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Forum: Offtopic Luftreiniger / Staub loswerden


Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Hallo,

ich wohne in Karlsruhe zwischen drei Hauptverkehrsadern und seit ein 
paar Monaten zwei Baustellen. Mit dem Baustellen hat die Staubbelastung 
extremst zugenommen. Wenn ich früher alle zwei Wochen mit dem Swiffer 
den Staub gewischt habe, muss ich das mindestens ein Mal die Woche 
machen. Noch schlimmer trifft es die Rechner. Ich habe bei mir im Home 
Office ein kleines Rack mit 1-3 Servern stehen. Etwa 30m^3/h der 
Kühlluft wird zwischen der Tür und Rahmen eingelassen. Nach rund 72 
Stunden habe ich dort bereits einen sichtbaren Streifen Staub liegen. 
Okay, ich möchte aus meiner Wohnung zwar keinen Reinraum machen, ich 
möchte sie aber etwas sauberer halten können.

Im Internet habe ich einige Luftreiniger gefunden. Den Venta Luftwäscher 
habe ich ausprobiert. Geholfen hat es nicht, die Luft wurde nur 
feuchter. Aber es gibt noch andere

z.B.
http://www.oeko-planet.de/luftreiniger/hepa-filter...

oder
http://www.oeko-planet.de/iqair/index.php


Was haltet ihr von den Geräten? Ich denke, es reicht einfach aus, ein 
entsprechend hohes Luftvolumen durch einen Filter zu jagen. Aber es gibt 
ja auch andere Systeme, die mit ionisierter Luft arbeiten. Meint ihr, 
die Dinger helfen?

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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Systeme mit Papier oder Stofffilter werden dir nicht viel nutzen,
denn dann ist der Filter ruck zuck wieder dicht und muss dauernd
gewechselt werden.
Ich hab mal was von einer Hochspannungsbarriere gelesen die ich mal
zum lackieren einsetzen wollte. Aus Kostengründen wurde leider nichts
draus. Kann sein das damit das mit ionisierter Luft gemeint ist.
Googel mal danach.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Mike Hammer schrieb:

>Ich hab mal was von einer Hochspannungsbarriere gelesen die ich
>mal zum lackieren einsetzen wollte.

Mit sowas arbeiten doch auch Fahrzeughersteller bei den Lackieranlagen, 
und zwar wohl schon gut ein halbes Jahrhundert. Eine kleine Anlage zum 
Einfangen von Feinstaub und Aerosolen fände ich auch in meiner Wohnung 
ganz nett. Vielleicht würde eine Tapete teilweise aus Alufolie reichen, 
mit einem kleinen Hochspannungsgenerator mit etwa 20kV. Hochohmig und 
nicht lebensgefährlich natürlich. Über den praktischen Aufbau bin ich 
mir noch nicht ganz klar. Welche Ladung haben die schwebenden Teilchen? 
Brauche ich großflächige positive wie auch negative Flächen? Es ersparte 
immerhin zyklisches Staubwischen. Da sind sicher noch Experimente nötig.

Einen wasserbasiertes Filter, wobei mit wirklich hohem Druck kleinste 
Luftbläßchen in einem Wasserbad erzeugt werden, sowas könnte es noch 
bringen. Denn die modellmäßig angenommene Kugel von Luftbläßchen, hat 
ein Verhältnis Oberfläche zu Volumen. Und dieses verbessert sich mit 
kleiner werdendem Radius, sodaß kleinste Bläßchen eine Verschmutzung 
besser an das Wasser abgeben.

Sorry, ich denke als Ing. immer zuerst daran, wie man sowas selbst 
realisieren könnte, und die physikalischen Hintergründe, bevor ich was 
kaufe.

Ich bin real wirklich überfragt, aber das sind mal ein paar 
Überlegungen, einfach nur ein Beitrag zur Anregung...


Dimitri Roschkowski schrieb:

>Was haltet ihr von den Geräten?

Der eine braucht Ersatzfilter, der andere ist schweineteuer. Wenn Geld 
keine Rolle spielt, such mal weiter nach Tests zum teueren Gerät.

Autor: R. G. (register)
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Habe aufgrund Pollenallergie zwei getestet:

Honeywell Raumluftfilter (+Aktivkohle):
 Riecht etwas nach Kunststoff, ist zu laut zum Schlafen. Keine frische 
Luft, da nur umwälzend.

Ikea Patrull
 ins Fenster gebaut da obiger saubere aber verbrauchte Luft schafft und 
umwälzt. Leise genug zum Schlafen, Rundschaltsignale hörbar, aber für 
Montage an Fenster zur Straße nicht schalldämmend genug.
Einigermaßen frische Luft, der Filter ist aber wohl nur für Betrieb im 
Lot gedacht. Filter ist eine Patrone mit aufgehängten Fasern. Hatte den 
Eindruck, dass nicht ganz "dicht" (Fasern haben sich so gelegt, dass 
Lücke dazwischen).
War nach einem Vierteljahr ziemlich schwarz.

