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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Akademikerabgabe----Sinnvoll oder doch nur eine neue Einnahmequelle des Staates----


Autor: Tom (Gast)
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Hallo,

nachdem ich diesen Artikel 
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,71...
gelesen habe, frage ich mich, ob solche Vorschläge ihren Sinn und Zweck 
erfüllen oder wie der Soli einfach zwangsmissbraucht würden.

Wie wär es mit einer kleinen Diskussion dazu?

Viele Grüsse

Autor: unknown (Gast)
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Ein Witz!

Wer gut verdient, zahlt doch schon mehr Steuern. Der Typ hat einen an 
der Klatsche! Ausserdem gibt es genug Leute, die ohne Studium viel 
besser dastehen und denen hat der Staat noch Ausbildungsförderung 
zugestanden, obwohl sie während der Azubizeit schon Einkommen hatten.

Ich musste mir alles selber verdienen.

JEDEN KRÜMEL!

Wenn die noch mehr Steuern erhöhen, gehe ich definitiv in die Schweiz!

Autor: mr. iks (Gast)
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Lohnt sich ja jetzt schon nicht mehr sich anzustrengen und Karriere zu 
machen. Um so mehr man verdient, umso mehr Abgaben muss man bezahlen.

Autor: Ghast (Gast)
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mr. iks schrieb:
> Um so mehr man verdient, umso mehr Abgaben muss man bezahlen.

Prozentual gesehen ja. Ab einer bestimmten Schwelle lohnt es sich nicht 
mehr noch mehr zu verdienen.
Ich denke aber der Unterschied zwischen 2000,- Brutto und 2000,- Netto, 
für den lohnt es sich zu lernen.

Autor: omfg (Gast)
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>Das ist gerecht, denn schließlich kostet ein Akademiker den Staat doppelt >so 
viel wie jemand, der nach der Schule einen Beruf erlernt.

...was völlig ausser acht gelassen wird ist, daß Akademiker die mehr 
verdienen auch ohnehin mehr Steuern zahlen (bis zum Spitzensteuersatz) 
und so ihr vermeintlichen kostendefizit locker beim Staat wieder 
ausgleichen.


>Akademiker kosten die öffentliche Hand im Schnitt 115.000 Euro. Wer mit >einem 
Schulabschluss und Berufsausbildung aufhört, kostet 60.000 Euro. Eine 
>Fünf-Prozent-Abgabe belastet den gut verdienenden Akademiker kaum - und sie >ist 
zeitlich begrenzt.

Ich glaub ja echt ich spinne!
Ich zahle derzeit über 700€ Lohnsteuer und mein Arbeitsgeber nochmal den 
gleichen Anteil...das reicht wohl noch nicht?!

Solche Leute sollte man echt....aber voll...aber sowas von...

Autor: ... (Gast)
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Ohne Geld keine Bildung
Ohne Bildung kein Job
Ohne Job kein Steuern
Ohne Steuern kein Geld
Ohne Geld keine Bildung
Ohne Bildu.....

Autor: Martin (Gast)
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... Ich zahle derzeit über 700€ Lohnsteuer und mein Arbeitsgeber nochmal 
den
gleichen Anteil ...

Das glaube ich nicht. Zeig' doch 'mal deine Abrechnung.

Autor: Tom (Gast)
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Interessant, die Frage nach der höheren Steuer kam mir auch direkt beim 
Lesen des Interviews. Scheinbar hat sich dieser Hr. Dohmen keinerlei 
Gedanken darüber gemacht. Aber erstmal populistisch nach vorne 
präschen....so sollte es sein ;).

Autor: omfg (Gast)
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@Martin!
Kannste Dir selber ausrechnen...
Wozu sollte ich Dir meine Abrechnung zeigen?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,223811,00.html

Autor: Martin (Gast)
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... Wozu sollte ich Dir meine Abrechnung zeigen? ...

Um zu prüfen, dass du und dein AG den gleichen Anteil an der Lohnsteuer 
zahlen.

Autor: omfg (Gast)
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Jaa, der behält die nur ein und führt sie ab.
Den ganzen Versicherungskladderadatsch den zahlt er nochmal...
Das meinste, jut haste recht

Darum gings aber nicht, es geht darum, daß wer mehr verdient ohnehin 
mehr Steuern zahlt...das ist doch schon solidarisch, bums aus

Autor: Paul (Gast)
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>Akademiker kosten die öffentliche Hand im Schnitt 115.000 Euro. Wer mit >einem 
Schulabschluss und Berufsausbildung aufhört, kostet 60.000 Euro.

Ja dann fragt sich, warum der Azubi nicht demenstprechend die Hälfte der 
geplanten Akademikersteuer bezahlt? Schließlich hat auch er 60.000 € 
gekostet. Wer bezahlt eigentlich dem Azubi die Ausbildung?

Hier wird wieder versucht, ein Keil zwischen Nichtakademiker und 
Akademiker zu treiben und während sich beide streiten, sahnt der Dritte 
(der Staat) das Geld ab. Ob es dann wirklich den Hochschulen zu Gute 
kommt, bleibt fraglich.

Mit dieser Aussicht wird der Wunsch nach mehr Akademikern in Deutschland 
sicher weiter in die Ferne rücken. Man rackert mit hohem Risiko zum 
Scheitern und mieser Bezahlung jahrelang an der Uni oder FH und wird 
dann noch als geldfressender Nichtsnutz dargestellt, der blechen soll. 
Die Rentenanwartschaften gelten für das Studium auch schon nicht mehr. 
So nach dem Motto, es sei eigener Spaß. Die Bildungsrenditen sehen 
gegenüber einem Ausbildungsberif schon lange nicht mehr so rosig aus. 
Ich finde es Abzocke.

Autor: Ex-Studienanfänger (Gast)
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Ich lese immer "Studiengebühren werden abgeschafft" !?
Fragt sich nur: WO ???

Bei uns in BaWü jedenfalls nicht.... :-(

Autor: karola (Gast)
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Die ganze Diskussion vernachlässigt den Faktor, dass die Investition in 
die Ausbildung der Fachkräfte ohnehin ein Plusgeschäft für den Staat 
ist.
Wer glaubt Bildung sei teuer, sollte sich mal die jährlichen Kosten von 
Ignoranz und Dummheit vorhalten.

