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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannungsregler 7805/7812


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Autor: Mark (Gast)
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Hi,

wie hier 
(http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...) 
beschrieben, möchte ich gerne einen Spannungsregler bauen.
Ich habe noch jede Menge 1N4001 Dioden hier rumliegen.
Kann ich anstatt 1N4002 hier auch die 1N4001 nehmen?

Danke schonmal.

Gruß Mark

Autor: mhh (Gast)
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Mark schrieb:
> Kann ich anstatt 1N4002 hier auch die 1N4001 nehmen?

Ja.

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Die 1N4001 hat eine kleinere Sperrspannung - Aber das mit einer 1N4001
wird es auch funktionieren.

Schau dir mal einfach das Datenblatt dazu an:
http://www.diodes.com/datasheets/ds28002.pdf

Autor: hp-freund (Gast)
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Zitat aus deinem link:

Zum Schluss dieses Kapitels zu Bild 5 sei noch erwähnt: Man nehme für D1 
und D2 unbedingt keine Kleinsignaldioden, wie 1N914 oder 1N4148! 
Besonders D1 kann im ersten Rückstrommoment zerstört werden, weil der 
Spitzenstrom zu gross sein könnte. Die angegebenen Kleinleistungsdioden 
1N4002 sind für diesen Zweck gerade richtig und sehr preiswert.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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hp-freund schrieb:
> Zitat aus deinem link:
>
> Zum Schluss dieses Kapitels zu Bild 5 sei noch erwähnt: Man nehme für D1
> und D2 unbedingt keine Kleinsignaldioden, wie 1N914 oder 1N4148!

Von den beiden stand ja auch keine zur Debatte

> Spitzenstrom zu gross sein könnte. Die angegebenen Kleinleistungsdioden
> 1N4002 sind für diesen Zweck gerade richtig und sehr preiswert.

Wenn man sie extra kaufen muss: ja
Wenn er aber, wie er schreibt, 4001 rumliegen hat, kann er die genauso 
gut nehmen. Das die nur 50V anstelle von 100V abkönnen, macht hier 
wirklich keinen Unterschied.

Autor: mhh (Gast)
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hp-freund schrieb:
> Die angegebenen Kleinleistungsdioden
> 1N4002 sind für diesen Zweck gerade richtig und sehr preiswert.

Und was kann die 1N4001 in dieser Schaltung nicht, was eine 1N4002 
erfordert? Also was willst Du damit sagen?

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

die 1N400x unterscheiden sich nur in der Spannungsfestigkeit. Da die 
Spannungsdifferenz am 7805 nicht größer als 30V wird ( sonst stirbt der 
7805 ) kann der 1N4001 nix passieren.

Autor: Jens G. (jensig)
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>die 1N400x unterscheiden sich nur in der Spannungsfestigkeit. Da die
>Spannungsdifferenz am 7805 nicht größer als 30V wird ( sonst stirbt der
>7805 ) kann der 1N4001 nix passieren.

Unfug - die 1N4001 hält nur offiziell 50V aus. Also Upp max 50V, und Up 
max. 25V.

Autor: hp-freund (Gast)
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Ok. Überredet!
Für den Fall zählt nur der Strom und der ist bei beiden gleich.
1N4001 ist die Richtige :)

Autor: karadur (Gast)
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@ Jens G.

max. DC Blocking Voltage 50V DC.

Also nix Unfug.

Autor: MaWin (Gast)
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> Kann ich anstatt 1N4002 hier auch die 1N4001 nehmen?

Du kannst sie auch einfach weglassen.

Diese Dioden sind nur in ganz seltenen Fällen notwendig:

Wenn am Eingang nicht nur die Stromversorgung ausfällt (Netzstecker 
ziehen oder Batterie entnehmen) sondern auch noch Strom abgezogen wird 
(Kontakte kurzschliessen oder durch einen weiteren Stromverbraucher 
stark belasten) so daß die Eingangsspannung schneller sinkt als die 
Ausgangsspannung sinken kann UND dabei eine Spannungsdifferenz von über 
6V vom Ausgang zum Eingang möglich ist.

Das kommt praktisch nie vor.

