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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik TDS320 mit PC verbinden


Autor: Albert ... (albert-k)
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Hallo zusammen
Ich bin gerade dabei mein TDS320 mit meinem PC zu verbinden und dieses 
über die Wavestar Software zu steuern. Für die Wavestar Software nutze 
ich eine Virtual Machine mit Windows XP. Dort habe ich auch schon den 
COM-Port eingerichtet und kann über ein Terminal Programm Daten ausgeben 
(sehe auf einem Oszilloskop die Ausgaben). Mein Problem ist nun dass das 
TDS320 nicht antwortet.

Es hat auf der Rückseite einen RS232 Anschluss, im Utility Menu unter IO 
sind aber nur Centronics und GPIB aufgelistet? Heißt das nun das mein 
TDS320 nicht die passende Firmware hat um die RS232 Schnittstelle zu 
nutzen?

Hat jmd. schonmal solch ein Oszilloskop erfolgreich mit einem PC 
verbunden?

Autor: Albert ... (albert-k)
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Ich wollte mich mal wieder mit der Verbindung meines TDS320 un dem PC 
beschäftigen. Nachdem nun die Verbindung über RS232 nicht funktioniert 
(Es wird auch im Utility Menu des Oszilloskop kein RS232 gelistet) 
wollte ich es über die Centronics Schnittstelle versuchen. Laut 
Datenblatt handelt es sich dabei um einen parallel port. Ich gehe mal 
davon aus das es solch einer wie bei den alten Druckern ist?
Hat schonmal jmd. dieses Oszilloskop über diese Centronics Schnittstelle 
mit dem PC verbunden? Geht das über eine Virtual Machine (die Software 
läuft nur bis XP, das jetzt auf ner VM läuft) überhaupt ordentlich?

Als letzte Alternative bliebe mir noch GPIB, aber da sind mir die 
Adapter oder PCI Karten viel zu teuer für...

Autor: Frank K. (fchk)
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Die Centronics-Schnittstelle ist wirklich nur und ausschließlich für 
Drucker. Du kannst das Oszi darüber nicht steuern. Wenn Du das willst 
und der Weg über seriell nicht geht, bleibt Dir wirklich nur der Weg 
über GPIB. Punkt.

Wenn Du einfach nur die Screenprints abfangen willst, die DU auf 
Knopfdruck am Gerät erzeugst, müsstest Du Dir eine kleine 
Mikrocontrollerplatine bauen, die zum Gerät einen Drucker simuliert und 
die Daten irgendwie zum PC hinschickt, wo Du sie auffängst und daraus 
Bilddateien erzeugst. Alternative: auf eine SD-Karte schreiben, die Du 
nachher im PC auswertest.

Viel Spaß beim Basteln.

fchk

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Albert ... schrieb:
> Als letzte Alternative bliebe mir noch GPIB, aber da sind mir die
>
> Adapter oder PCI Karten viel zu teuer für...

Teuer??
Nun, meine letzte  GPIB Karte hat mich 10 Euro gekostet. ebay ist 
manchmal billiger als Du denkst.

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Wenn das Oszilloskop einen GPIB-Plotter "füttern" kann, läßt sich mit 
wenig Aufwand ein Umsetzer aufbauen, der die vom GPIB-Port kommende 
Ausgabe in ein serielles Format umsetzt und an die RS232-Schnittstelle 
des PC weiterreicht. Dort brauchst Du dann nur noch eine passende 
Software, die die ankommenden Daten als Grafik darstellen und auf die 
Festplatte speichern kann. Solch einen Umsetzer habe ich vor einiger 
Zeit selbst mal gebaut (mit einem AT90S2313), Sourcecode, Hexfile, 
Schaltung und Layoutvorschlag kann ich Dir gern zur Verfügung stellen. 
Falls Du lieber etwas fertiges kaufen möchtest, gibt es schicke 
GPIB-USB-Adapter von Prlogix (www.prologix.biz), die auch regelmäßig als 
Neuware in der Bucht angeboten werden. Als PC-Software verwende ich zum 
einen das Programm PrintCapture (www.printcapture.com), zum anderen die 
GPIB-Toolbox von John Miles (www.thegleam.com/ke5fx).

Ein Umsetzer von Centronics nach Seriell ist prinzipiell genauso 
realisierbar, allerdings weiß ich nicht, welches Datenformat das 
Oszilloskp dann liefert - die GPIB-Plotter verstehen in der REgel HPGL, 
und das kann auch die erwähnte Software.

Autor: Frank K. (fchk)
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Zumindest bei Tek sind Datenformat und Schnittstellenselektion 
unabhängig voneinander. Schließlich gabs auch HPGL-Plotter mit 
Centronics.

