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Forum: Haus & Smart Home Hausbus in Neuinstallation Fragen/Anregungen/Tips


Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Hallo,

wir haben vor, nächstes Jahr unser Häuschen (gebaut in den 50er Jahren) 
zu renovieren bzw. zu entkernen und anzubauen.
Dabei muss auch die komplette Elektrik , sowie Wasser, Abwasser und 
Heizung neu gemacht werden.
Elektrik und Heizung würde ich gerne Automatisieren. Dabei stellt sich 
schon die erste große Frage, welches System nehmen. EIB/KNX oder LCN ist 
mir definitiv zu teuer. Außerdem würde ich lieber ein zentrales System 
nehmen. Daher bietet sich für mich eine Beckhoff SPS an.
Damit soll dann Licht, ein paar geschaltete Steckdosen, Rolläden und 
eventuell die Heizung gesteuert werden. E/A-Module für diese Aufgaben 
gibt es dafür ja zu genüge.
Ich bräuchte jetzt ein paar Vorschläge und Tipps eurerseits, wie so 
etwas effizient gemacht werden kann.
Mein Vorschlag für die Verkabelung der Räume sieht wie folgt aus:


*Rolläden:*
In den einzelnen Räumen werden die Rolläden zu Gruppen 
zusammengeschlossen. Die Einzelansteuerung erfolgt über Taster direkt am 
Fenster. Die Gruppenansteuerung (Zimmerweise auf/ab) über die SPS.


*Licht:*
Das Licht in den Wohnräumen soll gedimmt werden können. Die Anteuerung 
soll über die SPS erfolgen.


*Heizung:*
In jedem Zimmer wird eine Fußbodenheizung (FBH) eingebaut.
Bei der Regelung bin ich mir noch nicht ganz im Klaren, wie es 
funktionieren könnte. Mein Wunsch wäre es, pro Zimmer Temperatursensor 
und eine Sollwertvorgabe (Poti?) zu haben und der SPS diese zu 
übergeben. Den Sollwert soll man bewusst auch von Hand einstellen 
können, da sonst die Frau des Hauses so eine Anlage wohl nicht 
genehmigen würde. Die SPS regelt dann die FBH. Leider finde ich keine 
fertigen Soll/Ist-Wert-Kombinationen.
Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass man einen normalen Thermostat 
an die Wand hängt, der dann bei der voreingestellten Temperatur einene 
Schalter schließt, den die SPS dann zum Durchsteuern der Heizung 
benutzt. Bei dieser Lösung habe ich aber keine Info über die Temperatur 
des Zimmers, sodass ich im nachhinein keine Vernünftige 
Tag/Nacht-Regelung machen kann.
Hier wäre ich über Vorschläge sehr dankbar.


*Verkabelung:*
Jeder Raum folgende Zuleitungen.

Für Strom 7x1,5mm² oder 5x1,5mm².
L (für Steckdosen)
N
PE
Steuerleitung Rolladengruppe auf
Steuerleitung Rolladengruppe ab
2 Reserveleitungen (eventuell geschaltete Steckdosen)

Für Daten Telefonleitung ca. 8-Adrig. Damit werden alle Taster (Licht, 
Rolladengruppe auf/ab), Thermostat oder Temperatursensor usw. 
angeschlossen. Geschaltet wird mit 24V von der SPS.

Je nach Zimmer noch eine Telefon, Netzwerk und Antennenleitung.




Bitte gebt mir noch Tipps, Tricks und Verbesserungsvorschläge.
Habe ich irgendetwas vergessen?

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Von mir nur ein Kommentar zu Heizung:

Lass die Heizung den Heizungsbauer einbauen und einrichten. Ich hab 
selbst eine FBH seit nam halben Jahr nun. In jedem Raum ist mind. 1 
Thermostat welches die Ventile für diesen Raum steuert. Die Tag 
Nachtsteuerung macht der Brennwertkessel von allein. Ich sehe daher 
keinen vernünftigen Grund, weshalb da die SPS dazwischengeschalten 
werden soll außer, daß die Störanfälligkeit steigt. Du kannst aber 
sicher Parallel zu den Thermostaten den Ist Zustand protokollieren um 
ggf die Vorgaben im Brenner direkt zu verändern. Außerdem sparst du dir 
so das Fernwartmodul der Heizungsanlage was richtig ins Geld geht und 
nicht notwendig ist. Ich wollte das auch erst alles in der Automatik 
miterledigen lassen, hab aber nun gemerkt, daß es eigentlich keinen Sinn 
macht hier einzugreifen.

aso, für steckdosen: nimm 2,5mm² und Sprich das vorgehen vorher mit dem 
Abnehmenden Elektriker ab, 7 oder 5x 1,5² für einen Raum klingt für mich 
nach geplanter N-Überlastung...

Zur restlichen Verkabelung: Ich hab in jedem Raum eine 
Netzwerkdoppeldose mit Cat7 Zuleitung und im Keller ein großes 
Patchfeld. Dort kann ich dann je nach bedarf eine Netzwerkdose mit dem 
Netzwerk oder mit dem Telefon beaufschlagen (Ich hab dazu ein passendes 
Telefonkabel, welches aufgetrennt und mit 2 Modularsteckern versehen 
wurde) das funktioniert 1 A

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Hallo Christian,

Danke für deinen Beitrag.
Die Fußbodenheizung möchte ich auch nicht selbst einbauen oder in 
Betrieb nehmen. Aber ich hätte gerne, dass man sagen kann, dass z.B. 
tagsüber die Termperatur in den Räumen geringer ist, da ja eh keiner 
daheim ist und dann gegen Feierabend die Heizung für die Wohnräume 
wieder eingeschaltet wird.
Ich denke es ist aber kein großer Eingriff, wenn ich zwischen Thermostat 
und Regler die SPS schalte. Nur ohne Temperaturmessung bringt mir das ja 
auch nichts. Der Thermostat gibt mir ja nur 1 oder 0 zurück.

Wieso meinst du, dass der Neutralleiter überlastet wird? Die 
Steuerleitungen für die Rolläden sind meines Wissens nur Signalleitungen 
und nicht direkt zur Ansteuerung des Motors.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Nun, meine Rolläden funktionieren so, daß ich je nach Drehrichtung einen 
anderen der 5 ankommenden Adern als Außenleiter nutzen muss.