Beim 7805 sowieso nicht, weil dort nur 5V am Ausgnag sind. Liegen dort 
7V an, wäre sowieso schon was kaputt.

Beim 7812 kann es vorkommen wenn die Spannung am Ausgang durch dicke 
Elkos (die man aber sowieso nie auf Ausgangsseite von Spannungsreglern 
installieren sollte, der kleine 100nF Keramikkondensator reicht aus) 
aufrechterhalten bleiben weil er nicht belastet ist (Verbraucher 
abgeschaltet) UND vor dem Spannungsregler z.B. ein anderer 
Stromverbraucher (z.B. ein Motor der an ungeregelten 20V hängt) schnell 
Strom abzieht. Würde er nur langsam Strom abziehen, wie eine 
Kontroll-LED, so sinkt die Spannung auf Ausgangsseite des 7812 
hofentlich auch mit und es entsteht nie eine Rückwärtsspannung von über 
6V.

Du brauchst die Diode also nicht, wenn du ein Netzteil baust:
Trafo Gleichrichter Siebelko Spannungsregler Keramikkondensator
oder eine Batteriespannung stabilisieren willst
Batterie Stecker kleiner-Elko Spannungsregler Keramikkondensator

Versorgt du 5V und 12V aus derselben ungeregelten Spannungsquelle


+ --+---+-------------------+
    |   |  +----+           |  +----+
    |   +--|7812|--+-- 12V  +--|7805|- 5V
  Elko     +----+  |           +----+
    |         |   Elko           |
    |         |    |             |
   GND       GND  GND           GND

dann kann es ein Problem geben, wenn die 5V Seite beim Abschalten der 
Spannungsversorgung nach wie vor voll Strom zieht UND die 12V Seite mit 
einem unvernünftig grossen Elko gepuffert wurde. Dann sollte man aber 
auch den Elko wegmachen und gegen maximal 100nF Keramik ersetzen, an 
statt daß man den einen Fehler (grossen Elko) mit weiterem Aufwand 
(Diode) bekämpfen will. Der 7805 braucht aber nie eine Diode. Alles nur 
Panikmache von Leuten, die die Hintergründe nicht verstanden haben.

Autor: Bernd Rüter (Firma: Promaxx.net) (bigwumpus)
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Wer kauft denn 1N4001 ??
Für das gleiche Geld sollte es doch auch 1N4004 geben...

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Jens G. schrieb:
>>die 1N400x unterscheiden sich nur in der Spannungsfestigkeit. Da die
>>Spannungsdifferenz am 7805 nicht größer als 30V wird ( sonst stirbt der
>>7805 ) kann der 1N4001 nix passieren.
>
> Unfug - die 1N4001 hält nur offiziell 50V aus. Also Upp max 50V, und Up
> max. 25V.

Nö. Es bleibt bei 50V.
Die 25V sind nonsens in diesem Zusammenhang.

Autor: mhh (Gast)
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Bernd Rüter schrieb:
> Wer kauft denn 1N4001 ??
> Für das gleiche Geld sollte es doch auch 1N4004 geben...

Mark schrieb:
> Ich habe noch jede Menge 1N4001 Dioden hier rumliegen.

Nasenfahrrad nicht aufgehabt?  :)

Autor: Mark (Gast)
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Hi,

also ich habe nun eine Schaltung aufgebaut nach dem Vorschlag im 
Elektronik Kompendium.
Was haltet Ihr davon, ist das so ok?
Was kann ich noch verbessern?

C3+C6 sind Folienkondensatoren
C1+C4 sind Elkos
C2+C5 sind KerKos

Die LEDs sind welche mit integriertem Vorwiderstand, also nicht wundern 
:)

Danke und Gruß
Mark

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>Was haltet Ihr davon, ist das so ok?

Nein. Die LEDs brauchen Vorwiderstände.

MfG Spess

Autor: Mark (Gast)
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Mark schrieb:
> Die LEDs sind welche mit integriertem Vorwiderstand, also nicht wundern
>
> :)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Hast du ausprobiert, ob du zur Not an die 78xx noch je einen Kühlkörper 
drann bringst?

