Hallo,
ich möchte mir einen 8Bit-Poti (0..255kOhm) bauen mittels Reed-Relais
und binären Widerständen. Reed-Relais sind einfache Schließer daher
fällt R2R weg.
Problem: Die Widerstände sollen 300V bei 20mA auch im Kurzschluss
abkönnen. Aber: Die Hochlast-Widerstände haben 5% Toleranz :-/ Habe
daher 0.1% Metallfilm-Widerstände vorgesehen und baue mir aus einer
Reihenschaltung und Parallelschaltung mit insgesamt 8 Widerständen pro
Wert den jeweiligen Widerstand. Aber das ist nervig.
Gibt es irgendwo Widerstände, die 6W abkönnen und zudem noch genau sind?
Potis würden mir einfallen, die könnte ich dann ja einfach justieren,
aber wo bekomme ich die her?
Danke
Jens
Hmm aber die Widerstände von Isabellenhütte sind zu klein, ich suche
welche im kOhm-Bereich und finde dort nur was im dreistelligen
Ohm-Bereich..
Andere Lösungen? Meine Werte sind 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 kOhm bei
6W, 300V
Viele Grüße
Jens
Jens schrieb:> Meine Werte sind 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 kOhm bei 6W, 300V
1K an 300V macht mal eben 90W. Das passt irgendwie nicht mit deinen 6W
zusammen...
Gruß,
Magnetus
kauf dir von jedem wert 50 stück (hochlastwiderstände) und selektier die
von hand...ist das einfachste..je nach aangegebener genauigkeit reichen
auch weniger ;)
Solche speziellen Sachen bekommt man bestimmt hier:
http://www.srt-restech.de/ jedenfalls kaufen wir bei denen
Hochohm-Widerstände mit kleinem TK und kleiner Toleranz.
>Andere Lösungen? Meine Werte sind 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 kOhm bei>6W, 300V
Das ergibt bei mir 255K. Das sind 1,18mA und 0,36W.
Wie schaltest du das Poti? Soll der 1K 300V abhalten?
Michael_ schrieb:>>Andere Lösungen? Meine Werte sind 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 kOhm bei>>6W, 300V> Das ergibt bei mir 255K. Das sind 1,18mA und 0,36W.> Wie schaltest du das Poti? Soll der 1K 300V abhalten?
Das war die Spezifikation:
"Problem: Die Widerstände sollen 300V bei 20mA auch im Kurzschluss
abkönnen."
Das heisst auch der 1k ! Und das sind 90W!
Jens: Wie willst Du das schalten, bzw. Warum kein R-2R-Netzwerk? Da
brauchst Du nur 16kOhm und 8kOhm Widerstaende.
Dann kommt auf die Ueberlast-Ueberlegung mit 6W im schlimmsten Fall hin.
Gruss
Michael
Michael Roek-ramirez schrieb:> "Problem: Die Widerstände sollen 300V bei 20mA auch im Kurzschluss> abkönnen.">> Das heisst auch der 1k ! Und das sind 90W!
Nein, das heißt 1k bei 20mA, und das sind nur 400mW.
Die maximale Leistung, die verbraten werden muss, tritt bei einem
Gesamtwiderstand von 15k auf und beträgt dort folglich 6W. Die höchste
Belastung eines Einzelwiderstandes läge bei binärer Teilung bei
8k ~ 3,2W
16k ~ 5,625W
auf.
Ja, ich hätte expliziter schreiben sollen dass die 300V maximal 20mA
liefern können.
Andi D. schrieb:> kauf dir von jedem wert 50 stück
Hmm wäre sicherlich eine Notlösung, aber beim Reichelt gibt es keine
Hiochlastwiderstände >= 5W in meinem Wertebereich, zudem sind 5% bei
128kOhm auch nicht ohne, die machen mir den ganzen unteren Bereich
kaputt.
Christian R. schrieb:> Solche speziellen Sachen bekommt man bestimmt hier:> http://www.srt-restech.de/
Danke für den Link, ich werde dort mal anfragen.
