> Andererseits fließt beim Brückengleichrichter der
> Drosselstrom während den Schaltpausen
> durch den Gleichrichter und nicht durch den Trafo.
Da tust Du gut daran, eine zusäzliche Schottky zu spendieren. Im
Gleichrichter hast Du ja zwei in Reihe.
> Nur eine einzelne Wicklung primär bringt erheblich höhere
> Spannungsspitzen an den HV-Schalttransistoren.
> Dann ist eine deutlich aufwändigere Schaltung notwendig,
> um die Schaltspannungsspitzen aufzufangen.
Um das zu umgehen, verwenden man gerne Resonanzwandler und / oder
Vollbrücken.
> Ob Ein- oder Mehrweggleichrichtung ist eine Frage der Welligkeit.
> Bei den hohen Frequenzen ist das nebensächlich.
> Entscheident ist das Integral unter Strom und Spannung.
Nicht nur, bei Einweggleichrichtung ist der Stromflusswinkel (duty
factor) schlecht, was eine höhere Verlustleistung (P=R*I*I) aller
Bauteile inkl. Wicklungen hervorruft.
> Wenn sich das auf das von Dir genannte SNT bezieht:
> Du hast nur noch die Hälfte an Ausgangsstrom zur Verfügung.
Dafür hast Du aber die doppelte Ausgangsspannung, wenn Du die beiden
äußeren Anschlüsse der Wicklung nimmst.
allgemein:
IN PC-Netzteilen hat der Trafo auch deshalb Mittelpunktschaltung, weil
dann eine gemeinsame Nutzung der 5V- Wicklungen (die entsprechend
stärker ausgelegt ist) möglich ist.
S--DIO+----.----SD--> 12V
S |
S--DIO+--.------SD--> 5V
S | |
S-------------------> Gnd
S | |
S--DIO+-- |
S |
S--DIO+----
SD = gemeinsame Speicherdrossel
Man muss bei der Gleichrichtung unterscheiden, ob normaler
50Hz-Netztrafo oder Schaltnetzteil vorliegt.
Bei Schaltnetzteil kommt es auch noch auf die Unterart an, bei einem
Sperrwandler oder einem EintaktDurchflusswandler bringt eine
Vollweggleichrichtung nichts.