Hallo
Ich möchte mehrere IGTBs (16 Stück) parallelschalten um deren maximalen
Impulsstrom zu erhöhen. Jeder von ihnen "kann" 700A für 1ms.
Nun haben die Teile leider einen positiven Temperaturkoeffizienten. D.h.
Wenn einer warm wird/ist, leitet nur der den Strom.
Mir geht es nun um die dimensionierung der Ausgleichwiderstnde damit
sich der Strom möglichst gleichmäßig aufteilt.
Dies ist nötig, da sich auch während der Impulsbelastung die
Sperrschichten erwärmen. Wobei sie aber vorher durchaus die gleiche
Temperatur gehabt haben. Zumindest ähnliche Temperaturen.
Zur Zeit ist es so, dass ich an jeden IGBT 3mOhm gelötet habe. Dann
werden jeweils 2 Widerstände zusammengeführt und die entstanden Paare
werden wieder über 2x 3mOhm Widerstände zusammengeführt. Das wird
solange gemacht, bis nur noch ein Anschluss da ist.
Die Idee dahinter ist, dass der gesamte Baum, kaum mehr als 3,5mOhm hat,
aber der Weg zu einem einzelnen IGBT aus 12mOhm besteht. 12mOhm bei 500A
wären schon 6V, was weit über der Sättigungsspannung der IGBTs bei dem
Strom liegt.
Außerdem spart diese Konfiguration Geld, da Konstantandraht recht teuer
ist.
Ich frage mich nun, ob das insgesamt genug ist, was ich da getan habe.
Irgenwie ist mir immernoch nicht Wohl bei der Sache..
Ziel ist es für 5ms 5kA auszuhalten. Nennstrom jedes einzelnen IGBTs ist
320A. 320*16 = 5.1kA, Impuls = 700*16 = 11,2kA für 1ms.
Ich Frage mich nin inwieweit diese Parallelschaltung wirklich
parallelschaltet, oder was man an den Ausgleichswiderständen tun kann
bzw wie man die überhaupt dimmensioniert.
Ich weiß auch nicht wonach ich bei goooogle sochen muss :-(
MFG
5 ms ist doch schon ewig lang (wenn auch noch ein ganzes Stück unter der
Zeitkonstante der IGBT-Chips) - Impulsbelastung würde ich das nicht mehr
nennen. Von welcher Wiederholrate sprechen wir da?
Ich würde mir lieber den Widerstandskram sparen und 2 IGBT mehr nehmen.
Das sollten die dann schon abkönnen.
Also genauer geht es um 16 Impulse die aber in der Gesamtlänge nicht
länger als 5ms sein dürften. Wohl eher kürzer. Und danach ist definitiv
erstmal ruhe für die IGBTs.. Es geht immerhin um 5kA.
Also wenn du den Widerstandskram sparen würdest, dann macht es das nur
besser, dass er überhaupt da ist :-) Mehr Ausgleich is besser als kein
Ausgleich.
Ein weiter Vorteil ist, wenn ich irgendwo an einer gut zugänglichen
Stelle einfach 2mOhm einbauen, kann ich den IGBT bestimmen der bei
Fehlfunktion/überlast kaputtgeht.
Dennoch hätte ich gerne Infos über die Dimensionierung...
DerAlbi schrieb:> .. 5ms sein dürften. Wohl eher kürzer. Und danach ist definitiv> erstmal ruhe für die IGBTs.. Es geht immerhin um 5kA.
(5kA)^2 * 12mohm = 300 kW
300 kW * 5ms = 1500 Joule
Das ist einiges.
So ein unfug. Falsch gerechnet. Wenn dieser Fall eintritt
vernachlässigst du die anderen IGBTs. Auf einer Stecke teilt sich der
Strom auf. Also was soll diese sinnlose Rechnung. Hauptsache Beitrag
schreiben.. grml
Dem Thema dienliche Hinweise wären wünschenswert :-)
DerAlbi schrieb:> Ich möchte mehrere IGTBs (16 Stück) parallelschalten um deren maximalen> Impulsstrom zu erhöhen. Jeder von ihnen "kann" 700A für 1ms.