Die N Überlastung schreibe ich aufgrund der Annhame, daß du 1 5 oder 7 
poliges Kabel zu jedem Raum ziehen willst und von dort dann die 
Steckdosen mit unterschiedlichen Außenleitern beschalten willst. bei 
einem 5 Adrigen Kabel könnte man sich ja 3 Außenleiter, einen Rückleiter 
und gleichzeitig auch noch den PE "in den Raum holen" und dort dann die 
Steckdosen auf die 3 Außenleiter aufteilen und N sowie PE durchschleifen 
und so für alle gleichermaßen verwenden. Das wird aber nur bei rein 
ohmschen Lasten gut gehen und ob dir das ein Elektriker so abnimmt wage 
ich mal schwer zu bezweifeln.

Ich würde pro Steckdosenkreis eine 2,5mm² Zuleitung legen, die kannst du 
dann idR auch mit 16A absichern und musst nicht die teuren 13A Automaten 
(wie es wohl bei 1,5mm² passieren würde) nutzen. Für Beleuchtung und 
Rolladen reichen indeß 1,5mm². Die werden ja auch nicht mit 16A 
abgesichert.

Ich hab bei mir alle Steckdosen mit einer 1,5mm² Leitung von der 
jeweiligen Stockwerks- UV aus angefahren (außer der Steckdosen für die 
Arbeitsplatte, den Geschirrspüler sowie den Einbauherd, die haben 2,5mm² 
und 16A LSS) und sind mit 13A gesichert. 2,5mm² ist nicht so viel teurer 
wie der Unterschied der Automaten im Preis, daher ist es wohl sinnvoller 
auf 2,5mm² auszuweichen, bei mir sind es dann aber so schon Beindicke 
Kabelstränge die in die UV gehen (Im Erdgeschoß hab ich 2 3-reihige UVS 
nebeneinander, im OG eine Vierreihige) sodaß ich den dünneren 
Querschnitt gewählt habe. Je nachdem, wie du die Steckdosen Schalten 
willst (bei mir sind, hauptsächlich wegen meiner 1,5jährigen Tochter 
alle Steckdosen (bis auf Ausnahmen [z.B. Herd, Geschirrspüler, 
Kühlschrank...]) abschaltbar). Je nachdem, wieviele und wie du diese 
Schalten willst (Ich mache es mit Stromstoßschaltern in der 
Unterverteilung) brauchst du enorm viel Platz. Wenn du nat. nur wenige 
Steckdosen überhaupt schalten willst und die am besten noch direkt an 
der Steckdose kannst du eine herkömmliche Verdrahtung machen, ich musste 
auf die Sternform ausweichen, was eben Vor- aber auch Nachteile hat.

p.s.: ich hab nciht angenommen, daß du die FBH selbst einbaust, mein 
Posting bezog sich einzig auf die komplette Selbstbausteuerung. Die muss 
dann ja mit der Heizung gekoppelt sein, irgendwie...)

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Gibt es bei den Rolläden unterschiedliche Anschlüsse? Ich habe es so 
verstanden, dass ich mit einem auf/ab Taster am Fenster direkt die 
Außenleiter schalten kann, es aber zusätzlich noch zwei Anschlüsse gibt, 
über die man die Rolläden gruppieren kann und dann gruppenweise auf und 
ab lassen kann...?

it deinem Neutralleiter hast du recht. Es wären pro Raum ja zwei Phasen. 
Eine für die Steckdosen über einen FI und eine für Lampen. Für den FI 
brauche ich dann sowieso einen eigenen Neutralleiter.
Dann ist es vieleicht besser ich lege ein 3x2,5 pro Raum für Steckdosen 
(oder 5x2,5) über den FI und ein 5x1,5 für Licht und Rolläden.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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naja, dazu musst du in die Bedienungs- oder Einbauanleitung der 
Rohrmotoren schauen. Ich hab bei mir Rollotube von Rademacher verbaut. 
ob die Gruppierbar sind weiss ich nicht, da ich die Steuerung (6 Relais 
mit 1x um) für die 3 Rolläden die ich habe in der UV eingebaut hab. Die 
Taster direkt am Fenster schalten die Relais und parallel dazu kann sie 
auch der Controller schalten. Bei mir haben die Rolläden dadurch eine 
Vorzugsrichtugn, wenn beide Taster gedrückt sind sind die Relaiskontakte 
so verschalten, daß die Rolläden auffahren. Es können also niemals beide 
Außenleiter gleichzeitig anliegen. (dürfen sie auch nicht, sonst zerlegt 
es wahrscheinlich den Motor) Der 5. Anschluss bei meinen Rolläden ist 
zum Einstellen der Endlagenschalter und wird im normalen Betrieb auf N 
geklemmt. Ich glaube aber, daß es die Rolladenmotoren auch mit 
Gruppensteuerung gibt. Wie gesagt, die Gruppierung macht bei (bzw soll 
er einmal) mir der Steuercontroller, deshalb war das Feature unwichtig. 
Für mich war die automatische Hindernißerkennung wichtiger (wie gesagt, 
kleines Kind) weshalb ich diesen Motor gewählt habe

Autor: Robert L. (lrlr)
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ich hab das jetzt nur mal schnell überflogen:

ich gehe mal von einem min. Niedrigenergiehaus aus:
d.h. das Haus wird auch (Anständig) gedämmt.. (alles andere wäre ja "an 
der falschen stelle investiert")

>Die Fußbodenheizung möchte ich auch nicht selbst einbauen oder in
>Betrieb nehmen. Aber ich hätte gerne, dass man sagen kann, dass z.B.
>tagsüber die Termperatur in den Räumen geringer ist, da ja eh keiner
>daheim ist und dann gegen Feierabend die Heizung für die Wohnräume
>wieder eingeschaltet wird.


mach ich auch so, stellt man bei der heizungsregelung (fürs ganze Haus) 
ein, z.b. 4Uhr bis 7 Uhr heizen, und 15 bis 19Uhr..
(jetzt nicht wundern, eine fußbodenheizung ist SOO träge, das man min. 3 
stunden Verzögerung hat, ...)

die Heizung selber würde ich NICHT über hausbus/sps usw. machen
 (bei mir technische alternative)

was man über hausbus/sps machen KÖNNTE wäre eine einzelraumregelung

DAS bringt aber (meiner Meinung nach) nichts (außer mehr Heizkosten ;-), 
wenn du Pech hast)..

