Wie sieht es denn mittlerweile auf dem Markt aus?
Wir sind gerade dabei ein neues Layoutsystem (5-10 Volllizenzen) als
Ersatz für Integra auszuwählen.
Zur Wahl stehen:
Alegro Designer
Mentor Pads
Mentor Expedition
Pulsonic
Was haltet Ihr von denen?
Wir haben Pads 9.2.
Geht so. hat alles was man braucht. Sogar Netznamen auf den Leitern und
Pins.
Aber!
Hüte dich vor Pads9.2 wenn deine Device Bezeichnungen Zahlen sind die 11
Karakter lang sind.
Wir hatten damit massive Probleme, es hat beim Forward von Schematic zum
Layout alle Netzverbindungen verloren. Kurz: Unbrauchbar.
Soll angeblich in Version 9.3 behoben sein. Ich würde die abwarten.
Von Integra da draufzuspringen ist mächtig... Viel Spaß beim
Konvertieren der Libs. Fragt mal nach beim Distributor, ob es überhaupt
möglich ist.Womit wir zur Supportfrage kommen:
Sagt Ja zum Wartungsvertrag. Ohne professionelle Hilfe kommt ihr nicht
weit.
das kommt in erster linie darauf an, was ihr damit machen wollt!
Eine (und das meine ich Ernst!) gute Alternative zu Pads ist Altium. Wir
arbeiten hier mit Expedition, Pads und neuerdings Altium. Werden uns
aber wohl langfristig von Pads trennen. Die Unterschiede zu Altium sind
marginal, die Libs lassen sich relativ problemlos konvertieren aber die
Preise sind doch... naja, es liegen Welten dazwischen. Wie gesagt,
Pauschal sagen kann man das nie, dazu müsste man wissen, was ihr so
macht (High speed oder mit Mehrkernplatten und hoher Integrationsdichte?
dann Expedition, High Speed bis zu einfachen SBU und Moderater
Packungsdichte? dann Altium oder wenns sein muss Pads. Das ist die
Aufteilung bei uns.) Eine weitere Frage könnte sein, ob ihr die
Möglichkeit braucht mit unterschiedlichen Leuten an dem selben Projekt
zu arbeiten? dann wieder Expedition.
Du siehst: es ist nicht pauschal zu sagen: das ist das Beste, wobei, das
Beste ist Expedition, ob es das Beste für euch ist ist aber eine ganz
andere (für euch aber wichtigere) Frage für deren Beantwortung aber mehr
Informationen gebraucht werden.
Ich finde das man diese Frage gar nicht so einfach beantworten kann.
Nur Layouter die viel Erfahrung haben und mehrere Programme benutzt
haben könnten grob abschätzen oder kurz Stellung nehmen.
Für meine Hobbyzwecke benutze ich Eagle und mehrmals konnte ich mit
Altium anschauen und dabei ist mir die Kauleiste zu Boden gefallen.
Gleichzeitig muss ich aber auch sagen das ich mehr Programme niemals
live gesehen habe und vielleicht ist Pads, Mentor oder was es auch alles
gibt für
viel sympathischer als Altium Designer.
Spätestens dann wenn man sich in Eagle gut auskennt die Einstellungen
überarbeitet hat, Tastenkombinationen für Layer ein -ausblenden oder
verschiedene Grid-Einstellung gemacht hat kann man auch mit diesen
Programm fix arbeitet. Die Standard Bauteilebibliothek in Eagle ist
total für'n Arsch aber wenn man diese erstmal überarbeitet hat stört das
auch einen nicht mehr.
Es ist immer so eine Sache wie viel Arbeit man in einen Programm stecken
musste damit etwas funktioniert. Bei einen anderen Programm kommt man
vielleicht schneller zum Ziel und muss sich nicht so viel Arbeit machen.
Zur Zeit reicht mir Eagle noch. Spätestens dann wenn eine Leiterkarte
größer als eine Europakarte sein muss werde ich über Eagle wieder
herziehen. G
Während meiner Studien- und Diplomarbeit hab ich viel mit AltiumDesigner
gemacht. Muß schon sagen: Nicht schlecht, Herr Specht!
Vielleicht für den Einsatzzweck sogar zu mächtig. Man verliert sich
leicht in den Untiefen der Menüs. Wenn mal alle Tastenkürzel, die man so
braucht, intus hat, geht's echt gut.