Autor: yannik (Gast)
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Autor: Ex-Studienanfänger (Gast)
Datum: 14.09.2010 15:48

Ich lese immer "Studiengebühren werden abgeschafft" !?
Fragt sich nur: WO ???

Bei uns in BaWü jedenfalls nicht.... :-(


-> In NRW wird es wohl darauf hinauslaufen; bei der nächsten 
Landtagswahl einfach SPD/Grüne Landes Regierung wählen und dann klappt's 
auch wieder in BW.;)

Autor: yannik (Gast)
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"Ja dann fragt sich, warum der Azubi nicht demenstprechend die Hälfte 
der
geplanten Akademikersteuer bezahlt? Schließlich hat auch er 60.000 €
gekostet. Wer bezahlt eigentlich dem Azubi die Ausbildung?"

zB Zahlt der Auszubildende in die Sozialkassen ein 
(Rente-,Pflege-;Krankenversicherung), zu den werden Auszubildene ja auch 
volkswirtschaftlich "Ausgebeutet" - man darf nicht vergessen das in 
anderen Ländern diese Leute gleich ein volles Gehalt bekommen würden und 
"on-the-jop" lernen würden.

Ich hatte neulich eine internationale Studie gelesen in der, Deutschland 
als Topland für Akademiker dargestellt wurde, da hier die Spanne 
zwischen on-the-jop und Studium mit am größten ist.
(nur "on-the-jop" ist in Deutschland doch eher jmd. der 
bildungstechnisch gescheitert ist...)

Übrigens war die Grundlage ja die graduatetax die im UK besprochen 
wurde; diese wurde
1. nur für Bachelor ins Gespräch gebracht (für Master Studiengänge sind 
die Studiengebühren nicht so stark gedeckelt daraus folgt auch das der 
BA im UK auch wirklich den Regelabschluss darstellt )

2.Wird das mehr als Aufhänger gesehen um die Deckung für die 
Studiengebühren Begrenzung entweder zu erhöhen oder ganz Abzuschaffen

=>in der Bildungsrepublik stellt sich diese Frage aber sogar nicht da 
Studiengebühren ohnehin symbolisch sind. Ich vermute eher das man dazu 
übergehen könnte zB für den Master höhre Studiengebühren zu fordern (da 
er ja einen Zusatz zum erst Abschluss darstellt; man wird das öffentlich 
damit Begürnden das man die Verpflichtung zur erst Ausbildung 
anchgekommen ist und Master Toppleute für Führungspositionen sind (und 
darauf verweisen das im Handwerk der Merister seine Weiterbildung auch 
trägt - eventuell wären dann auch Studiengebühren für Techniker 
durchsetzbar )

Autor: Mike Strangelove (drseltsam)
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Äh, hat irgendwer von den Idioten daran gedacht, wie man das am BVG 
vorbeibekommt? Die Länder zahlen die Universitäten und der Staat 
kassiert dann Akademikersteuer? Wohl eher nicht... Und wenn das ne 
föderale Steuer wird, werden die Ostländer eh nicht mitziehen und das 
nutzem um Fachkräfte anzuziehen. Haben sie bei den Studiengebühren auch 
gemacht...

Autor: Wilhelmine (Gast)
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So ein Quatsch!

Was man hier einführen müsste wäre eine Kinderlosen-Abgabe.
(Auch KSS Kinder-Schmarotzer-Steuer genannt)

Autor: yannik (Gast)
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Die Aussage dazu wurde während eines Interviews gemacht und im Grunde 
hat er lediglich auf eine Diskussion im Ausland verwiesen.
Dh zur Zeit wird das in Deutschland so nicht Umgesetzt werden, Hessen 
hat die Studiengebühren abgeschafft und NRW wird jetzt folgen.
Ergo besthet in Deutschland zur Zeit das Problem nicht!

Aber ab 2020 dürfen die BL keine neuen Schulden machen und dahingehend 
wird die Wahrscheinlichkeit das Studiengebühren od. andere Abgaben 
erhöben werden halt größer!
Sicherlich wäre dann eine neu Verteilung von Aufgaben auch denkbar insb. 
in der Hochschulpolitik.(od vielleicht höhere Studiengebühren wenn man 
aus einen anderen BL kommt etc.)

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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>Was man hier einführen müsste wäre eine Kinderlosen-Abgabe.
Haben wir doch schon. Leute mit Kindern haben Freibeträge und zahlen 
weniger Steuern.

Autor: sebihepp (Gast)
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> Was man hier einführen müsste wäre eine Kinderlosen-Abgabe.
1. Gibt es das Kindergeld
2. Schön, dass der Staat mich nur zum Kinder zeugen braucht. Aber wie es 
den Kindern geht...?

>Akademiker kosten die öffentliche Hand im Schnitt 115.000 Euro. Wer mit >einem 
Schulabschluss und Berufsausbildung aufhört, kostet 60.000 Euro.
1. Ich dachte wir Alle hätten das Recht auf Bildung?
2. Schließlich zahlen Akademiker auch mehr Steuern.

Autor: High Performer (Gast)
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... und höhere Pflegeversicherungsbeiträge. Außerdem gibt's natürlich 
kein KG.

Da im Bereich Kinder die Diskussion in Deutschland sowieso schon 
komplett auf unterster Ebene läuft und Kinder nur noch als potenzielle 
Steuer- und Rentenversicherungszahler betrachtet werden, kann ich ja 
ohne schlechts Gewissen in die gleiche Kerbe schlagen:

Denn dann sollten Kinder zuerst einmal gar nicht staatlich 
subventioniert werden. Denn wer garantiert denn, dass das jeweilige Kind 
später überhaupt zum Steuer- und Sozialversicherungsbeitragszahler wird? 
So gesehen sollte man statt Subventionen für's Kinderkriegen eher die 
Beitragssätze in die Sozialsysteme senken und Erleichterungen schaffen, 
falls die Kinder pflegebedürftige Eltern versorgen müssen.

