Ich hab mich mal ran gemacht und den Innenaufbau einer viewfinder crt zu
zeichnen.Beim Test mit Anodenspannung und Heizung war nichts zu
sehen(die ist auch nicht kaputt!).Also hab ich einfach ein paar Kabel
verbunden (k.a. welche mehr)und es erschin ein schwach sichtbarer dicker
Punkt.Jetzt will ich die Röhre ordentlich betreiben und will wissen wie
pin 3 und 5 beschaltet werden müssen.Ich will einen scharfen hellen
Punkt haben um eine art Audioscope zu bauen.Große Röhren (10 zoll)krig
ich immer sofort wunderbar zum laufen nur diese mini Röhren sind etwas
komplizierter anzusteuern.Entschuldigt mir bitte das so gut gezeichnete
Bild!Und bitte nicht schreiben wie gefährlich Hochspannung ist (Ich bin
vorsichtig!)
Ich hoffe Irgendjemand kann mir helfen damit die Röhre nicht als Deko
bei mir verstaubt.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas
Hat das Teil denn keine Typennummer?
p.s.: Glanzleistung! So'n unscharfes Foto mit vollen 2,5 MiB zu
posten... ich habe es mal geviertelt. Bitte mach das in Zukunft
selbst. Es hat keinen Sinn, hier Anhänge in einer Größe zu posten,
die weit mehr Pixel haben als übliche Monitore.
Es hat eine typennummer aber man findet sie nur zum kaufen.Datenblätter
gibt es nicht!Ach ja was ich als kathode geschriben hab ist das
kontrollgitter!
... und kaufe es von mir eine Röhre sammt elektronik (AN2516S usw.), die
hat vorgestern ncoh funktioniert. Wollte zwar eine Uhr daraus bauen,
aber ich lasse es ein.
XxThomasxX schrieb:> Ach ja was ich als kathode geschriben hab ist das> kontrollgitter!
In deiner Zeichnung steht gar nichts von Katode. >:-o
Vermutlich ist die Katode direkt geheizt oder halbindirekt, d. h.
es ist eine indirekte Katode, aber das Katodenröhrchen ist zum
Einsparen eines Pins an ein Ende der Heizung gelegt.
Nach der Katode kommt der Wehnelt-Zylinder (g1), mit einer negativen
Spannung gegenüber der Katode. Damit kann man die Helligkeit
modulieren.
g2 ist dann ein Fokussiergitter mit positiver Spannung. Wie viel,
das kann dir nur die Originalbeschaltung oder das Datenblatt sagen.
Ich würden von mehreren hundert Volt ausgehen.
g3 ist ein Fokussiergitter, und wenn ich mich recht erinnere, ist
die Spannung an diesem etwas geringer als an g2. Sowas bekommst du
aber aus Datenblättern alter SW-Fernsehbildröhren raus (auch wenn
dort die Spannungen ingesamt höher waren).
g4 ist zusammen mit dem Nachbeschleuniger a (Metallbelag im vorderen
Teil der Röhre) die Anode.
Ne also das ding Läuft jetzt aber da ist ein unscharfer Punkt mit 5mm
Durchmesser der aussieht wie eine Mondlandschafft.Komisch?Also muss ich
mir wahrscheinlich doch eine alte Kamera zum ausschlachten holen.
Thomas S. schrieb:> Ne also das ding Läuft jetzt aber da ist ein unscharfer Punkt mit 5mm> Durchmesser der aussieht wie eine Mondlandschafft.
Dann darfst du jetzt die Spannungen Ug2 und ggf. Ug1 so lange
ändern, bis der Punkt ein ordentlicher Fleck ist.
Aber beginne besser vorher, eine minimale Ablenkung anzulegen,
ansonsten brennt sich der Punkt schnell ein, wenn du ihn ordentlich
fokussiert bekommst. Für den Anfang genügt ja einfach eine
Wechselspannung aus einem Trafo, wobei man die zweite Spule vielleicht
über einen Kondensator in der Phase verschiebt, damit statt einer
Linie irgendeine Schleife gezeichnet wird.
Aber wenn ich den Heizstrom richtig habe (glüht leicht bei 250 Ma und
wird von mir auf 200 Ma betrieben) kann ich da durch das Experimentieren
nichts kaputt machen oder?(Also ohne Mikrowellentrafo :D)
XxThomasxX schrieb:> Wie im Kindergarten!
Naja, woher sollen wir denn ahnen, wie groß bei deiner Bildröhre
der Heizstrom sein muss?
"Klassische" Bildröhren wurden in der Regel mit 6,3 V und 300 mA
geheizt (dadurch waren sie kompatibel zu den Röhren der E- und P-
Serie), aber ob das auch für deine kleine Okularbildröhre zutrifft,
darf bezweifelt werden.
XxThomasxX schrieb:> Die Heizung glüht ja schon> ganz leicht bei etwa 0,5 V.
Dann kannst du nur raten. Das Katodenröhrchen sollte im dunklen
Raum schon als hell, aber nicht weiß glühend erscheinen.
Ich betreibe sie auf 300 mA.Da glüht es so dass sie eine sehr lange
lebensdauer haben wird.Jetzt fehlt nur noch ein effizientes
Schaltnetzteil!Bei 300 mA beträgt die spannung 0,75 V.Bei 12 V einfach
mit nem Widerstand wirts zu uneffizient.Soll mir ja später als
"audioscope" dienen!Ich wusste nicht dass Kathodenstrahlen so dünn
werden können :D
Danke!Ihr habt mir wirklich geholfen!
Also theoretisch müsste ein normaler Zeilentrafo sich ja auch einfach
mit weit weniger Amplitude an einem Rechteckgenerator betreiben lassen
um auf die richtige Anodenspannung zu kommen.
Wenn Du wie Du sagst mit Hochspannung vertraut bist weisst Du warum Du
den Mikrowellentrafo nicht einsetzen wirst :) Weil es nicht oft genug
gesagt werden kann, an Mitleser: fuer Experimente mit CRTs und
dergleichem braucht man vielleicht manchmal 2000V aber kein Ampere, und
wenn man dann doch mal dranlangt oder ein Bauteil durchschlaegt und sich
zerlegt kann man das Ampere noch weit weniger gebrauchen.
Übrigens laesst sich der Punkt um so dünner fokussieren desto höher die
Anodenspannung ist. Aber da sollte einem das Datenblatt sagen was da
drangehoert.
"Es hat eine typennummer aber man findet sie nur zum kaufen"
Es kommt aber arrogant rueber sie dann gar nicht zu nennen.
faustian schrieb:> Es kommt aber arrogant rueber sie dann gar nicht zu nennen.
Ich wollte nicht unhöflich werden.Wenn du nach dem datenblatt googeln
willst:
mo1jvv47wb Viel glück beim suchen!
WOW die Röhre kostet fast 50 Euro und das vergleichsmodell kostet 170
Euro.Ich hab herausgefunden, dass das vergleichsmodell eine Heizspannung
von 2,5 V hat.Die lege ich aber garantiert nicht bei meiner Röhre an!