Hallo,
Ich möchte mehrere Bewegungsmelder(12V) an einem AVR anschließen. Die 5V
für den AVR erzeuge ich mit einem 7805-Regler, der mit am 12V Netzteil
hängt das die Bewegungsmelder versorgt. Die 12V Pegel der
Bewegungsmelder bringe ich mit je einem Spannungsteiler auf 5V und zum
Schutz vor Überspannung hab ich den AVR-Pins noch eine Z-Diode
spendiert.
Und nun zu meinem Problem:
Der 7805 wird von einer Schmelzsicherung geschützt, doch was passiert
mit dem AVR wenn diese durchbrennt, die Versorgungsspannung für den AVR
dadurch abgeschaltet wird und die Bewegungsmelder noch ein Signal über
die Spannungsteiler auf den AVR geben? Im Datenblatt steht was davon das
die einzelnen Pins keine Spannungen größer Vcc+0,5V vertragen. Da Vcc
jetzt ja gleich null ist, finden das die Pins bestimmt nicht lustig.
Oder ist das Egal weil der AVR nicht in Betrieb ist und die Spannung
unter 5,5V bleibt?
MfG Markus
Der AVR läuft durch seine internen Schutzdioden einfach weiter.
Insofern merkst du das Durchbrennen der Sicherung dann nicht.
Wenn du den ~RESET-Pin des Atmels mit einem 10k-Widerstand an VCC
hängst, wird er aber durch das Fehlende VCC im Reset-Zustand gehalten.
mfg mf
Mach Deine Spannungsteiler hochohmig genug, dass der Strom durch die
Schutzdioden klein bleibt. Ich habe irgendwas von 0,5 mA im Kopf, die
zulässig sind und von Atmel stammen sollen, weiß aber die Quelle nicht
mehr.
Ob der AVR weiterläuft, weil er sich aus den Eingängen versorgt, hängt
davon ab, was er zu treiben hat und kann ohne Kenntnis der Schaltung
nicht gesagt werden.
Hi!
Du kannst auch einen npn-Transistor verwenden. Basis an die
Bewegungsmelder, Kollektor an Masse und Emitter über Pull-Up an AVR-IO.
Das Signal wird dadurch halt invertiert.
Von Basis nach Masse soltest du auch einen Widerstand machen, damit der
Eingang nicht zu empfindlich wird.
Gruß
PP
Hier ist mal ein neuer Entwurf für die Schaltung.
R1=4,7k / R2=3,3k es fließen 1,5mA durch den Spannungsteiler. R3=10k
begrenzt den Strom zum AVR auf maximal 0,5mA. D1=ZD5.1
Am Resetpin ist ein 4,7k Pullup.
Jetzt stellt der AVR die Arbeit beim Spannungsausfall ein und die
Schutzdioden im AVR sind vor zu großen Strömen geschützt.
Des Weiteren hängen am AVR noch ein paar LED's, ein Display, ein Max232
für die Verbindung zum PC und 3 Relais(12V) die über einen ULN2003
angesteuert werden. Sollten also auch keine Probleme machen.
Den Spannungsteiler wollte ich nicht hoch ohmiger machen da ich bereits
mit einem hochohmigen Spannungsteiler Probleme hatte da sich ab und zu
beim einschalten einiger Verbraucher Spannungsspitzen einschleichen, die
als 1-Signal erkannt werden.
Die Idee mit den Transitoren ist auch nicht schlecht, nur mit dem
berechnen der Widerstände tue ich mich immer etwas schwer.
Markus schrieb:> Am Resetpin ist ein 4,7k Pullup.> Jetzt stellt der AVR die Arbeit beim Spannungsausfall ein und die> Schutzdioden im AVR sind vor zu großen Strömen geschützt.
Den Pullup gegen Vcc am Reset kannst Du Dir sparen; dieser Vorschlag ist
nicht sinnvoll. Falls sich der AVR über Inputs und Schutzdioden selbst
versorgen kann, liegt Vcc ebenfalls auf Plus, denn die Schutzdioden
leiten nach Vcc ab. Das ist ja gerade der Witz am ganzen
Sich-Selbst-Versorgen.
Aktiviere Brownout, dann schaltet sich der AVR schon ab, wenn Vcc nicht
mehr ausreicht. Und solange sie ausreicht (falls das in Deiner
Schaltung wirklich der Fall sein sollte), kann Dir's egal sein, woher
die Versorgung kommt.
Die Widerstände für die Schaltung lassen sich wie folgt berechnen:
Über R3 wird der PullUp-Widerstand für den AVR-IO eingestellt. Die
Spannung beträgt knapp 5V, 1mA ist ok => ~5kOhm.
Der Transistor hat auf jeden Fall nen Verstärkungsfaktor von 10, daher
reicht ein Basistrom von 100µA aus.
Wenn der Bewegungsmelder 12V liefert und du ca. 1mA ziehst, brauchst du
für R1 10kOhm.
Für R2 kannst du auch 10kOhm nehmen.
Als Transistor kannst du praktisch jeden npn Transistor verwenden.
Die genauen Werte von PullUp Widerständen sind nicht so wichtig. Hier
kannst du jeden Widerstand halbieren oder verdoppeln, es wird immer
funktionieren.
Gruß
PP