Mach eure Arbeit Sinn?
Vielfach kann einem die Arbeit ja Spaß machen. Die Frage ist aber: macht
die eigene Arbeit auch Sinn?
Wenn man z.B. in der Automobilindustrie arbeitet, sorgt man dafür, dass
die Autos auf irgendeine Art bequemer werden.
Autos gibt es aber schon ewig und mir stellt sich die Frage, ob das
ewige Verbessern dieses Gebrauchsartikels für die Gesellschaft wirklich
Sinn macht.
Arbeite im Bereich Elektromobilität, ich glaube das das halbwegs Sinne
macht für die Gesellschaft.
Selbst mehr Bequemlichkeit kann Sinn machen, solange du dein Geld damit
verdienst und so die Wirtschaft ankurbelst.
Kann ja nicht jeder Arzt, Krankenschwester oder Entwicklungshelfer in
einem Land der Dritten Welt sein.
Hauptsache es macht für dich einen Sinn.
Guten Morgen, auf geht's !
Ich habe Messgeräte (mit-)entwickelt, die zur Akustik- und
Schwingungsanalyse in der Automobilindustrie verwendet werden.
Anwendungsbeispiel:
- Klangoptimierung Türschließen
- neue Harley Motoren so knatterig und laut machen wie die alten.
noch Fragen? :)
Gab natürlich meistens sinnvolle Anwendungen, aber ich bin auch nicht so
ein Auto-Fan.
herbert schrieb:> Vielfach kann einem die Arbeit ja Spaß machen. Die Frage ist aber: macht> die eigene Arbeit auch Sinn?
Für den Fall, daß es doch kein Troll-Versuch ist: Denk' besser nicht
über diese Art von Fragen nach !
Oder wie ein ehemaliger Professor, heute Vorstandsmitglied bei einem
deutschen Halbleiterhersteller, zu sagen pflegte: Sinnvoll ist alles,
was Geld bringt.
Gute Frage :). Ich denke es wird keiner, der mit seinem Job zufrieden
ist, sagen, dass die Arbeit keinen Sinn macht. Die Frage ist immer nur
für wen. Für Dich macht sie Sinn weil Du damit dein Geld verdienst. Wenn
Du Arbeitsplätze verlagerst (siehe vorheriger Post) dann macht die
Arbeit Sinn für die Firma, vielleicht nicht für das Land.
Ich mache derzeit Papierkram weil sich das Finanzamt das so ausgedacht
hat. IMHO macht es keinen Sinn wegen ein paar Cent so einen Aufwand zu
betrieben. Aber was solls, muss gemacht werden. Ich freue mich mehr auf
die kreative Zeit, die dann hoffentlich bald kommt :).
Ist doch eine Frage der Lebenseinstellung. Ein Philosoph, Schöngeist
oder auch Künstler empfindet unsere Arbeit als sinnlos. Vielleicht hat
er auch Recht. Während er in der Bretagne liegend Rotwein schlürfend
über die Welt nachdenkt oder ein Buch schreibt/ Bild malt, sitzen wir im
Büro, um das Licht noch heller, das Auto µs schneller beschleunigend
machen oder an Word eine weitere selten genutzte Funktion anbauen.
Frage: Wer lebt länger oder hat die bessere Lebensqualität? Geld spielt
ab einem bestimmten Grundbedarf erfüllenden Betrag keine Rolle mehr. Nur
das zählt.
Pragmatische Antwort: wenn wir damit Geld verdienen, heißt es doch, dass
die Arbeit, wenn auch vielleicht nicht für die gesamte Gesellschaft,
doch zumindest für irgendwen soviel Sinn macht, dass er sogar Geld dafür
zahlt.
Florian *.* schrieb:> Arbeitsplatzverlagerung in Schwellenlaender.>> Oehh...
Macht durchaus Sinn.
Für den Arbeitgeber, der spart, und für die Leute in den
Schwellenländern.
Man kann es halt nicht allen recht machen :-)
>Oder wie ein ehemaliger Professor, heute Vorstandsmitglied bei einem>deutschen Halbleiterhersteller, zu sagen pflegte: Sinnvoll ist alles,>was Geld bringt.
Dem möchte ich vehement widersprechen.
Meine These ist folgende:
Unser Gesellschaftssystem steckt in einer Krise. Und zwar in einer
unlösbaren. Die einzige Möglichkeit der Krise zu entkommen, ist eine
völlige Veränderung der bisherigen Entwicklungsziele. Bis jetzt wagt es
keiner und es hat keiner die Phantasie hier eine Lösungsmöglichkeit zu
formulieren.
Die Produktivitätssteigerungen der letzten Jahrzehnte haben für uns
Ingenieure keine Erleichterung in Form von mehr Freizeit gebracht,
sondern in Form von Arbeitslosigkeit für die Einen und in Form von
Überlastung für die Anderen.
Ich möchte den Sinn an der Arbeit an dem Maß festmachen, in wie weit es
den Menschen mehr Freizeit, mehr Zufriedenheit und mehr Wohlstand
bringt.
In Deutschland haben wir das Problem der Überalterung der Gesellschaft,
der daraus folgenden Rente mit 67 und der sich damit zwingend ergebenden
Altersarmut. Riesterrente als Altersicherung und ähnliche Vorsorge sind
reine Augenwischerei der Politik, die sich real für die größten Teile
der Bevölkerung nicht umsetzten lassen.
Wir haben die noch verdeckt lauernde Finanzkrise ( von der schon viele
meinen sie sei vorbei, dabei ist es nur logisch, dass die hunderte von
Millarden Euro nicht einfach ohne irgendeine massiver Rückwirkung zu
haben beglichen werden konnten ). Wer glaubt, die "größte Krise seit dem
ersten Weltkrieg" ließe sich mit ein wenig Kurzarbeit und Finanzspritzen
der Staaten aus der Welt schaffen, ist naiv.
