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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Audio 2xsymmetrisch auf 1 x 3,5mm Stereo Klinkenbuchse


Autor: Hans Mayer (Gast)
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Hallo,

in einem älteren Ford sind die Audioleitungen zw. einem (neu verbautem) 
Radio und DVD Wechsler jeweils als 2 symmetrische Leitungen ausgeführt, 
wobei GND über die Fzg. Masse bezogen wird, also quasi eine XLR 
Verbindung für jeden Kanal (3 Leitungen für links, drei Leitungen für 
rechts):
+ (+ und - sind jeweils miteinander verdrillt/verdreht)
-
GND
Dieses würde ich nun gerne auf eine 3,5mm Klinkenbuchse legen, damit der 
Nachwuchs auf den hinteren Bänken per Kopfhörer die Musik genießen kann, 
ich am Radio (und somit den Fzg.-Lautsprechern) das ganze aber nur mit 
geringer Lautstärke hören kann (oder darf ;=)).
Nun stellt sich mir die Frage, wie das ganze zu verschalten ist:

- die beiden Massen (die "identische" Fzg- Masse) zusammen auf den 
vordersten/außenliegensten Kontakt der Klinkenbuchse
- die beiden - (minus) Leitungen auch auf GND/Masse legen
- den + von der L Leitung auf den hintersten/innenliegensten Kontakt der 
Klinkenbuchse
- den + von der R Leitung auf den mittleren Kontakt der Klinkenbuchse

Bin mir jedoch extrem unsicher, ob ich einfach die beiden minus 
Leitungen so ohne weiteres auf Masse/GND legen darf. Kennst sich evtl. 
jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?

Danke und schönes Wochenende,

Hans

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Bist du sicher, dass du da einfach so Kopfhörer anschliessen kannst?
Wie soll denn da dann die Lautstärke eingestellt werden?

> Kennst sich evtl. jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?
Es kommt ganz darauf an, wie der Treiber geschaltet ist. Bei einem 
Trafoausgang ginge das schon, aber du hast wohl eher einen aktiven 
Treiber, und bei dem kannst du die - Leitungen nicht einfach so 
zusammenlegen...
Und du selber willst ja offenbar auch noch was von der Musik, dann kommt 
die Frage auf, wie der Eingang mit den zusammengeschalteten - Leitungen 
klarkommt...

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Bin mir jedoch extrem unsicher, ob ich einfach die beiden minus
>Leitungen so ohne weiteres auf Masse/GND legen darf. Kennst sich evtl.
>jemand mit symmetrischen Audioverbindungen aus?

Wenn das echte symmetrische LLeitungen sind, dann geht das in der Regel 
nicht, weil die + und - Leitung beide von Verstärkerausgängen getrieben 
werden. Die beiden Leitungen unterscheiden sich ja nur in der Polarität: 
Hat die + Leitung beispielsweise gerade +1V gegenüber GND, dann hat die 
- Leitung gerade -1V.

Bau doch einfach einen kleinen Kopfhörerverstärker, den du auch an die 
symmterische Leitung zwischen Autoradio nd DVD-Player hängst. Gib ihm 
soviele Ausgänge, wie du Kinder hast und mache die Lautstärke 
einstellbar.

Kai Klaas

Autor: Hans Mayer (Gast)
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Hallo,

erst mal: Respekt für die Geschwindigkeit ;=)

@Lothar:
- Lautstärke sollte sich (hoffentlich) durch ein einfaches Poti regeln 
lassen, kenne das zumindest so von früher (lang, lang ist es her...)
- und genau solche Einschränkungen habe ich befürchtet. Wunsch: 
Kopfhörer rein, Radio-LS runter drehen und Kinder können bei sich am 
Poti selber regelen (evtl. noch einen R davor um die max. LS zu 
begrenzen), Radio LS hoch drehen und all hören mit.
Innenbeschaltung der beteiligten Geräte kenne ich nicht, da es aber 
"moderner" Elektrokrempel ist, gehe ich nicht von Trafos im Audiopfad 
aus.

@Kai:
- muss ich prüfen. Kann ich allerdings erst übernächste Woche machen, da 
sind die Nachbarn wieder da (2-Kanal Oszi). Denke aber, dass dies so 
ist, andernfalls würde das verdrillen der + und - Leitung keinen Sinn 
ergeben.
- Kopfhörerverstärker mit symmetrischem Eingang und Stereoausgang... 
Hmm, muss ich erst mal googeln und schauen welche OPVs dafür in Frage 
kommen.

Projekt ruht erst einmal bis übernächste Woche Montag, muss erst mal 
messen was auf den Leitungen genau für Spannungen/Signale liegen.

Danke euch beiden,

Hans

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Hans Mayer schrieb:
> - Lautstärke sollte sich (hoffentlich) durch ein einfaches Poti regeln
> lassen, kenne das zumindest so von früher (lang, lang ist es her...)
Da habe ich den Verdacht, dass die Leistung/der Pegel auf der 
Signalleitung einfach zu gering ist (bzw. die Impedanz zu hoch), um 
damit direkt einen oder gar mehrere Kopfhörer betreiben zu können.

> ... schauen welche OPVs dafür in Frage kommen.
Jeder, der mit der angebotenen Versorgungsspannung klarkommt. Du mußt 
für die Eingangsstufe ja nur einen Differenzverstärker aufbauen. Und 
danach eine klassische AB-Endstufe. Das sollte mit 10 Bauteilen zu 
schaffen sein... ;-)

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Je nach Kopfhörer werden die Kabel der beiden Ohrmuscheln erst im 
Klinkenstecker zusammengeführt. Das bietet die Möglichkeit, den 
Originalstecker zu entfernen und entweder durch einen entsprechenden 
mehrpoligen Kopfhörerstecker zu ersetzen oder getrennte Klinkenstecker 
für links und rechts anzuschließen.

Früher gab es hierfür den sog. Würfelstecker als Variation des 
DIN-Audiosteckers, insbesondere auch in der stapelbaren Version von 
Sennheiser. Damit konnte man dann sogar mehrere Köpfhörer an einen 
Ausgang anschließen. Aber leider sind Würfelstecker kaum noch 
erhältlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Würfelstecker

Die "-"-Leitungen darf man aus den schon genannten Gründen vermutlich 
nicht miteinander verbinden. Ggf. kannst Du ja einmal nachmessen, ob sie 
schon im Vorverstärker miteinander verbunden sind.

Baut man sich ein Widerstandnetz (Spannungsteiler), um die "-"-Leitung 
zu verbinden, kann das funktionieren, aber die Kanaltrennung reduziert 
sich damit (je nach Impedanzverhältnis von Spannungsteiler zu Kopfhörer) 
auf -12dB bis -6dB, was nicht wirklich toll ist.

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