Da das offenbar ein 'mobiles' Netzteil ist: Bei Platinen, die nicht 
irgendwo fix eingebaut werden, leg ich mir die 78xx auch gerne auf die 
Platine. Dann fungiert die Platine als Ersatzkühlkörper. Aber viel 
wichtiger noch: der 78xx ist dann mechanisch fixiert, so dass die Pins 
nicht ständig beim Rumschleppen ein wenig gebogen werden und durch 
Materialermüdung brechen.

Autor: Mark (Gast)
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Hi,

das hast Du richtig erkannt. Soll ein Netzteil fürs Auto werden.
Die 78xx auf die Platine zu legen habe ich mir auch schon überlegt.
Aufsteckkühlkörper habe ich hier. Ich hab aber auch noch nen alten 
Northbridge-Kühler, auf den ich die 78xx aufschrauben könnte.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Mark schrieb:
> Hi,
>
> das hast Du richtig erkannt.

War nicht schwer. Sonst hättest du dir keine steckbaren Anschlüsse 
eingebaut.

> Soll ein Netzteil fürs Auto werden.

Da musst du aber mehr Aufwand treiben.
Im Auto herrschen andere Bedingungen :-)
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-fa...

Was willst du damti betreiben?
12V (als Mittelwert der Batteriespannung) ist für einen 7805 schon ein 
wenig viel, während es für einen 7812 noch lange nicht ausreicht.

Schau dir die verlinkte FAQ auch in anderen Punkten an. Dort sind 
Schaltungsvorschläge, die man auch im Auto benutzen kann.

Autor: Schwaf (Gast)
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Hi,

sehe gerade im Schaltplan du willst den 7812 mit 12V versorgen.
Steinigt mich jetzt nicht falls ich mich irre, aber braucht der nicht 
ein paar Volt mehr auf der Eingangsseite?

schöne Grüße

Autor: Schwaf (Gast)
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Mist, zu langsam

Autor: Mark (Gast)
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Mit den 5V bisher nur nen USB Hub und mit den 12V ne Relaiskarte, sowie 
nen TFT.
Also beim Datenblatt des 7805 steht für DC input voltage (max.) 35V. 
Warum sollten denn dann die 14.4 der Lichtmaschine zuviel sein?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Mark schrieb:
> Mit den 5V bisher nur nen USB Hub

wieviel Strom braucht der?

> und mit den 12V ne Relaiskarte, sowie
> nen TFT.

Das wird nix

> Also beim Datenblatt des 7805 steht für DC input voltage (max.) 35V.

Ist uninteressant.
Die Frage ist, wieviel elektrische Energie muss am 7805 in Form von 
Wärme vernichtet werden?

Dein Hub zieht zb 100mA
Dann entnimmt er 0.1A * 5V = 0.5W
Er zieht aber von der Eingangsseite 0.1A * 12V = 1.2W

die Differenz von Ausgang und Eingang (1.2 - 0.5 = 0.7W) wird in Form 
von Wärme verheizt. Und 0.7 Watt sind schon nicht wenig. Und das bei 
100mA. Zieht dein Gerät hinten mehr Strom erhöht sich auch die 
Verlustwärme, bis der 7805 den Hitzetod stirbt.

OK. Er wird nicht sterben, das Ding hat eine Übertemperatursicherung 
eingebaut. Aber was hilft dir ein Netzteil, das ständig wegen 
Überhitzung abschaltet?

Autor: Mark (Gast)
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Hmm ich seh schon, das ist alles mal wieder um einiges kompliziert als 
ich dachte :-(
Dann kann ich mir ja quasi direkt nen fertiges Netzteil kaufen...

Autor: Nochmal (Gast)
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zu der Diode 1N4001: Muß MaWin voll beipflichten: Seit über 20 Jahren 
baue ich Netzteile mit diesen Spannungsreglern , tausendfach, und immer 
OHNE eine solche Diode und NIE wurde ein defektes Netzteil 
reklamiert....