Was mir darn auch gefallen hat, war, daß es absolut
"fertigungskompatibel" ist. Mit ein paar Klicks war die Platine in der
Werkstatt und die konnten dort z.B. die Rohdaten für den Bohrautomat
extrahieren.
es kommt auch auf anderes an, die von mir genannten Programme können
viele Grundfunktionen gleichermassen, das beginnt bei
Längenberechnungen, geht über problemlose Ausgabemöglichkeiten für
Gerber Daten weiter bis hin zu wirklich nützlichen Features wie Push &
Shove sowie online DRC. Ausserdem kann man mit allen 3 Programmen
problemlos Sacklöcher definieren und ins Layout einbringen. (nicht nur
für SBU's essentiell) Ich bin mittlerweile soweit, daß ich Eagle auch
privat nicht mehr nutze sondern lieber ein paar h nach der Arbeit noch
am Platz bleibe und meine privaten Layouts mit der Firmensoftware
erarbeite (natürlich in Absprache und mit Genehmigung meines Chefs)
Allerdings hat auch Eagle seine daseins Berechtigung. Will man es jedoch
gewerblich nutzen ist es schon Problematisch vor allem, wenn man
bedenkt, wie gering der Preisunterschied einer Altium und einer Eagle
Lizenz ist. Wenn man dann noch den Funktionsumfang vergleicht siehts
sehr schlecht aus für Eagle...
Ich verwende seit Jahren Protel und nun Altium. Ist in meinen Augen
etwas überladen, die ganzen FPGA Tools brauche ich nicht wirklich,
ansonsten lässt sich sehr gut damit arbeiten.
Kollege hat bis jetzt nur schlecht über Mentor gesprochen, allerdings
ist er ein riesen Fan von Altium.
Privat habe ich mit KiCad begonnen zu arbeiten, scheint eine gute
alternative zu sein, es fehlt mir aber noch an Erfahrung.
Ich war immer eine Cadence-Fan. Aber seit einem Jahr arbeite ich mit dem
Altium-Designer. Da ist zwar vieles Mist, aber das PCB-Routing ist
unschlagbar geworden. Wenn Du mit nackten Chips arbeitest, also DIE-Maps
als Footprints etc. dann lieber Allegro.
Eagle würde ich hier gar nicht nennen.
Zu Mentor kann ich nicht viel sagen.
Firmenintern setzen wir Cadence HDL Entry mit dem Allegro PCB Designer
ein. Weiterhin arbeiten wir noch mit Altium und ich muß sagen mir ist
noch nichts aufgefallen, was die preisliche Differenz zwischen beiden
Entwicklungsumgebungen rechtfertigt. Eher im Gegenteil, es gibt
Funktionalitäten bei Cadence/Allegro die ein halbwegs praxisnaher
Entwickler als Standard voraussetzen würde, für die jedoch eine
XXL-mega-universal-professionell-Lizenz nötig ist, mit der
entsprechenden Lizenzgebühr versteht sich.
Altium handhabt diesen Punkt aus meiner Sicht deutlich
Anwenderfreundlicher.
Mit Mentor habe ich ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht, allerdings
nicht mit PCB-Tools, sondern mit ihrem Nucleus OS.
Vielen Dank schon mal für die Antworten.
Hier noch mehr Informationen für was wir das Programm verwenden wollen:
Aktuell:
*2-6 Lagen-Aufbau
*vielen verschiedene Netzklassen und Regeln (Elektronik,Versorgungsnetze
(9-300 V), Überwachungsnetze 0-1500 V auch Ankopplungen an
Mittelspannungen)
*Testpunkte erzeugen und setzen (möglichst Automatisch)
*Bauteilvarianten verwalten
*hohe Bauteildichte (1-seitig und auch 2-seitig bestückt)
*von Fine-pitch und 0402 bis große bedrahtete Bauteile (Relais, Trafo,
Übertrager, Elkos, etc) gemischt auch einer Platine
*sehr große Bauteilvielfalt (einfach anlegen eines Bauteils)
zukünftig:
*Impedanzkontrolliert (Highspeed)
*(Spice)-Simulation
*Schnittstelle zu SAP
*Blind/Buried VIA
*Automotiv Zulassungen für die fertigen Platinen
Addons (währen schön aber kein muss):
*3D-Ansicht (und Bearbeitung)
*EMV-Tools (Signalintegrität)
*Thermoanalyse
*Datenbankübername aus Integra
Wichtig für uns wäre auch ein schneller und guter Support.