Michael Roek-ramirez schrieb:> Jens: Wie willst Du das schalten, bzw. Warum kein R-2R-Netzwerk? Da> brauchst Du nur 16kOhm und 8kOhm Widerstaende.
Die Verlustleistung an den Widerständen wäre in der selben
Größenordnung, aber das Problem ist eher dass ich nur einfache
Schließer-Reed-Relais zur Verfügung habe, für R2R braucht man
Umschalter.
Andreas Schweigstill schrieb:> Die höchste Belastung eines Einzelwiderstandes
Irgendwas kommt mir da Spanisch vor. Ich meine, 300V @20mA sind 6Watt,
klar. Und die müssten ja im worst case von einem einzigen WIderstand
abgeführt werden, daher kommen meine 6W zu Stande.
Es scheint mir nur so, wenn ich mal rechne U = R_n*I mit R=2^n kOhm,
I=20mA dann müssten ab 16kOhm >= 320V über den Widerstand abfallen und
das geht ja nicht mit meiner Versorgung. Daher ist ab da U=const, und
deren Leistungen müsste ich dann berechnen via P = U*I = U^2/R, und dann
bekomme ich:
16 kOhm: 5.63W
32 kOhm: 2.81W
64 kOhm: 1.41W
128 kOhm: 0.70W
Diese Werte wären dann unkritisch. Vollständig wären dann diese
Spezifikationen:
1 kOhm: 0.40W // von hier mit P = U*I
2 kOhm: 0.80W
4 kOhm: 1.60W
8 kOhm: 3.20W
16 kOhm: 5.63W // ab hier mit P = U^2/R
32 kOhm: 2.81W
64 kOhm: 1.41W
128 kOhm: 0.70W
Hmm gut also müssen nicht alle so viel abkönnen, nur 8, 16 und 32 kOhm
sind recht kritisch.
Da muss sich soch was finden lassen oder?
Jens
Jens schrieb:> aber das Problem ist eher dass ich nur einfache> Schließer-Reed-Relais zur Verfügung habe, für R2R braucht man> Umschalter.
Das geht auch nur mit Schließern, du brauchst halt doppelt soviele
davon, jeweils einer nach VCC und einer nach Masse.
Andreas
Hm, die meisten Widerstandswerte findet man ja nicht mal in der
E96-Reihe. So wirst du nicht weiter kommen.
Nimm den jeweils am besten passenden E12-Wert und trimm die mit
kleineren Reihen- oder Parallelwiderständen hin.
Beispiel: 16k
Nimm einen 15k/6W/10%-Widerstand.
Messwert z.B. 14,28. Es fehlen also 1,72k. Die baust du aus
stinknormalen E96/0,6W-Widerständen dazu.
Falls der Widerstand über dem Sollwert liegt, kann man auch mit
Parallelschaltung arbeiten.
Andreas Ferber schrieb:> Das geht auch nur mit Schließern, du brauchst halt doppelt soviele> davon
Hmm ja klar, aber dann wird die Platine zu groß.. Das nächste mal mache
ichs mit R2R, aber jetzt ists zu spät. :-/
H.joachim Seifert schrieb:> Nimm den jeweils am besten passenden E12-Wert und trimm die mit> kleineren Reihen- oder Parallelwiderständen hin.
Ja. Ich habe auch irgendwie nicht wirklich geschaltet, dass sich die
Leistung auch nicht auf alle Widerstände gleich verteilt, ist mir durch
meine obige Rechnung erst so richtig aufgefallen. Daher hatte ich bei
meiner Planung die Option mit kleineren Parallel-/Reihenwiderständen im
<1W-Bereich direkt ausgeschlossen. Aber wenn sie klein genug sind dann
fällt über sie ja gar nicht genug Spannung ab um kritische Leistung zu
dissipieren..
OK ich danke für die Hilfe!
Beste Grüße
Jens