Deshalb sage ich: Es müssen grundsätzlich andere Lösungsmöglichkeiten
für unsere Gesellschaft gefunden werden.
Ich schlage dazu folgendes vor: Die Bildung einer autonom
funktionierenden Kommune.
Ich weiß, Kommunenansätze gab es schon viele und Sie haben immer den
Anspruch von etwas öko-mäßigen.
Ich stelle mir aber etwas anderes vor:
Ein autonom funktionierendes Technikdorf.
z.B.
- es werden energieautarke Gebäude errichtet.
- die Lebensmittel werden selbst produziert und zwar mit Hilfe von
Technologie: Landwirtschaftroboter
Die Kommune befasst sich in Ihrer Arbeitszeit mit der Weiterentwicklung
der Technlogien für die Selbstversorgung.
Die Ergebnisse der Produktivitätssteigerungen sollen der Kommune selbst
zugute kommen und nicht irgendwelchen Banken oder sonstigen
Kapitalgebern.
@Herbert:
> - die Lebensmittel werden selbst produziert und> zwar mit Hilfe von Technologie: Landwirtschaftroboter
Und dann fällt die Ernte aus und alle verhungern?
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/erntebilanz102.html
Im Prinzip nen netter Vorschlag wird sich in Großstädten aber nicht
wirklich umsetzen lassen.
Auf dem Lande evtl. machbar - aber wer soll das da dann bezahlen?
So nen Energieautarkes Gebäude und Landwirtschaftsroboter sind ja nu
nicht gerade billig... und jetzt komm mir nicht mit selberbauen da muss
man auch fast alles zukaufen oder wachsen Roboter und
Niedrigenergiehäuser neuerdings auf Bäumen? ;-)
<sing>*Wer hat soviel Pinke Pinke - wer hat soviel Geld?*</sing>
;-)
herbert schrieb:>sondern in Form von Arbeitslosigkeit für die Einen und in>Form von Überlastung für die Anderen.
Richtig. Zum Threadthema: Monatelang Bewerbungen schreiben als
Arbeitsloser ist sowas von völlig sinnfrei, das kann sich ein
Normalbürger gar nicht vorstellen. Geld verdient man damit auch nicht.
Es gab in den 1980-er Jahren mal Denkansätze, daß es uns heute so gut
gehen würde, daß man nur noch 20 Stunden in der Woche arbeitet. Aber die
haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Der Gewinn wandert in eine
ganz andere Richtung.
>Ein autonom funktionierendes Technikdorf.
Es gab in TV-Dokumentationen bereits Dörfer in Deutschland, die z.B. mit
Biogasanlagen ihren eigenen Strom und Wärme erzeugen. Und deren Bilanzen
sind gigantisch positiv.
>Die Ergebnisse der Produktivitätssteigerungen sollen der>Kommune selbst zugute kommen und nicht irgendwelchen Banken>oder sonstigen Kapitalgebern.
Eben. Genau das ist der springende Punkt.
>Richtig. Zum Threadthema: Monatelang Bewerbungen schreiben als>Arbeitsloser ist sowas von völlig sinnfrei, das kann sich ein>Normalbürger gar nicht vorstellen. Geld verdient man damit auch nicht.
Das Denke ich auch. Gerade deshalb wäre so ein Technik-Kommunendorf
sinnvoll. Dort werden neue, sinnvolle Technologien entwickelt.
Man könnte die arbeitslosen Ingenieure für ein paar Wochen einladen. Der
Austausch wird mit Sicherheit hoch motivierend für die Ingenieure: Sie
können neue technologische Verfahren kennen lernen und sich durch
Schulungen in er Technikkommune auf den neuesten Stand bringen.
Umgekehrt profitiert die Kommune vom Wissen der Ingenieure, vor allen
dem Wissen der Älteren, was ja in der Wirtschaft so sehr missachtet
wird.
Die Lebenhaltungskosten während des Aufenthalts werden gering sein.
Ich stelle mir vor, z.B. ein verlassenes Gebäude in Brandenburg zu
kaufen und mit Hilfe der Leute umzubauen.
>Nein. Ein Sinn wird nicht gemacht. Ein Sinn ergibt sich.
Außer bei Hans Werner (Un)Sinn ;-)
>In Deutschland haben wir das Problem der Überalterung der Gesellschaft,>der daraus folgenden Rente mit 67 und der sich damit zwingend ergebenden>Altersarmut. Riesterrente als Altersicherung und ähnliche Vorsorge sind>reine Augenwischerei der Politik, die sich real für die größten Teile>der Bevölkerung nicht umsetzten lassen.
Das Problem gibt es nicht. Wie auch, sind die älteren Generationen doch
kriegsdezimiert. Die Wahrheit ist, daß zu wenige in das gesetzliche
Rentensystem einzahlen. Gründe:
- keine Arbeit (Arbeitslosigkeit)
- prekäre Arbeit (Sklaventreiber)
- niedrige Löhne und Gehälter
- Ausnahmen für Beamte, die jedoch aus diesem Topf die Pensionen
bekommen
Die private Vorsorgepropaganda soll nur den Versicherungen neue Kunden
bringen und von den o. g. Gründen, die in schwacher Politik, Lobbyismus
und Raubtierkapitalismus ihre Ursachen haben, ablenken.
Paul schrieb:>Die private Vorsorgepropaganda soll nur den Versicherungen neue>Kunden bringen
Die Vorteile von Riesterversicherungen & Co. wurden bereits auch in
TV-Dokus in den letzten 2 Jahren ausreichend ausgeschlachtet. Mitsamt
den Lobbyisten. Na ja, das muß jeder selbst wissen, was er da macht.
> - keine Arbeit (Arbeitslosigkeit)> - prekäre Arbeit (Sklaventreiber)> - niedrige Löhne und Gehälter
Diese Dinge bringen auf jeden Fall keinen Pfifferling in die
Sozialversicherungen.