Der Chip. Und das Gehäuse mit Anschlüssen hat welches Limit?
Jeder IGTB braucht seinen Widerstand ohne weitere Verknotung, und Du
brauchst mehr Transistoren. Dann hast Du nur noch das Problem der
synchronen und sehr schnellen Ansteuerung.
3mOhm ist der Widerstand der jeder IGBT alleine vpr sich hat. Auch das
sind bei 500A schon 1,5V.. was mehr ist, als thermische differenz
Verursachen könnte.
Therminal Current Limit ist 160A. Ich bezweifle aber sehr stark, das
dies auch für Impulsbelastung zutrifft. Was würde es für einen Sinn
machen, einen IGBT herzustellen, dessen Die mehr kann als die Anschlüsse
hergeben. Ich bezweifle, dass bei 700A die 6 Bonddrähte unter 1ms
wegbrennen.
Aber interesanter Beitrag: nach welchen Gesichtspunkten würdest du denn
die Anzahl der Transistoren festsetzen und wie groß würdest Du denn die
Widerstande machen? :-)
Bei so kurzen Pulsen braucht man sich um das Package Limit wohl kaum
Gedanken zu machen.
Die Ansteuerung muss aber natürlich einigermaßen symmetrisch sein.
Außerdem sollte man auf jeden Fall mal sich Gedanken über die
Induktivität der Zuleitung und evtl. auftretende Überspannungen Gedanken
machen.
Ich habe noch einmal über das Problem nachgedacht. Man kann ja relativ
leicht die Verlustleistung eines Transistors bestimmen. Bei 16 Pulsen in
5 ms sollte man allerdings auch die Schaltverluste beachten. Die
thermische Impedanz sollte man im Datenblatt finden; daraus kann man
dann die Chiptemperatur bei der maximal gewünschten Umgebungstemperatur
bestimmen. Zur Sicherheit schlägt man eben noch 20% auf die
Verlustleistung für die asymmetrische Verteilung drauf. Wenn man unter
125 Grad Chiptemperatur bleibt, braucht man nichts mehr tun.
Datenblatt im Anhang.
Also meine 500A mit denen ich rechne sind ja schon sozusagen das was du
die 20% nennst :-)
Bei 500A kann man von 2V Vcesat ausgehen. was genau 1kW macht. 1KW * 5ms
sind nichtig. Da sollten die Schaltverluste wesentlich mehr ausmachen.
Überspannungen werden durch Dioden abgeführt. Die sind mit dem gleichen
Widerstandsaufbau ausgeglichen. Diese hab ich bis 10kA geprüft, bis die
Opferdiode kommt. (die mit nem extra kleineren Widerstand halt)
Aber wenn man schonmal von Thermischer Impedanz redet: bei 1ms Puls kann
man 0.02 °C/W im Diagram ablesen. 0.02 * 1kW (oder lassen wir es mal
2kW sein) also 0.02*2kW = 40K die sich das Die erwärmt. warum um himmels
willen ist das dann der maximale Strom?
Ich hab andere IGBT datenblätter angesehen und dort nachgerechnet.. Dort
kam immer fein und lieb 150-180K raus, wenn man den Maximalstrom über
die Zeit anlegt. Diese Temeraturerhöhung entsprach IMMER der zulässigen
DieTemperatur beim Löten über 15sec. Was auch sinn macht...
Aber dieses Datenblatt ist da etwas anders.. wenn das nebenbei jemand
erklären kann, wäre ich dankbar.
Die Ansteuerung machen 4x TC4422 mit 9A und 18V aufm Gate. Es wird
syncron geschaltet. Falls dies nicht reicht sind die Gates untereinander
nocheinmal mit 1Ohm verbunden. Ein 4er Block hat 90nF (das ist die Last
am TC4422). Das ist laut Testaufbau hier in 400ns an. Hauptproblem ist
die Induktivität der Gateleitung, die bei mir leider recht lang ist.
DerAlbi schrieb:> Überspannungen werden durch Dioden abgeführt. Die sind mit dem gleichen> Widerstandsaufbau ausgeglichen.