warum: a) fußbodenheizung TRÄGE! d.h. wenn du eine zusätzlich Heizquelle 
hast (z.b. Ofen) schaltet sich die Fußbodenheizung dann aus, wenn es eh 
schon zu spät ist, ...

b) wenn du (im Extremfall ,eine z.b. Grundwasserwärmepumpe hast) musst 
du mit Einzelraumregelung die Vorlauftemperatur höher halten, was dazu 
führt dass die Wärmepumpe einen schlechteren Wirkungsgrad hat.. d.h. 
mehr Strom braucht..

bad wärmer und Schlafzimmer kühler, geht auch ohne Einzelraumregelung, 
dazu einfach den Durchfluss höher/niedriger einstellen.. (einmalig)


(Fußbodenheizungen in gut isolierten Häusern, also mit niedriger 
Vorlauftemperatur, sind praktisch selbstregulierend, ...)

rolläden "gruppieren" geht meiner Meinung nach schon so wie du 
schreibst, allerdings brauchst du jeweils ein "trennrelaise" (bei ebay 
nach "rolladen relais" suchen)

ich versteh aber nicht, warum du das machen willst, wenn du eh einen SPS 
hast, brauchst du sowas ja nicht ... die SPS kann ja beliebige rolläden 
zugleich fahren..

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Robert L. schrieb:
> jetzt nicht wundern, eine fußbodenheizung ist SOO träge, das man min. 3
> stunden Verzögerung hat, ...

Das kommt entscheidend aufs System an, da er keinen Neubau plant (lese 
ich jedenfalls so) sondern eine Renovierung anstrebt kann es sein, daß 
er auch das System hat (oder ein Ähnliches) welches ich eingebaut habe. 
Es ist von Uponor (Minitec) und baut, incl. Flexiblem Estrich nur 12mm 
auf den Bestehenden Fussboden auf. Hintergrund war der, daß wir zum 
einen eine Holzbalkendecke im EG / 1. Stock haben und da eine reine 
Estrichlösung schon Gewichtsmäßig ausfällt. Ausserdem wollten wir nicht 
alle Türstürze neu Setzen. Wir haben also die Fußbodendielen im 1. Stock 
herausgerissen und zwischen die Balken mit Pressspanplatten die 
zwischenräume Bündig mit den Balken wieder verschlossen (d.h. in jeder 
Zimmerecke ist es genau ein Balken, alle anderen sind so Krumm, daß wir 
den Fussboden somit gleich ausgeglichen haben. Unterschied im gesamten 
1. OG ca 5cm!) Auf diese Platten kam dann Haftgrund, dann 
Plastikfolieplatten in die die 9mm dünnen Heizrohre gedrückt wurden. Das 
Ganze wurde anschließend mit einem Faserverstärkten Fließspachtel 
vergossen und ist somit recht dünn. Wir konnten also alle Türen so 
belassen wie sie waren (zumindest von der Höhe, da wir sie alle erneuert 
hatten)

Ein weiterer Vorteil der Lösung ist, daß die Heizung wenig Masse hat und 
somit sehr Flink reagiert. Eigentlich wie ein Heizkörper an der Wand. 
Langes vorheizen ist also nicht mehr nötig, allerdings kühlt die Heizung 
auch schneller wieder ab...

Trennrelais braucht man nicht immer, ich hab meine Rolläden an 
unterschiedlichen Aussenleitern hängen, da ich nur 3 Rolläden habe war 
das kein Problem...

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Das Haus wird dann natürlich auch anständig isoliert und die Fenster 
hauptsächlich auf die Südseite eingebaut.
Dass eine Fußbodenheizung sehr träge ist weiß ich. Bei meinen Eltern 
hatte ich auch eine. Unter drei Stunden ging da auch nix.
Da es sich bei mir um eine Renovierung handelt habe ich auch nicht so 
viel Platz mit der Fußbodenheizung. Ich habe hier im Moment einen 
Dielennboden und darauf Laminat. Die Decke besteht aus Holzbalken. Das 
System sollte also relativ flach ausfallen.
Wie mache ich dann die Einzelraumregelung per SPS? Da brauche ich doch 
dann auch für jeden Raum einen Temperatursensor und an der SPS einen 
Analogeingang, oder?

Wenn ich über die SPS alle Roläden einzeln steuern möchte, brauche ich 
doch auch für jeden Rollladen ein eigenes Modul. Ich denke hier an ein 
KL2722 (Beckhoff). Da bräuchte ich doch dann für jeden Rolladen ein 
eigenes plus pro Rollladen eine eigene Leitung zur SPS, oder?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich per SPS einzelne Rolläden 
in einem Zimmer steuern möchte. Wenn ich im Raum bin, und mich stört 
einer, dann lass ich ihn runter. Wenn ich aber Abends ins Bett gehe oder 
das Haus verlasse möchte ich, dass alle Rollläden auf einmal runter 
gehen. Daher macht es für mich im Moment mehr Sinn sie zu gruppieren.

Autor: lrlr (Gast)
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>KL2722

was kostet das ? 50€ für 2 ausgäng??

da wäre ja sogar EIB/KNX billiger..

>Wie mache ich dann die Einzelraumregelung per SPS? Da brauche ich doch
>dann auch für jeden Raum einen Temperatursensor und an der SPS einen
>Analogeingang, oder?

vermutlich..

>Roläden
diese hardwaremäßige gruppierung,
 passt  einfach nicht zu einem bussystem , find ich..


>Da bräuchte ich doch dann für jeden Rolladen ein
>eigenes plus pro Rollladen eine eigene Leitung zur SPS, oder?

du brauchst (wie bei jedem zentralen system) ein z.b. 4x1mm² 
(rauf/runter/pe/n) pro rollanden
das bussystem hat dafür normalerweise eigene module, wo rauf/runter 
(mechanisch) nicht zugleich möglich ist..