Arbeit macht Sinn wenn man Geld verdient ?
Wir arbeiten hauptsächlich um Geld zu verdienen ?
x Leute erstellen in x Firmen ähnliche, gleiche Produkte
weil jemand, auch sie selbst, damit Geld verdient ?
Wir machen neue Produkte die gut sind aber nicht so lange
halten, damit wir und andere damit schneller immer neues Geld verdienen
?
Ich denke der Sinn der Arbeit besteht heute leider in dieser
Gesellschaft
nur um Profit zu erringen. Sonst würden nicht so viele Dinge
doppelt und dreifach entwickelt werden, Produktlebenszeiten absichtlich
verkürzt werden, etc.
>Jetzt bin ich in der Automatisierungstechnik/Entwicklung in der>Industrielogistik tätig und automatisiere u.a. Kommissionieranlagen bzw
Dieser Job hört sich interessant an und die Arbeit klingt sinnvoll.
Du entwickelst sinvolle Technik, die der Menschheit Arbeit erspart und
die Produktivität erhöht. Das ist genau nach meinem Geschmack: Technik
entwickeln, die mehr Freizeit ermöglicht. Hast Du viel Urlaub?
Ja, ich erachte unsere Arbeit hier durchaus auch für sinnvoll.
Zum einen helfen unsere Entwicklungen bei der Optimierung chemischer
Prozessstraßen weiter - dadurch entsteht z.B. deutlich weniger
Sondermüll bzw. wird weniger Energie benötigt.
Zum anderen haben wir uns mittlerweile soweit freigeschwommen, dass wir
es uns leisten können, nur Projekte anzunehmen, die wir auch für
sinnvoll erachten (und deren Entwicklung natürlich Freude macht :-)
Und drittens hab ich auch schon Sachen entwickelt, die sich für mich
nicht wirklich gelohnt haben, die ich aber interessant fand und mit
denen ich anderen Menschen wirklich helfen konnte, weil ich keine
Ingenieurstundensätze abgerechnet habe. Das ist vom Gefühl her natürlich
das Schönste. Aber das geht leider nicht immer, da auch wir von
irgendetwas leben müssen.
Irgendwelchen Blödsinn, den eigentlich niemand benötigt, werden wir hier
jedenfalls nicht entwickelen.
Chris D.
herbert schrieb:> Mach eure Arbeit Sinn?
Nur oberflächlich betrachtet.
für den Einen mehr für den Anderen weniger.
dem universum ist egal was wir hier spielen.
dem Behinderte der den Liftwelchen ich montiere nutzt erleichtert sie
sein fortkommen, und wer etwas damit transportiert freut sich sicher
auch das es ihn gibt. ob das allei schon ausreicht um "Sinn zu machen"
bezweifle ich immer mehr, betrachte ich doch das ganze Leben an sich als
relativ unsinnige Spielart des Seienden
> Vielfach kann einem die Arbeit ja Spaß machen.
Sicher wie jedes andere Spiel auch solange man es nicht ernst nimmt.
> Die Frage ist aber: macht die eigene Arbeit auch Sinn?
Definiere: "Sinn machen"
> Wenn man z.B. in der Automobilindustrie arbeitet, sorgt man dafür, dass> die Autos auf irgendeine Art bequemer werden.
Ja.
> Autos gibt es aber schon ewig und mir stellt sich die Frage, ob das> ewige Verbessern dieses Gebrauchsartikels für die Gesellschaft wirklich> Sinn macht.
Definiere "Sinn machen für die Gesellschaft"
Namaste
>Definiere: "Sinn machen"
Je nach philosophischer Denkrichtung gibt es keinen absoluten Sinn.
Wir wollen hier aber etwas erdverbundener sein und den Sinn eher
praktisch definieren.
Wenn es um das Aufbauen philosophisch mathematisch korrekter
Denkstrukturen geht, setze ich mal das folgende Axiom in den Raum:
=== das Überleben mach Sinn ====
Ausgehend von diesem Axiom lassen sich viele andere sinnvolle Dinge
daraus ableiten. Also was macht Sinn:
- das Überleben der Menschheit
- das Überleben des Einzelnen
- die Bekämpfung von Krankheit
- die Bekämpfung von Hunger
daraus folgend
- Schonung der Umwelt
- Schonung der Resourcen
- Verbesserung der Lebensbedingungen
daraus wiederum folgend
- Erleichterung des Alltags für den Einzelnen
- mehr Freizeit
- mehr soziale Bindungen
Jede Tätigkeit macht also Sinn, die die oben angegebenen Dinge
verbessert.
Ich hoffe, damit ist die Sinnhaftigkeit einigermaßen definiert.
Chris D schrieb:
>Ja, ich erachte unsere Arbeit hier durchaus auch für sinnvoll.>Zum einen helfen unsere Entwicklungen bei der Optimierung chemischer>Prozessstraßen weiter - dadurch entsteht z.B. deutlich weniger>Sondermüll bzw. wird weniger Energie benötigt.
Du wendest Sinn auf die uns vorgelebten erstrebenswerten Modelle (z. B.
Steigerung der Produktivität) an. Ein Schöngeist sieht es aber globaler.
herbert schrieb:
>- das Überleben der Menschheit
Wäre eher gegeben, würden wir noch in den Ritterrüstungen stecken und
nicht mit Hightech-Waffen durch die Gegend laufen.
>- das Überleben des Einzelnen>- die Bekämpfung von Krankheit
Welche Krankheiten sind hingegen durch die "Zivilisation" (Mobbing,
Streß, Luftverschmutzung, Zuschlagstoffe in der Nahrung) erst
entstanden. Das sollte man mal gegenrechnen.
>- die Bekämpfung von Hunger
Es entsteht durch egoistische imperialistische Vorgehensweisen
(Sklaverei, Kolonialmachtbestreben) mehr Hunger, als es durch das
Angebot an Nahrung erklärbar ist. Beispiel: Vernichtung der Butterberge
in den 80ern, anstatt das kostenlos in die 3. Welt zu schaffen. Frage:
Wieso gibt es überhaupt die 3. Welt -> Unterdrückung, Ausbeutung.
