglich ist es 
aber!

Autor: grastino (gastino unterwegs) (Gast)
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Welche Eingangsvoraussetzungen für eine Promotion an der jeweiligen Uni 
gestellt werden, bestimmt deren Promotionsordnung. Dort kann man das 
nachlesen, es ist von Uni zu Uni etwas unterschiedlich. In der Regel 
werden neben dem Universitätsabschluss noch Notenschnitte und Empfehlung 
eines Professors zur Voraussetzung gemacht. Bei FH-Abschlüssen können 
Aufbaustudiengänge mit einem Mindestdurchschnitt oder spezielle 
Prüfungen zur Zulassung hinzukommen.

Paul schrieb:
> Leute, schaut Euch doch mal an, mit welchem Trivialmist manche
> Dr.-Arbeit an der Uni zustande kommt (Daten sammeln/Leute befragen und
> auswerten). Da sind manche Diplomarbeiten zum Dipl.-Ing. (FH) schon
> anspruchsvoller.

Kann ich für den Ingenieurbereich nicht bestätigen. Ich habe etliche 
Doktorarbeiten gesehen und kenne die Doktoranden und da war nicht eine 
dabei, die vom Anspruch her auch nur in die Nähe einer Diplomarbeit 
(herunter) kam.
Für Medizin zum Beispiel mag das ganz anders aussehen.

Autor: ein Dr.-Ing. (Gast)
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Paul schrieb:
> Leute, schaut Euch doch mal an, mit welchem Trivialmist manche
> Dr.-Arbeit an der Uni zustande kommt (Daten sammeln/Leute befragen und
> auswerten).

Dann zeig mir mal eine ingenieurwissenschaftliche Dissertation, die 
"Trivialmist" ist. Du verwechselst wohl die werten Mediziner mit uns 
Ingenieuren.
Klar gibts auch da gute und weniger gute Arbeiten, das hängt auf jeden 
Fall auch mit der TU zusammen, an der man promoviert wird. Aber in den 
allermeisten Fällen steckt richtig harte, wissenschafltiche Arbeit 
dahinter.

Autor: Ulf (Gast)
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Dipl-Ing. (FH) und Promotion? Du machst es Dir aber einfach. Mach erst 
mal Deinen Dipl.-Ing. Uni, dann kannst Du über eine Promotion 
nachdenken.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Leute, für dieses geflame gibt es schon einen Thread! Man muss doch nun 
wirklich nicht durchgs gesammte Forum diese S*****-vergleiche ziehen! 
Wenn er zur Promovierung zugelassen ist wird ja wohl zumindest der 
Doktorvater von seiner Eignung überzeugt sein müssen.

Autor: Paul (Gast)
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>Welche Eingangsvoraussetzungen für eine Promotion an der jeweiligen Uni
>gestellt werden, bestimmt deren Promotionsordnung.

Naja ganz so ist es auch nicht. Die Uni kann zwar vieles reinschreiben, 
aber was gegen die Kultusministerbeschlüsse verstößt, ist vor Gericht 
nicht haltbar. Nicht wenige haben ihr Promotionsrecht eingeklagt. Immer 
beachten: Es geht um Österreich. Ein FHler (Diplom) hat dort 
Promotionsrecht, ob es der Uni paßt oder nicht.

>Dann zeig mir mal eine ingenieurwissenschaftliche Dissertation, die
>"Trivialmist" ist. Du verwechselst wohl die werten Mediziner mit uns
>Ingenieuren.

In besagtem Fall ging es um die Auswirkung vom N-Stickstoff-Eintrag in 
eine Pflanze und dessen Auswirkung auf die Reflektion von Wellen im 635 
nm-Bereich.
Pflanze anstrahlen mit 635nm, 650/730 nm-Verhältnis messen, Wert 
aufschreiben, Excel drüber, fertig ist die Disseration im 
Agraringenieurbereich. Die mathematischen Methoden hat schon jeder 
Abiturient drauf. (Den Sensor dazu haben die FHler gebaut)

>Dipl-Ing. (FH) und Promotion? Du machst es Dir aber einfach. Mach erst
>mal Deinen Dipl.-Ing. Uni, dann kannst Du über eine Promotion
>nachdenken.

Ulf, hier geht es um Österreich. In Österreich sind FH und Uni per 
Gesetz gleichgestellt. Ein FH-Diplomer hat dort Promotionsrecht. In der 
Promotionsdauer ist gleichzeitig die Zeit zum Aufholen des Defizits zum 
Unidiplom drin. Ein FHler der promovieren will, hat eine längere 
Promotionszeit, als ein Uniler, der zum gleichen Thema promoviert. Wo 
ist Dein Problem?