Eher nicht. Du meinst vermutlich etwas anderes. Da ich deinen Aufbau
nicht kenne kann ich es aber auch nicht richtig erklären.
DerAlbi schrieb:> Die Ansteuerung machen 4x TC4422 mit 9A und 18V aufm Gate. Es wird> syncron geschaltet. Falls dies nicht reicht sind die Gates untereinander> nocheinmal mit 1Ohm verbunden. Ein 4er Block hat 90nF (das ist die Last> am TC4422). Das ist laut Testaufbau hier in 400ns an. Hauptproblem ist> die Induktivität der Gateleitung, die bei mir leider recht lang ist.
Wichtig ist der symmetrische Aufbau.
DerAlbi schrieb:> Aber wenn man schonmal von Thermischer Impedanz redet: bei 1ms Puls kann> man 0.02 °C/W im Diagram ablesen. 0.02 * 1kW (oder lassen wir es mal> 2kW sein) also 0.02*2kW = 40K die sich das Die erwärmt. warum um himmels> willen ist das dann der maximale Strom?
Könnte dann vielleicht doch am Package/an den Bonddrähten liegen.
DerAlbi schrieb:> Aber interesanter Beitrag: nach welchen Gesichtspunkten würdest du denn> die Anzahl der Transistoren festsetzen und wie groß würdest Du denn die> Widerstande machen? :-)
30 Transistoren, 1 mOhm, +15V/-5V für ein/aus
@mhh: WIESO
1) 30 Stück
2) 1mOhm
3) -5V zum ausschalten. Das wäre eine Symetrische Spannung von +/-10V um
die Schwellspannung herum, aber 0V reichen zum perren auch aus und
werden eigentlich ebenso schnell erreicht wie die 0V, wenn man
eigentlich zu -5V hinwill.
Der Aufbau is eine sym. Halbbrücke. Überspannungen werden auf die
Versorgungsspannung zurückgeführt und laden die Pufferkondensatoren
wieder auf.
Was bezeichnest du als symetrischnen Aufbau? Kannst du das näher
erklären? Bis jetzt hab ich nur 4 parallele Treiber vorgesehen, die
jeweils 4 parallele Gates ansteuern. Alle 4 Treiber werden vom gleichen
Signal angesteuert. Die Gateleitungen werden alle gleich lang und die
Masserückführung zum Emitter ist nah an jeder Gateleitung.
Es kann auch noch sein, dass das Datenblatt in der Richtung mist ist, da
die Gatespannung ja "nur" 15V ist. Es kann ja sein, das man damit keine
700A durchgesteuert bekommt und deswegen Vcesat wesentlich höher ist...
Vielleicht sieht es mit 18V anders aus..
Die Transistoren müssen auch gleichzeitig abgeschaltet werden, das
klappt mit negativer Gatespannung besser und sicherer.
DerAlbi schrieb:> Was bezeichnest du als symetrischnen Aufbau?
Das war von Stefan L. (minefields). Was er sicher meint und womit er
recht hat: Alle Kabel müssen zu den Transistoren gleich lang sein. Nicht
mal 5cm zu einem Transistor und 20cm zu einem anderen.
Schmink Dir die 700A ab. Den Die machen sie belastungsfähiger, damit für
den Normalbetrieb gute Werte erzielt werden. Ist keine Verarsche, aber
auch kein praktischer Anhaltspunkt für Deine Berechnungen.
Für dich war eigentlich nur das numerierte ;-) Aber danke soweit. Mit
den 700A rechne ich nicht, wie du merkst, wenn man 5000/16 Teilt. Dann
sind das nur 300A und ich denke das sollte dann in Ordnung gehen. Mit
der Induktivität der Gatekabel habe ich noch meine Probleme :-(
Eigentlich müssten die Treiber ab vonn der platine und direkt auf die
IGBTs. Ansonsten hatt ich noch an abgeschirmtes Kabel gedacht.. aber da
ist die Mittelleitung immer so dünn..allerdings teste ich auch gerade
mit 20cm leitungen.. und später wreden es 5cm sein.
