Gast
#1833730
Hallo, habe Probleme mit der EMV Zertifizierung bei einem selbst gebauten RFID Reader. Dieser Reader (13.56 MHz) besteht aus zwei Printplatten. Auf der einen befindet sich ein PN512 Transceiver, mit differenziellem Ausgang. Am Ausgang des Treibers befindet ein Tiefpassfilter 2. Ordnung (20 MHz Grenzfrequenz). Danach geht es auf ein ca. 10 cm langes ungeschirmtes Flachbandkabel zur zweiten Printplatte (differenziell geführt (GND, TX1, TX2, GND)). Auf der zweiten Printplatte befindet sich die Antenne und das Anpassnetzwerk. Das System ist "gematcht", der return loss ist kleiner als -20 dB. Bei der EMV Messung zeigen sich sehr hochfrequente Störungen (siehe Bild emv). Wir haben festgestellt, dass diese Störungen von Kabel abgestrahlt werden. Ein Ferrit um das Kabel konnte die Störungen soweit dämpfen, dass diese unter dem Grenzwert liegen. Leider ist das für uns keine praktikable Lösung, daher muss ich eine andere Lösung finden. Ich verstehe nicht wie die Störungen entstehen. Die Störung beinhaltet alle geraden wie ungeraden Harmonischen (1. Harmonische hat 13.56 MHz). Daraus schliesse ich, dass diese durch Verzerrungen entstehen. Nur wie ist das möglich? Ich werde nun versuchen den Treiber auf das Kabel zu matchen und die Antenne auf das Kabel, ob es was bringt wird sich zeigen. Auch werde ich versuchen, den Ferrit gleich auf die Printplatte zu bestücken. Ein Filter höherer Ordnung wird wohl nichts Bringen? Ich hoffe es kann mir jemand sagen wie diese Störungen entstehen oder wie man das in den Griff bekommt. Gruss Samuel