>daraus folgend>- Schonung der Umwelt
Ich verpeste erst die Umwelt, weil ich ein super duper Reiniger in der
chemischen Industrie entwickle, nach 30 Jahren macht die Arbeit in der
chemischen Industrie "Sinn", weil man feststellt, daß die gute alte
Seife besser war und umweltschondender (Henkel General mit nat. Seife
schnitt besser ab, als alle anderen Neuentwicklungen).
>- Schonung der Resourcen
Ich baue erst riesige Autos, Prestigeobjekte und veranlasse sinnlose
Aktionen (Schiene vs. Straße) und sehe Sinn in meiner Arbeit, weil der
60t-LKW endlich alle Probleme verbessern könne, währenddessen man
elektrisch 4000t-Züge problemlos auf der Schiene bewegen kann? Warum
fährt man sinnlos Waren durch ganz Europa (Reimport) nur weil durch
politische Machenschaften etwas Geld eingespart werden kann?
Der PC braucht 5 Kerne, nur weil das Spiel etwas mehr Details hat? Dafür
wird der "Alt"-PC nach 2 Jahren auf die Kippe gefahren?
- Verbesserung der Lebensbedingungen
Was ist Glück? Sind heutige Leute unbedingt glücklicher? Steigen nicht
auch die Ansprüche mit den Angeboten, der Erfüllungslevel bleibt jedoch?
In dieser Weise geht ein nichttechnisch Interessierter (Philosoph,
Künstler, Schöngeist) an die Sache.
So sinnvoll ist dann unsere Arbeit nicht mehr.
>Macht eure Arbeit Sinn?
Da ist doch schon die Frage falsch!
Arbeit kann keinen Sinn MACHEN.
Arbeit kann sinnvoll sein.
Arbeit kann sinnlos sein.
Gruß otto
Paul schrieb:> Chris D schrieb:>>>Ja, ich erachte unsere Arbeit hier durchaus auch für sinnvoll.>>>Zum einen helfen unsere Entwicklungen bei der Optimierung chemischer>>Prozessstraßen weiter - dadurch entsteht z.B. deutlich weniger>>Sondermüll bzw. wird weniger Energie benötigt.>> Du wendest Sinn auf die uns vorgelebten erstrebenswerten Modelle (z. B.> Steigerung der Produktivität) an. Ein Schöngeist sieht es aber globaler.
Einsparung von Ressourcen und Umweltschutz sehe ich durchaus als global
an.
> Welche Krankheiten sind hingegen durch die "Zivilisation" (Mobbing,> Streß, Luftverschmutzung, Zuschlagstoffe in der Nahrung) erst> entstanden. Das sollte man mal gegenrechnen.
Selbst dann bleibt ein deutliches Plus.
>>- die Bekämpfung von Hunger>> Es entsteht durch egoistische imperialistische Vorgehensweisen> (Sklaverei, Kolonialmachtbestreben) mehr Hunger, als es durch das> Angebot an Nahrung erklärbar ist. Beispiel: Vernichtung der Butterberge> in den 80ern, anstatt das kostenlos in die 3. Welt zu schaffen.
Mittlerweile wird das ständige Verschiffen von Nahrung selbst von
Entwicklungshelfern sehr kritisch gesehen. Das führt erst recht dazu,
die Menschen abhängig zu machen.
> Frage:> Wieso gibt es überhaupt die 3. Welt -> Unterdrückung, Ausbeutung.
Da bin ich mir nicht sicher. Armut gibt es z.B. in weiten Teilen Afrikas
auch ganz ohne Ausbeutung (damals wie heute). Oftmals sind einfach die
Umweltbedingungen schlechter als woanders. Und es ist durchaus auch eine
Mentalitätsfrage.
> - Verbesserung der Lebensbedingungen>> Was ist Glück? Sind heutige Leute unbedingt glücklicher? Steigen nicht> auch die Ansprüche mit den Angeboten, der Erfüllungslevel bleibt jedoch?
Er sprach von der Verbesserung der Lebensbedingungen, nicht von Glück.
Glück ist in der Tat schwierig zu fassen.
> In dieser Weise geht ein nichttechnisch Interessierter (Philosoph,> Künstler, Schöngeist) an die Sache.>> So sinnvoll ist dann unsere Arbeit nicht mehr.
Doch, ist sie durchaus - gerade wenn man es so sieht wie Du.
Chris D.
otto schrieb:>>Macht eure Arbeit Sinn?>> Da ist doch schon die Frage falsch!>> Arbeit kann keinen Sinn MACHEN.>> Arbeit kann sinnvoll sein.> Arbeit kann sinnlos sein.>> Gruß otto
Sprache ist lebendig. Deal with it.
Paul, Du bist zu pessimistisch. Es gilt ja die Situation zu verbessern.
Ohne Technik geht es heute und in Zukunft nicht mehr.
Paul schrieb:
>>- Schonung der Resourcen>Ich baue erst riesige Autos, Prestigeobjekte und veranlasse sinnlose>Aktionen (Schiene vs. Straße) und sehe Sinn in meiner Arbeit ....
Bitte versuche Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, anstatt die
Ist-Situation zu bedauern.
>> Sprache ist lebendig. Deal with it.>
Das hat mit lebendiger Sprache nichts zu tun sondern allenfalls damit,
dass die moderne Horde Menschen geschlossen glaubt, durch Nachblubbern
von Spechblasen scheinbarer Führungskräfte und Werbestrategen,
intelligenter zu wirken.
Gruß
otto
>Einsparung von Ressourcen und Umweltschutz sehe ich durchaus als global>an.
Was derzeit getan wird, ist die Folge unseres Tuns zu verbessern. Wie
wäre es die Ursachen zu bekämpfen?