Das mit den -5V kann ich bestätigen; die negative Abschaltspannung
sollte man bei IGBT schon beachten. Das hängt aber auch ein bisschen
davon ab, was du machen willst.
Vielleicht wäre es wirklich mal an der Zeit, dass du mal eine genaue
Beschreibung deines Aufbau lieferst?
mhh schrieb:> DerAlbi schrieb:>> Was bezeichnest du als symetrischnen Aufbau?>> Das war von Stefan L. (minefields). Was er sicher meint und womit er> recht hat: Alle Kabel müssen zu den Transistoren gleich lang sein. Nicht> mal 5cm zu einem Transistor und 20cm zu einem anderen.
Genau das meinte ich.
DerAlbi schrieb:> Der Aufbau is eine sym. Halbbrücke. Überspannungen werden auf die> Versorgungsspannung zurückgeführt und laden die Pufferkondensatoren> wieder auf.
Es geht mir um Überspannungen, die bei hohem Strom im Abschaltmoment
durch die Induktivitäten in der Versorgung entstehen. Dadurch kann je
nach Höhe der Versorgungsspannung recht schnell die Sperrspannung der
IGBT überschritten werden. Das ist auch ein Grund, wieso man möglichst
langsam schalten soll (wenn es die Verlustleistung hergibt).
Die Induktivitten versuche ich zu minimieren, daran habe ich gedacht.
Zustzlich werden an der Halbbrücke extra Stützkondensatoren angebracht,
sodass sich höchstens ein LCR-Tiefpass ergibt, aber das sollte eh
minimal sein.
Warum 300A nichts werden, obwohl das noch unter dem Nennstrom liegt,
verstehe ich nicht. Zur Max. Impulslast sind das mehr als 50%
Sicherheit.
Das ganze wird eine CoilGun mit 3x 18mF 350V Kondensatoren und 16
Beschleunigungsspulen. nach hinten hin werden die Impulse also immer
kürzer.
Anschaltströme fließen nicht durch die IGBTs. Da vor jeder Spule
nochmals ein Thyristor sitzt, der leicht später gezündet wird. Somit
werden Anschaltverluste verhindert. Ausschaltverluste hingegen sind dann
doch noch (enorm?) vorhanden. Durch die induktive Last steigen die
Ströme auch nicht sonderlich Schnell und der Sptzenstrom ist höchsten
5kA pro Impuls, das Mittel ist jedoch geringer. Durch die asym.
Halbbrücke fällt der Strom exakt gleich schnell wie er sich aufgebaut
hat.
DerAlbi schrieb:> Warum 300A nichts werden, obwohl das noch unter dem Nennstrom liegt,> verstehe ich nicht.
Weil der Nennstrom vom Die nicht der Nennstrom des Bauteiles in der
Gesamtheit ist. Aber das wurde schon ein- bis zweimal erwähnt glaube
ich...
DerAlbi schrieb:> Die Induktivitten versuche ich zu minimieren, daran habe ich gedacht.> Zustzlich werden an der Halbbrücke extra Stützkondensatoren angebracht,> sodass sich höchstens ein LCR-Tiefpass ergibt, aber das sollte eh> minimal sein.
Das darf man nicht unterschätzen. Bei solchen Strömen können schon ein
paar nH enorme Spannungsspitzen verursachen. Das muss man auf jeden Fall
messen!
Ja, aber bei induktiver Last deren Induktivität wesentlich höher ist als
die der Zuleitung ist es ja praktisch so, dass der Strom für
nennenswerte Induktion nicht schnell genug fällt bzw ansteigt. Dafür ist
dann die Induktivität der Zuleitungen zu gering :-) Simulation gibt mir
da recht schon bei 100nH der Zuleitung (was echt gigtantisch wäre :-D,
steigt die Spannung mit 200uF direkt an der Brücke nicht über 420V, was
völlig OK ist :-)
Ich werde durch die Widerstände einen Opfer IGBT einbauen. Ich denke
damit werd ich sehen ob 300A wirklich unrealistisch sind. Es ist ja nun
wirklich keine Dauerbelastung...