Autor: Frank M. (ukw) Benutzerseite
Datum:

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MaWin schrieb:
>> Kann ich anstatt 1N4002 hier auch die 1N4001 nehmen?
>
> Du kannst sie auch einfach weglassen.
> [...]
> Beim 7805 sowieso nicht, weil dort nur 5V am Ausgnag sind. Liegen dort
> 7V an, wäre sowieso schon was kaputt.

Das ist auffallend richtig :-)

Ich habe dem Autor von

  http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

mal einen Hinweis per Mail geschrieben, dass sein Erklärungsbeispiel zur 
Rücklaufdiode unter dem Teilbild 3.3 gerade mit dem 7805 Unsinn ist.

Gruß,

Frank

Autor: Mark (Gast)
Datum:
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Wie wäre es denn mit so einem Teil:
Ebay-Artikel Nr. 180416845866

Da hätte ich dann 12V und 5V zusammen.

Und damit das Teil nicht immer an ist, habe ich gerade die angehangene 
Schaltung entworfen.
Wäre das so ok?
Also quasi ein Relais, das das Netzteil einschaltet, sobald mein CarPC 
(liefert die Remote 12V) an ist.

Autor: Mark (Gast)
Datum:

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push

Autor: MaWin (Gast)
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> Wie wäre es denn mit so einem Teil:

Noch besser wäre eins, welches gleich 5V und 12V liefert.

Schliesslich ist dein Ansatz, aus 12V (KFZ-Bordnetz) 12V (Ausgang) 
machen zu wollen, grandios blauäugig. SO wirst du such Schwierigkeiten 
haben, aus der einen Spannung des Laptopnetzteils 2 Spannungen zu 
machen, wenn ich aus dem obigen Thread sehe, welche Hinweise du alle 
ignorierst.

http://www.cartft.com/catalog/il/574

Autor: Mark (Gast)
Datum:

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Hmm?
Nen CarPC mit M3-ATX habe ich schon.
Es geht mir nur um die geregelten 12 und 5V für USB-Hub und TFT.
Die kann ich aber nicht am M3-ATX abgreifen, da das schon voll 
ausgelastet ist.
Und das im Link gezeigte Netzteil liefert beide Spannungen, also 5 und 
12V.

Ich wollte jetzt auch eigentlich nur wissen, ob meine Relaisschaltung so 
ok ist.

Autor: Frank M. (ukw) Benutzerseite
Datum:

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Frank M. schrieb:

> Ich habe dem Autor von
>
>   http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...
>
> mal einen Hinweis per Mail geschrieben, dass sein Erklärungsbeispiel zur
> Rücklaufdiode unter dem Teilbild 3.3 gerade mit dem 7805 Unsinn ist.

Es gab einen längeren Schriftwechsel mit Thomas Schaerer, meine Mail an 
ihn:

----------------------------- schnipp ---------------------------------
Betreff: Rücklaufdiode am 7805 ist überflüssig
Hallo Thomas,

In

  http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

schreiben Sie:

Teilbild 3.3 zeigt den Teil des Innenlebens des Fix-Spannungsregler 
LM78xx (hier LM7805) mit dem Stromrückfluss i, wenn Ue kleiner als Ua 
ist. Es genügt wenn diese Differenzspannung etwas grösser ist als zwei 
Diodenflussspannungen in Serie und es fliesst ein Rückstrom i von Ua 
über R16, R14, über die Basis-Kollektor-Diode von Q14 und über die von 
Q15.
Hier wirkt stromlimitierend R14 mit 230 Ohm. Ist Ue jedoch gleich um 
mehr als 6 V niederiger als Ua, dann fliesst der Rückstrom auch durch 
Q16 zurück nach Ue, und dies ohne stromlimitierenden Widerstand.

Wie kann beim 7805, den Sie hier im Beispiel angeben, die 
Differenzspannung größer als 6 Volt werden? Am Ausgang liegen doch 
höchstens 5V. Also kommt es nie zu der schädlichen Spannungsdifferenz 
von 6 Volt. Damit ist die Rücklaufdiode überflüssig.

Bei einem 7812 haben Sie natürlich Recht :-)

Gruß,

Frank
----------------------------- schnapp ---------------------------------

Seine Antwort lautete:

----------------------------- schnipp ---------------------------------
Betreff: Re: Rücklaufdiode am 7805 ist NICHT überflüssig...