Autor: Christian B. (luckyfu)
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und was ist das Problem, 2 1xUM 24V Relais (die gibt es in 5mm breiter 
Ausführung) in ein kleines Gehäuse zu packen? Die gibt es sogar mit 
Hutschienenaufsatz aber Achtung, ich bin auch hereingefallen: das passt 
nicht in eine handelsübliche UV. Deshalb hab ich mir ne kleine 
Streifenrasterplatine mit 6 Relais gebaut die in einem 
Hutschienengehäuse eingebaut ist. Materialaufwand vielleicht 15 Euro und 
30 min löten. Und schon hat man eine Rolladensteuerung die die SPS 
bedienen kann und in der es ebenso unmöglich ist, daß rauf und runter 
gleichzeitig bestromt wird (Das "runter" Relais bekommt bei mir den 
Strom für den Schaltkontakt vom Öffnerkontakt des "rauf" Relais, ich hab 
daher die schon angesprochene Vorzugsrichtung falls beide Taster 
gedrückt sind. Man kann das sicherlich auch anders lösen, das erschien 
mir jedenfalls als einfachste Variante da ich prinzipiell nur die 2 
Relais brauche und sonst nix.
Ausserdem hab ich einen kleinen Kippschalter in das Gehäuse eingebaut 
womit ich (über Dioden separiert) alle 3 Rolläden gleichzeitig herauf 
oder herunterfahren kann. Parallel Dazu kommt dann noch die Möglichkeit 
mit dem Controller dies ebenso zu machen.

p.s.: Hast du dir das Heizsystem mal angesehen was ich bei mir einbauen 
lies? Von den Vorraussetzungen her ist es ja das Gleiche wie bei mir 
damals...

Autor: Robert L. (lrlr)
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>und was ist das Problem, 2 1xUM 24V Relais

sein problem ist (glaub ich ) der (vermutete) erhöhte 
Verkabelungsaufwand, im Vergleich zu seiner "lokalen" Version

ich find es aber sogar einfacher, wenn man vom rollo jeweils einfach in 
den keller fährt, und nicht zu einem Schalter muss...

Autor: Christian B. (luckyfu)
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na, vom Schalter hab ich ein 2x2x0,6mm² Telefonkabel zur UV gezogen, von 
der UV zum Rolladen geht dann ein 5x1,5mm². Mit dem Schalter vor Ort 
bräuchte man nur 1 3x1,5² Kabel zum Schalter und von dort dann das Stück 
bis zum Motor mit 5x1,5². Allerdings wird das Ganze sehr viel mehr 
Aufwand wenn die Rolläden gruppiert werden sollen. Dann macht es schon 
nicht mehr wirklich Sinn das vollkommen unabhängig zu machen. Nochzumal 
man für die Gruppierung auch oftmals wieder extra Hardware benötigt.

Ich würde mir das nochmal gründlich überlegen, ob es wirklich sinnvoll 
ist die Rolläden einzeln dezentral und nur als Gruppe zentral zu 
bedienen. Auch was die benötigten Hardwarekosten angeht. (Davon 
ausgehend, daß nicht die teuren Jalousieaktoren Verwendung finden 
sondern hier ein wenig Bastelmöglichkeit besteht. Die Vorraussetzung 
scheint jedoch gegeben zu sein, wenn man in diesem Forum aktiv ist)

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Das Beckhoffmodul KL2722 kostet laut Liste €29,40 für je zwei Ausgänge 
(auf/ab). Alternativ könnte ich auch ein normales 24V Ausgangsmodul 
nehmen und für die Rollläden z.B. Finder-Relais dranhängen. Die können 
auch gegenseitig verriegelt werden. Die Relais dürften dann auch in eine 
Unterverteilung passen.
Ich müsste aber trotzdem pro Rollladen eine Leitung ziehen.
Das System von Uponor habe ich mir mal angeschaut. Sieht gut aus. Ist 
nur die Frage, was es kostet und ob der Heizungsbauer das auch kennt 
bzw. vertreibt.

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Ja gut, deshalb frage ich ja hier. Ich habe bis jetzt ja keine 
elektrischen Rollläden. Mein erster Gedanke war eben, es so zu machen.
Wenn es aber üblich ist, von jedem Fenster eine eigene Leitung zu 
ziehen, dann glaube ich das.
Verstehe ich das dann richtig?
Pro Raum zentral alle Schalter für die Rollläden via Telefondraht zur 
SPS und von da aus dann schalten?
Wie ich den Leistungsteil dann mache (fertig verriegelte Module oder 
über einzelne Relais) ist dann ja egal

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Marco Glietsch schrieb:
> Verstehe ich das dann richtig?
> Pro Raum zentral alle Schalter für die Rollläden via Telefondraht zur
> SPS und von da aus dann schalten?

so hab ich es gemacht und so wird es bei einer SPS Lösung sicher am 
sinnvollsten sein. Eine "vor Ort" Schaltung ist allenfalls in einem 
richtigen Bussystem möglich wenn der Aktor direkt am Motor oder in 
seiner direkten Umgebung sitzt (was i.d.R. aber nicht so ist da die auch 
oftmals via Hutschienenmodul geschalten werden und sich niemand eine 
einreihige UV an jeden Rolladen montiert.)

Zum Preis von Uponor: Ich kann nochmal in mein Angebot schauen, 
insgesamt haben wir ca 15k ausgegeben, allerdings sind darin enthalten 
auch ein neuer Brennwertkessel und ein Teil Warmwasserversorgung sowie 
der Spezialestrich (Der allein kostete über 6k und ist mit Abstand das 
teuerste...)

Verbauen kann er es sicherlich, soweit ich das gesehen hab ist das alles 
kein Hexenwerk. Einzig eine Presse zum verquetschen der Schläuche im 
Verteilerkasten wird benötigt (der bei mir übrigens nicht von Uponor 
sondern einer anderen Firma ist). Wir haben jedoch auch das EG mit 
normalem Estrichboden auf Uponorbasis gebaut, da der Heizungsbauer (die 
für mich nachvollziehbare) Erklärung abgab, daß es keinen Sinn macht 
unterschiedliche Systeme zu kombinieren, da damit Probleme 
vorprogrammiert währen.

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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OK. Und wieviele und was für Leitungen hast du dann insgesamt in jedes 
Zimmer gelegt?
Für jeden Rollladen ein 4-5x1,5mm², ein 5x1,5mm² für Licht, Steckdosen 
uvm. und ein Telefondraht für alle möglichen Schalter?
Wie hast du es mit dem FI gehandhabt? Sind bei dir Steckdosen und Licht 
getrennt voneinander oder ist auch das Licht aus, wenn der Steckdosen-FI 
anspricht?