Autor: lol (Gast)
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yo ulf du krasser uni student bist ne geile sau!


es gibt mehrere möglichkeiten als FH'ler zu promoviren.
Meistens muss man einige Vorlesungen nachholen, sollte aber nicht das 
Problem sein.

Autor: grastino (gastino unterwegs) (Gast)
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Paul schrieb:
> Naja ganz so ist es auch nicht. Die Uni kann zwar vieles reinschreiben,
> aber was gegen die Kultusministerbeschlüsse verstößt, ist vor Gericht
> nicht haltbar. Nicht wenige haben ihr Promotionsrecht eingeklagt. Immer
> beachten: Es geht um Österreich. Ein FHler (Diplom) hat dort
> Promotionsrecht, ob es der Uni paßt oder nicht.

Bitte nicht gleich wieder in Rechthaberei abrutschen! Klar muss die 
Promotionsordnung den rechtlichen Rahmenbedingungen genügen, wie jede 
andere Regelung auch. Trotzdem ist die Promotionsordnung maßgebend, weil 
die Wahrscheinlichkeit einer gerichtsfesten Formulierung doch als recht 
hoch angenommen werden kann und der potentielle Doktorand ansonsten erst 
mal den Klageweg beschreiten müsste, was hier in der Diskussion aber nun 
wirklich als irrelevanter Fall vernachlässigt werden kann.

Ergebnis: Will der potentielle Doktorand wissen, ob und wie er seine 
Promotion an der jeweiligen Uni bekommen kann, muss er in die jeweilige 
Promotionsordnung schauen.

Autor: Paul (Gast)
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>Bitte nicht gleich wieder in Rechthaberei abrutschen!

Machst Du mit Deinem Post doch auch. Das ist dasselbe, als wenn man 
jemandem Sturheit vorwirft... Alles eine Frage des Blickwinkels.

PS.: Im Zahnmedizinbereich ist der Klageweg eher die Regel, als die 
Ausnaheme. Manche klagen sich sogar in einen nc-Studiengang.

Autor: blackstar (Threadersteller) (Gast)
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Hi nochmal
danke nur für die halbwegs sinnvollen Antworten erstmal.

Es ist ja so:

Ich hab meine Diplomarbeit mit Sehr Gut abgeschlossen, diese war auch 
für Leute von der Univ. ausgeschrieben genauso wie Leute von der FH. Sie 
fand in der Entwicklung (Crash-Test, Fahrzeugsicherheit) eines großen 
Automobilbau-Konzerns statt. Meine Aufgabe war es, mit einem 
Industrieroboter einen bestimmten Arbeitsvorgang (u.a. mehrere techn. 
Details, Schnittstellen, Einlesen der Koordinaten von 3D-CAD-Modellen 
des Fahrzeugs etc., den ich hier nicht näher erläutern will) zu 
automatisieren, der bisher manuell durchgeführt wurde. Aufgrund 
EU-Normen im Bereich Fronthaube des Fahrzeugs (u. Versuchen) war die 
Toleranz +/- 2 Millimeter. Ich hab mich für diese Diplomarbeit beworben 
und den Zuschlag bekommen, da ich auch schon ein Praktikum als 
Werkstudent in diesem Konzern abgeschlossen habe. Und ich bin mir 
sicher, dass ich vom Niveau dieser Arbeit sicher gleich auf 
Universitätsniveau liege bzw verschwimmen hier die Grenzen, 
dementsprechend gut ist auch meine Note gewesen. Die Entwicklung bzw 
Software wird heute auch real verwendet und verstaubt nicht etwa 
irgendwo.

Mein Betreuer war ein Dr.-Ing. und mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Es 
stimmt ich hab mich eben für eine FH entschieden am Anfang, aber warum 
soll (darf) ich keine Promotion anschließen dürfen? Ich bin sehr 
interessiert an Grundlagenforschung und das hab ich eben leider erst 
später bemerkt, sonst wär ich natürlich gleich auf ne Uni gegangen.
Und wenn ich eben um das was ein Uni-Studium länger dauert im 
Dr.-Studium an Fächer und Lernstoff nachmache/aufhole (Uni, 10 Sem. im 
Vgl. zu FH 8 Sem.), bin ich gleichwertig von den ECTS her. Und mein 
Betreuer hat mir auch zugesagt ich könnte nach einigen Berufsjahren 
dieses Vorhaben angehen. Zusätzlich hab ich mich noch bei einem 
Halbleiterkonzern beworben, wo ich ebenfalls eine Zusage bekommen habe.