DerAlbi schrieb:> Ja, aber bei induktiver Last deren Induktivität wesentlich höher ist als> die der Zuleitung ist es ja praktisch so, dass der Strom für> nennenswerte Induktion nicht schnell genug fällt bzw ansteigt. Dafür ist> dann die Induktivität der Zuleitungen zu gering :-) Simulation gibt mir> da recht schon bei 100nH der Zuleitung (was echt gigtantisch wäre :-D,> steigt die Spannung mit 200uF direkt an der Brücke nicht über 420V, was> völlig OK ist :-)
420V bei welcher Versorgungsspannung?
600V IGBT? Da hast du natürlich schon etwas Luft.
ESR/ESL deines C beachtet? 200u werden wohl ein Elko sein, da wird das
nicht zu vernachlässigen sein. Ein Folienkondensator direkt an den IGBT
ist sinnvoll.
Ich sehe keine Schienen, also gehe ich von Freiluftverdrahtung aus.
Wie gesagt: nur durch Nachmessen kannst du sicher sein.
Mit den 300A hätte ich jetzt auch weniger Probleme. Bei einer Coilgun
muss man jetzt auch keine X Millionen Zyklen abkönnen.
DerAlbi schrieb:> Ich denke> damit werd ich sehen ob 300A wirklich unrealistisch sind. Es ist ja nun> wirklich keine Dauerbelastung...
Willst oder kannst Du es nicht verstehen?
Schau in Datenblätter beliebiger Transistoren. Sobald Du Dich an den
Grenzwerten bewegst, werden entscheidende Daten schlecht. Bewegst Du
Dich in der Mitte, ist alles gut. Deshalb ist dieser IGBT
überdimensioniert vom Die her, um für den gewünschtem Anwendungsfall
sehr gute Werte zu haben. Hätte der Hersteller einen 320A Transistor
bauen wollen, hätte er ein anderes Gehäuse verwendet.
Da Du nur hören willst was Dir gefällt, klinke ich mich nun aus.
Es tut mir wirklich Leid, aber ein anderes Gehuse verändert die
Wärmeabfurht und eventuell das Bonding. Beides ist bei Impulsbelastung
nicht von Relevanz, da alles von der Wärmekapazitrt des Chips gefressen
wird..
Es ist wie mit dem verwendeten Konstantandraht bei meinen Diodenpacks.
Spezifiziert bis 5A. Ha! Bei 10kA platzt dennoch zuerst die Diode. Wobei
ich sicher bin, dass bei Dauerbelastung des Konstantandrahtes durch
Hotspots durchaus schon bei geringen Strömen Probleme entstehen.
Ein Gehäuse das dauerhaft für 160A da ist verhindert doch nicht die
Möglichkeiten der Impulsbelastung.
Und nebenbei... Mosfets die 200A können gibts auch im TO220AB-Gehäuse.
Und das hier ist ne Nummer größer..
Also versteh mich nicht falsch, ich verstehe was du sagst, ich bezweifle
aber an der Relevanz :-)
Es ist in der Tat Freiluftverdrahtung, aber die Zuleitungen sind extrem
kurz. Weniger als 7cm vom Kondensator aus. Der verwendete Draht ist
extrem dick. (0.8mOhm/m) Viel Freiraum für Induktivität ist nicht :-)
Muhaaaaaaa
So. Nun hab ichs gelernt. Grml. Auch kurze Zuleitungen induzieren heftig
:-O
Und das schon bei "niedrigen" Strömen.
Jetziger Aufbau: 300Hz, 13µs Impuls aufm Gate. 18mF @30V mit kurzen
dicken Litzen verdrahtet. Zieht bei dem Dutycycle 4A. Gibt ungefähr 1kA
für die 13µs. Das hab ich nur gemacht um mal die Schaltverluste zu
überprüfen. Dabei hab ich den Gatewiderstand zwischen 0.33 bis 4 Ohm
variaiert und die Temperatur der IGBTs erhöhrt sich, je höher der
Gatewiderstand ist. Den Treiber direkt aufs Gate hauen lassen ist das
beste.