Elektrostatische Filter interessant, aber nur für Abgaswaschen gefunden. 
Gefahr der Ozonbildung durch Ionisierung. Industrielle Filter in 
mehreren Stufen auch eine Möglichkeit. Massenprodukt: Luftfilter im 
Auto, Staubsaugerfilter (HEPA).

Den Krempel dann noch brauchbar in bestehende Häuser einzubauen ohne zu 
verschandeln: schwierig.

Die Dinger mit Wasser verkeimen wohl schnell und schaden dann mehr als 
sie nützen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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R. G. schrieb:

>Die Dinger mit Wasser verkeimen wohl schnell und schaden
>dann mehr als sie nützen.

Könnte man Wasser nicht in einen pH-Zustand bringen, in dem es nicht 
verkeimt? Salz, wäre auch antibakteriell und pH-neutral.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Der eine braucht Ersatzfilter, der andere ist schweineteuer. Wenn Geld
> keine Rolle spielt, such mal weiter nach Tests zum teueren Gerät.

Seit wann spielt bei uns Ings Geld keine Rolle? ;)
Aber auch das teure Gerät würde noch im Rahmen liegen. Beide brauchen 
übrigens Ersatzfilter. beim günstigem kostet ein Filter 30€ für ein 
halbes Jahr, bei dem teuren 300€ für 1-2 Jahre. Was mich an dem teuren 
Gerät etwas stört, ist dass es ein Stiftung-Warentest gibt mit einem 
"Sehr Gut", nur der Test ist von 1998 - also 12 Jahre alt. Da fragt man 
sich, ob die Technik in dem Gerät auch mind. 12 Jahre alt und nicht 
verbessert wurde. In den letzten Jahren hat sich bei den Motoren und 
Schalldämmstoffen sehr viel getan.

R. G. schrieb:
> Den Krempel dann noch brauchbar in bestehende Häuser einzubauen ohne zu
> verschandeln: schwierig.

Ich habe momentan nur eine 56qm 2 Zimmer Wohnung. Ein Haus ist zwar 
momentan in Planung, allerdings wird es damit in den nächsten 2-3 Jahren 
nichts. Bei einem Haus wäre ein Lüftungskonzept ansich kein Problem. Da 
werde ich das Haus so gestalten, dass die Frischluft vorher über einen 
HEPA Filter und evtl. durch eine UV Lampe gejagt wird. Aber noch ist es 
leider nicht soweit.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Mit sowas arbeiten doch auch Fahrzeughersteller bei den Lackieranlagen,
> und zwar wohl schon gut ein halbes Jahrhundert. Eine kleine Anlage zum
> Einfangen von Feinstaub und Aerosolen fände ich auch in meiner Wohnung
> ganz nett. Vielleicht würde eine Tapete teilweise aus Alufolie reichen,
> mit einem kleinen Hochspannungsgenerator mit etwa 20kV.

Ist es jetzt wirklich die ionisierung? Ich habe mich mal mit dem Thema 
etwas befasst und die Meinungen im Web sind da sehr unterschiedlich. Die 
Theorie dahinter ist, dass die Staubpartikel, Bakterien & co. alle 
positiv geladen sind. Die Geräte erzeugen negativ geladene Ionen, die 
dann mit den positiven reagieren und Cluster bilden, die schwer sind und 
zu Boden sinken.

Auf der anderen Seite erzeugen die Geräte Ozon. Und Ozon ist nicht 
gerade gesundheitsfördernd. Ich habe hier noch eine Seite mit einer 
Studie gefunden, von der ich nicht wirklich weiß, was ich halten soll. 
Angeblich soll geladene Luft krebserregend sein.
http://www.ipn.at/ipn.asp?BPP

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Rauch in Moskau:

Sowas ist aus der Bastelkiste schnell zusammengepuzzlet und vielleicht 
hilfts wirklich. Eiswürfel kann man weglassen wenn man die Luft nur 
waschen möchte:
http://necromant.ath.cx/wp/?p=214

Autor: Der Hotte (Gast)
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Das Ozon-Problem gibt es eingentlich nur bei Elektroabscheidern mit 
positiver Coronaentladung, und die werden wenn überhaupt sowieso nur in 
der industrie eingesetzt

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Oliver Stellebaum schrieb:
> Sowas ist aus der Bastelkiste schnell zusammengepuzzlet und vielleicht
> hilfts wirklich.

Ich verstehe das Funktionsprinzip von dem Ding nicht so ganz. Wozu habe 
ich eine Pumpe und gleichzeitig einen Kühler? Vor einiger Zeit hat meine 
Freundin mal im Teleshop einen Staubsauger mit Wasserfilter gesehen. Ich 
bin nach wie vor skeptisch, ob so etwas funktioniert. Vor allem, wenn 
viele Modelle zusätzlich noch einen HEPA Filter hinter dem Wasserfilter 
sitzen haben. Also denke ich, dass die Leistung des Filters nicht 
wirklich groß sein kann. Wobei ich bei einem Staubsauger auch ein viel 
größeres Luftvolumen habe.