Eine Promotion für einen FH-Absolventen, wenn er die Grundlagen 
nachholen will und lernfähig/motiviert ist, ist auf jeden Fall kein 
Problem mehr und vor allem nicht für mich.

Hier ist die techn. Univ. wo ich meine Doktorarbeit verfassen werde:

http://www.unileoben.ac.at/content/view/127/609/lang,de/

Und die sind nicht etwa trivial, zusätzlich muss ich noch extra eine 
Arbeit anfertigen, die einer Masterarbeit entspricht, bevor ich meine 
Doktorarbeit beginnen kann. Und jeder FH Absolvent der diese Richtlinien 
erfüllt hat auch das grundlegende Recht auf eine Promotion!

Und ich denke bei einigen Kommentaren von euch, die ich so lese, gehe 
ich davon aus dass nie welche ne FH oder Uni auch nur von innen einmal 
gesehen haben.

Schönen Abend noch,
Doktorand in spe
blackstar

Autor: Ulf (Gast)
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Ich will ja gar nicht behaupten, dass Du schlecht bist. Du hättest ein 
Uni-Studium sicherlich auch geschafft.

Tatsache ist aber nun mal, dass Du nur auf der FH warst. Da nutzt Dir 
alles wenn und aber und hätte nichts.

In Deutschland wäre es sicherlich schwieriger als FH-Absolvent zu 
promovieren. Aber Du bist ja in Österreich, das habe ich auch schon 
mitbekommen.

Autor: IGBT (Gast)
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ein Dr.-Ing. schrieb:
> "Trivialmist"

Das meisste ist tatsächlich Trivialmist. Wer unbedingt noch eine 2. 
Diplomarbeit schreiben muss, soll es machen...

Autor: Gastino G. (gastino)
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IGBT schrieb:
> Das meisste ist tatsächlich Trivialmist. Wer unbedingt noch eine 2.
> Diplomarbeit schreiben muss, soll es machen...

Sorry, aber das ist einfach nur dummes Geschwätz.

Autor: Stefan R. (Gast)
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Wer ist hier der Platzhirsch?
Master, Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. (FH) oder gar der Techniker?
Manchmal fragt man sich, ob gewisse Leute in diesem Forum nicht 
arbeiten, da sie Zeit haben sich dauernd mit diesen Themen zu 
beschäftigen ;-)

Autor: Justus Skorps (jussa)
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blackstar (Threadersteller) schrieb:
> Und jeder FH Absolvent der diese Richtlinien
> erfüllt hat auch das grundlegende Recht auf eine Promotion!

da kann man ein Recht haben so viel man will, aber ich schätze mal, auch 
in Ö wird man erst einen Doktorvater finden müssen, der auch die 
Betreuung übernimmt...

Autor: A. R. (redegle)
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>Tatsache ist aber nun mal, dass Du nur auf der FH warst. Da nutzt Dir
>alles wenn und aber und hätte nichts.

@ Ulf

Angenommen aus einer FH wird eine TU. Dann haben alle Stunden die fertig 
werden 3Jahre lang auf einer FH studiert und bekommen einen TU 
Abschluss. Auch für die nächsten Studenten wird sich am Lehrstoff nicht 
ändern trotzdem werden diese einen TU Abschluss bekommen.

Wie kann das sein?

Findet dann ein Wissenssprug aller Studenten statt, nur weil auf dem 
Gebäude jetzt TU und nicht mehr FH steht?

Autor: oszi40 (Gast)
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blackstar schrieb:
> Weiter arbeiten in alter Firma mit rel. guten Gehalt und Betriebsklima

Zusammengefasst: Es geht Dir gut. Ob es woanders besser wird, ist 
Glückssache. Wenn Du unbedingt ein Dr. werden willst, dann mach es 
nebenbei.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Ulf schrieb:
> In Deutschland wäre es sicherlich schwieriger als FH-Absolvent zu
> promovieren.

ist es nicht! wie ich bereits schrieb arbeitet ein ehemaliger 
Kommilitone derzeit an seiner Doktorarbeit. Studiert haben wir beide an 
einer FH und er macht seinen Doktor nun an der TU. Ich werd ihn das 
nächste mal fragen, ob er irgendwelche Zugangsprüfungen abgelegt hat.