Da das alles wunderbar funktioniert hat, habe ich die Schaltung
erweitert. Am Kollektor der IGBTs hängt in der Kurzschlusstrecke nun
noch ein Dicker Thyristor. Dieser wird gleichzeitig bzw leicht verspätet
gezündet.
Also
1) IGBT an
2) Thyritor an
3) IGBT aus.
Seitdem der Thyristor im Kabel ist hab ich unheimlich große Induktive
Spannungsspitzen die aber auch schon vor dem Thyristor wirken. 100µF
werden porblemlos über ein Diodenpack auf 240V geladen. Wobei die
Spannung dort bleibt. Zusätzlich spielen alle elektischen Geräte im
Umkreis von 2m verrückt. :-D
Ich frage mich nun wirklich, was der blöde Thyristor ausmacht. Irgendwie
verstehe ich das nicht. Wenn nur die IGBTs schalten, hlt sich alles in
Grenzen.
DerAlbi schrieb:> So. Nun hab ichs gelernt. Grml. Auch kurze Zuleitungen induzieren heftig> :-O
Naja mehr wie vorher warnen kann man nicht ^^
In diesem Strombereich braucht man schon spezielle, extrem
niederinduktive Stromschienen und Snubberkondensatoren direkt auf den
IGBT. Aber das habe ich ja vorhre schon gesagt :)
OK, als es wird ja so, dass alle Kabel durch wesentlich dickere ersetzt
werden. Wenn du ein Blick aufs Foto wirfst, siehst du die Emitter, die
mit soner fetten Kupferlitze zusammengeopappt sind. (dort wo bei den
unteren IGBTs die gelben Gatekabel rauskommen) Dicke Kabel sind meiner
Erfahrung nach weniger induktiv.
Desweiteren ist nicht die ganze Schaltung aktiv Normalerweise werden die
von den Spulen zurückgeschickten Ströme wieder zurück in die
Kondensatoren geleitet. Hier geht das leider nur sehr eingeschränkt Da
die Schaltung ja quasi Murks ist.
Diese 100uF die sich hier aufladen sind ja quasi eigentlich an der
Versorgungsspannung angeschlossen.
Aber dennoch: warum ist der Unterschied zwischen Thyristor und Ohne
Thyristor so groß? Ich geb zu, dass das Kalel, das am Thyristor hängt,
durchaus lang ist, aber würde es direkt am IGBT hängen gäbe es auch dort
nicht derartige Störungen...
DerAlbi schrieb:> Dicke Kabel sind meiner> Erfahrung nach weniger induktiv.
Richtig. Meiner Erfahrung nach reicht das nicht. Zumindest die
Kondensatoren sind vorzusehen.
Was passiert, wenn du mit einem Puls dein Kondensator vollständig
entlädst?
Wie sieht es mit Freilaufdioden aus? Du hast leider immer noch kein
komplettes Schaltbild geliefert...
DerAlbi schrieb:> warum ist der Unterschied zwischen Thyristor und Ohne> Thyristor so groß?
Thyristor ermöglicht schnellere Stromanstiegsgeschwindigkeit (schon fast
Lawinendurchbruch), deshalb mehr Störungen.
Danke, das passt ins Bild! Durch die sehr kleinen Induktivitäten ist der
Strom sozusagen extrem schnell da. Deswegen gibt hochfrequentere
störungen und die kleine Induktivität wird zur Bösartigkeit.
Soweit ich das sehe beruhigt mich das jetzt aber. In der späteren
Anwendung werden ja wesentlich größere Induktivitäten zum Einsatz
kommten bei denen die Stromänderungen bei weitem nicht so rapide sind.
Das bedeutet, dass spätere Stromflanken nicht allzuscharf sind, sodass
sie von den Dioden Abgefangen werden können.
Da ich jetzt keinen konkreten Schaltplan habe, hab ich mal fix ne
Simulation erstellt.
Ich hoffe LTSpice ist vorhanden... :-)
Die Version mit der 2 hintendran ist der jetzige aufbau...
MFG