Klingt sicher hart, ist aber der ganzen shice Diskussion um die Kinder 
angemessen. Aber die Diskussion in der Gesellschaft um Kinderarmut, 
vergreisende Gesellschaft und weiterer solcher populitischer Müll haben 
ja jegliche vernünftige Haltung zu diesem Thema im Keim erstickt. 
Leider.

Ich freue mich, wenn die Menschen die Verantwortung für eigene Kinder 
übernehmen! Diejenigen, die das nicht tun, sollten deshalb dennoch nicht 
stigmatisiert werden. Just my 2 cents

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
Datum:

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Hast irgendwie Recht, aber Tatsache ist doch, daß viele Kinder in die 
Welt gesetzt werden und die können nichts dafür, wenn sie 
minderbemittelte und verantwortungslose Eltern haben, die Kinder noch 
als Einnahmequelle sehen.

Ich wäre schon dafür, daß ALLE potenzielle Rentenempfänger auch ALLE 
Kinder gleichmäßig finanzieren. Also entsprechend Steuern erheben, um 
Kindergärten zu finanzieren, inklusive Essen und 100%-Betreuung. Dafür 
weniger Kindergeld oder Freibeträge. Dann fliesst das Geld 100% in die 
Kinder und nicht in die Zigarette von Mamma!

Da aber die Besserverdienenden eh schon einen Haufen Steuern mehr 
zahlen, braucht es nicht noch zusätzlich eine Abgabe. Wenn einer 
studiert hat UND auch wirklich einen gut bezahlten Job bekommt, dannn 
zahlt er ja auch schon viel mehr zurück.

Sehr euch mal den progressiven Steuersatz an: Wer 30k verdient, zahlt 
nicht etwa nur 50% mehr Steuern, als der, der 20k verdient, sondern 70% 
und wenn Du 60k hast, ist es nicht das Dreifache, sondern das 5fache!!!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Übrigens: Zu Studiengebühren: In meiner Studienzeit gingen etwa 75% der 
Studiengebühren (Semestergebühr) an die Stadtwerke, für ein kostenloses 
Ticket im ÖPNV. Das war nicht schlecht. Ersparte mir das Auto, und ich 
konnte außer zu Vorlesungen auch beliebig ohne weitere Kosten mit 
öffentlichen Verkehrsmitteln in der Gegend herum schippern. Auch für 
alle Privaterledigungen, wie Lebensmitteleinkäufe, oder Samstags zum 
Ausgehen. Sogar bis etwa 80km Umkreis, auch mit der Deutschen Bahn. 
Wieviel bitte, kostet noch mal ein Jahresticket für den Bus bei den 
Stadtwerken für Normalbürger??? Ich glaube, sogar mehr als die 
Semestergebühren. Im Prinzip war diese Studiengebühr wertvoller, als 
wenn es keine gegeben hätte, und ich alle Fahrten separat hätte bezahlen 
müssen.

Alleine die Abzweigung der Studiengebühren für den ÖPNV gab
für die Stadtwerke immerhin soviel her, daß sie für Uni und FH eigene 
Buslinien betrieben. Das Geld kommt da also direkt der Wirtschaft wieder 
zu gute.

Hauptsächlich ging es wohl darum, daß im eher ländlichen Gebiet 
Studenten aus einem Umkreis bis z.B. 50km kostenlos die Schule erreichen 
können.

Von dieser Seite betrachtet, wäre die Abschaffung von Studiengebühren 
ein echter Bärendienst an ärmeren Studenten.

Alleine das ÖPNV-Ticket, wäre ein Grund, mich mal wieder einschreiben zu 
gehen...

Die Semestergebühr lag damals vor etwa 10 Jahren irgendwo bei 150€, und 
ich hab sie alleine aus gerade genannten Gründen gerne gezahlt.

Autor: yannik (Gast)
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den Semesterbeitrag gibt's bis heute und er hat nichts mit 
Studiengebühren zu tun

Autor: Thomas (Gast)
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Wilhelmine schrieb:
> Was man hier einführen müsste wäre eine Kinderlosen-Abgabe.
> (Auch KSS Kinder-Schmarotzer-Steuer genannt)


Nur bezahlen die mehr Steuern und SV, also bringts für andere auch viel.

Autor: Ländle (Gast)
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Wenn die Abgabe auch für den Studenten verwendet würde, wäre es i.O.
Aber die korrupten Politiker fänden bestimmt Wege diese Abgabe in andere 
Kanäle umzuleiten. Damit wäre dies nur eine zusätzliche Steuer um 
irgendwelche von Lobbyisten forcierte Projekte zu finanzieren. Aus dem 
Blickwinkel gesehen: nein zur Abgabe.

Autor: Stefan Weßels (swessels)
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>Leute mit Kindern haben Freibeträge und zahlen weniger Steuern.

Die Freibeträge wirken sich aber direkt nur bei Kirchensteuer und Soli 
aus. Ansonsten braucht man schon ein Einkommen > 50k€ damit sich da was 
tut. Bei mir mit ~40k€ ist das Kindergeld jedenfalls noch mehr als die 
mögliche Steuerersparnis durch den Freibetrag.

Zu den geringeren Steuern:
Wie Kommst Du darauf? Es gibt zwar das Ehegattensplitting, aber am Ende 
nimmt sich das nicht viel mit Steuerklasse 1. Sagt zumindest mei WISO im 
Planspielmodus.

Am Ende wird das gesamte Einkommen der Ehegatten zusammengefasst und 
besteuert.

Fakt ist:
- Kinder kosten ne menge Geld
- das war mir vorher durchaus bekannt
- ich würde mich wieder für Kinder entscheiden
- Das Kindergled nehme ich dankend an, da damit zumindest ein Teil der
  Kosten aufgefangen wird

Gruß,
Stefan

Autor: MaWin (Gast)
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> Lohnt sich ja jetzt schon nicht mehr sich anzustrengen und Karriere zu
> machen. Um so mehr man verdient, umso mehr Abgaben muss man bezahlen.

Na wie beruhigend daß dich das offenbar nicht betrifft, denn du hast 
dich schon in der Grundschule beim Rechnen nicht angestrengt und 
entsprechend keine Karriere gemacht.

> Leute mit Kindern haben Freibeträge und zahlen weniger Steuern.