>Paul, Du bist zu pessimistisch. Es gilt ja die Situation zu verbessern.>Ohne Technik geht es heute und in Zukunft nicht mehr.
DIe Frage ist, in welcher Geschwindigkeit muß sich Technik
weiterentwickeln. Welche Produkte bringen überhaupt einen Nutzen und
dienen nicht nur der Argumentation: "Das machen wir, damit die
Konkurrenz uns nicht überholt"
>Bitte versuche Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, anstatt die>Ist-Situation zu bedauern.
Welche Transportleistung ist überhaupt wirklich notwendig? Danach:
Ausbau des Schienennetzes, Besteuerung des Flugtreibstoffes zu gleichen
Konditionen wie bei anderen Verkehrsträgern. Rückübertragung des
Postverkehres vom Flugzeug auf die Eisenbahn. Verbot von
Reimportgeschäften. Verbot des "Herankarrens" von Nahrungsmitteln, die
auch hier angebaut werden (Deutsche Schweine werde nach Frankreich
geschafft, dort geschlachtet und kommen dann nach Dtl. zurück, weil der
Schlachter dort billiger ist - das ist vermeidbarer Unsinn und
Tierquälerei). Nutzung der mit Prämien geförderten brachliegenden
Felder, dafür Verzicht auf Superzüchtungen und Chemie beim Anbau um
höhere Erträge pro ha einzufahren.
>Er sprach von der Verbesserung der Lebensbedingungen, nicht von Glück.>Glück ist in der Tat schwierig zu fassen.
Wer hat die bessere Lebensbedingung? Der, der im eiskalt designten
Glashochshaus in Frankfurt wohnt, allein ist, viel Geld verdient, dafür
10-h-Tage in der kilmatisierten Hütte Verträge an den Mann bringen muß,
obwohl ihn das gar nicht interessiert. Oder aber der Künstler, der im
alten Steinhaus in der Bretagne lebt, nach 6 h Arbeit abends mit
Freunden und Wein auf der alten Holzbank sitzt und den Sonnenuntergang
genießen kann? Dieser Mann braucht weder PC, noch Blackberry, kein
riesiges Auto und die Aktien sind ihm auch egal. Er sieht darin keinen
Sinn.
Mir geht es darum, daß man die Sinnhaftigkeit durchaus unter völlig
anderen Prämissen sehen kann. Wir als Leute, die einen technischen
Studiengang gewählt haben und 4 bzw. 5 Jahre auf Technik und Wirtschaft
getrimmt worden sind, überschauen vielleicht den anderen Blickwinkel
nicht, den ein Philosophie oder Kunststudent 5 Jahre bekommen hat.
>Sprache ist lebendig. Deal with it.
Nichts desto kotz ist es keine Lösung die dt. Sprache als falsche
Übersetzung des Englisch zu verwenden.
Aber natürlich ist man viel wichtiger, wenn man mit denglischen
Worthülsen glänzen kann. Solche Leute gehören weckgekähnzelt.
Der wichtigste Satz befindet sich wohl am Ende des Artikels, oder?:
>Ob vierzig bis fünfzig Jahre und die Autorität von Dichtern und Denkern >ausreichen, um Sinn machen als Teil der deutschen Sprache zu akzeptieren, >muss
jeder für sich entscheiden.
Mein Professor im Fach Halbleiterbauelemente sagte einmal sinngemäß:
"Effizientere Solarzellen zu entwickeln wäre ja was Sinnvolles. Ich
beschäftige mich aber damit, wie man CMOS schneller und kleiner bekommt.
Letztendlich landet das ganze Zeug früher oder später sowieso in einer
Playsation xy und fördert damit die Dummheit junger Leute... Zum Glück
werden auch noch ein paar sinnvolle Dinge damit angestellt...."
@
Im Kern stimme ich mit dir völlig überein, auch deine obigen Artikel
bespretreffend.
nur bei den ursachen sehe ich es etwas komplexer
Paul schrieb:> Mir geht es darum, daß man die Sinnhaftigkeit durchaus unter völlig> anderen Prämissen sehen kann. Wir als Leute, die einen technischen> Studiengang gewählt haben und 4 bzw. 5 Jahre auf Technik und Wirtschaft> getrimmt worden sind, überschauen vielleicht den anderen Blickwinkel> nicht, den ein Philosophie oder Kunststudent 5 Jahre bekommen hat.
Neben der Fremdtrimmung haben wir auch die Möglichkeiten der
Selbstentwicklung. Ich fühle in den von dir geneanten Zusammenhängen nur
primär geprägt. Sekundärseitig suggierier ich mir meine Aspekt bewußt
und auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen von der technischen hin zu
philosophischeren Sichtweise verschoben zu haben.
Und da gibt es eben Nutzen aber keinen Sinn, denn der ist noch viel
unfassbarer als Glück und Zufriedenheit.
Sinn verlangt nach universeller Bedeutung und die Bedeutung des seienden
ist aus ihm heraus nur in seinem Selbst zu erkennen.
Ein übergeordneter Sinn lässt sich mangels der Möglichkeit sich
Außerhalb allen Seiendens zustellen und unter diesem Aspekt selbiges
zu bewerten eben nicht defineren.
....
Die An(ver)wendung von Sprache ist, so glaube ich ein Nebenschauplatz
den zu erörtern in diesem Zusammenhang ich Anderen überlasse.
Namaste
Ich bin gezwungen, von meinem in meiner Firma erbeuteten Geld zu leben.
Da ist mir der Sinn eigentlich Wumpe. Es gibt Leute, die meine Produkte
offenbar brauchen..
Man sollte nicht in jedem Käse einen tieferen Sinn suchen
sinn haben die sachen, die ich mitfabriziere, wenn ueberhaupt nur in
laendern die in einem sog. krisenherd liegen.
diese laender geben ne menge geld dafuer aus und es ist ihnen sehr
wichtig diese geraetschaften zu bekommen. von daher ist meine arbeit
fuer sie wohl sinnvoll.
hier in deutschland (und europa) sind sie, meiner meinung nach, sinnlos!
die arbeit bringt mir aber sinnvolles geld...