... und trotzdem hast Du recht mit Deiner Erklaerung.

Hallo Frank,

Vielen Dank fuer Dein aufmerksames Lesen.

Was falsch ist, ist meine Erklaerung, aber die Diode braucht es. Ich 
weiss das, weil mir naemlich mal ein 7805 (LM340) kaputt ging, weil der 
Gleichrichter-Ladeelko kaputt ging und kurzschloss.

Ich habe das jetzt soeben auf dem Testboard geprueft und es stimmt. Wenn 
ich Ue vom 7805 mit GND kurzschliesse und ich ich gebe zwischen Ua des 
7805 und GND eine Spannung drauf, dann beginnt schnell viel Strom zu 
fliessen von Ua nach Ue mit jetzt GND-Potential. Machte mich stutzig und 
dachte sogleich an einen PN-Uebergang und ich sollte Recht bekommen...

Ich muess meine Erklaerung ueberarbeiten. Das Schaltbild des 7805 taugt 
nicht. Es gibt offenbar IC-intern eine parasitaere(n) Diode und 
Transistor, welche dies bewirken:

  The capacitor will then discharge through a large internal input to
  output diode and parasitic transistors. If the energy released by the
  capacitor is large enough, this diode, low current metal and the
  regulator will be destroyed.

Du liest das Ganze im 'lm340.pdf' im Anhang auf Seite 7 und 8 mit Bild 
in Figure 1.

Ich werde also den Minimurs in diesem Teil ueberarbeiten.

Vielen Dank und schoenes Wochenende,
        Thomas
----------------------------- schnapp ---------------------------------

Meine Antwort darauf:



----------------------------- schnipp ---------------------------------
Betreff: Re: Rücklaufdiode am 7805 ist NICHT überflüssig...
Hallo Thomas,

Am 03.09.2010 15:28, schrieb Thomas Schaerer:
> > ... und trotzdem hast Du recht mit Deiner Erklaerung.
:-)

Danke für Deine Antwort, ich habe mir daraufhin die entsprechende 
Textstelle im Datenblatt angeschaut. Da hier nicht von 6V gesprochen 
wird, gehe ich davon aus, dass das Problem bei jeder beliebigen 
Spannungsdifferenz bereits autftritt.

Darf ich Deine Antwort in µC.net auf den Beitrag

  Beitrag "Re: Spannungsregler 7805/7812"

bzw.

  Beitrag "Re: Spannungsregler 7805/7812"

zitieren?

Viele Grüße,

Frank
----------------------------- schnapp ---------------------------------

Ich bekam dann von Thomas noch zwei weitere Antworten, hier die erste:

----------------------------- schnipp ---------------------------------
Betreff: Re: Rücklaufdiode am 7805 ist NICHT überflüssig...
Hallo Frank,

On Fri, Sep 03, 2010 at 04:49:18PM +0200, Frank Meyer wrote:
> > Hallo Thomas,
> >
> > Am 03.09.2010 15:28, schrieb Thomas Schaerer:
>> > > ... und trotzdem hast Du recht mit Deiner Erklaerung.
> >
> > :-)
> > Danke für Deine Antwort, ich habe mir daraufhin die entsprechende
> > Textstelle im Datenblatt angeschaut. Da hier nicht von 6V gesprochen
> > wird, gehe ich davon aus, dass das Problem bei jeder beliebigen
> > Spannungsdifferenz bereits autftritt.
Naja, wie komme ich denn auf diese 6 VDC? Bisher wusste ich, dass es bei 
der Herstellung von integrierten MOS-Transistoren parasitaere Dioden und 
Transistoren, diese sogar als Thyristor kreuzverkoppelt wirkend, erzeugt 
und man dies mit keinem Trick der Welt verhindern kann. Dass es das auch 
bei integrierten bipolaren Strukturen gibt, ist mir neu. Darum kam ich 
ueberhaupt nicht auf die Idee daran zu denken.

