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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzteil so brauchbar?


Autor: H. Schlemmer (Gast)
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Hallo,

ich versuche mich ml wieder als Netzteilbauer. Ich habe mal einen Plan 
für ein Linearnetzteil gemacht den ich jetzt aber gravierend modifiziert 
habe. Wäre nett wenn ihr mal einen Blick drauf werfen könntet und eure 
Meinung dazu abgebt.

Ue = ca. 19V DC
Ua = max. 10V

Zur schaltung:
-IC1A vergleicht die halbe Ausgangsspannung mit einer Gleichspannung und 
regelt sie über den Transistor aus. (Spannung an (-) > Uref ---> OPV 
lässt ausgangsspannung sinken -> Transistor schließt,  und so weiter)

Das ist auch der Punkt wo ich die größten bedenken habe, das 
Brummspannungen entstehen könnten.

-IC1B Verstärkt nur die über dem Shunt gemessene Spannung. Evtl kommt 
hier noch ein C rein, aber nur ein kleiner ;).

-IC1C Vergleicht den Gemessenen Strom mit einem Referenzwert. Sollte es 
zu viel werden lässt er den transistor durchsteuern  (Q1) der dem 
darlington das Basispotential klaut. Das ganze sollte sich dann dicht 
bei der Grenze I_max einregeln.

-R5 Ist die Grundlast, D5 Gegen kapazitive last, und D1 eine 
Freilaufdiode bei induktiver last.

-Ebenfalls geplant ist ein Relais das den ausgangschaltet (damit im 
einschaltmoment keine Undefinierten Spannungen am ausgang auftreten 
können.

Was sagt ihr dazu? Wird das was?


schönen abend noch ;)

Autor: Jens G. (jensig)
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Könnte auf den ersten Blick was werden.

Autor: Olibert E. (olibert)
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Die Halbwellengleichrichtung (D4) in Verbindung mit den knapp bemessenen 
Elko ist toedlich. Warum hast du keinen Brueckengleichrichter eingesetzt 
?

Autor: mhh (Gast)
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Olibert E. schrieb:
> Die Halbwellengleichrichtung (D4) in Verbindung mit den knapp bemessenen
> Elko ist toedlich.

Für die paar mA des LM324? Aber hallo...


@ H. Schlemmer (Gast)
Versuch mit paar nF als C5 auszukommen.

Autor: icke (Gast)
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Ich würde lieber eine Schaltung mit 7905 nehmen und auf jeden fall eine 
LED als Grundlast mit Dranhängen.

Autor: oszi40 (Gast)
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-Über Strom/Verlustleistung/Kühlkörper hat noch keiner gesprochen ?
P= U*I

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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mhh schrieb:
> Für die paar mA des LM324? Aber hallo...

für ein Einzelobjekt, eine Diode 5 Ct, eine Brück 20 Ct
......aber Hallo

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Woher kommt UE(+/-)?

Gruß,
Magnetus

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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Hallo,
danke erstmal für die anregungen.
der genannte teil der schaltung ist (7805) ist getestet und geht 
zuverlässig. Die 79er haben bei mir in der vergangenheit oft recht viel 
brummspannung gehabt. Ich werde es aber trotzdem in erwägung ziehen.

Ein 100NF als C5 würde sicher das Regelverhalten beschleunigen.
Der große bringt aber den vorteil das die ausgangsspannung etwas glatter 
ist. (vorallem bei kleiner brummspannung auf der steuerspannung). Hier 
werde ich den optimalen wert experimentieren.
Die Alteversion des netzteils mit 47µ funktioniert übrigens wunderbar.

Was mich vorallem interessiert ist eure meinung zu meiner OPV 
verschaltung.

schönen abend noch

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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Nachtrag:
Sorry das letzte Post kam zu spät für mich. Ue ist eine Pulsierende 
gleichspannung (Brückengleichrichter mit ordentlicher Glättung).

Autor: Ingo W. (Gast)
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Meiner Meinung nach, müsste der LM324 das sogar ohne negative 
Betriebsspannung schaffen. Der Gleichtakteingangsbereich geht bis unter 
die negative Betriebsspannung (in dem Falle dann Masse oder Minus UA) 
und die Ausgäge müssen hier auch nur "hoch" ziehen.
mfG ingo

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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@Inge_w: ja laut datenblatt sollte das gehen. aber ich hab in der 
vergangenheit die erfahrung gemacht das sich das blöde ding nicht ans 
datenblatt hält. In der Originalversion war ein 741er verbaut ;).