>@Paul und @Herbert>Definiert doch mal "Sinn machen".>Wann macht überhaupt etwas "Sinn"?
Definiere das Wort diewo, an! Weihnachten, das! Gummi, die Plaste, das
email.
Vorstehs`t wos i mehn?
Applikationen von Steuergeräten aus Automobilen...macht durchaus Sinn,
wenn man will, das das liebste Kind der Deutschen nicht wie eine Karre
Mist laufen soll. ;-)
>Obwohl ich als Ing.- Student x-mal weniger Geld hatte,> hatte ich aber Freiheit und die ist mehr Wert als Geld.
Das möchte ich doch sofort in meine Liste des Sinnhaften aufnehmen:
- Selbstbestimmung
- Selbstverwirklichung
( wofür viel Freizeit nützlich sein kann )
Ich unterstütze bei uns den Lehrbetrieb, in dem ich Dolmetschanlagen
warte, Sprachlabore betreue, erweitere und verbessere.
Das halte ich schon für Sinnvoll.
Ich halte die Frage, ob Arbeit Sinn macht, ziemlich nebensaechlich.
Dafuer die Frage, ob Arbeit krank macht, total wichtig.
Leider wird letztere Frage zu sehr vernachlaessigt.
Jürgen G. schrieb:> Ich halte die Frage, ob Arbeit Sinn macht, ziemlich nebensaechlich.> Dafuer die Frage, ob Arbeit krank macht, total wichtig.> Leider wird letztere Frage zu sehr vernachlaessigt.
Das hängt sehr von der persönlichen Einstellung zur Arbeit ab bzw. vom
persönlichen Umgang mit den aus ihr resultierenden Zwängen, sowohl den
real vom Arbeitgeber auferlegten, als auch von den selbstauferlegten
welche oft einer realen Basis entbehren und welche entweder auf
mangelnden Selbstwert oder übersteigertes Ego zurückzuführen sind.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist halt der Wert den man seiner eigenen
Gesundheit gegenüber dem Wert der zu leistenden Arbeit beimisst und
inwiefern man in der Lage ist dieses Gleichgewicht auch unter Druck von
außen zu wahren.
Kurz es ist die Frage nach dem Wert des Selbst im Verhältnis zum
sozialen Umfeld. Und hier werden in der Erziehung oft die späteren
Konflikte im Arbeitsleben der Menschen determiniert. Unsere Generation
(Jahrgänge 1950-1965) wurde in Ost wie West mehrheitlich nach der Devise
erzogen: Nur wer "viel leistet" ist etwas wert. Ob das heute besser ist
vermag ich nicht abzuschätzen.
Dies ist eine den Wert des Menschen als Geschöpf an sich den
Bedürfnissen der Ökonomie unterordnender Ansatz, welcher die Bedürfnisse
des Individuums als nebensächlich erklärt, ganz in der Tradition der
industriell bedingten Massenerscheinungen und ~Ideologien welche das
Individuum den Bedürfnissen der Gesellschaft soweit unterordnet, das es
selbst keinen Wert an sich mehr besitzt.
Hier genau verliert aber die Gesellschaft und mit ihr die Arbeit zum
Nutzen der Selben ihren Wert für das Individuum und mithin
die Arbeit als solche jeglichen Sinn.
Womit der Kreis zur Sinnhaftigkeit der Arbeit an sich hier schließt.
Namaste
herbert schrieb:> Unser Gesellschaftssystem steckt in einer Krise. Und zwar in einer> unlösbaren. Die einzige Möglichkeit der Krise zu entkommen, ist eine> völlige Veränderung der bisherigen Entwicklungsziele. Bis jetzt wagt es> keiner und es hat keiner die Phantasie hier eine Lösungsmöglichkeit zu> formulieren.
Ich find die Idee mit der Kommune gut, würd auch gern mit dabei sein.
Deutscher schrieb:> Nein. Ein Sinn wird nicht gemacht. Ein Sinn ergibt sich.> Darin besteht der Unterschied, der ebenfalls nicht gemacht wird.
Ist dir klar, dass du mit deiner kleinen Richtigstellung einen Flamewar
angezettelt hast?
herbert schrieb:> - Schonung der Umwelt> - Schonung der Resourcen> - Verbesserung der Lebensbedingungen
Leider sind die Bosse überzeugt, dass wir noch mehr arbeiten müssen,
während sie auf Koks in ihren Learjets reisen, immer auf der Suche nach
Leuten, die sie noch hinters Licht führen und ihnen das Geld abluchsen
können. Müsstet mal den solariumsgebräunten Chef dieses weltgrossen
schweizer Nahrungsmittelherstellers reden hören.
Paul schrieb:> Welche Krankheiten sind hingegen durch die "Zivilisation" (Mobbing,> Streß, Luftverschmutzung, Zuschlagstoffe in der Nahrung) erst> entstanden. Das sollte man mal gegenrechnen.
Wird glaubich von den meisten noch unterschätzt bzw keiner traut sich
dagegen was zu sagen, weil das ja alles im Sinne des oberheiligen
Wirtschaftsaufschwungs geschieht.
Konkurrenzkampf war bis jetzt immer eine sinnvolle Überlebensstrategie
aber irgendwie haben sich doch die Regeln geändert. Die Menschheit ist
EIN Organismus und dem kann es nur gut gehen, wenn es allen Teilen gut
geht.
Es ist ja nicht nur so, dass wir Afrika ausbeuten, nein wir beuten uns
alle gegenseitig aus. Jeder will zu den 10% der Besten gehören und wenn
ers nicht schafft (was logischerweise in 9 von 10 Fällen der Fall ist)
ist er ganz überrascht und depremiert. Einfach ein bisschen zu kurz
gedacht, würde ich sagen!
