Streufeld kurzschliessen bei Ringkerntrafo ?

OP #1824118
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Hallo,

ich habe einen Ringkerntrafo aus einem KFZ-Audioverstärker neu bewickelt
(ca. 50kHz Schaltfrequenz). Wenn es ein normaler Trafo wäre (mit E Kern) 
wüsste ich wie man eine Kurzschlusswindung anbringt um das Streufeld zu 
schwächen. Aber geht das auch bei einem Ringkern ?

Vielen Dank !
OP #1824156
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"Fast nicht" ist aber schon relativ anzusehen, oder ?

Hintergrund ist durch den Trafo fliessen schon mal primär 30A und mehr, 
mit 50kHz. Und er ist nur 6cm von der nächsten Gegentaktendstufe 
entfernt.

Du brachtest mich auf eine Idee, hab sekundär kurzschlossen und primär 
die Induktivität gemessen. Nach fringeligen Nullabgleich meines LCR 
Meters kommen 0.2 uH raus, bei einem Kurzschluss einer halben 
Sekundärwicklung in einem Fall sogar 0.4uH. Primär hat offen 217 uH.
Kann ich daraus schliessen das das Streufeld zumindest 1/1000 beträgt ?
Moderator Persönliche Seite #1824434
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Robert D. schrieb:
> Na vorteilhaft ist es nicht, z.B. Gleichrichtung und Frequenzmischung an
> den PN Übergängen.

Und wie soll da von deinem Magnetfeld was hinkommen in entsprechenden
Größenordnungen?  Du hast ja als "Empfänger" maximal eine Viertel-
windung oder so.

Ich würde den Zinnober ja noch verstehen, wenn du über einen
Vorverstärker für dynamische Mikrofone im Millivoltbereich redest,
und dort vielleicht auch noch einen klassischen Symmetrierübertrager
dabei hast (wobei die ohnehin gut in Mu-Metall-Käfigen geschirmt
waren), aber bei einer Endstufe?

Außerdem sind 50 kHz mit 20 kHz gemischt immer noch 30 kHz und
damit weit jenseits des Hörbereichs.

MaWin schrieb:
> Deckel druff, Bonbondose.

Genau so sehe ich das auch.
OP #1824843
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Streufeld sind quasi magn. Feldlinien ausserhalb des Kernmaterials.
Wenn dieses Streufeld eine niederohmige und kurzgeschlossene Windung 
durchsetzt wird durch den induzierten Strom ein Gegenfeld aufgebaut das 
dem Streufeld entgegengerichtet ist und es schwächt. Das sind meist so 
breite Kupferbänder rund um den ganzen Trafo (d.h. einschliesslich 
Eisenkern).
Gast #1824988
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> Wirkt dieses Kurzschließen jetzt in Form von Wirbelströmem
> welche das Streufeld verheizen,

Ja.

> oder ist es tatsächlich wie eine weiterer Wickulng
> mit sehr geringer Windungszahl?

Nein. Der Strom wäre gigantisch.
Gast #1825117
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MaWin schrieb:
>> Wirkt dieses Kurzschließen jetzt in Form von Wirbelströmem
>> welche das Streufeld verheizen,
>
> Ja.
>
>> oder ist es tatsächlich wie eine weiterer Wickulng
>> mit sehr geringer Windungszahl?
>
> Nein. Der Strom wäre gigantisch.

Der ist gigantisch, würde ich meinen. Wie soll denn die platzierung 
gewickelt werden?

edit:

die Wicklung platziert werden, meinte ich
Gast #1825129
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Na eben gerade NICHT wie eine Windung.

Die "Dose" geht aussen um den Ringkern.
Die umfasst also 2 Ferritquerschnitte
und 2 gegensinnige Windungen der Trafo-Wicklung.
Eigentlich sollte sich das Magnetfeld der 2 gegensinnigen
Wicklungen aufheben.
Was sich nicht aufhebt, ist das Streufeld,
und geht in die Abschirmungswicklung.

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