Hi,
ich habe mir das Video angesehen und gerade eine Mini-Versuchsreihe
gemacht. Hier meine Anmerkungen:
Im Video ist die Rede von ISOPROPANOL als Lösungsmittel! Nicht von
Aceton!
Aceton, Nitroverdünner und ähnliches (Pinselreiniger?) hat eine
wesentlich stärkere Lösungwirkung als Isopropanol.
ICh habe zwei Stifte getestet, einmal einen neuen Edding und einen
älteren NoName (Wörtlich!) aus einem SoPo laden. Der Edding wird bereits
von Isopropanol angelöst, selbst wenn man nur leicht drüberstreicht.
Der Stift ohne Aufdruck zeigt ungefähr das im Beitrag gezeigte
Verhalten, vom Kupfer wird er leicht gelöst, von dem Trägermaterial ohne
Druck kaum.
Ausserdem ist zu erkennen das im Video nur leicht über das Kupfer
gestreift wird. Wenn man genau hinschaut sind noch leichte
Farbschattierungen nahc ende der Bearbeitung zu sehen. Die Platinen
werden anschließend von der Akteurin im Video anscheinend chemisch
verzinnt. Vermutlich stören diese Farbschlieren nicht dabei und werden
von der Verzinnungslösung gänzlich abgelöst so dass sich anschließend
ein saubere silbrige Zinnschicht auf der Platinen befindet.
Allerdings finde ich das Verfahren trotzdem Suboptimal und nur in
Ausnahmefällen geeignet. (Wenn z.b. zwischen Leuchtziffern der Kontrast
Anzeige Platine verringert werden soll).
Als Standartmethode hat es den ANchteil, das wenn man die Platine dann
aus welchen Gründen auch immer NAchbehandeln/reinigen will es passieren
kann das sich dieses nicht mit dem Mittel verträgt und so ein unschönes
gesamtbild entsteht. (Wie sieht es aus bei Platikspray, löst das
Lösungsmittel den Edding an, Wenn ja gibt es Farbschlieren... Wie sieht
es mit Reinigern zur Entfernung von Flussmittelrückständen aus, gerade
wenn man wert auf Farbige Platinen legt ist es ja für die Optik gedacht.
Dann will man ja keine Flussmittelflecken haben, usw. usf.)
Wobei die Frage für mich eh nur Theoretisch ist, da ich bei fast allen
PCBs, (ausser Test-PCBs) mit Lötstoplaminat arbeite...
Gruß
Carsten