Haben uns bisher Pads 9.2 und Altium-Designer angeschaut, wo uns bisher
der Altium-Designer im Umfang, Erscheinung uns Preis (Vollversion 4000
€) besser gefallen hat.
Werden uns aber nächste Woche noch Pulsonix, Allegro und Expedition
anschauen.
@Bauteilschubser
Ich habe nicht geschrieben, dass er sich Pulsonix nicht anschauen soll,
sondern dass er sich das nicht anschauen braucht. Vermutlich würde nach
einer Antwort von mir ein riesiges Hin-und-Her über Pulsonix entstehen.
Die Software ist es nicht mal eine Diskussion wert.
Gruß,
H
Arbeite mit Altium. Ist echt super, auch wenn ich wahrscheinlich nur 5%
aller Funktionen nutze. Ist für den Homebereich einfach too big! Bekomm
aber die Lizenz gestellt, deshalb verwend ichs gern.
Ein Freund von mir hat Altium in einem wirklich großen Projekt verwendet
und mir gesagt dass der AutoRouter komplett zu vergessen ist, da gibts
besseres. Bei meinen kleinen Platinchen konnte ich allerdings noch keine
Macken erkennen. Route aber meistens eh per Hand.
Alles in allem sicher ein super Produkt!
Thomas Berger schrieb:> Ich habe noch nie einen brauchbaren Autorouter gesehen, weder in> Altium, Orcad oder sonst wo.
Ist die Frage, wie du "brauchbar" definierst.
Wenn deine Definition dafür lautet: "mindestens so schön, wie wenn
ich es von Hand gemacht hätte", wirst du Recht haben. Für eine
Definition: "sieht natürlich nicht aus, wie von Hand, aber es
funktioniert am Ende", dann wirst du schon fündig. Oder was denkst
du, wie es im Innern all der großen Digital-ICs aussieht? Das routet
keiner mit der Hand, und was dort funktioniert, kann natürlich genauso
gut auf einer Platine funktionieren, denn das ist ja nicht viel anders,
nur kleiner.
Ich route jedenfalls meine Digitaldesigns nicht mehr mit der Hand...
Wenn man genügend Platz auf dem PCB hat, kriegt der Autorouter alles
hin, sieht aber meistens recht Scheisse aus, damit könnte ich ja leben.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei eng bestückten PCBs der
Autorouter sich selber die Wege verbaut. Ich route alles von Hand und
bin min. so schnell wie mit Autorouter und anschliessendem manuellen
aufräumen.
Thomas Berger schrieb:> Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei eng bestückten PCBs der> Autorouter sich selber die Wege verbaut. Ich route alles von Hand und> bin min. so schnell wie mit Autorouter und anschliessendem manuellen> aufräumen.
Kann ich (für den BAE-Autorouter) beides nicht bestätigen. Das, was
der mir noch entflechtet, würde ich bei gleichen Platzverhältnissen
nie mit der Hand hinbekommen, und das, was ich in mehreren Abenden
mit der Hand hinbekomme (und daher dann nie wieder ändern würde), das
macht mir der Autorouter in 10 min. Dafür habe ich bei dem den Vorteil,
dass ich auch danach nochmal was schieben oder ändern kann -- lass ich
halt nochmal 10 min rechnen.
Paradoxerweise (oder vielleicht eben gerade nicht) routet der
PADS-Autorouter um so besser, je voller es auf der Leiterplatte zugeht.
Da würde ich mich per Hand nicht mehr dranmachen!
