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Forum: Markt [S] Guten billigen Frequenzzähler bis 0Hz..50MHz


Autor: Alois Neumann (alois)
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Hi,
ich bin auf der Suche nach einem günstigen aber guten Frequenzzähler zum 
Messen von Frequenzen von 0Hz-50Mhz.

Dabei bin ich in ebay auf das Modell VC-3165 für knapp 70EUR gestossen.
Ich glaube billiger kann man sich einen vergleichbaren Frequenzzähler 
selbst nicht bauen.

http://cgi.ebay.de/Frequenzzahler-8-stelliger-0-01...

http://video.google.com/videoplay?docid=-821769062...

Handbuch englisch:
http://site.ldbepurchase.com/Manuals/vc3165.pdf

Kennt jemand das Gerät und hat schon Erfahrungen damit gemacht?

Gruss Alois

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Alois, Du hast PN.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Wenn das wirklich stimmt was in dem Datenblatt steht.

Time base
***short time stability*********: ±3 x 10-9/second
***Long time stability*********: ±2 x 10-8/month
***Temperature drift coefficient*: ±1 x 10-7, 10°C-40°C
***Line voltage variation*******: ±1 x 10-7 for line voltage ±10%

Dann ist es das Geld allemal wert.

Bei der Zeitbasis mit den obigen Angaben kann man den angezeigten Werten 
sogar glauben.

Für 47 Euro kann man eigentlich nichts falsch machen.

Selbstbau wird regelmäßig teurer und andere Angebote sind entweder viel 
teurer, oder sie haben keinen OCXO

Ralph Berres

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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tja ...

http://www.china-victor.com/cn/product_data.aspx?C...

Grundgenaugkeit:

0.01Hz-50MHz     ±(2×10-5+3)
50MHz-2.4GHz     ±(2×10-5+3)

(oder hat der hersteller selber auf en und cn website falsche angaben 
und im datenblatt die richtigen?)

Die timebase angaben können von dem µC selber sein, aber im prinzip 
egal, ein gebrauchtes brauchbares OCXO kostet 30EUR, kann man also 
nachrüsten und schon wird es stimmen.

Autor: Entwickler (Gast)
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Autor: aloha333 (Gast)
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Da würde ich die Finger von lassen, das ist der übliche Chinadreck.
"Press reset when instrument is abnormal..." das sollte einem schon
zu denken geben. Hab noch nie einen Zähler mit ner Resettaste gehabt.
Scheint aber offensichtlich notwendig zu sein.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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aloha333 schrieb:
> Hab noch nie einen Zähler mit ner Resettaste gehabt.

ich schon:

http://www.phasematrix.com/

profigeräte seit 30+ jahren, und alle EIP counter haben Reset/Init 
taste, oder noch einer "(R&S) Stanford SR620" hat es auch (stop/reset)

Ob chinadreck oder nicht wird man erst nach dem kauf sehen, wenn kein 
OCXO drin dann nachrüsten.

Autor: aloha333 (Gast)
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Es gibt natürlich Zähler mit Knöpfen zum "Nullstellen", das ist aber
offensichtlich kein Knopf für "abnormales" verhalten.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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aloha333 schrieb:
> Es gibt natürlich Zähler mit Knöpfen zum "Nullstellen", das ist aber
> offensichtlich kein Knopf für "abnormales" verhalten.

Kennst du die Kisten von oben? Ich kenn den SR620, und den kann man 
tatsächlich resetten. Mußte man sogar manchmal...

Autor: MaWin (Gast)
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> Ich glaube billiger kann man sich einen vergleichbaren
> Frequenzzähler selbst nicht bauen.

Kann man schon, du willst ja auch nur 50MHz.

Schon ein simpler uC mit Display kann bis 50MHz messen.
http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/freque...

Die Frage ist, ab wann es ein guter Frequenzzähler ist.

Mein Multimeter misst auch Frequenzen, am 50Hz Lichtnetz 50Hz, am 
Microcoontroller 8MHz, aber wenn das Kabel rumliegt vielleicht 156kHz, 
wenn es an einer Schaltung steckt vielleicht 32kHz, und wenn man 
Gleichspannung misst vielleicht 1.5MHz.

Es verstärkt halt gnadenlos bis es was findet, und wenn das auch nur 
Rauschen ist oder der nächsten Langwellensender.

Und die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, stell dir das 
Ausgangssignal eines elektronischen Halogenlampentrafos vor, 32kHz mit 
100Hz zerhackt pulsierende Gleichspannung. Soll es da 100 oder 32000 Hz 
anzeigen ? Ab welchem Modulationsgrad soll es die eine oder die andere 
Frequenz anzeigen. Oder statt Modulationsgrad doch eher die tiefen 
Frequenzen bevorzugen ?

Es ist also ein Frage der Eingangsstufe, und hohe Verstärung ist nicht 
unbedingt gut, ebenso weder automatische Gleichspannungskompensation 
(Kondenstaorkopplung) und wenn es eine Hysterese hat, ist die Frage, wie 
hoch sie sein soll. Das 50Hz Netzsignal kann ja vom Rundsteuerimpuls am 
Nulldurchgang überlagert werden, und dann gibt es ein paar 
Nulldurchgänge schnell hintereinander. Soll der Zähler die zählen ?