Ich denke die -5V  kosten nicht zu viel. (nur platz, das ist auch der 
grund für diode statt brücke, was natürlich besser wäre)

Ich bin inzwischen am überlegen den shunt etwas zu vergrößern um die 
spannungsverstärkung verringern zu können.

Autor: MaWin (Gast)
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C2 Autsch.

Du willst damit doch die Schaltung nicht stabil bekommen durch 
kapazitive Last. Mach's ordentlich, kapazitive Kopplung vom Ausgang des 
OpAmps auf den - Eingang des OpAmps.

D2 Autsch.

Wird am Ausgang Spannung generiert (Spule die abschaltet, Motor als 
Generator dran, Batterie dran), dann fliesst der ganze Strom durch 
BC337. Das macht der genau 1/100 Sekunde mit.

Im Prinzip brauchst du keine negative -6V Versorgung, da der LM324 bis 
Masse messen kann, und kein Ausgang von ihm näher als 1V an Masse kommen 
muss.

Mir scheinst, du stöpslest mal ein paar Bauteile zusammen "Die 
Alteversion des netzteils mit 47µ funktioniert übrigens wunderbar" und 
versuchst hinterher überhaupt nicht sie zu optimieren (also C5 so klein 
wie möglich damit das regeln so schnell wie möglich erfolgen kann).

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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ja in der tat, die altversion ist schon alt und wurde nciht mehr 
angefasst.

Mit Kapazitiver kopplung meinst du vermutlich den C zwischen PIN 1 und 2 
vom LM324 zu schalten. gute idee wird geändert.

D2 weglassen, wird gemacht. Das ist ein von denen die sich erübrigt 
haben (der regelteil sah früher weitgehend anders aus).

Ich habe leider kaum möglichkeiten das regelverhalten zu messen. Mir 
steht nur ein altes analoges Oszi zur verfügung. Daher kann ich die nur 
die Brummspannung messen. (oder gibt es da einen Weg den ich nicht 
kenne?

Autor: Stephan Henning (stephan-)
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> Ich denke die -5V  kosten nicht zu viel. (nur platz, das ist auch der
> grund für diode statt brücke, was natürlich besser wäre)

Ich wies ja nicht wieviel neg. Spannung Du für en OP brauchst. Oftmals 
helfen schon 0,7 oder 1,4V. Dann hilft es oft die Masse des Gerätes 
anzuheben.  Über 1 oder 2 Dioden von Masse zum Greatz. Dann hast Du 
zwischen "Masse" und Greatz -0,7 bis -1,4V. Wenn das hilft.

Autor: MaWin (Gast)
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> Mir steht nur ein altes analoges Oszi zur verfügung.

Super.

Bau einen Oszillator (NE555 an 9V Batterie) der einen MOSFET schaltet 
(z.B. mit 100Hz).

Dann lege diesen MOSFET über einen Widerstand an dein Netzteil als Last 
und lege einen zweiten Widerstand als dauernde Grundlast daneben. Nun 
siehst du auf dem Oszilloskop sehr schön, wie das Netzteil regelt, das 
Scope wird auf den NE555 synchronisiert.

Mal misst du, wie es eine Überschreitung des eingestellten Stroms 
reagiert, mal misst du, wie es bei Vollast reagiert und mal wie es im 
Leerlauf reagiert, und du kannst mit dem Scope auch noch 
Schaltungspunkte in der Schaltung begutachten.

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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@MaWin andenkopfhau auf die idee hätte ich auch kommen können, ne 
simple elektrische last. Wird beim neuen netzteil definitiv gemacht 
(wird das alte ersetzen). Ne Proffessionelle hab ich nciht aber so 
leicht, nen FGÜ hab ich, brauche nur das Mosfet und die Pollintüte mit 
den großen Widerständen XD



anbei hab ich mal den Stromlaufplan korregiert.