Natürlich.
Liegt daran, daß Kinder kein Geld verdienen weil Kinderarbeit 
abgeschafft wurde, und manche Kinder nutzen das um in der Schule was zu 
lernen (du offenbar nicht).
So teilt sich das Familieneinkommen durch mehr Köpfe als im 
Singlehaushalt.
Und erst NACH dem Aufteilen müsste man von dem dann deutlich geringeren 
Einkommen Steuern zahlen.
So wird aber aus historisch konservativen Gründen nicht gerechnet, also 
gibt es andere Steuerklassen beim Ehepaar und Vergünstigungen bei den 
Kindern. Zu denen übrigens auch die vom Staat zur Verfügung gestellte 
Schule zählen. Aber NICHT der gesetzliche Krankenkassenbeitrag, denn der 
ist strikt prozentual vom Einkommen PRO KOPF. Kinder zahlen also 
denselben Anteil wie Eltern, allerdings zahlen Eltern mit Kindern 
weniger weil sie ja auch weniger vom Einkommen für sich haben.
Trotz der Vergünstigungen steht eine Familie mit Kindern nicht so gut da 
wie ein Singlehaushalt sondern unterliegt dem Armutsrisiko. Die 
Umverteilungen müssten also höher sein, als sie derzeit sind. Die 
Singles profitieren, daher gibt es auch immer mehr Singles. Rein 
ökonomische Gründe. Mein Auto, mein Haus, mein Pferd, dein 
Hosenscheisser, dein pubertierender Zögling.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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>Die Semestergebühr lag damals vor etwa 10 Jahren irgendwo bei 150€,
Genau, 170,- waren es bei uns und du hast Recht mit dem Ticket.

Wie aber oben schon jemand sagte, kommen die "neuen" Gebühren noch oben 
auf. Arme Studies.

>>Leute mit Kindern haben Freibeträge und zahlen weniger Steuern.
>Die Freibeträge wirken sich aber direkt nur bei Kirchensteuer und Soli
>aus.

??? Du zahlst von diesem Freibetrag keine Steuern sowie ZUSÄTZLICH keine 
Kirchensteuer oder Soli. Es gilt "der letzte Euro" Das sind schon bei 
Einkommen um die 30k über 30%. Von jedem Tausender an Freibetrag sind 
das 300,- Euro.

Du hast aber Recht: Besserverdienende haben einen großen Vorteil davon. 
Man könnte allerdings auch anders argumentieren: Sie haben so einen 
geringeren Nachteil, denn wie ich schon sagte, langt der Staat mit jedem 
Euro mehr zusätzlich mehr zu.

Autor: Ich wer sonst (Gast)
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Eine solche verdienstabhängige Akademikerabgabe ist doch OK, aber nur, 
wenn er auch als Akademiker arbeitet bzw. arbeiten kann und das Geld der 
Hochschule (Uni) zukommt an der man studiert hat.

Wenn ich dann Dank einer guten Hochschule einen gut bezahlten Job 
bekomme, zahle ich doch gerne etwas (statt einer Gebühr während des 
Studiums).

Autor: Stefan Weßels (swessels)
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J. S. schrieb:
>>Die Freibeträge wirken sich aber direkt nur bei Kirchensteuer und Soli
>>aus.
>
> ??? Du zahlst von diesem Freibetrag keine Steuern sowie ZUSÄTZLICH keine
> Kirchensteuer oder Soli.

Der Freibetrag wirkt sich abgesehen von Soli / Kirchensteuer erst dann 
aus, wenn die durch den Freibetrag entstehende Steuerersparnis höher ist 
als der Betrag des Kindergeldes. Die Differenz wird dann vom FA 
erstattet.

Für die Ermittlung des laufenden Lohnsteuerabzugs wir der Freibetrag 
nicht herangezogen.

Gruß,
Stefan

Autor: lendo (Gast)
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Hi,

also das ist echt ein Blödsinn unglaublich.
die Aussage, dass ein Akademiker doppel so viel dem Staat kostet also 
ein nicht Akademiker ist einfach unglaublich.
Die Frage ist wieviel verdient der Staat durch Akademiker.
Ohne Akademiker wären wir keine Exportweltmeister und hätte sicherlich 
nicht so eine gute Entwicklung und Innovation.
So eine Abgabe wird niiiieeemals durchgesetzt und wenn doch dann 
verliert Deutschland sicherlich einige gute Akademiker.

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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>Der Freibetrag wirkt sich abgesehen von Soli / Kirchensteuer erst dann
>aus, wenn die durch den Freibetrag entstehende Steuerersparnis höher ist
>als der Betrag des Kindergeldes. Die Differenz wird dann vom FA
>erstattet.

Ok, das nehme ich jetzt mal so, da ich es mangels Kinder :-) nicht genau 
weiss. Danke für die Korrektur. Das würde aber dann heissen, daß die 
Bezieher kleinerer EK doch relativ gut gestellt sind, da sie durch das 
Kindergeld einen statischen Betrag haben, auch wenn sie wenig 
Steuervorteil hätten (oder keinen).

Wofür man dann noch den Steuervoreil braucht, ist mir aber nicht mehr 
klar. Ein gleicher Zahlbetrag für alle wäre wohl das Gerechteste.

Naja, im Grunde ist es ja auch egal, zu welchem Ergebnis wir hier 
kommen, da die Politik das Geld in jedem Fall so verteilt, daß es 
einigermassen reicht - egal, ob gerecht und sinnvoll, oder nicht.

Und gerade diesbezüglich sehe ich bei sinkenden Löhnen der 
Besserverdienenden schwarz, weil es immer weniger Steuereinnahmen geben 
wird.

Autor: Stefan Weßels (swessels)
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J. S. schrieb:
> Wofür man dann noch den Steuervoreil braucht, ist mir aber nicht mehr
> klar. Ein gleicher Zahlbetrag für alle wäre wohl das Gerechteste.

Es ist tatsächlich gerechter als Früher. Damals (als ich noch Kind 
war)gab es wohl nur 50 DM Kindergeld und der Freibetrag galt für alle 
Einkommen. Aber da galt auch, wer kaum Steuern Zahlt hat auch kaum einen 
Vorteil.
Heute bekommt jeder Kindergeld in Höhe von 168 €. Trotzdem haben nur 
hohe Einkommen einen wirklichen Vorteil vom Kinderfreibetrag.