Wie ich bereits in meinem Anfangsposting erwähnt habe, hatte ich mal für 
3 Monate einen Luftwäscher von Venta zu Hause. Resultat war Null, nur 
die Luft wurde extremst feucht und im kalten Winter hat sich 
Kondenzwasser auf den Außenwänden gebildet. Das Prinzip des Gerätes war, 
dass oben auf dem Gerät ein großer Ventilator angebracht war, der die 
Luft von oben angesaugt hat. Darunter waren Lamellen angebracht, die 
sich langsam drehten. Diese Lamellen waren mit Wasser benetzt, außerdem 
bildete sich ein Wasserfilm zwischen den einzelnen Lamellen (wie bei 
Seifenblasen). Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Der Staub sollte 
an dem Wasserfilm hängen bleiben. Dummerweise ging die Wirkung gegen 
Null, das Gerät war aber ganz schön laut.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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@ Dimitri Roschkowski

Das hört sich aber nicht wie ein Filter, sondern wie ein Luftbefeuchter
an.
Industrielle Geräte versprühen im Luftströmungskanal Wasser, welche
die Staubpartikel fangen und so auswaschen. Dadurch erspart man sich
einen/mehrere Filterwechsel. Allerdings blasen die Anlagen nach draußen
um die Schadstoff-Emission zu reduzieren, was der tiefere Sinn dieser 
Anlagen sein dürfte. Ansonsten müsste man hinter deinem Luftwäscher 
einen Lufttrockner platzieren. Das würde aber ganz schön was kosten und
ob das auch so 100% funktioniert sei auch mal dahin gestellt.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Mike Hammer schrieb:
> Das hört sich aber nicht wie ein Filter, sondern wie ein Luftbefeuchter
> an.

Ich hab das Ding ja nicht gebaut sondern nur als Testbestellung 
bestellt. Musste "nur" die Pflegemittel + Reinigung zahlen, wenn ich 
nicht zufrieden war.

Wenn ich jetzt deinen Beitrag richtig verstehe, habe ich z.B. ein Kanal, 
in dem ich an einer Stelle Wasser versprühe. Etwas / Viel weiter hinten 
fange ich das Wasser wieder auf. Durch diesen Kanal vor diesem Kanal 
bringe ich einen Lüfter an. Das Wasser, das ich aufgefangen habe, leite 
ich durch einen Kohlefilter, um es so wieder aufzubereiten (z.B. einen 
Britta Wasserfilter) und bringe es in den Kreislauf wieder zurück.

An so einem Aufbau sehe ich eigentlich zwei Probleme:

1) Wenn ich die Dimensionen richtig verstanden habe, werde ich damit 
kleine Partikel nicht los, aber einen großteil größerer Partikel. 
Hierfür sind weitere Filter notwendig

2) Ich bekomme aus der Anlage feuchte Luft heraus. Im Sommer geht es 
eigentlich, im Winter bildet sich jedoch Kondensat an kühlen stellen des 
Raumes => Schimmelbildung. Außerdem kann ich z.B. keinen HEPA Filter als 
zweite Stufe einsetzen, da er sofort feucht werden und verstopfen würde.

Autor: Mike Hammer (-scotty-)
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>1) Wenn ich die Dimensionen richtig verstanden habe, werde ich damit
>kleine Partikel nicht los
Das könnte von der Tröpfchengröße abhängen. Je feiner die Zerstäubung
desto feinere Partikel könnte gefangen werden, denke ich.
Manchmal werden auch mehrere Stufen hintereinander betrieben. Wie das 
genau gemacht wird weiß ich auch nicht. In Fachartikeln hab ich mal was 
darüber gelesen, ist aber schon etwas her.
>2) Ich bekomme aus der Anlage feuchte Luft heraus.
Deshalb ja auch ein Luftentfeuchter. Ich hab zwei Geräte für so was.
Eins ist so eine schwarze Kunststoffbox mit irgendwelchen Scheiben
drin die das wohl bewirken sollen (Lüfter ist mit eingebaut).
Das zweite ist so ein Chinagerät das ich unter der Hand gekauft habe.
Darin ist ein Endlosband das von einem Motor wie ein Rollo von oben
nach unter umlaufend über einer Auffangschale angetrieben wird.
Ein Lüfter sorgt für den Luftaustausch und das war es schon. Dann
ist noch ne simple Steuerung eingebaut. Ob es funktioniert weiß
ich nicht, war noch keine Gelegenheit dazu.

Autor: Sophie Fenske (fenni)
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Guten Tag zusammen,
da ich auch Allergiker bin sind Luftreiniger für mich bei mir in der 
Wohnung nicht mehr wegzudenken.
Gute Erfahrungen habe ich mit diesem :
http://www.purenature.de/shop/k191/luftreiniger.html
Blueair 203
Vorher hatte ich mal billige ausprobiert, aber das war nichts.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ein interessantes Prinzip ist auch der Fliehkraftabscheider. 
Problematisch dürfte allerdings die Lärmbelastung sein...

http://de.wikipedia.org/wiki/Fliehkraftabscheider

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