Nur den wert für den ausgangskondi hab ich vergessen anzupassen ;) Aber 
ich muss ja nur aus dem µ ein n oder ein p machen :)

Ich werde die tage das ganze auf ne Platine bringen und mal ausgiebig 
testen (mit E-Last)

Autor: MaWin (Gast)
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> die Pollintüte mit den großen Widerständen XD

Induktionsfreie Widerstände, denn sonst misst man Mist, nämlich nur die 
Reaktion einer geschalteten Spule.

Autor: MaWin (Gast)
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> anbei hab ich mal den Stromlaufplan korregiert.

Der Stromregelteil hat keinen C2, der ist nicht stabilisiert.

Wirst du dann ja merken....

Und die negative Hilfsspannung baruchst du deiner Meinung nach immer 
noch ?

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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Danke für die tipps, aber das mit den Induktionsfreien 
Widerständen,...puh und dann wird es schwer. Mal sehn ich werde einfach 
viele (verschiedene) testen :) Die Normalen Kohleschicht/Metallschicht 
mit 1/4 bis 1/2 sind doch induktionsfrei oder?

Autor: Jens G. (jensig)
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>viele (verschiedene) testen :) Die Normalen Kohleschicht/Metallschicht
>mit 1/4 bis 1/2 sind doch induktionsfrei oder?

Ja - weitgehend. Dafür aber nicht hitzefrei bei der zu erwartenden 
Leisung ...

Autor: Arno H. (arno_h)
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Überdenke noch mal die Beschaltung des freien OPVs.
Das Einstellen von R13 kann auch zum Spassfaktor beitragen.

Arno

Autor: H. Schlemmer (Gast)
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@MaWin ja die hilfsspannung möchte ich trotz allem lassen, ich muss auch 
keinen Extra Trafo dafür kaufen, der ist schon fest im gerät eingebaut 
(kommt auch nicht mit auf die Leiterplatte). Der Grund ist IC1C. Der 
Lm324 ausgang geht ja nicht bis 0V runter (wenn er mit GND und U+ 
betriben wird), daher bin ich nicht sicher ob der Transistor sauber 
dicht macht. (ob dem -5V über 100R an der Basis was ausmachen weiß ich 
leider auch nciht)

Ein C für die Strombegrenzung scheint mir durchaus auch sinvoll :) , ob 
ich ihn dann bestücke kann ich ja später entscheiden. Wird eingeplant. 
danke für den tipp.

@ Arno H. Was meinst du mit spaßfaktor? (einpaar festwiderstände werde 
ich tatsächlich noch mit anbauen damit der regelbereich kleiner wird)
Ich stelle mir das einstellen so vor:

Ich will ein netzteil mit 1A bauen. An 0,1R fällt dann 0,1V ab. Das 
ganze soll in einen AD, also Maxwert 5V. v=5V/0,1V = 50

also definierte eingangsspannung herstellen (strom von 100mA fließen 
lassen oder so) und ausgangsspannung des OPV`s darauf einstellen.

@Jens, ist schon klar, die menge von den dingern machts dann halt ;)

Autor: MaWin (Gast)
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> Der Lm324 ausgang geht ja nicht bis 0V runter (wenn er mit GND und
> U+ betriben wird), daher bin ich nicht sicher ob der Transistor
> sauber dicht macht.

Der LM324-Ausgang geht weit genug runter, um einen nachfolgenden 
Transistor auszuschalten, das ist ja das "besondere" an single supply 
OpAmps. Er kommt nicht deutlich unter 0.7V, wenn er Strom aufnehmen 
muss, aber wenn er ihn liefern soll, liefert er nix.

Ob man einen LM324 mit seiner Ungenauigkeit und Langsamkeit wirklich in 
einem Netzteil einsetzen soll, bloss weil er der allerbilligste OpAmp 
ist den es gibt, sei mal dahingestellt.


Gerade neulich ist mir ein 3CA58 in die Hände gefallen, muß ein CMOS 
Rail-To-Rail LM358 Ersatz von TI sein, den die ganze TI Website nicht 
kennt, offenbar mit bewusst ausgewählter Nummer weil die ganze 
Elektronikentwicklerbranche sich keine anderen OpAmps merken kann als 
LM324, LM358.

Autor: Michael (Gast)
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MaWin schrieb:
> Er kommt nicht deutlich unter 0.7V, wenn er Strom aufnehmen
> muss, aber wenn er ihn liefern soll, liefert er nix.

Also treffender hätte man es nicht formulieren können ;)

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