Also wollte ich mit der effektiven 78xx-Schaltung erklaeren, wie das mit 
dem Rueckstrom funktioniert. Und da kommt beim Leistungstransistor die 
Emitter-Basis-Schwellenspannung, die minimal bei etwa 5 V (eine Art 
Zenereffekt) liegt und dessen Basis-Kollektor-Schwellenspannung, mit dem 
ueblichen Wert von etwa 0.7...0.8 VDC, ins Spiel.

Wenn die Spannung an Ue des 78xx um etwa 6 VDC hoeher ist als an Ua, 
dann wirkt die Emitter-Basis-Diode als Z-Diode. Also fliesst da ein 
Strom und der fliesst dann gleich weiter ueber die Basis-Emitter-Diode 
des selben Leistungstransistors nach Ua. Und weil das alles sehr 
niederohmig ablaeuft, verabschiedet sich auf diese Weise der 78xx sehr 
rasch in die ewigen Jagdgruende der Elektronen, wenn es da nicht noch 
was anderes gaebe...

Soeviel dazu. Und das ist ueberhaupt nicht falsch , wenn da nicht die 
parasitaeren Elemente einen Streich spielen und der Strom bereits bei 
weniger als 1 VDC Rueckspannung gefaehrlich gross wird...

Ich habe  gestern auch noch einen Test mit dem LM7812 durchgefuehrt. Da 
kommt meine Erklaerung tatsaechlich zur Geltung und zwar brutal:

Bei einer Rueckpannung (Ua-Ue) von 1 VDC betraegt der Strom 20 mA. 
Erhoehe ich die Rueckspannung, erreicht der Strom bei 2 VDC ein erster 
Maximalwert von 75 mA. Erhoehe ich die Rueckspannung weiter, gibt es bei 
etwa 3 VDC mit 30 mA ein Minimum. Danach steigt der Strom wieder und 
erreicht bei 6.5 VDC einen Wert von 100 mA. Wenn ich dann die 
Rueckspannung nur noch ein winziges Bisschen erhoehe, schnellt der Strom 
in die Hoehe und es kommt zum Latchup (Thyristor-Funktion). D.h. die 
Kollektor-Emitter-Strecke des Leistungtransistors schliesst kurz mit der 
fuer Thyristoren typischen Schwellenspannung von etwa 1 V.

Da kommt beides zur Wirkung: Einerseits der Emitter-Basis-Zenereffekt 
beim Leistungstransistor und mitgekoppelt der (die) parasitaere(n) 
Transistor(en). Alles zusammen bildet einen prasitaeren Thyristor.

Durch den Einsatz eines Netztgeraetes mit einstellbarer Strombegrenzung, 
konnte der 7812 nicht kaputt gehen. Ich drehte dann die Rueckspannung 
zurueck und schaltete das Netzgeraet kurz aus und wieder ein und da war 
der LM7812 wieder voll funktionsfaehig. Im Normaleinsatz haette sich der 
LM7812 fuer immer verabschiedet.

Meine Frage an Dich als Meister der Schaltungssimulation - ich habe gar 
keine Simulationserfahrung (ich gehoere mit 65 zu einer aelteren 
Generation) - kannst auch das, was ich jetzt grad beschrieben habe, 
simulieren? Das waere ja auch interessant...

Da musste die 78xx-Bibliothek naemlich auch die parasitaeren Elemente 
beinhalten. Wenn dem nicht so ist, kaeme in vollem Umfang folgender Link 
zum Zug:

  "Simulieren und Experimentieren, ein Vorwort von Jochen Zilg"
  http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...

Soviel zur gesamten "Geschichte".

> > Darf ich Deine Antwort in µC.net auf den Beitrag
> >   Beitrag "Re: Spannungsregler 7805/7812"
> > bzw.
> >   Beitrag "Re: Spannungsregler 7805/7812"
> > zitieren?
Selbstverstaendlich darfst Du das und ich empfehle sogar, das was ich 
soeben geschrieben habe unter meinem Namen in diesem Forum gleich mit zu 
veroeffentlichen. Auch den gerade erwaehnten Link waere nicht 
schlecht...

