Hallo,
in einem älteren Ford sind die Audioleitungen zw. einem (neu verbautem)
Radio und DVD Wechsler jeweils als 2 symmetrische Leitungen ausgeführt,
wobei GND über die Fzg. Masse bezogen wird, also quasi eine XLR
Verbindung für jeden Kanal (3 Leitungen für links, drei Leitungen für
rechts):
+ (+ und - sind jeweils miteinander verdrillt/verdreht)
-
GND
Dieses würde ich nun gerne auf eine 3,5mm Klinkenbuchse legen, damit der
Nachwuchs auf den hinteren Bänken per Kopfhörer die Musik genießen kann,
ich am Radio (und somit den Fzg.-Lautsprechern) das ganze aber nur mit
geringer Lautstärke hören kann (oder darf ;=)).
Nun stellt sich mir die Frage, wie das ganze zu verschalten ist:
- die beiden Massen (die "identische" Fzg- Masse) zusammen auf den
vordersten/außenliegensten Kontakt der Klinkenbuchse
- die beiden - (minus) Leitungen auch auf GND/Masse legen
- den + von der L Leitung auf den hintersten/innenliegensten Kontakt der
Klinkenbuchse
- den + von der R Leitung auf den mittleren Kontakt der Klinkenbuchse
Bin mir jedoch extrem unsicher, ob ich einfach die beiden minus
Leitungen so ohne weiteres auf Masse/GND legen darf. Kennst sich evtl.
jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?
Danke und schönes Wochenende,
Hans
Bist du sicher, dass du da einfach so Kopfhörer anschliessen kannst?
Wie soll denn da dann die Lautstärke eingestellt werden?
> Kennst sich evtl. jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?
Es kommt ganz darauf an, wie der Treiber geschaltet ist. Bei einem
Trafoausgang ginge das schon, aber du hast wohl eher einen aktiven
Treiber, und bei dem kannst du die - Leitungen nicht einfach so
zusammenlegen...
Und du selber willst ja offenbar auch noch was von der Musik, dann kommt
die Frage auf, wie der Eingang mit den zusammengeschalteten - Leitungen
klarkommt...
>Bin mir jedoch extrem unsicher, ob ich einfach die beiden minus>Leitungen so ohne weiteres auf Masse/GND legen darf. Kennst sich evtl.>jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?
Wenn das echte symmetrische LLeitungen sind, dann geht das in der Regel
nicht, weil die + und - Leitung beide von Verstärkerausgängen getrieben
werden. Die beiden Leitungen unterscheiden sich ja nur in der Polarität:
Hat die + Leitung beispielsweise gerade +1V gegenüber GND, dann hat die
- Leitung gerade -1V.
Bau doch einfach einen kleinen Kopfhörerverstärker, den du auch an die
symmterische Leitung zwischen Autoradio nd DVD-Player hängst. Gib ihm
soviele Ausgänge, wie du Kinder hast und mache die Lautstärke
einstellbar.
Kai Klaas
Hallo,
erst mal: Respekt für die Geschwindigkeit ;=)
@Lothar:
- Lautstärke sollte sich (hoffentlich) durch ein einfaches Poti regeln
lassen, kenne das zumindest so von früher (lang, lang ist es her...)
- und genau solche Einschränkungen habe ich befürchtet. Wunsch:
Kopfhörer rein, Radio-LS runter drehen und Kinder können bei sich am
Poti selber regelen (evtl. noch einen R davor um die max. LS zu
begrenzen), Radio LS hoch drehen und all hören mit.
Innenbeschaltung der beteiligten Geräte kenne ich nicht, da es aber
"moderner" Elektrokrempel ist, gehe ich nicht von Trafos im Audiopfad
aus.
@Kai:
- muss ich prüfen. Kann ich allerdings erst übernächste Woche machen, da
sind die Nachbarn wieder da (2-Kanal Oszi). Denke aber, dass dies so
ist, andernfalls würde das verdrillen der + und - Leitung keinen Sinn
ergeben.
- Kopfhörerverstärker mit symmetrischem Eingang und Stereoausgang...
Hmm, muss ich erst mal googeln und schauen welche OPVs dafür in Frage
kommen.
Projekt ruht erst einmal bis übernächste Woche Montag, muss erst mal
messen was auf den Leitungen genau für Spannungen/Signale liegen.
Danke euch beiden,
Hans
Hans Mayer schrieb:> - Lautstärke sollte sich (hoffentlich) durch ein einfaches Poti regeln> lassen, kenne das zumindest so von früher (lang, lang ist es her...)
Da habe ich den Verdacht, dass die Leistung/der Pegel auf der
Signalleitung einfach zu gering ist (bzw. die Impedanz zu hoch), um
damit direkt einen oder gar mehrere Kopfhörer betreiben zu können.
> ... schauen welche OPVs dafür in Frage kommen.
Jeder, der mit der angebotenen Versorgungsspannung klarkommt. Du mußt
für die Eingangsstufe ja nur einen Differenzverstärker aufbauen. Und
danach eine klassische AB-Endstufe. Das sollte mit 10 Bauteilen zu
schaffen sein... ;-)
Je nach Kopfhörer werden die Kabel der beiden Ohrmuscheln erst im
Klinkenstecker zusammengeführt. Das bietet die Möglichkeit, den
Originalstecker zu entfernen und entweder durch einen entsprechenden
mehrpoligen Kopfhörerstecker zu ersetzen oder getrennte Klinkenstecker
für links und rechts anzuschließen.
Früher gab es hierfür den sog. Würfelstecker als Variation des
DIN-Audiosteckers, insbesondere auch in der stapelbaren Version von
Sennheiser. Damit konnte man dann sogar mehrere Köpfhörer an einen
Ausgang anschließen. Aber leider sind Würfelstecker kaum noch
erhältlich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Würfelstecker
Die "-"-Leitungen darf man aus den schon genannten Gründen vermutlich
nicht miteinander verbinden. Ggf. kannst Du ja einmal nachmessen, ob sie
schon im Vorverstärker miteinander verbunden sind.
Baut man sich ein Widerstandnetz (Spannungsteiler), um die "-"-Leitung
zu verbinden, kann das funktionieren, aber die Kanaltrennung reduziert
sich damit (je nach Impedanzverhältnis von Spannungsteiler zu Kopfhörer)
auf -12dB bis -6dB, was nicht wirklich toll ist.