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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Suche EEPROMs mit geringem Stromverbrauch


Autor: Dennis (Gast)
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Hallo alle miteinander!

Mal ein Frage: Gibt es auch EEPROMs, welche nicht 3mA und mehr beim 
Schreiben benötigen? Ich habe jetzt schon echt lange gesucht, finde aber 
keinen Baustein!

Meine ganze Schaltung sollte nicht mehr als 4mA verbrauchen, da sind 3 
und mehr etwas viel.

Prozessgeräte in der Industrie haben auch EEPROMs drin und bleiben unter 
dem Strom - wie geht das?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dennis schrieb:
> Mal ein Frage: Gibt es auch EEPROMs, welche nicht 3mA und mehr beim
> Schreiben benötigen?

Schreiben ist einfach ein energieaufwändiger Prozess.  Da läuft eine
Ladungspumpe drin für die "Hochspannung" (irgendwas zwischen 10 und
30 V).  Da der Schreibvorgang nicht lange dauert, könntest du das
aber vielleicht noch mit einem Kondensator gepuffert bekommen.

Autor: Dennis (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Da der Schreibvorgang nicht lange dauert, könntest du das
> aber vielleicht noch mit einem Kondensator gepuffert bekommen.

Und das würde sich dann nicht auf den Gesamtverbrauch auswirken?
Ich habe halt einen Baustein, welcher mir den Verbrauch für die 
Schaltung abzwackt und zusammen mit dem Schleifenstrom den Gesamtstrom 
daraus macht.

Wenn meine Schaltung nun mehr als die 4mA verbraucht, dann macht das 
nichts, wenn ein Ausgangsstrom von z.b. sechs programmiert wurde - soll 
der Ausgangsstrom jedoch 4mA betragen und die Schaltung braucht grad 5, 
dann werden es natürlich die 5mA.

Da stehe ich vor einem kleinen Problem. Dachte, vielleicht gibt es 
Low-Power-EEPROMs oder so.

Autor: A. K. (prx)
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Dennis schrieb:

> Mal ein Frage: Gibt es auch EEPROMs, welche nicht 3mA und mehr beim
> Schreiben benötigen?

Wie wär's mit FRAM?

Autor: Dennis (Gast)
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FRAM ist nicht Flash, oder?

FRAM finde ich jetzt bei den üblichen verdächtigen nicht mit im Angebot.

Ich mein, alle benutzen EEPROMs - das muss ja gehen :) Reicht mir ein 
"dicker" Kondensator parallel zum EEPROM, oder muss ich da irgendwas mit 
Diode->C basteln, damit der C nicht über den Rest der Schaltung entladen 
wird?

Autor: nmbx (Gast)
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Wieviele KB an Daten willst du denn pro Sekunden schreiben?
Du kannst dir ja mal ausrechnen wieviel Energie das schreiben braucht.

Autor: A. K. (prx)
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Dennis schrieb:

> FRAM ist nicht Flash, oder?

Nein. NVRAM, ferroelektrisches RAM. Anbindung wie SPI/I2C EEPROM.

> FRAM finde ich jetzt bei den üblichen verdächtigen nicht mit im Angebot.

TME hat recht viele.

Autor: Dennis (Gast)
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nmbx schrieb:
> Wieviele KB an Daten willst du denn pro Sekunden schreiben?

Ich möchte nur über einen längeren Zeitraum Messwerte mitschreiben. Aber 
dies nur ab und dann so jede Minute oder so - um einen qualitativen 
Verlauf zu sichern.

Also nichts wildes. Aber der Strom darf halt nicht auf einmal um 3mA 
ansteigen - auch wenn es kurz ist. Ein Multimeter würde das nichtmal 
mitbekommen. Trotzdem wäre es natürlich besser, wenn es nach außen 
gesehen unter den 4mA bleibt.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Dennis schrieb:
> Wenn meine Schaltung nun mehr als die 4mA verbraucht, dann macht das
> nichts, wenn ein Ausgangsstrom von z.b. sechs programmiert wurde

Naja, so geht das wohl nicht, du musst schon dafür sorgen, dass der 
Verbrauch unter 4 mA bleibt - grundsätzlich ist der worst case von 
Interesse, nicht der Normalfall. Also würde ich eine Stromversorgung mit 
Strombegrenzung vorsehen, die garantiert unter 4mA bleibt. Und für das 
EEProm sorgst du per C dafür, dass ein Block-Schreibzyklus (worst case!) 
ausgeführt werden kann. Danach wartest du oder misst nach, ob schon 
wieder genügend Saft da ist. Dürfte eigentlich kein Problem sein. Wenns 
was bringt, kannst du das EEProm auch ganz abschalten.

Gruss Reinhard

Autor: Thomas (Gast)
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Hier ist eine Liste mit seriellen FRAMs
http://www.ramtron.com/products/nonvolatile-memory...

Die haben auch den Vorteil, dass sie keine Wartezeit nach dem Schreiben 
benötigen und theoretisch beliebig oft beschreibbar sind.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Dennis schrieb:
> Prozessgeräte in der Industrie haben auch EEPROMs drin und bleiben unter
> dem Strom - wie geht das?

Die schreiben ja nicht ständig auf den EEPROM, der würde dabei auch 
schnell kaputt gehen.
Und die 5ms Schreibzeit liefert eben ein kleiner Kondensator.


Peter

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Peter Dannegger (peda)

>Und die 5ms Schreibzeit liefert eben ein kleiner Kondensator.

Eben. Siehe auch

http://www.mikrocontroller.net/articles/Speicher#E...

MfG
Falk

Autor: Peter Dannegger (peda)
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P.S.:
Man sollte auch den Page-Modus der I2C-EEPROM benutzen.
D.h. bei AT24C512 dauert das Schreiben von 128 Byte insgeasmt nur 5ms.
Man sammelt die Daten im SRAM, bis 128 Byte zusammen sind und schreibt 
erst dann in den EEPROM.


Peter

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