Ich wäre auch dafür den Kinderfreibetrag abzuschaffen.

Die Auswirkungen auf Soli und Kirchensteuer sind in den meisten Fällen 
Makulatur, da spätestens mit der Steuererklärung das Gesamteinkommen der 
Ehepartner nach Abzug aller Werbungskosten der Steuer unterworfen wird.

Damit bekommen die meisten "Normalverdiener" den Soli und einen großen 
Teil der Kirchensteuer zurück.

Alleinerziehende bekommen den Haushaltsfreibetrag bzw. Steuerklasse 2, 
wodurch auch kaum etwas anfällt.

>Naja, im Grunde ist es ja auch egal, zu welchem Ergebnis wir hier
>kommen, da die Politik das Geld in jedem Fall so verteilt, daß es
>einigermassen reicht - egal, ob gerecht und sinnvoll, oder nicht.

"Reicht" ist so ne Sache. Wenn ich daran denke das das Kindergeld auf 
Hartz4 angerechnet wird und gem. SGB als Einkommen gilt....

Ich war zum Glück nie auf Hartz4 angewiesen, aber es war kurz davor.

Anschließend hatte ich ein paar Monate 2 Einkommen. Übergangsgebührnisse 
aus meiner Bundeswehrzeit (SAZ 12) und ein als Leiharbeiter mageres 
Gehalt.
Meine Frau mußte versicherungspflichtig Arbeiten, da ich bei 
Arbeitslosigkeit während des Bezugs der Übergangsgebuhrnisse die gesamte 
Familie hätte privat versichern müssen. Bei 75% der letzten Dienstbezüge 
und dadurch keinem ALG wäre das der Ruin gewesen.

Das Ergebnis war ein vorübergehend ein sehr hohes Gesamtnettoeinkommen.
Aber die 500.- Euronen die meine Frau mit nach Hause brachte, wurden von 
den Kindergartengebühren für 2 Kinder und die Fahrtkosten (wir wohnen 
auf nem Dorf) locker aufgefressen.

>Und gerade diesbezüglich sehe ich bei sinkenden Löhnen der
>Besserverdienenden schwarz, weil es immer weniger Steuereinnahmen geben
>wird.

Da kann ich nichts zu sagen. Ich bin kein Akademiker, habe aber das 
Glück gehabt über die Leiharbeiterschiene einen gehobenen Posten bei der 
Lufthansa Technik AG bekommen zu haben. Die konneten einen 
Flugzeugmechaniker mit sehr guten EDV Kenntnissen gerade gut gebrauchen.
Die Einstiegsgehälter der Akademiker liegen noch ca. 400.- € pro Monat 
höher als mein derzeitiges Gehalt. Genaue Zahlen nenne ich nicht, das 
kann sich jeder mit den Zahlen eines meiner vorigen Postings bei 13 
Gehältern pro Jahr selber ausrechnen....

Gruß,
Stefan

Autor: Tomatennase (Gast)
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Hallo

> nachdem ich diesen Artikel
> http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,71...
> gelesen habe, frage ich mich, ob solche Vorschläge ihren Sinn und Zweck
> erfüllen oder wie der Soli einfach zwangsmissbraucht würden.


Wenn das wirklich eingeführt würde, würde sich zeigen, das viele 
Akademiker in Wirklichkeit nicht so toll verdienen, weil sie oft wie 
andere Leute
auch nur hinter Supermarktkassen sitzen, und ihre zwei Doktortitel 
lieber geheimhalten, weil sie sonst von den Kollegen gemobbt werden.

Merke: Auch abgeschlossenes Studium garantiert kein super Einkommen. Die 
VDI Statistik passt hier nicht, weil die VDI Statistik z.B. nur die als 
Ingenieure aufführt, die auch als Ingenieure arbeiten.

Autor: Ich wer sonst (Gast)
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@Tomatennase
Fällt mir ein Erlebnis bei einem Studenten-Hiwi-Job in der Produktion 
ein.
Ich studiere Elektrotechnik und was machst Du? war meine Frage an den 
Kollegen neben mir.
Ich habe grade in Chemie promoviert.

Ärzte als Taxifahrer könnten den Ärztemangel in ländlichen Regionen 
lösen.

Autor: Lexi (Gast)
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Als ich das gelesen habe, habe ich innerlich geheult, darüber, dass 
jemand solch blöde Vorschläge in die Welt setzt. Es ist doch egal, wie 
einer reich (Fußball?, Studium?) wird, er wird automatisch mehr 
belastet, ob bei progressiv sich entwickelten Steuersätzen oder in der 
Flatrate. (20 % von 100000 sind mehr als 20 % von 50000.)

Dieser Blödsinn mit der Akademikersteuer und Argumentieren mit 
Studiengebühren, dies und das... Das zeigt doch nur, dass die unfähig 
sind zu denken. Erst wollte man jahrzehntelang keine Studiengebühren 
zulassen, weil man unbedingt wollte, dass die Armen auch studieren 
gehen. Ist es denn so kompliziert, dann diesen Armen direkt zu 
unterstützen, anstatt alle über einen Kamm zu scheren? Von dem 
gebührenfreien Studium haben vor allem die oberen Schichten profitiert.

Ich hätte nichts dagegen, Studiengebühren einzuführen, aber dann soll 
man es richtig machen. Dazu muss man die Universitäten in die Freiheit 
entlassen. Die Universitäten sollen ihre Gebühren selbst festlegen 
dürfen und über die Einnahmen frei entscheiden dürfen. Aber genau daran 
hapert es.

Und warum sieht man wieder Gehälter nach dem Studium? Natürlich verdient 
der Absolvent in Maschinenbau höchstwahrscheinlich mehr als die 
Absolventin in Kunstgeschichte, aber dafür kostet letztere auch weniger 
während des Studiums. Sowas kann man aber nicht in Gesetze und 
Verordnungen gießen, sowas funktioniert nur mit unternehmerischen Geist.

