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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik uC -> I2S -> 44.1kHz


Autor: julian (Gast)
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Hallo,

ich plane gerade einen D/A Wandler aus einem AT91SAM7 via I2S zu 
füttern. Das Audio-Signal kommt mit 44.1kHz, so dass sich eine 
theoretische minimale BClk für den I2S von 44,1*16*2 = 1,4112 MHz 
ergibt.
Leider scheint mir, dass diese Frequenz und alle ihre vielfachen (z.B. 
22,5792 MHz) keine Standard-Frequenzen sind. Sehe ich das falsch, dass 
die BClk ein vielfaches der Sampling-Rate sein muss?
Oder wie wird das üblicherweise gelöst?
Für 48kHz sind es mit den Clock-Frequenzen ja besser aus...

Gruß,
Julian

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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julian schrieb:
> Leider scheint mir, dass diese Frequenz und alle ihre vielfachen (z.B.
> 22,5792 MHz) keine Standard-Frequenzen sind.

11,2896 MHz (das 8fache) sowie 22.5792 MHz scheint es schon als
Standardquarz zu geben (gugeln bringt beispielsweise erste Treffer
bei Digikey).

War das nicht mal so, dass damit praktisch alle CD-Player ausgestattet
waren früher und dass die Gefahr der Einstreuung einer Oberwelle dieser
Frequenz dazu geführt hat, dass der Betrieb von CD-Playern in
Flugzeugen deshalb verboten worden ist?

Wenn's ein Einzelstück werden soll: alten CD-Player bzw. CD-ROM-Platine
ausschlachten?

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Oder gleich 12.288Mhz respektive 24.576Mhz nehmen und mit 48kHz 
Samplerate arbeiten. Diese Quarze findet man auf fast allen alten 
Grafikkarten und Soundkarten ab Baujahr 1996.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Wenn's ein Einzelstück werden soll: alten CD-Player bzw. CD-ROM-Platine
> ausschlachten?

Habe gerade mal in der Schrottkiste geguckt: ein Quarz von 33,868 MHz
sowie ein Keramikresonator von 33,86 MHz (auf zwei verschiedenen
Platinen natürlich ;-), also die 24fache Frequenz.

Einen entsprechenden Keramikresonator finde ich auch bei RS im
Angebot.

Autor: julian (Gast)
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Da ich auch Audio von CD-Quellen, die nun mal mit 44.1kHz gesampled sind 
verarbeiten möchte ist es keine Option einfach auf 48kHz zu gehen.

Ich habe inzwischen bei Segor Quarze gefunden mit passender Frequenz. 
Quarzoszillatoren scheinen aber Mangelware zu sein.
Stellt sich die Frage wie eine Oszillator-Schaltung aussehen sollte, die 
für Audio-Anwendung geeignet ist - Sprich minimale Abweichungen liefert?

Gruß,
Julian

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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julian schrieb:

> Ich habe inzwischen bei Segor Quarze gefunden mit passender Frequenz.

Einfach aus altem Laufwerk auslöten war keine Option?

Gegen frankierten Rückumschlag löte ich dir auch gern die beiden
genannten Teile aus dem Zeug unserer Schrottkiste aus.

> für Audio-Anwendung geeignet ist - Sprich minimale Abweichungen

Jaja, die Audiophilen mal wieder. ;-)

Die Abweichungen sind komplett wurscht.  Was glaubst du, warum es sich
selbst CD-Hersteller leisten können, statt eines Quarzes auch einen
Keramikresonator zu benutzen (der in Genauigkeit und Stabilität etwa
eine Größenordnung schlechter ist als ein Quarz)?  Weil's ohnehin
keiner hört.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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julian schrieb:
> Da ich auch Audio von CD-Quellen, die nun mal mit 44.1kHz gesampled sind
> verarbeiten möchte ist es keine Option einfach auf 48kHz zu gehen.

Sample-Rate-Converter. Damit kannst Du alle digitalen Quellen mit 
Sampleraten von 32...96kHz, bei etwas teureren ICs auch bis 192kHz auf 
44.1kHz oder 48kHz umwandeln.

Autor: julian (Gast)
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Travel Rec. schrieb:
> Sample-Rate-Converter. Damit kannst Du alle digitalen Quellen mit
> Sampleraten von 32...96kHz, bei etwas teureren ICs auch bis 192kHz auf
> 44.1kHz oder 48kHz umwandeln.

Auch ein SRC muss per I2S bedient werden - getaktet mit der passenden 
Eingangsfrequenz.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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julian schrieb:
> Auch ein SRC muss per I2S bedient werden - getaktet mit der passenden
> Eingangsfrequenz.

Ein SRC wird auf der abgehende Seite getaktet Seite. Auf der ankommenden 
Seite synchronisiert sich der SRC innerhalb seiner Grenzen mit dem 
Datenstrom der Quelle. Daher könnte der Mastercontroller, dem der SRC 
vorgeschaltet ist, mit  beispielsweise 48kHz laufen. Wenn dieser ohnehin 
auf einen DAC ausgibt, ist seine native Samplerate relativ egal.

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