Autor: blackstar (Threadersteller) (Gast)
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Stefan R. schrieb:
> Wer ist hier der Platzhirsch?
>
> Master, Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. (FH) oder gar der Techniker?
>
> Manchmal fragt man sich, ob gewisse Leute in diesem Forum nicht
>
> arbeiten, da sie Zeit haben sich dauernd mit diesen Themen zu
>
> beschäftigen ;-)

Platzhirsch wäre theoretisch eigentlich ein Dr.-Ing./bzw Univ.-Prof. 
oder praktisch je nach dem welche Absolventen es mti welchem Abschluss 
in Summe es am weitesten gebracht haben (zB CEO..etc).

Justus Skorps schrieb:
> da kann man ein Recht haben so viel man will, aber ich schätze mal, auch
>
> in Ö wird man erst einen Doktorvater finden müssen, der auch die
>
> Betreuung übernimmt...

Natürlich, ganz klar.. und nicht nur das, wie ich geschriebe habe, auch 
Vo an meiner zukünftigen Uni im Umfang von 60 ECTS muss ich vorher 
abschließen, ebenfalls eine zweite Diplomarbeit die der Masterarbeit der 
dortigen Univ. entspricht. Soll ich diese Hürden gemeistert haben, darf 
ich mit meiner Doktorarbeit beginnen. Also was sollte mich noch 
aufhalten ;)

A. R. schrieb:
> Angenommen aus einer FH wird eine TU.

Damit würden sich die Strukturen und Vorgaben der Lehrinstitution ändern 
und das Studium u. alles andere.Wenn sich eine FH als Univ. benennen 
will muss sie auch ein Promotions- und Habitilationsrecht einführen. Das 
geht halt nicht von heute auf morgen, wäre ein Prozess von mehreren 
Jahren, wenn das überhaupt mögl. wäre.

Dann würde auch ein Wissensprung enstehen, ja. Aber nicht wegen dem 
Namen an sich, eine Univ muss ja andere gesetzl Richtlinien und Vorgaben 
erfüllen als eine FH.

oszi40 schrieb:
> Zusammengefasst: Es geht Dir gut. Ob es woanders besser wird, ist
>
> Glückssache. Wenn Du unbedingt ein Dr. werden willst, dann mach es
>
> nebenbei.

Hmm nebenbei würds glaub ich nicht gehen.. bin im Ausland. Würde gerne 
wieder nachhause und in meiner Heimatstadt auf die Uni gehen, weil die 
einen exzellenten Ruf hat in der Industrie. Zusätzlich hab ich während 
und nach der FH dort geschnuppert, mich umgesehen und weiß was mich ca. 
erwartet wie oben beschrieben (wenn ich eine Doktorarbeit machen will).

Zweitens kommen für mich zwei Konzerne in Frage. Beim ersten, ein 
Stahlkonzern, hab ich Werkstudententätigkeiten und Praktika durchgeführt 
- würd so in Richtung Metallurgie bzw. Automatisierungstechnik gehen, 
diesen Konzern kenn ich gut und die Arbeit war immer spitze dort. Nur 
aufgrund der Wirtschaftskrise letztes Jahr sah es nicht rosig aus in 
dieser Branche, aber Stahl braucht man immer, und wird sich bestimmt 
wieder erholen. Drum bin ich ins Ausland gewechselt (auch 
Automatisierungstechnik, aber stark wachsende Logistikbranche, auch 
während Krise).

Ein zweiter Konzern hat mir auch ein Angebot für eine Doktorarbeit 
gemacht (Halbleiterindustrie). Nur dort kenn ich die Leute nicht und die 
Arbeit nicht. Diese Industrie ist aber stark volatil (schwankend). Auch 
2009 fand dort ein Jobabbau statt, jetzt erholt sich der Markt wieder 
zusehend. Und in dem Bundesland in dem dieser Konzern ist, gibts außer 
dem eigentlich keinen bekannten (Kärnten in Österreich). Es ging um die 
Integration von Hard- und Software in Ofentechnik zur 
Schichtdickenmessung bei Herstellung von Leiterplatten.

Naja werd wohl noch ein paar Jahre im Ausland bleiben und abwarten so 
wie es aussieht.

Christian B. schrieb:
> Ich werd ihn das
>
> nächste mal fragen, ob er irgendwelche Zugangsprüfungen abgelegt hat.

Natürlich normalerweise schon. Er muss das was das Unistudium länger 
dauert um Vorlesungen udn Prüfungen nachholen.