Die Gebühren hätten auch eine Lenkungswirkung, wenn das Studium in 
Kunstgeschichte wesentlich weniger kostet als das Physikstudium. Dann 
erkennt man auch den Wert. Und überhaupt würden die Studenten auch viel 
klüger wählen, als gäbe es gar keine Gebühren.

Autor: MaWin (Gast)
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> Ich hätte nichts dagegen, Studiengebühren einzuführen,
> aber dann soll man es richtig machen.

Als ich das gelesen habe, habe ich innerlich geheult, darüber, dass
jemand solch blöde Vorschläge in die Welt setzt.

> Die Universitäten sollen ihre Gebühren selbst festlegen dürfen
> und über die Einnahmen frei entscheiden dürfen. Aber genau
> daran hapert es.

Ganz und gar nicht, das machen z.B. die USA.
Ein Studienjahr kostet dort an den begehrten Unis 150000 US$. Pro Jahr, 
nicht das ganze Stuium. Und ja, das sind 4 Nullen.

> Ist es denn so kompliziert, dann diesen Armen direkt zu
> unterstützen

Offenbar. Hier macht man nur 7000 EUR pro Jahr für einen Studenten 
locker, um alles für ihn zu bezahlen, vom Professor übers Unigebäude bis 
zum Lehrmaterial und Mensasubvention, zuzüglich Bafög falls er welches 
bekommt.

Autor: IGBT (Gast)
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Lexi schrieb:
> Als ich das gelesen habe, habe ich innerlich geheult

Völlig klar bei deiner linearen Denkweise.

Für dich gilt: Fresse halten! Und auf keinen Fall deinen Mitmenschen die 
mehr als du "verstehen" aufs Schwein gehen mit angeblichen wertvollen 
Einsichten.

Es gibt Verbrecher die stehlen einem das wertvollste was es gibt und 
werden nicht bestraft, die stehlen mir meine Zeit.
(Napoleon)

Autor: High Performer (Gast)
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>Von dem gebührenfreien Studium haben vor allem die oberen Schichten >profitiert.

Ach ja? Mit welcher Begründung?

Autor: High Performer (Gast)
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Was ich hier noch loswerden möchte:

dieses ständige Gebashe auf die Reichen und ihre ach so dramatischen 
finanziellen Vorteile, das geht mir so langsam echt auf den Keks! Egal 
um was es auch geht, ständig dieses reflexartige Beschimpfen der 
Besserverdienenden bzw. der schlimmen Ungerechtigkeit bzw. der schlimmen 
Politik, die nur die Reichen unterstützt.

Bevor man bei jeder Möglichkeit diesen Stuss ablässt, sollte man 
vielleicht auch mal fair bewerten und hinter die Kulissen schauen! Die 
Leute mit hohem Einkommen haben Steuerbelastungen (Einkommensteuer + 
Kirchensteuer + Soli) von bis zu 50%. verdient also jemand 100.000,- EUR 
pro Jahr in Steuerklasse eins, dann wird er davon ca. 50.000,- EUR 
alleine durch Steuern los!
Verdient einer 1.000.000,-, dann wird der 500.000,- EUR los.

Also was beschwert ihr euch ständig! Fakt ist, das Geld fließt von den 
Reichen zu den Armen. Wenn man das Gewetter um die aktuelle Spardebatte 
so hört, könnte man meinen, das Geld würde von den Armen zu den Reichen 
fließen. Nein, so ist es nicht!

Ich nenne mal ein einfaches Beispiel: Familie, zwei Kinder, Vater 
berufstätig, Mutter für die Kinder zu Hause. Scheidung. Plötzlich müssen 
vom Gehalt plötzlich zwei komplette Haushalte finanziert werden. Vater 
bezahlt für die Kinder und die Mutter, aber das Geld reicht natürlich 
nicht mehr. In wiefern haben hier nun Reiche die Schuld an diesem 
Umstand? Nur so als Beispiel!

Und inwiefern haben Reiche Schuld, wenn Kinder aus lauter Faulheit 
und/oder wegen ungünstiger Vorgaben aus dem Elternhaus nicht mal den 
Hauptschulabschluss schaffen, dann keine Lehrstelle bekommen und 
schließlich von Hartz IV leben müssen bzw. bei einem Hilfsarbeiterjob 
aufstocken müssen.

Ich würde mich freuen, wenn diese shice Debatte um reich und arm endlich 
mal ein wenig sachlicher geführt würde, statt völlig unreflekiert 
draufzuhauen.

Folgendes möchte ich noch anmerken: ich denke, ich gehöre nicht zu 
diesen Gutverdienern (habe allerdings auch keine Ahnung, wie das 
definiert ist), und bin mit der Politik der aktuellen Regierung, die ich 
nicht gewählt habe, in großen Teilen nicht einverstanden. Aber dennoch 
sollte man mal die Kirche im Dorf lassen.

So, das musste mal raus.

Autor: Kasler (Gast)
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>Und inwiefern haben Reiche Schuld, wenn Kinder aus lauter Faulheit
>und/oder wegen ungünstiger Vorgaben aus dem Elternhaus nicht mal den
>Hauptschulabschluss schaffen, dann keine Lehrstelle bekommen und
>schließlich von Hartz IV leben müssen bzw. bei einem Hilfsarbeiterjob
>aufstocken müssen.


so ein schmarn ich hab nen Bachelor und bin auch hartzer

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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>Bachelor und bin auch hartzer
Es gibt wahrscheinlich viele zu viele, die studieren. Das sollten nur 
die besten tun, die dann auch einen Job bekommen. Was nützt denn die 
ganze Ausbildung, wenn man dann im Hinterfeld ist?

Ich kenne da einige Studies - auch im Bereich Elektronik! - die besser 
was anderes gemacht hätten.

Autor: Ich wer sonst (Gast)
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@J. S.

Es heisst doch zur Zeit: Fachkräftemangel - uns fehlen (demnächst, 2014, 
2020) massenhaft Ingenieure. (Über diesen Mangel wird ja schon 
diskutiert)

Hauptsache Diplom, Bachelor oder gar Master und ein Job ist (fast) 
sicher.
So ähnlich die Werbung.

Von dem guten Gehalt, kann man dann locker eine Akademikerabgabe 
abdrücken.