Und klar, ein Selbstbau-Adapter über GPIB geht auch. Fürs selber 
programmieren ist Centronics einfacher.

fchk

Autor: Albert ... (albert-k)
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Mikrowilli schrieb:
> Wenn das Oszilloskop einen GPIB-Plotter "füttern" kann, läßt sich mit
> wenig Aufwand ein Umsetzer aufbauen, der die vom GPIB-Port kommende
> Ausgabe in ein serielles Format umsetzt und an die RS232-Schnittstelle
> des PC weiterreicht. Dort brauchst Du dann nur noch eine passende
> Software, die die ankommenden Daten als Grafik darstellen und auf die
> Festplatte speichern kann. Solch einen Umsetzer habe ich vor einiger
> Zeit selbst mal gebaut (mit einem AT90S2313), Sourcecode, Hexfile,
> Schaltung und Layoutvorschlag kann ich Dir gern zur Verfügung stellen.
> Falls Du lieber etwas fertiges kaufen möchtest, gibt es schicke
> GPIB-USB-Adapter von Prlogix (www.prologix.biz), die auch regelmäßig als
> Neuware in der Bucht angeboten werden. Als PC-Software verwende ich zum
> einen das Programm PrintCapture (www.printcapture.com), zum anderen die
> GPIB-Toolbox von John Miles (www.thegleam.com/ke5fx).

Hallo, diese Projektdateien würden mich wirklich interessieren, dann 
würde ich ihn mir nachbauen. Haben diese Tools auch eine Möglichkeit aus 
den empfangenen Daten CSV Dateien zu erzeugen? Wäre mir persöhnlich für 
weitere Verarbeitungen lieber. Ansonsten würde ich mir ein eigenes 
Programm dafür schreiben, mir reicht es erstmal wenn die Daten am PC 
ankommen.

Andrew Taylor schrieb:
> Teuer??
> Nun, meine letzte  GPIB Karte hat mich 10 Euro gekostet. ebay ist
> manchmal billiger als Du denkst.
Daran habe ich auch schon gedacht und beobachte derzeit einige Auktionen 
dazu. Mal sehen wie teuer sie dann ausfallen. Die Sofortkäufe belaufen 
sich dann auch auf 100€ und mehr.

Autor: Frank K. (fchk)
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Albert ... schrieb:

> Hallo, diese Projektdateien würden mich wirklich interessieren, dann
> würde ich ihn mir nachbauen. Haben diese Tools auch eine Möglichkeit aus
> den empfangenen Daten CSV Dateien zu erzeugen? Wäre mir persöhnlich für
> weitere Verarbeitungen lieber. Ansonsten würde ich mir ein eigenes
> Programm dafür schreiben, mir reicht es erstmal wenn die Daten am PC
> ankommen.

Nein, auf diesem Weg bekommst Du nur eine Bitmap mit dem 
Bildschirminhalt (bzw eine äquivalente Vektordarstellung per HPGL oder 
Postscript). CSV bekommst Du mit den Listen-Only Adaptern nicht, hier 
brauchst Du einen vollwertigen GPIB-Adapter, der auch Controller und 
Talker sein kann. Der Weg geht dann über die Kommandosprache.

fchk

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Dem vorstehenden Beitrag von Frank ist nichts mehr hinzuzufügen. Wenn Du 
tatsächlich die Meßdaten im CSV-Format aus dem Oszilloskop holen 
möchtest, öffnet sich Dir ein weites Feld hinsichtlich der 
GPIB-Programmierung ;-). Welche technische Lösung Du wählst, hängt von 
Deinen Vorkenntnissen und Deinem Geldbeutel ab: Für GPIB-Karten und 
-Adapter von National Instruments und HP/Agilent gibt es feine grafische 
Programmiertools (HP-VEE, LabView etc.) - aber leider nicht kostenlos. 
Für die Prologix-Adapter gibt es von Ulrich Bangert (DF6JB) das 
kostenlose Programmiertool "EZGPIB", das stark an Pascal angelehnt ist.

Wenn Du noch an den Projektdateien für den "Listen-Only"-Adapter 
interessiert bist, schicke mir doch einfach eine Nachricht mit Deiner 
Mailadresse an "postfach1280<dashierlöschen>@web.de"

Autor: Albert ... (albert-k)
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Vielen Dank für die vielen Aufgaben. Ich werde nun erstmal bei Ebay die 
Auktionen von GPIB PCI Karten beobachten und sehen für wieviel die im 
Schnitt über den Tresen gehen.
Währenddessen werde ich mir dann einen Adapter bauen der die Daten von 
der Centronics Schnittstelle an meinen Rechner weiterleitet. Das lässt 
sich schneller/leichter realisieren als ein Adapter für GPIB. So bekomme 
ich dann zumindest schon einmal Bitmaps des aktuellen Screens auf meinen 
Rechner.

Danke an Mikrowilli für die Angebotenen Projektdaten!

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