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Ok, ich fange mal mit der Aufteilung an, dann versteht man es besser: im 
Keller ist eigentlich nur die Heizung, Waschmaschine, Paludarium, mein 
Bastelkeller... nichts an abschaltbaren Steckdosen.
EG, nur Flur und Wohnküche (Waren mal Wohnzimmer, Esszimmer und Küche, 
wir haben aus 3 Räumen 1 gemacht) hier sind 5 Steckdosen am Fernsehplatz 
vorhanden, daneben 1 doppelte Netzwerkdose und eine doppelte Sat- Dose.
Weitere Steckdosen gibt es im ehemaligen Esszimmer, 2 Abschaltbare 
Gruppen zu je 2 Doppeldosen. Dann kommt die Küche: Katastrophe! Aus dem 
Keller kommt die Leitung für den Kühlschrank, die für den Geschirrspüler 
und die beiden für den E-Herd (Ich wollte ein Sensortastenbedienbares 
Induktionskochfeld, meine einzige Vorgabe an die Küche). Desweiteren 
sind vorhanden: 1 Netzwerkdoppeldose, 1 Sat Doppeldose, 1 Steckdose für 
ein Küchenradio, weitere Steckdosen sind vorhanden für Dunstabzugshaube, 
Arbeitsplattenbeleuchtung, Mikrowelle und dann noch 3 3-er Blöcke über 
der Arbeitsplatte. Diese 3-er Blöcke sind die einzigen abschaltbaren 
Steckdosen die mit 16A gesichert und mit 2,5² angefahren sind. (die aus 
dem Keller kommenden sind auch 2,5² und 16A gesichert bis auf den 
Kühlschrank) Lichtschalter gibt es 2 Doppeltaster, einer an der Tür zum 
Ehemaligen Wohnzimmer und einen an der Tür zur ehemaligen Küche (Euch 
jetzt noch die Küche) ich kann an jedem der beiden das licht für das 
ehem. Esszimmer, was zwischen beiden liegt schalten und jeweils dann 
seperat das für Wohnzimmer oder Küche. Ich hab somit je ein Kabel zu den 
Leuchten gelegt. Wie gesagt, ich hab eine UV in jedem Stockwerk. FI's 
habe ich je seperate für: Steckdosen Keller (und Geschirrspüler, Herd), 
Licht Keller, Heizung, Leitung zur Garage / Gartenhäuschen, Steckdosen 
EG, Licht EG, Steckdosen 1. und 2. OG, Licht 1. und 2. OG sowie Bad. 
(Das 2. Og ist nur 1 Zimmer auf dem Spitzboden, daher keine eigene UV) 
Für Licht hab ich jeweils nur 2 Polige FI genommen, für die Steckdosen 4 
Polige mit entsprechender 3 phasen Stromschienen für eine Vernünftige 
Aufteilung.
Im 1. OG ist Bad, Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flur, 2. OG nur ein 
Kinderzimmer. Je 4 Einzeln schaltbare Steckdosen pro kinderzimmer, eine 
Sat und eine Netzwerk doppeldose, im Schlafzimmer nur 1 Kreis aber 3 
Steckdosen. Je ein Lichtschalter pro Raum. Ausserdem hab ich in den 
Türen Reedkontakte und Magnete eingebaut die das öffnen einer Tür 
signalisieren woraufhin das Flurlicht eine bestimmte Zeit lang 
eingeschaltet wird (Es gibt aber neben jeder Tür dennoch einen Schalter 
für das Licht im Flur)

Geschalten wird mittels Stromstoßschalter, Finder 12V mit 2 
Schaltkontakten, einer Schaltet die Last, einer dient der Rückmeldung 
für den Controller.

Wie gesagt, Leitungen direkt von der UV zu dem jeweiligen Verbraucher, 
ich hab im ganzen Haus (bis auf den Keller) keine Verteilerdose mehr. 
Die Folge sind eben Armdicke Leitungsbündel die dann zur UV gehen. Diese 
hab ich in den Schornstein gesetzt. Der hat 4 Züge von denen die Heizung 
nur 1 nutzt, so hab ich einen für die Leitungen und Heizungsrohre 
genutzt. Ausserdem steht er zentral, alle Räume sind an ihn angebaut. 
Ursprünglich waren für Heizung und Kabel getrennte Schächte vorgesehen, 
das lies sich aber nicht mehr realisieren, da die unbenutzten Züge 
irgendwann mal verfüllt wurden und wir die Plombe nur in einem Zug 
wirklich entfernen konnten, da wir nur in dem genau die Stelle gut 
Erreichen konnten wo sie saß, immerhin war auf ca. 1m Ruß, Bauschutt und 
Beton miteinander vermischt. Wieviel Kabel ich insgesamt verbaut hab 
kann ich nicht genau Sagen, müsste ich nachschauen. Es ist jedenfalls 
eine stattliche Menge zusammengekommen.


Zu den FI's: hier kann man sicherlich auch mit der Hälfte auskommen, 
Vorgeschrieben sind sie sogar nur für die Steckdosen, einer würde also 
minimal reichen (Wobei mein Kühlschrank, die Gefriertruhe, das Netzteil 
für die Stromstoßschalter und der Klingeltrafo keinen FI Schutz haben, 
das ist aber mit dem Elektriker so abgestimmt, da eigentlich nicht 
erlaubt). Ich wollte sie aber möglichst Komfortabel anordnen sodaß ich 
nicht bei Dunkelheit vom Dachboden in den Keller muss um einen 
gefallenen FI wieder einzuschalten. Ist also nur eine Komfortfrage.

p.s.: die Kabel laufen alle im Fussboden entlang und gehen dann 
senkrecht nach oben bei den entsprechenden Anschlüssen. so ist es 
unmöglich irgendwo in der Wand ungewollt ein Kabel anzubohren. Die 
Steckdosen sind alle (Bis auf die Küche) in ca 20cm Höhe vom Fussboden 
aus gesehen angebracht. Licht kommt vom darüberliegenden Stockwerk nach 
unten. Im Keller ist nur das Licht im EG verlegt (und die Kabel für die 
Rauchmelder, die hatte ich vergessen, sind aber autark, der Controller 
hat dennoch einen Anschluss um die Rauchmelderaktivierung zu detektieren 
und sie im Zweifel selbst einschalten zu können (Stichwort Alarmanlage), 
Ziehen sich aber durchs ganze Haus und sind alle miteinander Verbunden. 
Die Steckdosen werden mit Kabelkanälen Aufputz angefahren, da der Keller 
bei uns kein Wohnraum ist hab ich hier den Aufwand gering gehalten. 
Ausserdem ist es so leichter noch eine Steckdose nachzurüsten, da meine 
Entgültige Aufteilung für den Bastelkeller noch nicht feststeht.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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ich hab mir das Angebot nochmal hergesucht: 120@m Fläche sind es bei 
mir, Kostenpunkt allein für die Bodenheizung alles in allem ca. 6500 
zzgl. MwSt.