Autor: IGBT (Gast)
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High Performer schrieb:
> Die
> Leute mit hohem Einkommen haben Steuerbelastungen (Einkommensteuer +
> Kirchensteuer + Soli) von bis zu 50%. verdient also jemand 100.000,- EUR
> pro Jahr in Steuerklasse eins, dann wird er davon ca. 50.000,- EUR
> alleine durch Steuern los!
> Verdient einer 1.000.000,-, dann wird der 500.000,- EUR los.

Da würde ich meinen Steuerberater aber eigenhändig erschießen!

Autor: High Performer (Gast)
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>Da würde ich meinen Steuerberater aber eigenhändig erschießen!

Ach ja? Dann nenne mir doch eine einzige Möglichkeit, die 
Steuerbelastung (dauerhaft!) nennenswert zu drücken. Legal natürlich! 
Also, ich warte auf einen Vorschlag. Nur weil alle sagen, man müsse sich 
arm rechnen und Reiche könnten sowieso ihr Einkommen so weit drücken, 
dass kaum Steuer zu zahlen ist. Das ist einfach falsch und wird auch 
durch gebetsmühlenartiges Wiederholen nicht richtiger.

Autor: IGBT (Gast)
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Eine Möglichkeit die verwendet wird ist eine Niederlassung oder ein 
Geschäftsbereich wo man zunächst investieren muss um irgendwann 
langfristig Gewinn erzielen kann. Man produziert aber für eine Corp. in 
den USA und das Geld fließt ab.

Sich schon mal Jemand gewundert das meine englischen Kollegen 150k 
Gehalt bekommen... :-)
(war in meiner letzten Firma so)

Nein, das Spiel wird brav gespielt und alle wissen es und illegal ist 
das auch nicht.

Einfachste Möglichkeit:
Du kaufst mich als Berater für 30 k im Monat und die teilen wir uns dann 
in bar...

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Das mit den 100.000 und 50% ist nicht richtig, weil erst ab etwa 50k+ 
der volle Steuersatz gilt. Bei 60k Gehalt hat man ungefähr 50k 
zuverst.EK und dann rund 12000,- Steuern gesamt. Aber im Grunde ist es 
schon so, daß man für jeden Euro weiter oben fast 50% verliert. (42% + 
Soli + Kirche)

Drücken kann man nur dadurch, daß man Geschäftskosten generiert, die 
keine sind, z.B. Mietshäuser absetzt, in denen Bekannte wohnen und 
schwarz zahlen und natürlich teuere Autos, Reisen und Gegenstände zahlt. 
Die kosten den Reichen dann ca die Hälfte. Ansonsten kann man nur 
Verlagern, wenn man z.B. ein Mietshaus kauft und dort investiert. Die 
Kosten gehen als Verlust vom heutigen EK ab - fließen später im Alter 
gleichmäßig zu - bei geringer Steuerlast.

Autor: High Performer (Gast)
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>Einfachste Möglichkeit: Du kaufst mich als Berater für 30 k im Monat und die 
>teilen wir uns dann in bar...

Da ist wohl das Milchmädchen mit Dir durchgegangen ;-)

Wie kommen Leute drauf, dass sinnloses Geldausgeben irgend wie 
einkommenssteigernd ist? Du kannst nie mehr Steuern sparen wie Du Geld 
ausgibst. Also muss das Geld in irgend etwas werterhaltendes fließen. 
Und dort holen Dich dann früher oder später die Steuern wieder ein.

Im Übrigen sprach ich von legalen Möglichkeiten.

Und wenn Du vermietest, solltest Du darauf achten, auf keinen Fall 
Mieteinnahmen zu haben.

Bis jetzt kamen nur illegale oder nicht durchdachte Möglichkeiten.

>natürlich teuere Autos, Reisen und Gegenstände

So, und wie verbessert der Kauf eines teuren Autos Deine 
Einkommenssituation? Und wenn Du die Kiste privat nutzt, dann bist Du 
mit 1% Neupreis pro Monat dabei. Und von welchen Gegenständen sprichst 
Du? Es können grundsätzlich nur geschäftlich erworbene Waren steuerlich 
geltend gemacht werden. Aber ob es so sinnvoll ist, sinnlos irgend 
welches Zeug zu kaufen, um dann ein paar Euro steuern zu sparen, lasse 
ich jetzt mal dahingestellt. Denn normalerweise werden diese Dinge auch 
einen Wertverlust haben, der sich in der Gegend der eingesparten Steuer 
bewegt.

Ich sag's nochmal: Der Versuch, Geld zu sparen, indem man selbiges 
ausgibt, ist einfach Quark.

Autor: High Performer (Gast)
Datum:

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>Man produziert aber für eine Corp. in
>den USA und das Geld fließt ab.

Und wo genau liegt da dann der finanzielle Vorteil?

Und wenn Du investierst, dann ist das Geld erstmal weg. Wenn Du später 
dann Gewinne durch die Investition erwirtschaftest, dann werden wieder 
Steuern fällig. Und wenn nicht, bleibt das Geld einfach weg. Ich würde 
lieber 50% Steuern zahlen statt 100% in den Sand zu setzen.

Autor: Kasler (Gast)
Datum:

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J. S. schrieb:
> Es gibt wahrscheinlich viele zu viele, die studieren. Das sollten nur
> die besten tun, die dann auch einen Job bekommen. Was nützt denn die
> ganze Ausbildung, wenn man dann im Hinterfeld ist?
>
> Ich kenne da einige Studies - auch im Bereich Elektronik! - die besser
> was anderes gemacht hätten.
>

da muss ich mich dann dochmal konkret dazu äußern ich hab damals noch 
bei der Grundig AG in Fürth Elektroniker gelernt. Für den Beruf bin ich 
mit sicherheit geigned aber durch die Insolvenz  bzw Werksschließungen 
blieb mir nichts anderes übrig als zu studieren. Ob ich nun nach dem 
Studium entgültig
gestrandet bin kann man so noch nicht abschließend sagen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Es können grundsätzlich nur geschäftlich erworbene Waren steuerlich
> geltend gemacht werden.

