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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Zenerdioden haben zu niedrige Sperrspannung


Autor: Paul H. (powl)
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Hi,

ich habe hier jeweils 5x die dicken 1,3W Zenerdioden von Reichelt mit 
den Sperrspannungen 3,3; 3,6; 3,9; 4,3; 4,7...

Die brauche ich, um ein Kondensatornetzteil für einen Strom von 5mA und 
eine Spannung von 3,3V aufzubauen, also nahm ich die 3,3V Zenerdiode. 
Seltsamerweise hatte das Netzteil dann nur 2,7V, d.h. die Sperrspannung 
der 3,3V Zenerdiode beträgt auch nur 2,7V und nicht 3,3V? Ebenso 
verhalten sich alle Dioden außer die 4,7er. Immer ist die Sperrspannung 
ein paar zehntel Volt niedriger als angegeben. Nur die 4,7er kam mit 
4,66V tatsächlicher Sperrspannung recht nahe an den Nennwert ran.

Ist das normal? Hab ich Zenerdioden aus ner komischen Charge? Dieses 
Verhalten fällt mir heute übrigens nicht zum ersten mal auf.

mfg PoWl

: Verschoben durch Admin
Autor: mhh (Gast)
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Paul Hamacher schrieb:
> Ist das normal?

Ja. Schau mal ins Datenblatt, welcher Strom da fließen muss für 
Nennspannung.
Bei 5mA könntest Du auf einen TL431 umschwenken.

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Da musst du ins Datenblatt hinein schauen, dort steht bei welchem Strom 
die Zenerspannung erreicht wird.

Autor: Joachim K. (minifloat)
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Bei Wikipdia steht dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Zener-Diode
>Bei Avalanche-Dioden ist der Knick der Kennlinie stärker ausgeprägt.

Ich habe ein paar USB-Devices mit dem 
http://obdev.at/products/vusb/projects.html "V-USB" gebaut. Ein 
USB1.1-Client wird da in Software implementiert. Da verwenden die 
teilweise auch 3,6V Zenerdioden um
die Bus-Spannung auf 3,3V zu begrenzen.

mfg mf

Autor: Jens G. (jensig)
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Guck mal in einige Datenblätter solcher Z-Dioden. Da finden sich oft 
auch Diagramme, die zeigen, welche Z-Spannung sich bei welchem Z-Strom 
aufbaut. Du wirst überrascht sein, wie "weich" Z-Dioden für unter rund 
5V sind.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Das Bild im Anhang zeigt, wie sehr die Zenerspannung vom Zenerstrom 
abhängt. Ist hier zwar nur eine 500mW Zenerdiode, aber die Tendenz ist 
die gleiche.

Kai Klaas

Autor: A. K. (prx)
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Was man daran gut erkennt: Wer Z-Dioden unterhalb von ca. 5V verwendet, 
der muss entweder sehr tolerant gegenüber der Spannung sein, oder 
betreibt sie bei weitgehend konstantem Strom.

Das passt auch ganz gut zur Technik, denn bei ca. 5V wechselt der 
zuständige Effekt, bis dahin Zener-Effekt, darüber Avalanche-Effekt. 
Drum heissen die Dinger summarisch auch Z-Diode, nicht wie oft genannt 
Zenerdiode.

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