Allerdings ist so eine Fussbodenheizung wirklich ein ziemlicher 
Komfortgewinn, selbst meine Schwiegermutter, bis zuletzt absolut gegen 
die Heizung hat gestern (nachdem sie ein paar h auf mein Töchterchen 
aufgepasst hat) davon geschwärmt, wie angenehm die Heizung ist.

mal sehen, wie sich das im Winter angeht, momentan ist ja gerade Beginn 
der Heizsaison.


Aso, nochwas: die Heizung am besten bei relativ hohen Temperaturen 
einbauen, die Platten kleben erst ab ca 10°C wirklich gut, da bei uns 
der Einbauzeitpunkt der März war hatte der Heizungsbauer entsprechend 
einige Probleme, denn Heizen konnten wir das Haus ja nicht mehr, da die 
alten Gußheizkörper zu dem Zeitpunkt nat. schon demontiert waren

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Das war jetzt mal eine sehr ausführliche Antwort.
Aber sehr hilfreich.
Wenn ich dich richtig verstehe, dann hast du dein Haus auch erst dieses 
Jahr umgebaut?

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Jap, Umbaubeginn war im Februar diesen Jahres. Wir hatten aber einen 
Vorteil: wir wohnten nicht in dem Haus, es wurde uns zum 1.1. von meiner 
Schwiegermutter überschrieben und Sie ist bis 1.2. ausgezogen, sodaß wir 
unserem Tatendrang freien Lauf lassen konnten. Leider sind wir noch 
immer nicht ganz fertig, da wir uns ab und an auf Handwerker verlassen 
mussten. Die größte Enttäuschung war der Fussbodenbauer. Nicht nur daß 
er statt der Versprochenen 1 Woche stolze 4 gebraucht hat um fertig zu 
werden, nein, auch der Endpreis lag gut 50% über dem Angebot... Zum 
Glück war er aber die Ausnahme. Der Heizungsbauer hat zwar auch 
überzogen, aber nur wenig (ca. 300 Euro bei 13k Volumen) Positiv ist der 
Schlosser und der Elektriker aufgefallen. Schlosser hatte erheblichen 
Mehraufwand, da das Schlossystem nach dem Einbau erstmal den Dienst 
verweigert hatte, sodaß er das Ganze prinzipiell 2 mal machen musste. Er 
hat dennoch weniger Auf der Rechnung gehabt als im Angebot stand.
Der Elektriker war pünktlich, das Ausmessen der Leitungen verlief zügig 
und zeigte 2 Probleme. Eine Steckdose im Flur (Gottseidank die kürzeste 
verlegte Leitung im Haus) wurde entweder vom Heizungsbauer oder vom 
Fussbodenleger beschädigt und brachte unzulässig hohe Stromwerte beim FI 
Test und eine Leitung im Bad war durchgefallen. Ich muss dazu sagen, daß 
wir im Bad nur den Fussboden bearbeitet hatten, da es eigentlich erst 
vor 2 Jahren vom damaligen Lebensgefährten meiner Schwiegermutter 
renoviert wurde, im Nachhinein stellte es sich leider als Fehler heraus 
denn soviel Pfusch hab ich noch nie gesehn! Die Leitung zur einzigen 
Steckdose im Bad ist in irgendeiner Abzweigdose (die nat. unauffindbar 
sind) seiner PE Verbindung verlustig geworden was uns einen 120 Euro 
teuren FI Schukomaten einbrachte um so wenig wie möglich an der 
bestehenden Substanz zu zerstören.

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Na das klingt ja von der Größe und Raumaufteilung fast genauso wie bei 
unserem Haus.
Wir müssen aber auch noch das Dach neu machen, da es schon ziemlich 
brüchig ist.
Heizung und Wasser werde ich auch machen lassen. Die Elektrik mach ich 
selber (als gelernter Energieelektroniker und jetzt Elektroingenieur...) 
leider hatte meine Ausbildung dabei nichts mit einer Hausinstallation zu 
tun. Aber ich habe schon auf ein paar Baustellen bei der Installation 
geholfen. Die Abnahme erfolgt dann wahrscheinlich über meinen ehemaligen 
Ausbilder, der viel in dieser Hinsicht macht und auch den 
Handwerksmeister hat. Nur eben mit einer Hausautomation hat er noch 
nichts gemacht.

Autor: MaWin (Gast)
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> welches System nehmen. EIB/KNX oder LCN ist
> mir definitiv zu teuer.
> Bitte gebt mir noch Tipps, Tricks und Verbesserungsvorschläge.
> Habe ich irgendetwas vergessen?

Leerrohre, Leerrohre, Leerrohre.

Dein Haus hat 50 Jahre gehalten und auf diesen Umbau gewartet,
du willst sicher, daß der nächste Umbau nicht stattfindet,
bevor das Haus 100 ist.

und wenn du zurück denkst, welche Leitungen du heute, vor 10 Jahren,
vor 20 Jahren, vor 40 Jahren verlegt hättest: Alle wären heute falsch.

Also leg Leerrohre, egal ob du in die heute 7 x 1.5mm2 einziehst (was 
sowieso nicht passt, duz brauchst 5 x 2.5mm2 :-), oder 2 x Koax für 
Video, oder KNX oder CAT6, in 10 Jahren kommen sowieso andere Leitungen 
ins Haus.

Daher Leerrohre.

1 am Fenster nach oben zum Rolladen,
1 an der Tür nach oben zum Licht.

Oder wo es sonst strategisch günstig ist, Leerrohr ist billig, 
Innendurchmesser möglichst 1 Zoll, 25mm, glatt.


Letztlich sollten die Rohre am Sicherungskasten zusammenlaufen,
keine Ahnung was bei dir geht, ob im Keller oder am Dachboden 
Freiverdrahtung möglich ist oder du 5cm Sammelrohre im Fussboden 
verlegst.