Winfried J. schrieb:> Ein übergeordneter Sinn lässt sich mangels der Möglichkeit sich> Außerhalb allen Seiendens zustellen und unter diesem Aspekt selbiges> zu bewerten eben nicht defineren.
Wir werden doch wohl darin übereinstimmen, das die Erhaltung des
Menschlichen Lebens sinnvoll ist. Das spüre ich in mir zumindest.
Allerdings gibts genug Leute, die jeglichen Sinn verloren haben,
gleichsam sich selbst verloren haben.
Das einzige was sie anspornt ist die Gier nach Genuss und damit die Gier
nach Geld, mit dem sich Genuss kaufen lässt. Um an das Geld zu kommen
gehen sie allerdings über Leichen und zerstören ganz nebenbei unsere
Umwelt, sie sind auch verantworlich für Sklaverei und Krieg.
Frickel schrieb:> Wir werden doch wohl darin übereinstimmen, das die Erhaltung des> Menschlichen Lebens sinnvoll ist.>
Hier überkokmmen mich philosopsche Zweifel.
> Das spüre ich in mir zumindest.
Das hängt aber Stark von den Prämissen des Betrachters ab.
Als Mensch stimme ich dir zu. Aus dem Blickwinkel des restlichen
Universums scheint jedoch eher das Gegenteil der Fall zu sein.
> Allerdings gibts genug Leute, die jeglichen Sinn verloren haben,> gleichsam sich selbst verloren haben.> Das einzige was sie anspornt ist die Gier nach Genuss und damit die Gier> nach Geld, mit dem sich Genuss kaufen lässt. Um an das Geld zu kommen> gehen sie allerdings über Leichen und zerstören ganz nebenbei unsere> Umwelt,
Ja.
> sie sind auch verantworlich für Sklaverei und Krieg.
Oberflächlich betrachtet, ja. Jedoch sind diese Personen mit ihrem
Verhalten ein Produkt der menschlichen Evolution und somit zwar nicht
als Person aber als deren systemimmnaenter Faktor zumindest zeitweilig
weder zu verhindern noch wäre dies sinnvoll. auch diese erfüllen eine
Zweck, selbst wenn sie nur als schlechtes Beispiel dienten. Aber auch
ihre Gier erst ermöglicht uns nicht nur das rechte Maß zu suchen und
eventuel zu definieren.
Namaste
>Ich find die Idee mit der Kommune gut, würd auch gern mit dabei sein.
Sei willkommen. Im Moment steht die Idee noch sehr am Anfang. Ich hoffe,
dass durch die Diskussion noch einige gute Tipps für eine Realisierung
entstehen.
"Student" hat weiter oben grundsätzliche Herausforderungen angesprochen:
>Im Prinzip nen netter Vorschlag wird sich in Großstädten aber nicht> wirklich umsetzen lassen.>Auf dem Lande evtl. machbar - aber wer soll das da dann bezahlen?>So nen Energieautarkes Gebäude und Landwirtschaftsroboter sind ja nu>nicht gerade billig... und jetzt komm mir nicht mit selberbauen da muss>man auch fast alles zukaufen oder wachsen Roboter und>Niedrigenergiehäuser neuerdings auf Bäumen? ;-)
Die Autarkie ist sozusagen das große Vision und das Ziel der
Technik-Komune.
Am Anfang müssen einige Dinge zugekauft werden.
Zur Finanzierung arbeiten die Leute in der Kommune in Teilzeit an
Projekten und Produkte, die sich nach außen hin verkaufen lassen ( z.B.
Elektrofahrräder oder Elektrokabinenroller ).
Der Warenaustausch mit der restlichen Welt sollte genau bilanziert
werden und im Laufe der Zeit durch die entstehenden Technologien und der
damit möglichen Selbstversorgung reduziert werden.
Ein interessanter Ansatz für die Hertellung eigener Güter könnte Rep
Rap sein
http://reprap.org/wiki/Main_Page
Ein Teil der Leute könnte sich mit der Weiterentwicklung dieser Maschine
befassen und es ließen sich eventuell größter Maschinen
http://www.welt.de/print-welt/article301367/Haeuser_baut_zukuenftig_der_Beton_Drucker.html
nach außen verkaufen.
Winfried J. schrieb:> Frickel schrieb:>> Wir werden doch wohl darin übereinstimmen, das die Erhaltung des>> Menschlichen Lebens sinnvoll ist.>>>> Hier überkokmmen mich philosopsche Zweifel.
Hm, bei deiner Einstellung und der Info, daß du mit Aufzügen zu tun
hast, bekomme ich jetzt aber doch etwas Angst ....
Personenaufzüge?
@ Klaus Wachtler
Ja, aber sei beruhigt ich bin verschrieen, es in Sicherheitsfragen sehr
genau zu nehmen. So genau das ich meiner letzten Firma in der
ichangestellt arbeitete vor anderthalb jahren gekündigt habe, weil die
es nicht so ernst nahmen und ich nicht irgendwann beim Kadi landen
wollte.
@ Bürovorsteher,
das ist der "Vorteil" des selbständig Seiens, die Uhr stelle ich nach
meinen Bedürfnissen ;-)
>Unsere Generation (Jahrgänge 1950-1965) wurde in Ost wie West mehrheitlich>nach der Devise>erzogen: Nur wer "viel leistet" ist etwas wert. Ob das heute besser ist>vermag ich nicht abzuschätzen.
In meiner Generation (1966-1980) genauso. Das fing schon in der Schule
an mit den Einzelbewertungen. (Die Schule ist beste Vorraussetzung zum
Team-Geist Killer)
Und in der jetzigen (1981-1995)? Ich denke fast schlimmer. Noch nie
erscheint es mir, wurde der Wert des Menschen so sehr an seinem
beruflichen Erfolg gebunden.