Und jetzt noch etwas. Wenn in so einer Sache eine Restunsicherheit 
besteht, lohnt sich die Schutzdiode immer, weil die kostet praktisch 
nichts, im Vergleich nur schon zum Aerger, wenn das Netzteil und 
vielleicht noch mehr deswegen kaputt geht. Ich denke in solchen Dingen 
stets zuerst mal in Richtung Worstcase-Kriterien, vor allem erst recht 
dann, wenn der Schutzaufwand derart minimal ist.

Falls die Diode ein Platzproblem auf dem Print macht, kann man sie auch 
leicht auf Printrueckseite anloeten. Dazu braucht man nicht mal 
unbedingt extra Loetaugen vorzusehen. Ein Bisschen Nano-Improvisation 
tut's auch... :-)

Zum Schluss, teile doch auch noch gleich mit, dass ich in absehbarer 
Zeit ein Update dieses Elektronik-Minikurses beabsichtige und dies 
erfaehrt man, wenn man sich den Newsletter des Elektronik-Kompendium 
bestellt, der nur alle 2 Wochen jeweils am Mittwoch erscheint, also 
keine Mailflut ausloest.

In diesem Sinne mit besten Gruessen
aus dem Kanton Zuerich in der Schweiz,
          Thomas
----------------------------- schnapp ---------------------------------

Und noch die zweite hinterher:

----------------------------- schnipp ---------------------------------
Betreff: Nicht richtig lesen und vergessen was einst gschrieben...

Hallo Frank,

Du liest nicht genau und ich vergesse zu leicht, was ich einmal 
geschrieben habe...

Beides ist eine Crux... ;-)

Ich habe gerade mal etwas damit begonnen, wie ich das Update des 
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere... 
umsetzen will.

Dabei stiess ich auf den folgenden Abschnitt:

  Teilbild 3.3 zeigt den Teil des Innenlebens des Fix-Spannungsregler
  LM78xx (hier LM7805) mit dem Stromrückfluss i, wenn Ue kleiner als
  Ua ist. Es genügt wenn diese Differenzspannung etwas grösser ist als
  zwei Diodenflussspannungen in Serie und es fliesst ein Rückstrom i
  von Ua über R16, R14, über die Basis-Kollektor-Diode von Q14 und
  über die von Q15. Hier wirkt stromlimitierend R14 mit 230 Ohm. Ist
  Ue jedoch gleich um mehr als 6 V niederiger als Ua, dann fliesst der
  Rückstrom auch durch Q16 zurück nach Ue, und dies ohne
  stromlimitierenden Widerstand. R16 hat zwar eine strombegrenzende
  Wirkung im Betriebszustand. Das ist schliesslich auch die Aufgabe
  von R16. Aber für diese Situation ist R16 wirkungslos. Mit Diode D1
  - siehe auch Bild 2 - wird ein solches Risiko elegant vermieden!
  (Kleine Anmerkung zum 7805: Weil die Ausgangsspannung nur 5 VDC
  betragen kann, besteht das gefährliche Rückstromrisiko kaum. Beim
  7806 und höher jedoch eindeutig!)

Beachte dabei diesen wichtigen Satz am Schluss:

  (Kleine Anmerkung zum 7805: Weil die Ausgangsspannung nur 5 VDC
  betragen kann, besteht das gefährliche Rückstromrisiko kaum. Beim
  7806 und höher jedoch eindeutig!)

Wenn diese kleine Anmerkung wirklich stimmen wuerde - tut es ja nicht, 
wie Du in meiner letzten Mail gelesen hast - koennte ich mit dem Update 
sogleich wieder aufhoeren bevor ich damit beginne.

Die Crux meinerseits ist einfach, dass ich mir bei den 82 Minikursen 
nicht alles merken kann, was ich je im Detail geschrieben habe. :-/

Gruss und schoenes Wochenende,
        Thomas
----------------------------- schnapp ---------------------------------

Mein Fazit: ich werde die Rücklaufdiode wohl weiterhin auch beim 7805 
einsetzen. Kostet nicht viel und man ist auf der sicheren Seite.

Gruß,

Frank

Autor: I. L. (Gast)
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Warum nimmst du keine Schalregler ICs? Da kriegste keine Probleme mit 
dem Wirkungsgrad!

Gruß Knut

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