Dann klappt es auch, wen du zur Unterstützung der Regelung der 
Fussbodenheizung Thermosensoren anbringen willst, und dabei auf die 
billigsten NTC ohne Intelligenz und Eleketronik setzt,

oder ob du Lichtleitfasern für das neuen Terabit-Netz im Jahr 2050 
legst.

Autor: Christian B. (luckyfu)
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Ja, der Ruf nach den Leerrohren... den hab ich schon erwartet. Ich will 
dazu gern was schreiben: Leerrohre sidn wirklich das absolut Ideale in 
der Theorie... Die Praxis sieht leider vollkommen anders aus!

Da gibt es nicht nur die Probleme, die im Umfang nat. sehr viel größeren 
Leerrohre überhaupt als Bündel irgendwohin zu führen, nein richtige 
Enthusiasten verlegen sogar nur Leerrohre und versuchen dann später, in 
diese Kabel einzubringen. Das wird aber dann ganz schnell ein böses 
Erwachen geben, denn man kann Leerhhohre nur in sehr großen Radien 
verlegen, will man da jemals noch ein Kabel durchbringen. Findige denken 
dann sicherlich: "Gut, wenn das ganze Kabel nicht will dann eben 
Einzeladern!" Aber auch die werden recht schnell feststellen, daß die 
Einzeladern sich nicht wie in der Theorie schön brav nebeneinander 
anordnen. Nein! Die Biester verdrehen sich miteinander wodurch dann 
spätestens nach der 2. Kurve weder ein Vor noch ein Zurück möglich ist.

Soviel dazu. Leerrohre sind sicher sinnvoll bei Datenleitungen und den 
Sat- Leitungen aber alles andere ist sinnvoller direkt unter Putz 
verbaut.

Ich greife mal MaWins Beispiel auf.
Denk dochmal die letzten 40 Jahre zurück: wieviele neue Türen (und damit 
neue Schalter incl. Lampen) hast du in der Zeit eingebaut? Währe, wenn 
dem so ist an der Stelle ein Leerrohr gewesen? Wieviele Rolläden 
nachgerüstet? Ich hab an den Rolläden auch Leerrohre, aber nur von einer 
Abzweigdose direkt vorm Rolladen bis zu diesem selbst, sodaß ich 
halbwegs problemlos den Motor tauschen kann, aber sonst hab ich bis auf 
die Datenleitungen auf Leerrohre verzichtet. Allein die Aussgae, alle 
Leerrohre bis zur UV ziehen zu wollen zeugt davon, daß du, MaWin, keine 
Ahnung hast was in einer Renovierung sinnvoll machbar ist. Bei einem 
Neubau, der von vornherein entsprechend ausgelegt ist mag das alles 
gehen, aber hier handelt es sich um Bestand, im Schlimmsten Fall wird 
Zimmer für Zimmer renoviert. Da ist das Einbringen von Leerrohren für 
die Installation absolut unsinnig.

Esseidenn man hat eine Installation wo ein Ring im oberen oder unteren 
Wandbereich den ganzen Raum umläuft und dann jeweils per UP 
Verteilerdose Stichleitungen zu den Steckdosen und Schaltern abgehen. 
Dann, und nur dann, halte ich eine Komplett Installation mit Leerrohren 
überhaupt für halbwegs machbar. Allerdings erlaubt solch eine 
Installation in keiner Weise eine Automatisierung ausser vielleicht über 
EIB und Co. Aber wer will das bezahlen?

Alle, mit denen ich bisher Kontakt hatte die eine Hausautomation mit 
Zentralsteuerung (egal ob Controller oder SPS, das System ist das 
gleiche) gebaut haben haben die Leitungen einfach schön unter Putz 
verlegt, da es mit den Leerrohren bei der normalen Installation nur 
Ärger gibt. Sinn machen sie allenfalls Stückchenweise, z.b. unter dem 
Estrich, aber sobald man dann in die Wand geht und die Estrochhöhe 
erreicht ist ist auch da schluss mit den Leerrohren. Ich hab sie aber 
auch nicht unter dem Estrich. Das liegt aber an meinem fussbodenaufbau 
(Doppel-T Träger mit eingeschobenen Beton Einschubdielen die jedoch nur 
die Hälfte der Trägerhöhe haben, sodaß ich die Kabel nur dazwischen 
legen kann. Konkret ist das ein Zickzack Kurs an der Stelle, wo die 
Träger sich in der Mitte treffen, dort liegen sie versetzt auf eine 
rWand auf. Kein Leerrohr hätte mir da etwas genützt, Einzelrohre hätten 
zu viel Volumen beansprucht und ein Komplettrohr ist absolut ungeeignet, 
weshalb hab ich ja schon ausgeführt.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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@Marco

Mal so eine Frage: Aus welchem Grund hast du dich für eine Beckhoff SPS 
entschieden? Ich weiß, dass ich extrem auf ABB abfahre, aber Beckhoff 
ist in meinen Augen ein Chaos, was die Anschlüsse angeht. Ist es nur der 
Preis?

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Hallo Dimitri,

mit der Beckhoff SPS habe ich hin und wieder beruflich zu tun. Deshalb 
bietet es sich für mich an. Das Anschlusschaos musst du mir aber noch 
erklären.
Es gibt inzwischen so viele SPS. Jeder Hersteller hat seine eigene und 
jede hat ihre Vor- und Nachteile. Wie gesagt, mit Beckhoff kenne ich 
mich aus und sie ist nicht zu teuer.
Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren...

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Marco Glietsch schrieb:
> Das Anschlusschaos musst du mir aber noch
> erklären.

Gerne:
http://www.i-magazin.at/images/stories/i-Magazin/B...

Das ist so etwa der Zustand von Beckhoff SPS Systemen, den ich so kenne. 
Dadurch dass die Anschlüsse bei der SPS vorne sind, sieht das ganze im 
Schaltschrank nicht wirklich ordentlich aus - im Vergleich zu ABB oder 
Siemens. Außerdem sehe ich die Gefahr, dass jemand die Kabel 
herausziehen könnte.

Welche Beckhoff SPS würdest du dir denn genau holen? Ich möchte in etwa 
einem Jahr mein neues Haus anfangen zu bauen, die Automation in dem Haus 
soll auch mit einer SPS erfolgen. Allerdings habe ich das Problem, dass 
z.B. die Leistungsschalter bei ABB relativ teuer sind.