Jörg Wunsch schrieb:> Kann ich (für den BAE-Autorouter) beides nicht bestätigen. Das, was> der mir noch entflechtet, würde ich bei gleichen Platzverhältnissen> nie mit der Hand hinbekommen, und das, was ich in mehreren Abenden> mit der Hand hinbekomme (und daher dann nie wieder ändern würde), das> macht mir der Autorouter in 10 min.
ich route auch alles von Hand, auf Arbeit haben wir auch noch nie den
Autorouter verwendet, weil die allesamt nix taugen wenn man wirklich
anspruchsvolle Designs hat. Da ist das erfahrene und geübte Auge des
Betrachters sehr viel besser! Daher spielen bei uns für die Softwarewahl
die Autorouterfunktionalitäten gar keine Rolle. Fast immer steht und
fällt die Routbarkeit schon mit der Platzierung, als nächstes kommt dann
die Wahl des Lagenaufbaus. Beides Dinge die das System selbst nicht
zufriedenstellend lösen kann. Das routen ist dann der langwierigste
Part, der aber auch am meissten Spaß macht :)
Aso, ich sollte vielleicht noch erwähnen, daß unsere Firma regelmäßig
beim Mentor PCB contest mitmacht und vorletztes Jahr den 2. dieses Jahr
sogar den 1. Platz gemacht hat. Wir machen also wirklich High End. (Das
dann allerdings in Expedition, da Pads hierbei sehr schnell an seine
Grenzen stößt)
Ich kann es verstehen, wenn jmd der nicht täglich Layouts macht den
Autorouter als besser empfindet, wenn man jedoch tagtäglich an extrem
dichten Designs entwickelt sieht die Sache vollkommen anders aus.
Ich unterstreiche also damit nochmal meine Aussage: Was das beste für
Eure Firma ist müsst ihr durch Versuche selbst herausfinden. Hilfreich
ist hierbei sich eine art Checkliste zu erstellen, auf der folgende
Punkte enthalten sind:
Beispielhafte Größe die den realen Projekten am ehesten entspricht, dann
eine entsprechend Beispielhafte Anzahl von Bauelementen, einen typischen
Lagenaufbau und dann die Vertreter "vorladen" damit sie mal am Lebenden
Objekt zeigen können, wie sich das System so macht. Dabei sollte man
dann auf die Bediehnfreundlichkeit achten (Wenn man z.B. nahezu alles
mit Shortcuts machen kann ist man zwar sehr schnell, aber nur wenn man
täglich damit arbeitet, macht man nur 1 Design pro viertel Jahr ist man
nur am nachschauen welcher Shortcut grad gebraucht wird.) ausserdem: Wie
leicht kann ich einen Lagenaufbau einrichten, falls für euch
erforderlich: wie schwierig ist es die jeweiligen Vias zu konfigurieren?
Wie viele Aktionen sind nötig um mit einer Leitung von einem BE über
z.b. 2 Innenlagen auf die gegenüberliegende Seite zu einem BE zu kommen?
Solche Fragen sollte man vorbereiten, sodaß man am Ende dann ein Resumee
ziehen kann und dann entscheidet welches Tool das beste ist und ob es
mit Abstrichen in der Funktionalität, die sich im täglichen Betrieb
jedoch verschmerzen lassen, ein wirtschaftlicheres System gibt und
dieses würde ich dann kaufen.
Das Schwierige an Ausprobieren ist der Zeit- und Einarbeitungsbedarf.
Bei einem Altium sollte man zb entweder einen Monat reinwerfen, oder
einen 3 taegigen Kurs gemacht haben. Pads und Orcad desgleichen.
Dürrer Zitterknilch schrieb:> Das Schwierige an Ausprobieren ist der Zeit- und Einarbeitungsbedarf.
deshalb ist es ja sinnvoll, die Distris ihr jeweiliges System an einem
für alle gleichen Testlayout vorstellen zu lassen und mit einer
entsprechenden "Checkliste" daneben zu stehen und sich entsprechend
Notizen zu machen. Ansonsten ist, wegen der Komplexität heutiger
Programme die Fehlentscheidung fast schon vorprogrammiert. Ich behaupte
jetzt einfach mal, daß niemand in der Lage sein wird auch nur 3
verschiedne Layoutsysteme innerhalb weniger Wochen so zu erlernen, daß
damit ein flüssiges Abreiten möglich ist.
War Pulsonix nicht mal entwickelt worden für unzufriedene Integra
Kunden? Irgendsowas war da doch mal.
Ich kenn Integra nur aus grauen Vortagen (1995), Protel, Mentor
DC/Expedition und Cadence Orcad/Allegro. Einarbeiten darf man sich
überall, und ob man ohne Schulung sofort loslaufen kann wage ich zu
bezweifeln. Einer muß sich schon mit der Software auskennen.