Tja ja, die Mehrheit der Bevölkerung glaubt, wenn man etwas "von der 
Steuer absetzen" könne, würde es der Staat bezahlen.

Aber daß man als Privatperson für das Geld welches man verdient um dann 
ein Auto zu kaufen z.B. voll (Einkommen-)Steuern bezahlen muss, und 
deswegen für das 30000 EUR Auto im Endeffekt 50000 EUR Geld verdient 
werden musste,

eine Firma aber ihre 50000 verdienten Euros entweder in einem 
entsprechend luxuriöseren Firmenwagen anlegen darf, oder eben nur 30000 
EUR verdienen musste,

wird natürlich oft verschiwegen. Kein Wunder also, wenn man glaubt, 
Firmen wären reich, weil sie sich mit so vielen so teuren Sachen 
eindecken:

Für eine Firma sind alle diese Sachen wegen der Absetzebarkeit nur halb 
so teuer, da lässt es sich leicht im Luxus schwelgen.

Autor: Frank (Gast)
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Wenn man so liest wie sehr sich das linke Gedankengut hier im Forum 
schon festgefressen hat braucht man sich nicht wundern, dass die meisten 
Versager auf der Strecke bleiben. Gleich ist nicht gerecht. Das hat 
schon die Natur erkannt und sortiert den nutzlosen und schwachen 
Ausschuss aus. Die Geschichte hat zu Hauf bewiesen, dass mehr Gleichheit 
weniger Erfolg und damit Wohlstand bedeutet. Die 68 
Schmarotzergeneration hat ganze Arbeit geleistet Europa an die Wand zu 
fahren und die nächste Generation direkt mit zu verseuchen.

Das Geschwätz von Steuererleichterung durch Firmenwägen etc. zeigt dass 
die Schreiberlinge nicht die geringste Ahnung von unserem Steuersystem 
haben. Im übrigen waren es in Deutschland stets die Sozialisten die ein 
gerechtes Steuersystem verhindert haben. Eines das für jeden transparent 
ist. Demokratie und Fortschritt sind schliesslich die größten Feinde des 
Sozialismus. Dem geneigten Leser sei zu dieser Debatte Literatur von 
Arthur B. Laffer empfohlen.

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
Datum:

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Es gibt natürlich schon ein paar Tricks, um die Steuerlast zu senken. 
Gängig ist z. B. die Ehefrau auf einem 400€ Job einzustellen. Die zahlt 
darauf keine Steuern, man kann die Kosten aber selbst komplett absetzen, 
so dass man bei den 400€/Monat tatsächlich 200€ spart.

Aber es ist schon richtig, dass die Möglichkeiten sehr begrenzt sind und 
sehr viele bei diesen Steuersparmodellen mehr bezahlt haben, als sie an 
Steuern "gespart" haben. Nicht zuletzt hat es einen Grund, dass so viele 
Leute ihr Geld illegal ins Auslang gebracht haben (und jetzt richtig 
zittern).

Gehobene Manager können davon sowieso kaum profitieren, das sind ja 
normale Angestellte, die eben keine Ehefrauen einstellen können und 
ihren Firmenwagen schlicht mit 1% des LISTENPREISES plus 
Entfernungspauschale pro Monat versteuern müssen. Bei 50% Steuersatz 
zahlt der für das Auto ganz schön.

Und sehr viele dieser Schlupflöcher sind in den letzten Jahren 
geschlossen worden. Vieles was früher mal ging, ist heute nicht mehr 
möglich. Die Finanzämter sind da schon hinterher, häufig weit über 
rechtstaatliche Grenzen hinaus.

Gruss
Axel

Autor: MaWin (Gast)
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> Vieles was früher mal ging, ist heute nicht mehr möglich

Allerdings haben die sich früher ja auch bedient, die oberen Chargen.

Beliebt waren Aktienoptionen.

Da bekommt $MANAGER nur 1 Mio bar auf Tazte, die 10 Mio nur in Form von 
Aktienoptionen. Warum ?

Weil Aktiengewinne steuerfrei waren.

(Und ausserdem machte es sich gut, zu behaupten, der $AUFSICHTSRAT hätte 
die Firma nur um 1 Mio gebracht und eben nicht 11 Mio).

Seit dem Aktiengewinne zu versteuern sind, verschiebt sich die 
Bezahlung, ach oh Wunder...

Autor: Lexi (Gast)
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IGBT schrieb:
> Für dich gilt: Fresse halten!

Das ist wohl deine Art zu sagen, wie sehr du deine Mitdiskutanten 
schätzt.

Nochmal: Statistiken belegen, dass vor allem Mittel- und 
Oberschichtkinder studieren und so vom kostenlosen Studium profitieren. 
Ich komme aus einem Niedrigverdienerhaushalt aus der ehemaligen DDR.

Schön und gut, wenn man Kinder aus Niedrigverdienerhaushalten 
unterstützen möchte, aber das Prinzip Gießkanne ist doch dämlich. Ich 
bin für eine zielgerichtete Sozialpolitik. Hartz IV ist auch deshalb ein 
teurer Misserfolg, weil man nicht mehr zielgerichtet und pragmatisch die 
Leute unterstützen wollte. Dem Sozialhilfeempfänger hat man eine 
gebrauchte Waschmaschine überlassen, wenn die alte kaputt war. Bei Hartz 
IV ist man technokratisch an die Sache herangegangen:

Eine Waschmaschine kostet 200 Euro. Die hält sechs Jahre. 200 / (12 * 6) 
= 5 Euro (ungefähr). So ist man ungefähr rangegangen, auch bei so Sachen 
wie Schuhraparatur, neue Schnürsenkel, usw. usf.

Autor: Franz (Gast)
Datum:

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>Wenn man so liest wie sehr sich das linke Gedankengut hier im
>Forum schon festgefressen hat braucht man sich nicht wundern,
>dass die meisten Versager auf der Strecke bleiben. Gleich ist nicht >gerecht. Das 
hat schon die Natur erkannt und sortiert den nutzlosen und >schwachen Ausschuss 
aus.

Ja, das haben Hittler und Göbels auch schon gedacht. Zuerst haben sie 
einen Krieg angezettelt und 20 Millionen Leute umgebracht und sich dann 
selbst erschossen.

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