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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Naja, dass die Drähte vorne angeschlossen werden stört mich jetzt nicht 
so. Ist doch bei einer S7 genau so. Nur ist dort noch eine Abdeckung 
drüber.

Wenn es bei Beckhoff bleibt, dann wird es der Busklemmencontroller 
BC9050. Der kann direk Programmcode speichern und verfügt über eine 
Ethernet-Schnittstelle.
Die Lösung mit deinem Beckhoff-PC wie der CX9000er Serie ist mir aber zu 
teuer. Da kostet der PC alleine schon über 2k.
Stattdessen werde ich mir einen kleinen Atom-PC holen und über den den 
Webserver für spätere Visualisierungen machen. Geht genauso, ist aber um 
einiges günstiger.

Autor: oszi40 (Gast)
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Marco Glietsch schrieb:
> Webserver für spätere Visualisierungen machen.

Erinnere Dich bitte, daß MS gemeint hat: "640k reichen für die 
Ewigkeit"!

1.Deine heutige Lösung könnte in 5 Jahren total veraltet sein. Wenn dann 
das Haustür-Rollo zuuu bleibt, weil ein kleiner Fehler im PC ist ...?

2.Man sollte den dauerhaften Stromverbrauch/Kosten dieser Helferlein 
minimieren! 24h*365*0,1kW*0,30€ =262 € im Jahr.

3.Lebensnotwendige Sachen würde ich dezentral bedienen damit notfalls 
eine Restfunktionalität erhalten bleibt. Temperaturregler für die 
FB-Heizung gibt es z.B. auch mit Display und Uhr zur 
Temperaturabsenkung. Frage den Installateur Deines Vertrauens oder suche 
im Katalog.

-Ein Haus wird beim Verkauf nicht wertvoller durch mehr Strippen.
-Wichtiger als goldene Türklinken ist ein Keller + beste Wärmedämmung. 
-Andere Sachen kann man später nachrüsten wenn man gut geplant hat.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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oszi40 schrieb:
> Erinnere Dich bitte, daß MS gemeint hat: "640k reichen für die
> Ewigkeit"!

Das zeigt, dass MS auch früher schon inkompetent war.

Und einen PC bekommt man schon mit 10-20W betrieben, die Kiste muss ja 
nicht viel machen. Eine zentrale Steuerung ist aber genau das, was man 
haben möchte. Du kannst von einer Stelle auf "alles" zugreifen.

@Marco
Ich habe mich heute mit einem Herren unterhalten, der bereits sein Haus 
automatisiert hat. Er hat hierfür eine WAGO SPS verwendet in Verbindung 
EnOcean Sensoren. Wäre evtl. eine Alternative zu Beckhoff. Ich werde mir 
da jetzt das Starter Kit für rund 500€ bestellen.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> Erinnere Dich bitte, daß MS gemeint hat: "640k reichen für die
>> Ewigkeit"!
>
> Das zeigt, dass MS auch früher schon inkompetent war.
Nein, das zeigt das die Ansprüche gewachsen sind.
Und bitte bedenken: Atom & Co verbrauchen sehr wenig, leisten im 
Gegensatz zu den Rechnern von vor 20-30 Jahren 10000 fach mehr. Man kann 
also sagen das die Effizienz eher steigt. Von daher würde ich mir nicht 
so viel sorgen darüber machen das man in ein paar Jahren 1000W Rechner 
für den Hausbus braucht.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Jörg S. schrieb:
> Nein, das zeigt das die Ansprüche gewachsen sind.

Das kann ich nur zum Teil so unterschreiben. Ich habe hier im Office 
rund 40TB Netto-Speicherplatz. Davon sind 10TB frei, ca. 5TB sind 
Verkehrsdaten, Rest sind Backups. Auf der anderen Seite bekommt meine 
Freundin nicht einmal ihre 250GB Platte des Notebooks voll. Was genau 
bedeutet das? Ich habe keine größeren Ansprüche an die Qualität der 
Daten, Word Dokumente sehen bei mir genauso aus, wie bei Ihr. Es hat 
sich aber die Quantität der Daten vergrößert. Und das war von Anfang an 
abzusehen. Und bei dem Arbeitsspeicher - worauf das Zitat sich 
eigentlich bezieht - ist es genauso.

Im Übrigen hat auch IBM einiges an Schwachsinn von sich gegeben und das 
Mooresche Gesetz ist auch schon fast überholt.

Jörg S. schrieb:
> Von daher würde ich mir nicht
> so viel sorgen darüber machen das man in ein paar Jahren 1000W Rechner
> für den Hausbus braucht.

1000W Verbrauch bedeuten, dass man 1000W kühlen muss. Wofür man 1000W 
verbraten kann, kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Auf 
dem Hausbus passiert ja eh nichts. Mal wandert ein Telegramm durch den 
Bus. Sonst passiert da nichts. Es kommt auch nicht auf Geschwindigkeit 
an. Ob das Licht jetzt nach 20ms eingeschaltet wird oder erst nach 
500ms, darauf kommt es auch nicht an. Da könnte ich auch nen Low Power 
ARM für nehmen und unter 1-5W bleiben.

Autor: Marco Glietsch (mg-programmer)
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@ oszi40

zu 1)
Ich habe nicht vor, die Automatisierung, sondern nur die anschließende 
Visualisierung mit dem Rechner zu machen. Die Automatisierung läuft auf 
der SPS und die ist echtzeitfähig.
Auf dem PC läuft dann nur ein Webserver, der die Ein- und Ausgänge der 
SPS darstellt.
Dass der PC in 5 Jahren veraltet sein wird ist mir auch klar, Dann kommt 
zur Not ein neuer her und die bestehende Software kann darauf angepasst 
werden.

zu 2)
Mit 0,1kW komme ich verdammt weit, was eine Hausautomation angeht. Ich 
habe mir mal eine Konfiguration einer Beckhoff SPS zusammengestellt und 
bin auf eine Leistungsaufnahme von 10-15W gekommen.
Es gibt inzwischen kleine PCs, die bereits mit 1W auskommen.

zu 3)
Es gibt von Beckhoff Busklemmen, bei denen man von Automatik- auf 
Handbetrieb umschalten kann (für den Fall der Fälle)

Und wegen der guten Planung frage ich ja hier nach

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Zum Thema SPS & Hausbus, vielleicht interessiert dich ja auch das 
Projekt:
Beitrag "Software Profibus DP-Slave in C"

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