Autor: A. R. (redegle)
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@ blackstar

Verzeihung, wenn ich das eigendliche Thema unterbrochen habe.

Denke das ist eine sehr schwere Entscheidung die du vor dir hast.
Wenn man einen Doktor hat ist dies natürlich auch ein Presige, welches 
man sich erarbeitet. Es kann im Berufsleben jedoch Vor- und Nachteile 
haben.

Ich bin mir auch nicht sicher ob du in einem Internetforum die passende 
Antwort für dich persönlich findest.

>Das geht halt nicht von heute auf morgen, wäre ein Prozess von mehreren
>Jahren, wenn das überhaupt mögl. wäre.

Zum wenn das überhaupt möglich wäre. In den ersten 4 Zeilen steht es 
bereits.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fachhochschule_Gie%C3...

Gerade selber gelesen, dass es eine TH wird keine TU

Autor: blackstar (Gast)
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A. R. schrieb:
> Verzeihung, wenn ich das eigendliche Thema unterbrochen habe.
>
> Denke das ist eine sehr schwere Entscheidung die du vor dir hast.
> Wenn man einen Doktor hat ist dies natürlich auch ein Presige, welches
> man sich erarbeitet. Es kann im Berufsleben jedoch Vor- und Nachteile
> haben.
>
> Ich bin mir auch nicht sicher ob du in einem Internetforum die passende
> Antwort für dich persönlich findest.

Kein Problem. Ja ist bestimmt ne schwierige Entscheidung. Möcht nicht 
nachher mit weniger dastehen als was ich jetzt habe (berufsmäßig und vom 
Verdienst her, glaub das ist die größte Gefahr!)

Interessant, aus einer FH wird ne TH.

Naja ich hab eben mein Studium auf ner renommierten FH in Österreich 
gemacht, der da:


Da hats auch schon viele Absolventen gegeben die nachher auf ne techn. 
Univ. gegangen sind um ihren Dr. zu machen.

Also ich war zusammengefasst in der Automobil-, Stahl- und 
Logistikbranche tätig, da könnt ich sicher noch ein paar Kontakte 
hervorzaubern.
Achja das Angebot für die Dr.-Arbeit hab ich von nem Halbleiterkonzern 
bekommen, wo ich mich beworben habe (kennt ihr alle).

lg

Autor: blackstar (Gast)
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blackstar schrieb:
> Naja ich hab eben mein Studium auf ner renommierten FH in Österreich
> gemacht, der da:

Sorry Link hat noch gefehlt:

http://www.fh-joanneum.at/aw/~a/home/?lan=de

Autor: Kunibert (Gast)
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Dass die FH Gießen sich jetzt dann Technische Hochschule nennt, hat aber 
nichts mit einer Universität zu tun. (KEIN Promotionsrecht!!) Alle FHs 
nennen sich doch mittlerweile Hochschule (für angewandte Wissenschaften, 
etc.) ohne das "Fach"- davor z.B.: "Hochschule für angewandte 
Wissenschaften – Fachhochschule München (Hochschule München)" im 
Impressum so angegeben.

Was natürlich nicht heißt, dass die Absolventen eines dortigen 
Masterstudiums nicht an eine richtige Universität gehen dürfen, um dort 
zu promovieren. Bezüglich der formellen Erfordernisse (Prüfungen 
nachholen, ...) ist hier denke ich schon alles gesagt worden.

Autor: Paul (Gast)
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> Alle FHs
>nennen sich doch mittlerweile Hochschule (für angewandte Wissenschaften,
>etc.) ohne das "Fach"- davor z.B.: "Hochschule für angewandte
>Wissenschaften – Fachhochschule München (Hochschule München)" im
>Impressum so angegeben.

Die nennen sich nicht nur so, sondern waren es auch schon seit 1976 (1. 
HRG). In Ostdeutschland nannten sie sich schon seit 1992 Hochschule 
für... (HTW, HTWK usw.), um nicht mit den bis dahin üblichen 
Ingenieurfachschulen verwechselt zu werden.

Ich glaube nicht, daß sich diese FH einfach TH nennen darf. TH war eine 
geschützte Rechtsform für eine Hochschule mit Promotions- und 
Habilitationsrecht. Im Osten wurde ab 1992 den THen per Ministerbeschluß 
die Verwendung des Begriffes TH verboten. Entweder wurden sie zu FHen 
(meistens) oder aber zur TU. Den Zwitter TH gab es einfach nicht mehr.
Selbst bei den neuen Namen Hochschule für... mußte ein (FH) angebracht 
werden!

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