>> Ich halte die Frage, ob Arbeit Sinn macht, ziemlich nebensaechlich.>> Dafuer die Frage, ob Arbeit krank macht, total wichtig.>> Leider wird letztere Frage zu sehr vernachlaessigt.>>Das hängt sehr von der persönlichen Einstellung zur Arbeit ab bzw. vom>persönlichen Umgang
Wobei ich "krank machen" ganz allgemein meinte. Auch das
Flughafen-Bodenpersonal, die sich taeglich Kerosin-Regen ueber sich
ergehen lassen und die staendige Schadstoffbelastung.
Ich denke, da werden ueberall einige Augen zugedrueckt, um nicht manche
Gesundsheitsgefahren bekannt werden zu lassen.
>Das einzige was sie anspornt ist die Gier nach Genuss und damit die Gier>nach Geld, mit dem sich Genuss kaufen lässt.
Das ist das Bild, das uns vermittelt wird: Mehr Geld, mehr Genuß. Es ist
aber nicht so. Mit dem Geld ändert sich das, was man als Mindestmaß
braucht, um Genuß zu empfinden.
Ein Beispiel: Ich war während meines Studiums sehr krank. Unter anderem
wurde ich 9 Wochen mit künstlicher Nahrung ernährt. Was glaubt ihr, was
für ein Genuß das erste Stückchen Weißbrot ohne Butter und Beilage war.
Dadurch, daß ich nur wenige Stücke Brot essen durfte, habe ich jedes
Stück eine Minute gegessen. Auch das war Genuß im Pfennigbereich.
PS.: Nein, ich war nicht Kunststudent, aber schon mit dem Alter oder
nach Schicksalsschlägen ändert man die Sichtweise für das, was im Leben
wirklich notwendig ist und was nur aufgeschwatzter Ballast ist. Mit 38
J. braucht man nicht mehr den Thrill wie mit 18. Da ist mancher Blick in
den Sonnenuntergang mehr wert (sinnvoller), als das neueste
Rechnermodell.
@Deutscher
> Nein. Ein Sinn wird nicht gemacht. Ein Sinn ergibt sich.> Darin besteht der Unterschied, der ebenfalls nicht gemacht wird.
Da sprichst du mir aus der Seele! Mir geht auch regelmäßig der Hut hoch,
wenn ich das höre. Ich frage mich, wo es herkommt. Es ist noch keine 10
Jahre her, als das aufgekommen ist. Irgendwann ist mir immer öfter
aufgefallen, daß ständig jemand von "Sinn machen" quatscht. Inzwischen
ist "Sinn machen" auch schon in den Tagesthemen eine feste Größe.
Peinlich, wenn man sich als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt zum
Gralshüter des seriösen Journalismus aufplustert und seiner
Muttersprache nicht mächtig ist.
staman schrieb:> Peinlich, wenn man sich als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt zum> Gralshüter des seriösen Journalismus aufplustert und seiner> Muttersprache nicht mächtig ist.
Ich find eher diese Kleinschei..erei peinlich. Schau doch mal in den
Duden, da findest du heute Wörter wie "downloaden". Persönlich vermeide
ich das zwar auch, aber was solls, Sprache entwickelt sich nunmal.
Änderung zu akzeptieren gehört zum Erwachsen werden. Du schreibst auch
nicht mehr wie die große Autorität Goethe...
Ich bin Ingenieur geworden, gerade aus dem Grund, weil ich diese Arbeit
für so sinnvoll halte.
Klar, wir sitzen die meiste Zeit im Büro am Schreibtisch. So ist das
nunmal heutzutage in unserer hochspezialisierten Welt. Aber unsere
Arbeitsergebnisse wirken sich trotzdem auf sehr viele Menschen aus und
bringen der Gesellschaft einen echten Mehrwert.
Sinnvolle Arbeit ist z.B. alles was hilft, unsere Abhängigkeit vom Öl zu
vermindern.
Also z.B. Windkraftanlagen entwickeln, Elektroautos, Solarzellen.
Hier ein sehr interessanter Artikel bzügl. des Oil-Peaks:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33244/1.html
Fred X. schrieb im Beitrag #1833291:
> Denkt an mich mal, wenn ihr morgens eure Milch holen geht :-)
Milch erzeugt Krebs!
Ich arbeite an Analysentechnik zur Aufspürung von schädlichen und
heilsamen Substanzen - da kriegt man ne Menge Insiderwissen.
This make sense. Oder ist sinnvoll oder neudeutsch macht Sinn.
Ich trinke keine Milch mehr...
> Milch erzeugt Krebs!
Meinst Du Milch allgemein (also auch die vom Bauernn frisch von der Kuh
abgezapft), oder nur die vom Supermarkt, ultrahocherhitzt,
pasteurisiert, homogenisiert ... ?
Wen du sie vorher abkochst kannst du sie trinken...dabei wird das
Wachstumshormon IGF zerstört - wenn du oder deine Krebszellen noch
wachsen sollen, trink frische Milch - der nette Nebeneffekt: Die Knochen
entmineralisieren...
>Wen du sie vorher abkochst kannst du sie trinken...dabei wird das>Wachstumshormon IGF zerstört - wenn du oder deine Krebszellen noch>wachsen sollen, trink frische Milch - der nette Nebeneffekt: Die Knochen>entmineralisieren...
Gerade im WWW gefunden. Mich haut das total um. Was interessiert mich da
noch der (Un-)Sinn von irgendwelcher Arbeit?!
http://www.milchlos.de/milos_0312.htm
Jürgen G. schrieb:> Gerade im WWW gefunden. Mich haut das total um. Was interessiert mich da> noch der (Un-)Sinn von irgendwelcher Arbeit?!
Ich weiß das etwa seit 3 Jahren - stell dir vor wie sich das für eine
Kaffeenachmitagsdiskussion eignet..
Die FDA weiß das seit ca. 10 Jahren....