Am schlauesten ist es also, nicht zu viel Wert auf den Freqeunzzähler zu 
legen, sondern auf ein Oszilloskop sparen, dann sieht man auch die 
Signalform und weiß, warum der Freqeunzzähler Mist misst.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Thomas R. schrieb:
> tja ...
>
>
>
> http://www.china-victor.com/cn/product_data.aspx?C...
>
>
>
> Grundgenaugkeit:
>
>
>
> 0.01Hz-50MHz     ±(2×10-5+3)
>
> 50MHz-2.4GHz     ±(2×10-5+3)
>
>
>
> (oder hat der hersteller selber auf en und cn website falsche angaben
>
> und im datenblatt die richtigen?)

Offensichtlich hat der Anbieter bei Ebay kräftig geschummelt. Das würde 
ich schon als Betrug werten.

Mit den obigen Angaben ist das Gerät natürlich schlicht unbrauchbar.

MaWin schrieb:
> Am schlauesten ist es also, nicht zu viel Wert auf den Freqeunzzähler zu
>
> legen, sondern auf ein Oszilloskop sparen, dann sieht man auch die
>
> Signalform und weiß, warum der Freqeunzzähler Mist misst.

Ein Oszillograf mißt eine Frequenz aber nur mit einer sehr 
eingeschränkte Genauigkeit. Für manche Zwecke mag das ausreichen. Ich 
denke aber , das eine Mehrzahl der Fälle eine bessere 
Frequenzganauigkeit erfordert.
Zumindest in der Funktechnik und in der HF Messtechnik ist das so.

Ansonsten gebe ich dir aber recht. Man sollte schon im etwa wissen was 
für ein Signal man anliegen hat.

Ralph Berres

Autor: Guido C. (guidoanalog)
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Hallo,

Vorsicht nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;-)

Laut Victor Hi-Tech Co., Ltd. besitzt der Frequenzzähler VC3165 eine 
"Basic accuracy" von:

Fequency measurement
CH.A measuring range:   0.01Hz~50MHz, Basic accuracy: ±(2×10-5+3)
CH.B measuring range В: 50MHz~2.4GHz, Basic accuracy: ±(2×10-5+3)

Quelle:
http://www.china-victor.com/en/EN/Demo_eshowProDet...

Im Gegensatz hierzu besitzt der Frequenzzähler eine "time stability" 
von:

Time base
short time stability:  ±3X10-9/second
Long time stability:   ±2X10-8/month

Quelle:
http://www.china-victor.com/en/EN/UploadFiles/2008...

Die "Basic accuracy" beschreibt wie genau das Gerät eingestellt werden 
kann, die "time stability" beschreibt um wieviel das Gerät wegdriftet.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Ich habe mir das Datenblatt mal genauer angeschaut.
Mit dem
Fequency measurement
CH.A measuring range:   0.01Hz~50MHz, Basic accuracy: ±(2×10-5+3)
CH.B measuring range В: 50MHz~2.4GHz, Basic accuracy: ±(2×10-5+3)

ist wohl gemeint wie die Auflösung der Anzeige ist, und nicht die 
Genauigkeit.

Die Stabilität ( und somit auch die Genauigkeit, nein ich verwechsel 
diese beiden Begriffe nicht ) ist wohl tatsächlich: ( Ich zitiere aus 
dem Original Datenblatt der chinesischen Webseite )
Time base
short time stability:  ±3X10-9/second
Long time stability:   ±2X10-8/month
Temperature drift coefficient :±1X10-7, 10C ~ 40C
Line voltage variation :±1X10-7 for line voltage±10%

Und das ist finde ich für einen Zähler der 50 € kostet garnicht 
schlecht.

Mawin

Das messen von modulierten Signalen ist für einen Frequenzzähler immer 
ein Problem. Im allgemeinen mißt man auch ein unmoduliertes Signal.

Mehr kann man für diesen Preis wirklich nicht verlangen.

Für deine angeführten Beispiele hilft selbst eine Triggereinstellung 
nicht.
Da müßte man den Zähler schon 1. fremd auslösen können und 2. eine 
Burstmessfunktion haben. Das haben nur wenige meist relativ teure 
Zähler.

Ralph Berres

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>short time stability:  ±3X10-9/second
>Long time stability:   ±2X10-8/month
>70EUR

Ist eher ein Witz.

Ein OCXO dieser Klasse kostet ab 500 Euro. Ohne Eingangsstufe, ohne 
Gehaeuse, ohne Speisung. Ich denk es ist ein Nepp.

Autor: Hannes (Gast)
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Da würde ich die Finger von lassen, das ist der übliche Chinadreck.
"Press reset when instrument is abnormal..." das sollte einem schon
zu denken geben. Hab noch nie einen Zähler mit ner Resettaste gehabt.
Scheint aber offensichtlich notwendig zu sein.


Du Schlaumeier hast aber übersehen, dass die RESET-Taste dazu dient, 
deine EINSTELLUNGEN zu "resetten", oder?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Er wird das schon gemerkt haben in den 2 Jahren
die es gedauert hat bis Du diesen Thread
wieder ausgegraben hast .

Autor: Neu Gier (Gast)
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Lieber Hannes, wo hast Du in den letzten beiden Jahren nur gesteckt? Wir 
dachten schon, Du meldest Dich nie wieder.

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